Crypto - Briefmarken aus Österreich

  • Eine neue Idee der österreichischenPost. Hier eine Kopievon Ihrer Seite (mit dem entsprechenden Kauderwelsch der Neuzeit:D):


    Diese Crypto stamp wurde mit einem Paper-Wallet gekauft. Um sie auf ein anderes Wallet zu transferieren - zum Beispiel jenes, das Sie bereits verwenden - können Sie den auf dem rechten Teil der Marke unter Rubbelfeld [3] befindlichen Code verwenden, um den Transfer hier zu starten.

    Als Besitzer dieser Crypto stamp können Sie dieses Asset an jede beliebige Wallet transferieren. Dazu können Sie das nachfolgende Formular verwenden. Die Transaktion wird bei Ihnen im Browser erstellt und nur in verschlüsselter Form an die Blockchain übergeben. Wichtig: Bitte achten Sie darauf, dass das Empfänger-Wallet mindestens mit ERC-20 Tokens umgehen kann, idealerweise auch mit ERC-721.


    Das soll wohl der etwas unter Druck geradenen "Bitcoin-Währung" des Internetes eine eigene/neue Variante geben.


    Zumindest kann man nach einer evtl. möglichen Frankatur ;) den Wert weiter handeln.


    Also eine neue Spekulationsvarante (mit Briefmarkenhintergrund). :frust:

  • Vielen Dank für den Hinweis!

    Bin bei diesen Cryptos auch eher skeptisch.


    Der hohe Preis bei der Auktion, scheint auf jedenfall kurzfristigen Spekulationserfolg zu erzielen. Da hatte wohl jeder Glück der einen Satz für 6,90 je Einzelmarke bekommen konnte und jetzt für ein vielfaches bei ebay verkaufen kann... :)

  • Die Kryptomarken sehen alle gleich aus. Unterschiedlich gefärbt ist nur das Bild in der Ethereum Blockchain. Sobald diese Blockchain ihr Leben aushaucht - und sie wird irgendwann abgeschaltet - sind die Marken alle gleich. Eine Blockchain existiert nicht ewig, sondern nur solange, wie genügend Menschen Interesse am Betrieb haben. Wenn niemand mehr da ist, der die Blockchain weiter betreibt, hast du fünf ziemlich häufig gedruckte Marken, die gleich aussehen.


    Ich wüsste auch nicht, warum ausgerechnet die AT-Post ein Interesse daran haben sollte, im Jahr 2150 noch die Blockchain für eine 2019 herausgegebene Sammlerschröpfmarke zu betreiben.

  • Die Kryptomarken sehen alle gleich aus. Unterschiedlich gefärbt ist nur das Bild in der Ethereum Blockchain. Sobald diese Blockchain ihr Leben aushaucht - und sie wird irgendwann abgeschaltet - sind die Marken alle gleich. Eine Blockchain existiert nicht ewig, sondern nur solange, wie genügend Menschen Interesse am Betrieb haben. Wenn niemand mehr da ist, der die Blockchain weiter betreibt, hast du fünf ziemlich häufig gedruckte Marken, die gleich aussehen.


    Ich wüsste auch nicht, warum ausgerechnet die AT-Post ein Interesse daran haben sollte, im Jahr 2150 noch die Blockchain für eine 2019 herausgegebene Sammlerschröpfmarke zu betreiben.

    Bemerkenswert ist daraufhin nur die grosse Nachfrage im Moment, mit den hohen Preisen. Aber verstehen muss man das wohl nicht....:kapieren::)

  • Auch die DBZ warnt vor den Österreich-Crypto-Briefmarken:


    https://www.deutsche-briefmark…tamp-fuer-1-000-000-euro/


    Um den Wahnsinns-Spekulationen ein Ende zu setzen, sollte die österreichische Post eine Menge dieser Marken nachdrucken, speziell die roten Exemplare mit der Mini-Auflage von nur 1.500 Stück. Konnte sich die Post im Vorfeld doch denken, daß diese Auflage für die vielen Österreich-Sammler nie reicht und nur zur Verärgerung dieser Kunden führt. Man stelle sich diese Auflage mal bei einer deutschen Briefmarke vor!


