Germaniamarken

  • Guten Abend,


    darf ich hier ein paar Marken zeigen und darum bitten diese zu bestimmen soweit anhand des scans möglich? Alle haben das Rautenmuster wie ich erkenne. Irre ich mich oder unterscheiden sich die beiden 75er und die beiden 15er von der Farbe her? Die schwarz-grünblauen erwecken denselben Eindruck als ob


    Michelnummern wären super; wertigkeit spielt keine Rolle.


    Danke vorab


    Gruß


    Schnuffel

  • Mi.-Nr. 100 - Ausgabe vom 28.07.1916 (Porto für einen Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g = 10 Pfennig + 5 Pfennig Kriegssteuer)



    Diese Ausgabe wurde bei ungünstigen Lichtverhältnissen von den Postbeamten öfters mit folgender Ausgabe verwechselt:


    Mi.-Nr. 99 - Ausgabe vom 28.07.1916 (Porto für eine Inlandspostkarte im Fernverkehr = 5 Pfennig + 2,5 Pfennig Kriegssteuer)


    Deshalb erfolgte im Mai 1917 eine Farbänderung (Mi-Nr. 101):



    Quelle: "Deutsche Inflation 1916 - 1923 Wissenswertes, Sammelmöglichkeiten und Hinweise Mi 98 - 118" von Günter Bechtold

    Büchersammlung der Forumsmitglieder

  • erledigt...


    Ich vergleiche meine Bilder mit denen auf philadb; aber ich musste feststellen dass die Farben verfälscht sind weil mit verschiedenen Scannern und Auflösungen gescannt wurde.


    Da müsste quasi derjenige der prüft den gleichen Scanner wie ich haben damit die Farben wirklich 1:1 miteinander verglichen werden können. Stimmt meine Theorie?

  • Hallo Schnuffel,


    mir persönlich ist eine Farbbestimmung nicht möglich, da


    - Vergleichsmaterial und Erfahrung fehlt

    - es sich um gebrauchte und gewaschene Stücke handelt

    - nicht abgeschätzt werden kann, inwieweit der Scan und der Bildschirm die Farben verfälscht


    Eine Möglichkeit zur Farbbestimmung wäre, diese anderen Sammlern auf Tauschtagen oder Vereinstreffen vorzulegen. Entsprechende Termine findet man auf den Homepages der Vereine und den Seiten der Landesverbände und des BDPH. Oder du fragst hier mal an, wer in der Nähe von dir wohnt, über entsprechendes Material verfügt und bereit ist zu helfen.


    Die restlichen Michelnummern suche ich gerne noch raus.


    Viele Grüße


    Marko

  • Hi,


    Hab jetzt mal jemanden gefragt der geprüfte Exemplare der 15er und 35er besitzt. Insofern hat sich in DEM Fall das Thema erledigt. Bleiben noch die anderen (75 und 15 lila) und die Unterscheidung bei den gezeigten 50ern zwischen Krieg und Frieden. Das Datum der rechten 1921 ist eindeutig Kriegsdruck, bei der anderen mit Datum 4.11.1915 bin ich mir nicht sicher.

  • Hallo Schnuffel,


    das ist alles die a Farbe die Du zeigst. Das Farbsprektrum reicht von olivbraun bis ockerbraun.


    Die b Farbe ist braunocker also ist DEUTLICH rotstichiger.


    Die linke 50 Pfennig Germania ist eindeutig Kriegsdruck bei der rechten bin ich mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, tue mich da auch nach wie vor in vielen Fällen schwer. Aber es gibt bestimmt noch den ein oder anderen der das besser erkennt.


    Gruß


    Wolfgang

    zu tauschen gegen:


    - Italien (bis 1940) - Schweiz (bis 1950) - Frankreich (bis 1930) - Spanien (bis 1930)
    - Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland (bis ca.1930/45) - Ägypten (bis 1900)

    - Türkei (bis 1928) - Liechtenstein (1918 bis ca.1935) - Luxemburg (bis ca.1900)

    - USA (bis ca.1880) - Russland bis 1923 - China (Kaiserreich und Kulturrevolution)

    - Japan bis 1930


  • gut ich habe mich informiert. Die ersten Kriegsdruck-Ausgaben kamen im MÄRZ 1915 raus was heisst dass die rechte Marke noch im Friedensdruck ist. Bei der linken kann ich halt das Datum nicht lesen, was die Sache schwierig für mich macht. Die Kriterien für Friedensdruck in der Beschreibung auf der von Kartenhai genannten Seite treffen jedenfalls alle zu- also ?

