Wie verkauft man eine große Menge Briefmarken

  • Hallo liebe Mitglieder,


    ich habe mich hier angemeldet, da ich von meinem Opa eine große Sammlung an Briefmarken bekommen habe. Darunter befindet sich nur ein kleines Sammelalbum (ca. 15 Doppelseiten, siehe beispielhaft einige Fotos davon), der Rest liegt in durchsichtigen Umschlägen wie auf dem Foto bzw. in normalen Briefumschlägen, die meisten davon gut sortiert, also nur wenige mit allem möglichen Marken. Insgesamt sind das etwa 300 solcher Umschläge, also viel zu viel, um das selber alles zu bestimmen.


    Teils handelt es sich um große Mengen an Briefmarken (siehe drei Umschläge), mitunter ist da auch nur eine (siehe anderes Bild). Die meisten Briefmarken sind aus der ungefähren Zeit 1930 bis 1950, Deutsches Reich, Österreich, Tschechoslowakei, Frankreich, aber auch DDR / BRD sowie einiges USA / Kanada und dann noch etwas weltweit verstreut (Afrika, Australien, Südamerika - eigentlich aus jedem Land was dabei). Die meisten Marken sind gestempelt, es gibt aber auch einige ungestempelte, z. B. aus dem Deutschen Reich, Nachkriegsdeutschland, BRD etc. Einiges sind auch Sammlerumschläge (z. B. mit 50 oder 100 Marken) aus der damaligen Zeit.


    Könnt ihr mir sagen,

    - was solche Marken, die meisten davon wohl ohne Fehldruck etc., wert sind? (und wie es da mit den Marken auf den Bildern aussieht?)

    - und vor allem: wie verkauft man so etwas?


    Ist es realistisch, dass sich jemand all diese Marken anschaut und sich da einige wertvolle (wenn es die überhaupt gibt) raussucht? Und wie sorgt man dafür, dass man nicht übers Ohr gehauen wird? Der ungefähre Wertes für die "3 Kr. Baden" liegt nach meiner wohl eher mittelmäßigen Internetrecherche bei zwischen 15 und 15.000 Euro - kann man das überhaupt sagen?


    Viele Grüße und vielen Dank schonmal!

  • Bei der Baden-Marke handelt es sich wohl um die Michel-Nr. 24 von 1868, bei der die Nominal Kreuzer mit KR. abgekürzt ist. Die gibt es schon für 1,- EUR bei Ebay. Eine ähnliche Marke, die Michel-Nr. 16 von 1862, bei der die Nominale ausgeschrieben ist, kann schon mal 100,- - 200.- EUR gestempelt kosten, wenn sie die Zähnung 13 1/2 besitzt. Allerdings gibt es die auch in der Zähnung 10:10, die wiederum sehr billig zu haben ist.


    Sehr selten dagegen ist diese Marke in geschnittenem Zustand, davon gibt es nur 12 Stück gestempelt. Da könnten die 15.000,- EUR preislich hinkommen.


    Bei den übrigen Marken sehe ich keine Besonderheiten oder teure Stücke.


    Sammlungen würde ich vor einem Verkauf vorher bei einem in der Nähe befindlichen Briefmarken-Verein durchsehen lassen, und wenn da gute Marken gefunden werden, sie zur Schätzung bei einem Auktionshaus in der nächsten größeren Stadt vorbeibringen. Ein Verkauf über Ebay ist sehr aufwendig, und man sollte da viele Fotos mit einstellen.


    Gruß kartenhai

  • Wenn in den Umschlägen 50-100 Exemplare pro Marke drin sind, dann ist alleine das schon ein Zeichen, dass es sich um Massenware handelt. Versteckte Besonderheiten wie Farbabweichungen, Plattenfehler, besondere Stempel etc. kann nur ein Spezialist entdecken. Dieser Spezialist wird aber selbst danach suchen wollen. Also bleibt Dir als kenntnisloser Verkäufer nur der von kartenhai bereits aufgezeigte Weg oder Du bietest alles mit möglichst vielen Bildern und einem niedrigen Startpreis bei ebay zum Verkauf an - dann wird sich ein realistischer Marktpreis finden.


    Viel Erfolg wünscht

    Christoph

  • @Kenntnislos, haben die Tütchen Beschriftungen? Oder liegt ein Zettel bei? Zu suchen wäre eine Michelnummer. Denn dann hat es eine Ordnung. Vermutlich handelt es sich um einen Dublettenbestand.


    Du könntest ja eine Marke aus der Tüte nehmen und mal zu 5 in einer Reihe hier als ein Bild einstellen. Mal so 10 Marken zur Probe. Vielleicht bekommst Du hier Hinweise. Ist zwar nicht viel, doch das wäre nicht mehr so anonym. Habt ihr einen Sammlerverein in der Umgebung?


    Grüße

    labarnas

  • Kenntnislos


    ....sowie einiges USA.....


    Hier könnte ich Dir eine Einschätzung geben. Mit der Jahreangabe 1930-50 denke ich aber, das es sich nicht um Besonderheiten handelt (unabhängig vom Zustand bzw. pf/gest.). Diese liegen ggfl. viel früher. Auch der Aufbewahrungsort (Tüten/Umschläge) macht keine Hoffnung

    Stell doch einmal eine repräsentative Steckkarte mit den Marken als Scan ein.