Stempelkunde Leipzig

  • Jetzt mein erster Beleg zum Thema Kreissteg mit Gitterstrichen oder auch Schweizerstempel genannt . Der eine oder andere sagt vielleicht auch Gitterbrückenstempel. Hier liegt eine sehr frühe Verwendung vor. Gut 2 Wochen vorher kam er zum Einsatz. Sicher liegen in eurer Sammlung ähnliche FD`s vor. Bitte mal eure Versuchsstempel zeigen.

  • Hallo nach Leipzig,


    vielen Dank für's Zeigen. Ich finde, die Seite ist schön gestaltet. Gut fände ich, wenn der Stempelabschlag zusätzlich noch "in groß" gezeigt werden würde. Das würde die Anschaulichkeit der Beschreibung noch erhöhen.


    Ganz interessant dürfte es für Dich sein, Dich mal mit Forums-Mitglied Totalo-Flauti auszutauschen, der ebenfalls über eine sehr umfangreiche Leipzig-Sammlung verfügt.


    Und dann noch ein Hinweis:

    Die Poststempelgilde bemüht sich als deutschsprachige ARGE für Sammler von Stempeln seit vielen Jahren, eine einheitliche Bezeichnung der Stempelformen einzuführen. Dabei wird auf die Werke von Hans-Joachim Anderson Bezug genommen. Die dafür relevante aktuelle Publikation ist von Lothar Goedicke und Volkmar Werdermann "Die Bezeichnung der Poststempelformen" (Band 193 der Schriftenreihe der Poststempelgilde).


    Nach den darin aufgeführten, sehr leicht verständlichen Bezeichnungen ist der von Dir gezeigte Stempel ein Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten. Und nur so sollte er auch bezeichnet werden.


    Viele Grüße

    Christoph

  • Hallo, Christoph

    Dank dir für den Hinweis. Respekt zolle ich Totalo-Flauti. Habe mir einige Beiträge zu Gemüte geführt.

    Mit der Bezeichnung " Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten " ist mir bekannt , aber zu lang. Jeder weiss doch was gemeint ist. Ich werde deshalb meine über 300 Seiten nicht neu schreiben. Bitte nicht übel nehmen.:saint:

    LG Uwe

  • Jeder weiss doch was gemeint ist.

    Hallo Uwe,


    nun ja... Klar, man kann sich unter "Kreissteg mit Gitterstrichen" was vorstellen. Aber wie möchtest Du dann eine exakte Unterscheidung bei folgenden Stempelformen vornehmen?



    Das sind alles "Kreissteg mit Gitterstrichen"-Stempel, aber trotzdem hat jeder dieser sechs Stempel eine abweichende Stempelform. Mir ist dann eine exakte Bezeichnung doch lieber.


    Allerdings muss ich zugeben, dass auch nach Anderson bzw. nach Goedicke/Werdermann die exakte Bezeichnung dieser sechs Stempelformen nur sehr schwer möglich ist. Aber zumindest lassen sich eindeutige Unterschiede einfacher beschreiben. Manche haben eben oben und unten Gitterstriche, andere nur oben oder nur unten. Bei den meisten Stempeln befinden sich die Gitterstriche innerhalb eines Bogens, aber es gibt auch Ausnahmen (nur Gitter, kein Gitterbogen). Und so weiter....


    Aber natürlich kann ich gut verstehen, dass Du Deine fertigen Seiten nun deshalb nicht ändernwirst. Es war auch eher als Anregung für die Zukunft und als Erklärung für andere Sammler gedacht.


    Viele Grüße

    Christoph

  • Christoph, du hast ja recht. Lassen wir die Erklärung für andere Sammler so stehen , die das lesen.

    Ich habe noch eine Portostufen Briefesammlung ( Orts-,Fern-, Ausland ) , Gewichtsstufen, Eilpost, Einschreiben. Nun kann es sein, das ich mich mit der Nummerierung der Portoperiode vertan habe. Meine PP 1 beginnt vom 1.8. 1916 bis 30.9.1918. Vermute , das es nicht korrekt ist, was ich aber auch nicht mehr ändern kann.

    Werde demnächst auch auch solche Belege , die interessant sind, einstellen.

    LG Uwe

    Einmal editiert, zuletzt von ritter leopold ()

  • Nun ein schöner Beleg mit 3 Handstempeln und einem Postamtssiegel der DRP.

    Warum der letzte Leipzig-Neuschönefeld Stempel zum Einsatz kam erschließt sich mir nicht.

  • Über diesen Leipzig Entlastet Stempel findet man nicht viel im Netz.

    Falls ich mit meiner Erklärung falsch liegen sollte, dürft ihr mich gerne nett zurechtrücken.

    Einiges musste man sich auch autodidaktisch aneignen.

  • Hallo Uwe,


    das sind sehr schöne Stücke. Danke für's Zeigen.


    Die zum Handrollstempel umgebaute Sylbe-Walze (* 13 f) ist im Gildebrief Nr. 260 vom Dezember 2019 auf Seite 30 beschrieben. Ich dachte zuerst bei Deinem Beleg an einen anderen Stempel, weil die Linien im Entwerter durch den "schiefen" Abschlag wie Wellen aussehen. Aber das ist eine optische Täuschung.


    Viele Grüße

    Christoph

  • Habe mich auf die Inflabücherei Nr. 61 berufen.

    Und danke für deine Resonanz.

    Totalo-Flauti war lange nicht im Forum. Was ist da los ?