H-Bl 10 mit Bielefelder Stampel aus 1961

  • Ich besitze ein gestempeltes H-Blatt Mi-Nr. 10 mit dem Bielefelder Stempel vom 12.06.61. Im Internet habe ich gelesen, dass ein Bielefelder Stempel aus dieser Zeit missbräuchlich verwendet worden sein soll, und zwar vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Haltet Ihr den Stempel auf dem Heftchenblatt für korrekt oder sollte es sich um einen solchen Missbrauch handeln??


    Und kann mir jemand sagen, ob es sich um das H-Bl. 10 b oder 10 e handelt??

  • Die Heftchen-Blätter 10 b und 10 e unterscheiden sich lt. Michel-Spezial wie folgt:


    10 b (1. Auflage) = Marken graugrün

    10 e (2. Auflage) = Marken maigrün


    Der Unterschied ist wohl nur mit einem Michel-Farbenführer festzustellen, aber nicht hier mit einem Scan. Anhand des MH-Deckels wäre es einfacher.


    Über den Stempel kann ich leider nichts aussagen.


    Gruß kartenhai

  • Nenn uns doch bitte mal die URL zu der Info mit der DDR-Verwendung des Stempelgeräts aus Bielefeld.

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  • Hallo Philatelix,


    mir ist ein anderer Bielefeld-Stempel aus dieser Zeit bekannt, der missbräuchlich verwendet wurde. Dabei handelt es sich jedoch um eine Ganzfälschung.

    siehe https://philastempel.de/stempel/zeigen/67006


    Bei dem von Dir gezeigten Heftchenblatt fallen mir mehrere Dinge auf:


    Weder bei philastempel noch bei stampsX findet sich ein Ortsstempel BIELEFELD 1 / n


    Ortsstempel aus Bielefeld aus den 1950er Jahren haben sehr häufig die Amtsziffer 2 hinter dem Ortsnamen. Denn das Postamt BIELEFELD 2 war offensichtlich das Hauptpostamt. BIELEFELD 1 kommt zwar auch vor, allerdings deutlich seltener. Und wenn überhaupt, dann nur ohne Postleitgebietszahl.


    Hier zeigtst Du aber einen Stempel mit PGLZ und Amtsziffer 1. Solche Stempel sind - sofern echt - sehr selten. Denn sonst würde man sie in einer der beiden Datenbanken finden.


    Das sind jetzt alles Argumente, die für Deine Vermutung sprechen, dass es sich um einen Falschstempel handeln könnte.


    Dagegen spricht allerdings der dritte Abschlag (ganz rechts). Der ist so schlecht, das kommt normalerweise bei Fälschungen nicht vor, weil dann meist mit großer Sorgfalt gearbeitet wird. Hier liegt jedoch ein offensichtlich "schlampig" abgeschlagener Stempel vor, was bei einer Gefälligkeitsentwertung schon sehr ungewöhnlich ist.


    Nun würde mich aber auch noch die Quelle für die Verwendung durch das MfS interessieren. Dazu konnte ich nichts finden.


    Viele Grüße

    Christoph

  • Danke für Eure Beiräge. Leider kann ich Euch die URL von der DDR-Nachricht nicht liefern. Ich habe nach meinem Stempel gesucht und u.a. auch diese Nachricht gefunden. Meine erneute Suche blieb erfolglos. Wichtig zu wissen wäre m.E., ob es "meinen" Stempel in Bielefeld überhaupt gab und ob er auch benutzt wurde.

    VG: Uwe

  • Mal zwei Fragen abseits des Stempels:

    Du hast überprüft, dass es sich um Heuss-Lumogen handelt?

    Woher weisst du, dass es sich wirklich um ein Heftchenblatt handelt?

    Das Problem ist, dass die Heftchenblätter aus normalen Schalterbögen hergestellt wurden. Die Katalogwerte für das Heftchenblatt gelten nur für geprüfte und zweifelsfrei als Heftchenblatt identifizierte Stücke. Wenn du das Teil prüfen lässt, wird auch der Stempel geprüft.

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  • Ich habe eben diesen Beitrag im Bund-Forum gefunden.
    https://forum.bund-forum.de/viewtopic.php?f=103&t=29309

    Dem dort gezeigten Stempel sieht man aber m.E. an, dass es sich um eine Fälschung handelt: breiter, fetter Abschlag. Wie ist Eure Meinung?

    VG: Uwe

    Bei dem von Dir benannten Abschlag, der als Falschstempel bezeichnet wird, handelt es sich definitiv um ein anderes Stempelgerät. Vergleiche mal den Buchstaben I in BIELEFELD.


    Außerdem ist bei den gezeigten Abstempelungen gar nicht eindeutig erkennbar, welche Amtsziffer hinter dem Ortsnamen steht. Es könnte sich auch um BIELEFELD 2 / n handeln. Bei gewissen Foren sollte man sehr kritisch sein und die dortigen Aussagen immer hinterfragen.

