in Memoria: unsere Jugendzeit

  • Hey Leute...


    Lange lange ist es her.


    Ich bin jetzt 40 und mir fallen diese Schätze aus meiner Zeit als Jugendsammler in die Hände.


    Da wird man ganz sentimental. Ich bedanke mich posthum bei meinem Jugendgruppenleiter Herrn Lutz Binner für die wunderbare Zeit ind der ich vieles gelernt habe, Freunde gefunden habe, wir haben viele Ausflüge nach Sinzheim unternommen, nach Basel, in die Pfalz zu Fußballturnieren und Ausstellungen an denen wir mitgewirkt haben.


    Es war ne schöne Zeit die ich nie vergessen werde und Herr Binner war ein toller Mensch von dem ich mich nicht richtig verabschieden konnte obwohl ich dazu Gelegenheit hatte. Ich hatte als Jugendlicher was besseres im Kopf und war mir diesem Moment einfach nicht bewusst; es tut mir von Herzen leid!


    10 Jahre war ich Mitglied im Verein, danach ging ich auf ein Internat und hatte ab diesem Zeitpunkt leider keine Zeit mehr bis ich vor knapp 7 Jahren das Sammeln als Philatelie wieder aufgegriffen habe, Es ist so immens wichtig ein Hobby zu haben in der heutigen Zeit wo man einfach nur abschalten kann und dam Alltagsstress für kurze Zeit entfliehen kann....


    In diesem thread sind alle eingeladen sich mit Erinnerungen und auch wenn vorhanden und wer mag mit persönlichen Belgen zu beteiligen und abzutauchen in die Vergangenheit . Ich fände das eine sehr schöne Sache


    Gruß


    Wolfgang

    zu tauschen gegen:


    - Italien (bis 1940) - Schweiz (bis 1950) - Frankreich (bis 1930) - Spanien (bis 1930)
    - Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland (bis ca.1930/45) - Ägypten (bis 1900)

    - Türkei (bis 1928) - Liechtenstein (1918 bis ca.1935) - Luxemburg (bis ca.1900)

    - USA (bis ca.1880) - Russland bis 1923 - China (Kaiserreich und Kulturrevolution)

    - Japan bis 1930


    2 Mal editiert, zuletzt von narnia2009 ()

  • In den Siebzigern kam ich als Jungsammler zum ersten Mal zum Tauschtag des örtlichen Vereins. Dort traf ich auf jede Menge freundlicher, meist älterer Herren; der Verein war schon zu jener Zeit leicht überaltert, aber man merkte es noch nicht so.

    Die monatlichen Tauschtreffen wurden über lange Jahre hinweg Bestandteil meines Sammlerlebens. Unzählige Stunden verbrachte ich dort mit Tausch und Fachsimpelei. Urkunden oder Fahrten, überhaupt so etwas wie Jugendarbeit, gab es nicht, die Marken mußten genügen. Sie taten es auch.


    Anfang der 90er war bei mir Schluß, die Luft war raus, und die Sammlung ruhte ein Vierteljahrhundert im Schrank. Erst im Sommer des letzten Jahres erfaßte mich der philatelistische Virus aufs Neue, und ich hoffe, er hält noch lange an. Die Erde hat sich indes weitergedreht, nun bin ich selber einer der alten Säcke. Wenn ich meine Sammlungen neu zusammengebaut habe und alle Fehllisten fertig sind, möchte ich gern noch mal in meinem alten Verein vorbeischauen, mit dem mich viele schöne Erinnerungen verbinden.

  • Urkunden oder Fahrten, überhaupt so etwas wie Jugendarbeit, gab es nicht, die Marken mußten genügen. Sie taten es auch.

    Die Jugend von heute will immer mehr (An)reize...


    Ich denke dass die Jugendarbeit früher nicht so ausgeprägt war wie heute liegt daran dass unser Hobby zu der Zeit noch nicht so "gefährdet" war wie heute.


    Die Jugendarbeit ist heute extrem wichtig geworden um den Fortbestand dieses Hobbies zu sichern.


    Aber der Jugend muss eben auch immer mehr geboten werden so sind Urkunden, Ausflüge und Events Mindestanforderung

    zu tauschen gegen:


    - Italien (bis 1940) - Schweiz (bis 1950) - Frankreich (bis 1930) - Spanien (bis 1930)
    - Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland (bis ca.1930/45) - Ägypten (bis 1900)

    - Türkei (bis 1928) - Liechtenstein (1918 bis ca.1935) - Luxemburg (bis ca.1900)

    - USA (bis ca.1880) - Russland bis 1923 - China (Kaiserreich und Kulturrevolution)

    - Japan bis 1930


  • Beides miteinander zu verbinden - auf der einen Seite Fun - Faktor und Action auf der anderen Seite die Philatelie als seriöses und manchmal trockenes und komplexes Thema - ist eine Herausforderung für jeden und erfordert fast schon eine pädagogische Ausbildung 😳😉

  • Briefmarken sammeln in der Kinderzeit, dass waren noch unbeschwerte Zeiten. Durch meinen besten Freund bin ich zu diesem Hobby gekommen. Gestartet wurde bei Null und die erste Quelle war die Tagespost. Besonders begehrt waren dabei die Briefmarken aus der Post der Westverwandtschaft (für die jungen Leser, das war die Post aus der Bundesrepublik oder Westberlin in die DDR). Später gab es vom Taschengeld Wundertüten mit Motivmarken aus aller Welt (hauptsächlich von Postverwaltungen, die man heute als Raubstaaten bezeichnet). Natürlich wurde in den Kindertagen auch noch getauscht. Die Gelegenheiten wurden mit zunehmenden Alter aber immer weniger, da viele das Hobby aufgaben.