  • In meinem Fundus sind wie angedroht auch noch weitere siehe die hier:


    Auf diversen genannten Seite (Vielen Dank schon an alle die mir Hinweise gegeben haben)

    habe ich herausgefunden dass es ebenfalls bei der 10 Pf Reichspost- Ausgabe Farbunterschiede gibt, die ich hier auch meiner Überzeugung nach erkenne.


    Kann mir hierzu jemand eine Tendenz geben oder die gar bestimmen?


    Danke


    Schnuffel

  • Die gezeigten 3 PF Marken sind alle OHNE Wasserzeichen. Du hattest geschrieben Wasserzeichen sind seit 1905 gebräuchlich aber ...


    Und Narnia hat mir auch schon geantwortet - liegt er Deiner Meinung nach falsch?


    Woran machst Du fest dass es sich bei der linken 80 um einen Kriegsdruck handelt?

  • @Schnuffel,

    Das Wasserzeichen Raute wurde nach und nach eingeführt.

    Es gibt kein genaues Ausgabedatum.


    Zu der 80 Pfg Marke.

    Bei der 80 Pfg Marke ist das Markenbid unsauber, deshalb Kriegsdruck.


    Merke


    Kennzeichen der Friedensdrucke:



    Papier: weiß und glänzend satiniert.


    Gummi: reinweiß, etwas schräg gebrochen und mit mattem Seidenglanz.


    Druck: sauber, die Linien der Zeichnung sind fein und nicht unterbrochen.


    Wasserzeichen: sehr gut sichtbar.


    Stempel: aufgrund des satinierten Papiers sind die Stempelabschläge meist sehr sauber.



    Kennzeichen der Kriegsdrucke:



    Papier: schlecht geleimt, porös, teilweise dünn und zellstoffartig, dann wieder dick und rauh, die Farbe wird grauer, oft mit Stich ins rötliche.


    Gummi: nicht mehr schräg durchbrochen, sondern hochglänzend und glatt.


    Druck: anfangs noch saubere und klare Farben, später wird die Zeichnung durch das schlechte Papier immer unsauberer, die einzelnen Linien sind unterbrochen; der Glanz ist nur noch bei einigen Marken vorhanden.


    Wasserzeichen: anfangs noch gut, später, außer bei einem dünnen zellstoffähnlichem Papier, bei dem das Wz überaus gut sichtbar ist, fast nicht mehr zu erkennen.


    Stempel: durch das schlechte Papier, welches die Stempelfarbe aufsaugt meist verlaufene, unsaubere Stempel.


    Und ganz ganz wichtig:

    Zwischenauflagen, die nicht eindeutig zu den Friedensdrucken zugeordnet werden können, zählen zu den Kriegsdrucken.


    Bei deinen 10 Pfg Marken könnte die linke Marke die Farbe "b" sein.

    Sie muß aber ein etwas bläulicher Stich haben.


    Die restlichen haben die Farbvariante "a".


    mfg


    erron


  • Hallo Forum


    Sehr präzise und detaillierte Ausführung vielen Dank Erron. Einiges wird mir auch jetzt wieder klarer...


    Gruß wolfgang

    zu tauschen gegen:


    - Italien (bis 1940) - Schweiz (bis 1950) - Frankreich (bis 1930) - Spanien (bis 1930)
    - Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland (bis ca.1930/45) - Ägypten (bis 1900)

    - Türkei (bis 1928) - Liechtenstein (1918 bis ca.1935) - Luxemburg (bis ca.1900)

    - USA (bis ca.1880) - Russland bis 1923 - China (Kaiserreich und Kulturrevolution)

    - Japan bis 1930


  • Es gibt eine Pauschalbetrag Von 25 € pro Sendung . Je signierter Briefmarke 3,- und ab einer gewissen Höhe des Katalogwertes einen Aufschlag von 10% des Michelwertes.


    Da muss man sich schon genau vorher überlegen welche Exemplare wirklich eine solche BPP Prüfung verdienen und welche nicht. Ich bin mit meinem Michel Spezial und dem zugehörigen Farbenführer mittlerweile in vielen Fällen selber in der Lage eine VOR Prüfung vorzunehmen. Liegt dann eine Briefmarke unterhalb von 25 Michel schicke ich sie nicht ein.


    Gruß Wolfgang

    zu tauschen gegen:


    - Italien (bis 1940) - Schweiz (bis 1950) - Frankreich (bis 1930) - Spanien (bis 1930)
    - Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland (bis ca.1930/45) - Ägypten (bis 1900)

    - Türkei (bis 1928) - Liechtenstein (1918 bis ca.1935) - Luxemburg (bis ca.1900)

    - USA (bis ca.1880) - Russland bis 1923 - China (Kaiserreich und Kulturrevolution)

    - Japan bis 1930


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