DDR 243 echt gelaufen 1956

  • Guten Morgen


    Habe hier einen Brief mit einem 5er Streifen 243 und einem Paar der 10Pf der 453. Stempeldatum ist Juni 1956.


    Nimmt man die 243 isoliert müsste man streng genommen ja von einer Stempelfälschung sprechen aber auf einem offensichtlich echt gelaufenen Brief? Allerdings auch nicht portorichtig frankiert wobei allerdings die 243 als Portoergänzung zu den 20Pf nötig gewesen sind. Also ist hier doch einerseits Unkenntnis des Postlers und Naivität des Absenders zu unterstellen oder wie seht ihr das - und wie ist dieser Brief aufgrund der angegebenen Katalogwerte unter Berücksichtigung der Abstempelung zu bewerten ?


    Bilder werde ich gleich einstellen wenn ich zu Hause bin

  • hier sind die Bilder dazu (1. Stempel- identisch mit Vorderseite- 2. Brief Vorderseite 3. Brief Rückseite

    Einmal editiert, zuletzt von narnia2009 ()

  • Guten Abend,


    es gibt bestimmt jemand, der DDR- Belege sammelt. Ich wäre dankbar für Eure Meinung


    Gruß


    Wolfgang

  • wenn ich hier meinen Senf dazu abgeben darf (bin drauf gestoßen weil ich selber n paar Briefe von Bekannte hier rumliegen hab). 60g Brief 95PF (35PF normal +2x 20g für je 30Pf)


    Plausibel aber trotzdem nich portorichtig. Die Nummer 243 ist aber nur gültig bis 31.12.1951.


    Denke einfach die auf dem Postamt haben geschlafen...

  • Übertrieben gesagt: Ein stinknormaler Brief der ersten Portostufe zu 20 Pf. als Inlandstarif nach Regensburg/ Bayern.


    Der Fünferstreifen diente als Verschlussvignette auf der Rückseite. Vielleicht war der Empfänger auch Sammler....


    Manche Briefe geben halt Rätsel auf, machen aber auch Spaß.


    Schildescher

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;


    Bund (bis zum Mauerfall)
    Berlin (u.a. Berliner Bauten , Mi.- Nr. 42- 60)
    DR /Dt. Kolonien / DSWA

    Keulen/ Cöln/ Coeln/ Köln bis 1940

    rote besondere AFS/PFS

    Einmal editiert, zuletzt von Schildescher ()

  • und wird dann dieser 5er

    Streifen gewertet - meine der Stempel is ja dann wohl falsch somit hat Narnia Recht in es is ne Fälschung ; betrachtet man DIESE marken getrennt

  • und wird dann dieser 5er

    Streifen gewertet

    Gar nicht, denn es ist eine "Verwendung" außerhalb der Gültigkeitszeit. Keine Fälschung, kein Betrug, denn der Brief war ja mit den Fünfjahrplanmarken frankiert.


    und wieso Inlands-Brief?

    Damals galt zwischen DDR und BRD noch der Inlandstarif, man hoffte wohl noch auf eine rasche Einigung.


    -jmh


    PS: Ungültige Briefmarken als Verschlussetiketten habe ich mehrfach auf Briefen aus den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren gesehen, das schien sich damals irgendwie eingebürgert zu haben.

  • Stempeln musste der Postler die ungültigen Marken nicht, er sollte es auch nicht, denn sie waren ja keine Frankatur, und ums Dürfen kann man sich streiten.


    Wenn ich mich zu einer Vermutung versteigen darf: Der Stempelabschlag sieht nach einem Hammerstempel aus, die Uhrzeit dürfte kurz vorm abendlichen Postabgang gewesen sein, vielleicht kam der Brief aus der Kastenleerung und lag mit der Anschriftseite zuunterst auf dem Tisch. Jemand hat die zusätzlichen Marken durch Zufall gesehen, in der Eile gedacht "Hoppla, da klebt noch was ohne Stempel", noch dreimal draufgehauen, und dann war's passiert. Ein Irrtum also und damit keine Fälschung, denn letztere setzt Absicht voraus.


    -jmh

  • Stempeln musste der Postler die ungültigen Marken nicht, er sollte es auch nicht, denn sie waren ja keine Frankatur, und ums Dürfen kann man sich streiten.


    Wenn ich mich zu einer Vermutung versteigen darf: Der Stempelabschlag sieht nach einem Hammerstempel aus, die Uhrzeit dürfte kurz vorm abendlichen Postabgang gewesen sein, vielleicht kam der Brief aus der Kastenleerung und lag mit der Anschriftseite zuunterst auf dem Tisch. Jemand hat die zusätzlichen Marken durch Zufall gesehen, in der Eile gedacht "Hoppla, da klebt noch was ohne Stempel", noch dreimal draufgehauen, und dann war's passiert. Ein Irrtum also und damit keine Fälschung, denn letztere setzt Absicht voraus.


    -jmh

    darf ich die Frage stellen was ein Hammersrempel ist, ist das außergewöhnlich und woran erkennt man den?


    Würd mich über ne Antwort freuen


    Ralf

  • darf ich die Frage stellen was ein Hammersrempel ist, ist das außergewöhnlich und woran erkennt man den?

    Der vorigen Antwort von Henrik wäre noch hinzuzufügen, dass mit einem solchen Gerät nach etwas Übung sehr flott gearbeitet werden kann. Zu Grundschulzeiten hat uns das mal der örtliche "Postmeister" (ich weiß nicht, welchen Rang der Leiter eines Kleinstadtpostamts hatte) gezeigt, so schnell konnten wir gar nicht gucken ;-)


    Die Abschläge erkennt man meist daran, dass sie recht scharf sind, oft etwas ins Papier eingeprägt (kein Wunder bei den hohen Kräften), aber auch auf einer Seite stärker ausgeprägt, weil der Stempel selten genau senkrecht aufkam.


    -jmh