Infla Michel 335 AWb - Schwaneberger Farbenführer geeignet für Farbbestimmung Rosetten?

  • Hallo liebes Forum,


    ich habe hier gleich drei Punkte in einem Thema, die mich umtreiben.

    Ich habe vor etwa 3 Jahren angefangen intensiver Briefmarken zu sammeln und habe mich lange Zeit nicht auf ein Sammelgebiet fokussieren können (einfach alles zu spannend). Nun habe ich mich jedoch wieder den Marken der Inflationszeit zugewendet. Hier interessieren mich besonders die Ausgaben mit Rosetten Also ab der 313.

    Für die Farbbestimmung nutze ich einen Schwaneberger Farbenführer von 1963 24. Auflage. Bisher habe ich meine Methode der Farbbestimmung nie hinterfragt. Doch nun frage ich mich ob ich es richtig mache.

    Hintergrund: Ich meine eine 335 AWb in meiner Sammlung entdeckt zu haben. Die Michel 335 ist laut meinen Deutschland Spezial von 2007 in 2 Farben bekannt, dunkelblau und schwarzblau.

    Diese Farben finde ich auch in meinem Farbführer. Bei Tageslicht lege ich die Marke erst auf das Referenzfeld im Farbenführer und dann hinter die Seite.

    Zum Abgleich wiederhole ich dies mit dem Farbfeld der anderen Farbvariante.

    Ich habe Bilder davon angehängt:

    Nun meine Fragen:


    1. Ist solch ein alter Farbenführer für die Bestimmung der Farben der Inflationsausgaben geeignet? Wenn nein was gibt es an Alternativen?

    2. Ist die beschriebene Methode überhaupt richtig oder mache ich dabei schon einiges falsch?

    3. Ist meine, auf der beschriebenen Methodik beruhende Einordung der gezeigten Marke zur Farbe b (schwarzblau) richtig?


    Ich freue mich über eure Antworten.

    Lieber Gruß


    Alex

  • Vor Jahren habe ich mal was zu Farbenführer gelesen

    1. Ist solch ein alter Farbenführer für die Bestimmung der Farben der Inflationsausgaben geeignet? Wenn nein was gibt es an Alternativen?


    Soviel ich weiss, ist das Problem vor allem hier auch das Alter deines Farbführers. So nach knapp 60 Jahren verändern sich auch die Farben in einem Druckwerk.


    Du hast hier zwei Drucke (Briefmarken und Farbenführer) die sich auch im Laufe der Zeit verändern können.


    Farben sind ein ganz grosses Problem, hier spielen viele Faktoren eine Rolle, u.a. auch die vergangene Zeit seit dem Druck.


    Lauf aber nicht gleich los und kaufe einen neuen Farbenführer - lies dich erst mal schlau.

  • @Goldene20,

    bei deiner vorgestellten Marke handelt es sich nicht um eine Marke in Walzendruck (335 A W b), sondern eine Marke in Plattendruck (335 A P a).


    http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=484&id=714


    Hier:

    http://www.philadb.com/?site=l…id=484&id=14&mode=vorwort


    sind die Unterscheidungsmerkmale von Platten- und Walzendruck dargestellt.


    Als Referenzmarken scanns der Urmarke Nr 319 (Pa, Wa und Wb)


    mfg


    erron

  • erron

    Vielen lieben Dank.

    In den letzten Minuten habe ich enorm viel gelernt.

    Das zeigt mir wieder Mal wie schnell man sich durch eine falsche Grundannahme (Farbe gleich schwarzblau) in eine Sackgasse begibt.

    Was mich jedoch wundert, ist die Tatsache daß die Farbe so abweichend von Farbenführer ist. Das man einen alten Farbenführer mit Vorsicht bewerten muss war mir klar. Aber so eine starke Abweichung ist schon krass.

    Aber das zeigt wieder einmal, dass Briefmarken sammeln einen berechtigten Status einer Wissenschaft hat.


    Wie sagt man so schön: Übung macht den Meister.

  • @labarnas,

    es gibt bei den Rosettenausgaben drei Unterscheidungsmerkmale zwischen Platten-und Walzendruck bei fehlenden Randstücken.


    1.) Lupe: Dieses "Fischauge" beim Walzendruck, dass bei einem Markenbogen auf 75 Markenfeldern vorhanden ist.

    2.) Messung: Plattendruck mißt 17,7 x 21,5 mm. Walzendruck mißt 18,0 x 22,0 mm.


    3.) Geübtes Auge: Anhand des Markenbildes, welches bei Platten-Walzendrucken immer etwas unterschiedlich ist. Hier als Bsp. mal anhand der Nr 336 (siehe Scann)


    mfg


    erron