    Da ich in einem kleinen Ort aufwuchs, gab es natürlich keinen Verein. Da ich in der DDR aufwuchs, gab es auch keine Katalog (Mangelware bzw. Bückware). Auch Zubehör war selten zu bekommen.


    Mit zwölf oder dreizehn schenkte meine Mutter mir dann einen Sammlerausweis. Damit durfte ich bei der Post die Neuheiten käuflich erwerben. Wenn man daran zurückdenkt, kann man über diesen Irrsinn nur den Kopf schütteln. Mit der Wende wurde dann alles anders. Zumindesten was die Beschaffung betraff. Ab da brauchte man nur noch Geld und manchmal Geduld.


    Übrigens habe ich das Hobby zwischendurch nie wirklich an den Nagel gehängt. Durch Spezialisierung konnte ich mir immer die Begeisterung erhalten. Was daraus geworden ist, seht ihr in Auszügen auf dem unten aufgeführten Link. Und alles ohne die führende Hand eines Ortsvereines. Mich zieht es dort nicht hin und von dort wurde auch noch nie versucht, mich zu interessieren oder zu überzeugen.


    Viele Grüße


    Marko

  • Bei uns waren 3 Kinder Enkel bzw. Söhne /Töchter von Vereinsmitgliedern die sich später am Abend dann trafen . Das Treffen der Jugendgruppe war also am gleichen Tag wie das Erwachsenentreffen, nur eben früher.


    Die Neuen sollten erstmal zeigen was sie schon so hatten. Dann gab man uns Tipps wie man sie besser sortieren könne; oftmals kam unser Jugendleiter mit deiner Wundertüte die wir dann sichten sollten, er hat uns dann am Beispiel einiger der dortdrin befindelkichen Briefmarken Unterswchiede gezeigt auf die man achten solle. Auf Stempel sind wir garnicht eingegangen da die meisten von uns sich aufs Sammeln von Motive festgelegt haben.


    Am Interessanten fand ich den Ausflug zur Ausstellung "Basler Taube" bei dem wir dann ein Fußballturnier hatten, einen Stadtbunker aus dem 2. Weltkrieg besichtigten und in der Turnhalle, wo wir dann auch gespielt haben, übernachtet haben.


    Als ich dann schon 15 oder 16 war durfte ich mit Gleichaltrigen zweimal nach Sinzheim fahren und die "Kleinen" in der Jugendecke betreuen, was mir auch sehr viel Spaß gemacht hat.


    Heute habe ich noch mit einigen Kontakt aber ich bin der einzige der sich noch der Philatelie widmet,


    So gehts halt - Beruf und Familie, das ist dann wichtiger. Meine Kinder sind jetzt zum Glück schon groß (8 und 10) da kann man sich auch ab und zu etwas Zeit rauben.


    Eine Mitgliedschaft in einem Verein und Tauschevents sind leider auch (noch) aus beruflichen Gründen insbesondere tabu. Der nächste Verein wäre zwar in Ettlingen nicht weit von zu Hause aber es ist so dass ich der Meinung bin das Meiste inzwischen online regeln zu können bzw. mit Hilfe meiner Lteratur. Falls der Verein bis zum Eintritt ins Rentenalter noch existiert oder sich beruflich Veränderungen ergeben die das mehr zulassen, bin ich auf jeden Fall dann dort dabei.

    zu tauschen gegen:


    - Italien (bis 1940) - Schweiz (bis 1950) - Frankreich (bis 1930) - Spanien (bis 1930)
    - Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland (bis ca.1930/45) - Ägypten (bis 1900)

    - Türkei (bis 1928) - Liechtenstein (1918 bis ca.1935) - Luxemburg (bis ca.1900)

    - USA (bis ca.1880) - Russland bis 1923 - China (Kaiserreich und Kulturrevolution)

    - Japan bis 1930


  • Auch sowas gibt es! Als ich vor ca. 40 Jahren zum örtlichen Briefmarkensammlerverein ging ( der Verein war auch schon damals überaltert), erlebte ich sowas:

    Es tauchte damals ein Junge auf, der Interesse an Briefmarken zeigte. Bei den Senioren war ab und zu ein drahtiger "Knochen" mit Bürstenhaarschnitt dabei, der sich gerne mit 'Herr Oberst' titulieren ließ. Das Treffen fand stets Sonntags um 10 Uhr im Cafe des Seniorenheims statt. An einem dieser Tage erschien auch eine alte Frau und überreichte in Gegenwart des Vorstands dem Jungen (er war etwa 12 Jahre alt) zwei bis drei Hände voll älterer Bund-Briefmarken, die sich bei der Dame entdecken ließen. Der Oberst pickte sich sehr schnell die wertvolleren Sücke heraus (Wohlfahrtmarkensätze) und steckte sie behende in seine Jackettasche. Danach klopfte er dem Jungen auf die Schulter und forderte den ahnungslosen Jungen auf: "Bedanke dich bei der Dame für die Marken!" Der Rest der noch auf dem Tisch verblieb, war nur noch Massenware. Keiner der Anwesenden sagte etwas, und mir verschlug es auch die Sprache............

  • Mir auch. Was für erbärmliche Kreaturen es doch gibt …

    Zwar hat die lange zeitliche Distanz und ein gewisser Nostalgiefaktor bei mir so manches weichgezeichnet, aber an ein paar Dinge erinnere ich mich auch, die nicht so prickelnd waren. Im örtlichen Verein herrschte noch eine gewisse soziale Kontrolle, aber auf den Großtauschtagen liefen Leute herum, vor deren Tricks man sich hüten mußte.