  • Danke für Euro Mühe. Der Stempel von 1960, den Ihr im Bund-Forum sehen könnt, kommt im Bund-Forum auch bei Anfrage aus 2014 vor, und zwar auf einem Beethoven-Blolck. Es scheint genau der gleiche zu sein, Stempeldatum ist der 6.9.1960. Mein Stempel datiert vom 12.6.1961 und sieht, obwohl sonst alles gleich ist, doch anders aus. Michel sagt zu den Heftchenblättern 10, dass diese aus Schalterbögen gefertigt worden sind und daher die Bogenranderscheinigungen der Schalterbögen aufweisen, u.a. rote Bogenlaufnummern. Die befinden sich auch auf meinem Beleg.

    So und jetzt kommt ein weiteres Problem. Ich habe zu meinem Heftchenblatt auch bereits einen Experten per Email befragt und die Antwort erhalten, dass der Stempel nicht in Ordnung sei und als missbräuchlich verwendet abgelehnt werde. Eine Nachfrage von mir wurde nicht beantwortet. Ich will mir nicht anmaßen, einem Experten zu widersprechen, aber meine bisherigen Recherchen haben meine Zweifel an der Einschätzung nicht beseitigen können. Ist damit der obige Stempel aus 1960 gemeint, sehe ich meine Zweifel jedenfalls nicht als ausgeräumt an.

    Ich werde versuchen, über das Postamt in Bielefeld Näheres zu erfahren. Was haltet Ihr davon und wie steht Ihr zur Einschätzung des Experten??

    LG:

    Uwe


  • Ich bin gerade darüber gestolpert:

    https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=6598&page=0


    Mit dem Link aus Beitrag 43 und Suche nach "Poststempel Bielefeld"

    findet sich der Stempel.

    Vielen Dank. Interessantes Thema. Aber wenn ich bei http://runde-ecke-leipzig.de/sammlung/index.php?s=G suche, bekomme ich nur einen anderen Stempel aus Bielefeld angezeigt (Bielefeld 2 / rh / 48). ?(

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  • Hallo alle,


    zunächst: der Bielefeld-Stempel der Stasi hat also mit dem Thema hier nichts zu tun.


    Ansonsten stimmte ich bereits in Beitrag #9 Philatelix zu, dass es sich bei dem Stempel aus dem Bund-Forum nicht um das Stempelgerät auf den hier gezeigten Heuß-Marken handelt. Ich verdeutliche dies nochmals mit einem Bild:



    Wer ist denn der Experte, den Du konsultiert hast? Handelt es sich um einen anerkannten Prüfer (BPP / VP / VPEX)? Denn ansonsten kann sich ja jeder als "Experte" bezeichnen.


    Beim Postamt in Bielefeld nachzufragen halte ich für sinnlos. Seit der Privatisierung der Post gibt es bei der DPAG niemand mehr, der solche Fragen fundiert beantworten kann. Du wirst in Bielefeld nur noch Postagenturen finden, die entweder von der Postbank oder von kleinen Subunternehmern betrieben werden.


    Viele Grüße

    Christoph

  • Damke Christoph. Ich habe aber aus meiner Sicht nur eine Chance, die Echtheit des Stempels und dessen rechtmäßige Anwendung zu erreichen, wenn ich nachweisen kann, dass es den Stempel so wie auf meinem Stück in Bielefeld tatsächlich gegeben hat. Ich habe gestern an die Deutsche Post AG in Bonn, Kindenservice geschrieben und um Hilfe gebeten.

    Vielleicht liest dies auch mal ein Philatelist aus Bielefeld und weiß etwas darüber oder hat einen Vergleichsstempel in seiner Sammlung.

    VG: Uwe

  • So und jetzt kommt ein weiteres Problem. Ich habe zu meinem Heftchenblatt auch bereits einen Experten per Email befragt und die Antwort erhalten, dass der Stempel nicht in Ordnung sei und als missbräuchlich verwendet abgelehnt werde. Eine Nachfrage von mir wurde nicht beantwortet.

    Wenn der "Experte" kein BPP- oder anderer Sachverständiger für Bundmarken- Stempel ist wirst du immer weiter im Unklaren sein.


    Neben dem Stempel kommt u.a. noch die Stempelfarbe und das Wissen/ Nichtwissen der Erstverwendung und/oder einer nachträglichen Verwendung hinzu.


    Alle deine selbst durchgeführten Fragen mit den dazugehörigen Antworten, das eventuelle neutrale Bewerten können dir in der Regel immer nur eine gewisse Sicherheit bringen und dich ein wenig weiter bringen.


    Lass deine Einheit prüfen und du hast deine Sicherheit. So oder so.


    Falls du weiter forschen möchtest


    http://www.briefmarkenverein-bielefeld.de/index.php


    Schildescher

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;


    Bund (bis zum Mauerfall)
    Berlin (u.a. Berliner Bauten , Mi.- Nr. 42- 60)
    DR /Dt. Kolonien / DSWA

    Keulen/ Cöln/ Coeln/ Köln bis 1940

    rote besondere AFS/PFS

  • Und kann mir jemand sagen, ob es sich um das H-Bl. 10 b oder 10 e handelt??

    Ganz vergessen,


    aufgrund des Stempeldatums tendiere ich zu 10 e aber da ich kein Prüfer bin "ohne Pistole".


    Schildescher

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