Briefmarken für einen guten Zweck

  • Briefmarkenverkauf in Schaffhausen
    Auch dieses Jahr wird Pro Juventute wieder einen Markenverkauf starten. Die Einnahmen sind allerdings rückläufig.


    Thayngen - Wer kennt sie nicht, die «kleinen Marken mit grosser Wirkung», mit denen die Organisation Pro Juventute ihre karitativen Projekte finanziert. Am 7. November werden Schaffhauserinnen und Schaffhauser erneut zum Kauf von Briefmarken aufgerufen. Die Organisation der Aktion, für die bis vor einem Jahr Brigitta Brüschweiler aus Schaffhausen zuständig war, hat dieses Jahr Irene Walter aus Thayngen übernommen. Walter wirkt motiviert, Pro Juventute steht aber vor einem Problem.


    Weniger Markenverkäufe
    «Es ist leider ein Trend», sagt Walter, «dass in letzter Zeit immer weniger Marken gekauft werden.» Die Einnahmen von Pro Juventute sind also in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Woran das liegt, weiss sie nicht genau. «Vielleicht spielt schlicht und einfach auch mit, dass die Leute immer weniger Briefe schreiben.» Bei Pro Juventute denke man deswegen auch bereits darüber nach, mit der Tradition des Markenverkaufs zu brechen, zumindest so weit, dass nebenbei noch andere Artikel verkauft würden. Ein wenig reicht das Sortiment bereits jetzt über Briefmarken hinaus: Die Stiftung publiziert unter anderem auch Kinderbücher und Ratgeber und schickt frischgebackenen Jungeltern so genannte «Elternbriefe», in denen Ratschläge für die Erziehung von Kleinkindern und Informationen zu deren Entwicklung zu finden sind.
    Die Haupteinnahmequelle von Pro Juventute bleibt bisher dennoch der Markenverkauf. Walter, die erst seit kurzem dabei ist, beschreibt den Aufwand: Vor den Sommerferien müssen die Couverts bestellt und daraufhin an Schulhäuser verteilt werden. Wenn es dann so weit ist, werden die Bestellungen abgepackt, und Walter stellt am Schluss selbst die Rechnungen aus. Während die Kinder in den meisten Landgemeinden die Marken selbst verkaufen, werden diese in der Stadt per Post zugestellt. Es sei recht schwierig, für den Verkauf Freiwillige zu finden, bemerkt Walter, warum die Aufteilung zwischen Stadt und Land so funktioniert, kann sie aber nicht sagen.
    Irene Walter ist zuständig für einen von drei Bereichen im Kanton Schaffhausen: die Stadt und den Reiat. Die anderen Bereiche sind die Region Stein am Rhein und der Klettgau. Die Einnahmen des Verkaufs fliessen zu 90 Prozent direkt zurück in die Region. Die Sektion Schaffhausen/ Reiat unterstützt zurzeit unter anderem Schwimmkurse der KSS oder das Momoll-Theater, hilft aber auch benachteiligten Familien, denen beispielsweise das Geld fehlt, ihre Kinder in die Spielgruppe zu schicken. «Es geht», sagt Walter, «bei allem um die Jugend.»



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