    Gruß kartenhai

  • In einem der vorigen Links wird das genau beschrieben:


    Die sogenannte Crypto Stamp besteht aus zwei Teilen. Bei dem ersten Teil handelt es sich um eine echte Briefmarke aus Papier mit einem Nennwert von 6,90 Euro. Dieser Teil der Briefmarke kann ganz normal verwendet werden. Zusätzlich erhält man beim Kauf aber auch einen zweiten Teil. Dieser besteht ebenfalls aus Papier und verfügt über zwei verdeckte Textfelder, die freigerubbelt werden können. Hinter den Rubbelflächen befinden sich Zugangsdaten zu einer Ethereum-Wallet – also einer digitalen Geldbörse auf der Ethereum-Blockchain. Innerhalb dieser digitalen Geldbörse liegt ein Token mit dem Namen „Crypto stamp Edition 1“ und mit einer einzigartigen Token-ID. Dieser einzigartige Token kann Philatelisten und Krypto-Enthusiasten als virtuelles Sammelgut dienen. Daneben befindet sich in der digitalen Geldbörse noch ein kleiner Betrag von 0,001666 Ether mit einem Gegenwert von etwa 40 Cent. Dieser Betrag der verbreiteten Kryptowährung soll dem Käufer der Marke vermutlich ermöglichen, Transaktionsgebühren innerhalb der Blockchain zu bezahlen, sollte er seine virtuelle Marke an eine andere Ethereum-Wallet übertragen wollen.


    Ich würde die Textfelder aber nicht unbedingt freirubbeln, das könnte als Beschädigung der "Marke" und damit wertmindernd angesehen werden.


    Gruß kartenhai


  • Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?


    Wenn man sich so die Infos in dem Link genau durchliest, versteht man am Ende gar nichts mehr nach dem Motto: Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?


    Die Farbe der Crypto-Marke ist auch nur kompliziert virtuell feststellbar:


    Welche Farbe die jeweilige Marke hat, bestimmt sich über die in der Blockchain gespeicherte Token-ID. Leider werden die der Token-ID zugeordneten Metainformationen aber nicht in der Blockchain selbst gespeichert, sondern in einer zentralisierten Datenbank, die im Internet unter https://crypto.post.at/CS1/meta/1 zu erreichen ist – die Zahl am Ende der URL entspricht dabei der jeweiligen Token-ID. Die Gefahr für Sammler: Sollte die Österreichische Post die Seiten vom Netz nehmen, existiert diese Information grundsätzlich nicht mehr. Zudem könnten die Informationen jederzeit geändert werden. Dies widerspricht eigentlich dem Gedanken eines echten Cryptocollectibles und trübt die Sammelfreude etwas.


    https://t3n.de/news/krypto-oesterreichische-post-1172058/


    Wenn ich Österreich sammeln würde, würde ich dieses Gebiet jetzt aufgeben. Was hat das noch mit Briefmarken zu tun?


    Gruß kartenhai

  • Das ist ja noch dilletantischer, als ich dachte. Dass es in 150 Jahren keine Ethereum Blockchain mehr geben wird, davon bin ich überzeugt. Aber 20, 30 Jahre könnte sie sicher als aktive Blockchain überleben und auch danach wird sicher noch Jahrzehnte irgendwo abrufbar Backups geben. Wenn nun aber der wesentliche Teil, die Farbinfo, nicht in der Blockchain gespeichert wurde (obwohl das möglich wäre), dann reicht doch ein Manager für die östereicher Postphilatie im nächsten Jahr, der sich die 5 Euro Hostingentgelt für die Seite sparen will, und die Infos sind weg.

  • kartenhai

    Ich zitiere aus Deinen Beiträgen : "In einem der vorigen Links wird das genau beschrieben." (hatte ich natürlich durchgelesen). "Wenn man sich so die Infos in dem Link genau durchliest, versteht man am Ende gar nichts mehr." (Eben). "Die Farbe der Crypto-Marke ist auch nur kompliziert virtuell feststellbar:

    Welche Farbe die jeweilige Marke hat, bestimmt sich über die in der Blockchain gespeicherte Token-ID."


    Wenn jemand also behauptet, eine bestimmte Farbe zu verkaufen, muss er die vorher in der Blockchain überprüft haben. Und wie ?

  • Nein, die Markenfarbe ist eben nicht in der Blockchain gespeichert, sondern auf https://crypto.post.at/. Da gibst du den auf der Marke freigerubbelten Code ein und siehst die Farbe der Marke. In der Blockchain könnte das Bild auch gespeichert werden (teuer) oder wenigstens im Klartext einen Hinweis auf die Farbe. Das wäre dann dort unabhängig von den Launen der Post unabänderlich dokumentiert.


    Stattdessen steht jetzt in der Blockchain nur eine Token ID. Was die bedeutet, kannst du nur auf der Website der Post prüfen. Wird die abgeschaltet, hast du nur einen nichtssagenden Code.