Adressen in Sütterlin - heute noch lesbar und zustellbar?

  • Kopiert als dieses neue Thema von Wolffi...

    Auffallend die alte Schreibschrift auf dem Brief von 1971 nach Cochem. Wie viele Postangestellte sollen die wohl noch lesen können (von den Sortiermaschinen gar nicht zu reden) ?

    Das frage ich mich auch.

    Hat schon mal jemand aktuell einen Brief mit Empfängeradresse in Sütterlin und Co verschickt? Wäre doch mal interessant wie schnell und/oder ob er überhaupt zugestellt wird.


    Gruß

  • Evtl. ein nette Geschichte dazu hier:

    http://www.briefesammler.com/1besondere-belege.htm


    Eine interessante Seite aber ich meine diesen Artikel:

    Fehlgeleitete Postkarte vom 29.12.1997


    Viel Spaß beim lesen

    Majakka


    Die Idee mit der Sütterlin Empfängeranschrift interessiert mich :-)

    Grüße Majakka


    „Es geht im Leben nicht darum, gute Karten zu haben, sondern mit einem schlechten Blatt ein gutes Spiel zu machen.“ - R. L. Stevenson

  • Hallo Majakka, interessant zu lesen. Dann starte mal einen aktuellen Test. Entweder du schreibst selbst oder du bittest Uroma um einen Gefallen ;-)


    Lieben Gruß

  • Wie war das eigentlich in der Sütterlinzeit mit Post von Deutschland ins Ausland ? Musste man dann nicht die normale Schrift gebrauchen, weil Sütterlin im Ausland nicht zu lesen war ?

  • Hallo Vichy, meine Tick/TackOma kannte ich nicht und meine Oma hat immer gesagt "Kind dat kannste auch alleine" ;-)

    Ich habe gestern Abend also noch meine Anschrift per Sütterlin geschrieben, gib genug gute Seiten die es gut beschreiben, es hat sogar Ähnlichkeit mit der Kurzschrift.

    Als Perfektionistin schrieb ich aber auch noch jemanden an, der mir meine Anschrift evtl schöner schreiben kann, denn sie soll ja gelesen werden können!


    Da dies aber Simon´s Thema "Meine angehende Heimatsammlung Hunsrück" ist, bitte ich Euch, wenn wir es echt testen möchten, dafür ein eigenes Thema zu erstellen?!

    Evtl. unter Versuche des Forums?


    LG Majakka

    Grüße Majakka


    „Es geht im Leben nicht darum, gute Karten zu haben, sondern mit einem schlechten Blatt ein gutes Spiel zu machen.“ - R. L. Stevenson

  • Ich würd's auch einfach mal ausprobieren, ob man bei der Post die deutsche Schreibschrift noch lesen kann. Achtung, "Sütterlin" ist nur eine (dazu noch späte und IMHO nicht besonders schöne) Form davon! Die haben die Kinder in den 1920ern/1930ern lernen müssen, vorher war die deutsche Kurrent üblich.

  • hab mal festgestellt, das ältere Ärzte und Apotheker das noch lesen können.

    Das ein Brief bei der Post durchgeht, bezweifele ich sehr stark. Die haben sogar das erwartete Paket wieder zurückgeschickt, nur weil auf dem Schein die 8 meiner Hausnummer 18 fehlte (ich wohne in einem kleinen Dorf und die Hausnummer 1 ist gerade 150m weg von mir.;)

  • Mahlzeit :-)


    Wir würden ja dann sehen, was mit unserem Brief geschieht.

    Es scheint ja doch einige zu interessieren ;-)


    Meine Idee, sprich Durchführung wäre folgende:

    Ich mache einen Einschreibebrief fertig

    welche Größe meint ihr, sollte er haben?


    Schicke diesen zu jemandem, der sich bereit erklärt ihn bei der Post abzugeben!

    Da hören wir dann evtl. schon die erste Meinung :-)


    und können den Verlauf des Briefes anhand der Einschreibenummer,

    tja bis wohin verfolgen?


    Er müsste aber ja auf jeden Fall an unseren Absender zurück kommen?

