Ebay macht Werbung für Briefmarken-Fälschungen!

  • Daß Ebay jede Menge Briefmarken-Fälschungen als "Reproduktionen" zuläßt, ist bekannt. Daß es aber auch Werbung macht für diesen wertlosen Schrott, ist schon eine Zumutung für seriöse Sammler. Auf der folgenden Seite muß man lesen:


    Verkaufen ist ganz einfach. Briefmarken-Fälschungen & -Reproduktionen verkaufen und gutes Geld verdienen!


    https://www.ebay.de/sl/Briefma…ktionen/139792/bn_2395218


    Daß Ebay für Fälschungen Reklame macht, ist schon eine Unverschämtheit. Jemand sollte die Plattform dafür mal verklagen! :cursing:


    Gruß kartenhai

  • kartenhai

    xheine


    jetzt mal halblang bitte. Die von Kartenhai verlinkte Seite bei ebay macht keine Werbung für den Verkauf von Fälschungen. Es ist auch absurd, auf so einen Gedanken zu kommen. Es ist lediglich eine Einstiegsseite zum Verkauf solcher Produkte. Eine solche Einstiegsseite gibt es für JEDE Kategorie bei ebay. Und da es nun mal eine Kategorie "Fälschungen und Repruduktionen" in der Rubrik "Briefmarken" bei ebay gibt, gibt es eben auch die entsprechende Seite für den Verkauf der Artikel.


    Sturm im Wasserglas! :vorsicht:


    Im Übrigen ist es gut(!!), dass es bei ebay diese Kategorie gibt. Denn ansonsten würden die Fälschungen und Reproduktionen bei ebay verkauft, ohne dass man sie eindeutig als solche erkennen könnte. Jeder, der einen Artikel aus dieser Kategorie kauft, weiß genau was er tut. Hier im Forum wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass der Verkauf von "nicht echten" Briefmarken vollkommen OK ist, so lange diese Angebote entsprechend korrekt gekennzeichnet sind. Und genau dafür dient diese Kategorie.


    Dieser Hinweis richtet sich explizit an kartenhai, der sich immer wieder darüber aufregt und hier in regelmäßigen Abständen neue Themen eröffnet. Ein für allemal: Wer Fälschungen und Reproduktionen bewusst kauft, obwohl sie eindeutig als solche angeboten werden, der handelt in eigener Verantwortung und verdient keinerlei "Mitleid". Jeder, der einen Artikel kauft, der in der Kategorie "Fälschungen und Reproduktionen" eingestellt ist, weiß ganz genau, was er tut. Manche wollen einfach auf diese Art ihre Lücken im Album füllen und haben überhaupt kein Problem damit. Andere denken, sie hätten ein billiges Schnäppchen geschossen - das ist dann deren Problem.


    Bei Kunstwerken (Gemälden, Fotos, Zeichnungen etc.), die auf Postkarten verkauft werden, regt sich doch auch niemand darüber auf, dass es sich nicht um Originale handelt. Die Leute kaufen diese Postkarten, weil sie ihnen gefallen. Sie wollen kein teures Original, sie wollen die billige Kopie. Warum sollte das bei Briefmarken grundsätzlich anders sein?


    Und warum in Dreiteufelsnamen sollte man irgendjemanden dafür verklagen und sinnlos Gerichte beschäftigen und Kosten verursachen? Und was, lieber xheine, lieber kartenhai, soll denn der BDPh bitteschön an dieser Stelle eurer Meinung nach genau unternehmen?


    Also, ich möchte jetzt doch sehr deutlich bitten: Überlegt euch, was ihr postet. Denkt ein wenig nach. Und verursacht nicht eine völlig unangebrachte Empörungswelle.


    Denn davon haben wir in Zeiten wie diesen sowieso schon genug.


    :kgi:


    Freundlich grüßt

    Christoph

  • Hallo,

    keiner möchte eine Empörungswelle.

    Aber wozu gibt es dann eine Stelle (mit Beauftragten, Herr K. Krämer) "Fälschungsbekämpfung und Sammlerschutz, Jugend, Familie, Bildung" ? Man könnte ja wenigstens das Gespräch mit Ebay suchen um soetwas komplett zu unterbinden. Es muß ja nicht gleich das Verfassungsgericht sein...Man hat ja auch schon Gespräche hinsichtlich der Ausgabepolitik der DPAG geführt. Warum nicht bei einem solch heiklen Thema?

    Was ist denn der Verkauf von Reproduktionen, Fakes etc., auch wenn sie kenntlich gemacht wurden damit man nicht gegen "Recht" verstößt? Leute veräppeln? Man zielt doch genau auf diese genannte Käuferschicht. Auch wenn es eine extra Rubrik dafür geben sollte/gibt steckt doch eine betrügerische Absicht dahinter oder sportlich gesagt: Alle sind selbst schuldig.

    Der Hinweis mit den Postkarten/Gemälden ist: Thema verfehlt - setzen SECHS.

  • OK, langjähriger Käufer bei ebay hier. Habe mich früher auch geärgert. Das hat sich inzwischen geändert.


    Bei ebay werden auch Nachdrucke zB alter Photos, alter Landkarten, leider auch "vintage" Poster, Repros von AK usw. eingestellt. Alles legal, wenn als solches klar gekennzeichnet bzw. in der Beschreibung genannt.


    Früher gab es berechtigten Anlass zum Ärger, weil ebay alle Fälschungen zuliess und Reklas (wenn es nicht um copyright zB von Auktionsfirmen ging) ignorierte. Heute wissen wir - aus Personalmangel bzw. weil man bei Beträgen unter+- 100 euro/$ gar nicht erst hinschaute. Der sog. LM Algorythmus.


    Heute müssen bei ebay Briefmarken Fälschungen/faksimiles in der Beschreibungsheadline als solche gekennzeichnet sein. Wenn das nicht so ist und man das als aufmerksamer User meldet, wird das Angebot gelöscht. Und der Anbieter kann im Wiederholungsfall sein Konto verlieren.


    Klar sind für manchen hingebungsvollen Philatelisten moderne Faksimiles oder gar Elvis-Phantasiemarken bei ebay ein Ärgernis.


    Die verpflichtende Kennzeichnung von Fälschungsangeboten bei ebay verfolgt ja das Ziel, nicht gekennzeichnete Fakes auf jeden Fall als illegales Angebot zu verdeutlichen und meldbar / löschfähig zu machen.

    Die Kategorie "Fälschungen/Faksimiles" dichtzumachen, wäre also kontraproduktiv.


    Das wirkliche Problem sind bei ebay die tonnenweise nicht als solche gekennzeichnete Fälschungen (oder auch Falschstempel, nachgummiertes, falsch beschriebenes, sog. OS Lochungen auf Australien usw usw).

    Es gibt Schein-Angebote, die mit Bildern alter Auktionen unterlegt sind. Profis der Gebiete sehen das sofort. Das kommt aber keineswegs immer raus.


    Vier Denkanstösse:

    1. Woher soll ebay das im Einzelfall wissen?
    2. Wer will 100.000e von nicht gekennzeichneten Angeboten kostenlos "ehrenamtlich" in seiner Freizeit für die Schnäppchenschafe durchsehen, um die nicht gekennzeichneten Fakes auszusieben?

    3. Was hat der BdPh damit zu tun?

    4. Interessiert das die schafigen Billichheimer, die diesen Schnäppskes einfach nicht widerstehen können?