    Der dann evtl. einen interessanten Beleg hat, oder Altpapier :-)

    Jean Philippe, es war deine Idee, würdest du ihn bei der Post abgeben?


    Liebe Grüße

    Majakka

    Grüße Majakka


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  • Majakka

    Tut mir leid, aber es war nicht meine Idee (ich stellte nur eine Frage) und ich kann auch leider nicht für das Experiment zur Verfügung stehen, aber warum gibst Du den Brief nicht selbst bei der Post ab ?

    Den Absender würde ich aber nicht in Sütterlin schreiben.

    Übrigens bin ich immer noch an einer Antwort auf meinen Beitrag unter Nummer 4 interessiert.

    (Ich bin mir wohl bewusst, dass Sütterlin oft fälschlicherweise für andere Kurrentschriften gebraucht wird, kann sie aber nicht wirklich unterscheiden. Nur mit Fraktur hab ich keine Probleme.)

  • Ich würd's auch einfach mal ausprobieren, ob man bei der Post die deutsche Schreibschrift noch lesen kann. Achtung, "Sütterlin" ist nur eine (dazu noch späte und IMHO nicht besonders schöne) Form davon! Die haben die Kinder in den 1920ern/1930ern lernen müssen, vorher war die deutsche Kurrent üblich.

    Hallo jmh67,


    bezügl Sütterlin hast du vollkommen recht. Dieser Typ Schrift umfasst nur einen kleinen Teil. Aber: ich habe in den Jahren die Erfahrung gemacht, daß das allgemeine Volk alles alte (also um die Jahrhundertwende) als Sütterlin bezeichnet.


    Gruß

  • Stimmt Jean Philippe du stelltest die Frage, auf die ich gleich ansprang, um sie beantworten zu können.


    Natürlich würde ich den Absender nicht in Sütterlin schreiben.

    Ebenso würde ich niemals Absender und Empfänger identisch sein lassen. Ich als Postbeamter würde mir dann sehr vera..... vorkommen, milde gesagt!


    Es wäre einfach ein Experiment und selbstverständlich läge ein Brief genau mit dieser Begründung im Umschlag, sollte er geöffnet werden!


    LG Majakka

    Grüße Majakka


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  • Majakka


    Jean Philippe hat sich interessiert gezeigt, wie die Post da vorgeht, mehr nicht. Ich fände es auch ganz interessant, auch wenn kartenhai mit seinem Beitrag schon ein Stück weit Aufklärung betrieben hat.


    Gern kann ich auch meinen Obolus dazu beibringen, und so einen von anderer Seite vorgefertigten Brief zum Postamt schaffen, hielte aber auch den Weg, dass Du eine Sendung zu Dir selbst aufgibst, für zielführend(er). Die Anzahl der Wege bleibt für Dich gleich, und Du kannst noch schneller berichten. :-)

  • Ich kann deinen Gedankegänge und die dazugehörende Reaktion deinerseits jetzt nicht mehr so ganz folgen.:/

    Das Thema ist interessant.

    Der Versuch ist interessant.

    Wo ist das Problem, das du so einen Brief bei der Post abgiebst und wir auf das Ergebnis gespannt lauern?

  • Ich finde das Thema an sich interessant. hab auch gelernt was Sütterlin ist.


    Aber wieso brauch man 23 Beiträge für ein Experiment, bei dem es lediglich darum geht, einen Brief mit einer alten Schrift zu adressieren und zu schauen was bei der Post damit geschieht.


    Einfach machen und das Ergebnis mitteilen und gut ist.


    Der einzige Nachteil ist, dass man dann nicht auf die schnelle zu 100ten Beiträgen im Profil kommt.

  • Hallo, als augenscheinlicher Starter dieses Threads (Gruß an Wolffi) melde ich mich auch noch mal. Ich habe mir schon Gedanken gemacht bezgl der Abwicklung. Hatte da schon jemanden in einem Seniorenheim im Auge der mir beim Schreiben helfen sollte. Jedoch ist mir diese Möglichkeit durch Corona genommen. Aber es kommt ja jetzt nicht auf einen Monat oder länger an. Ich bleibe dran ... Hand drauf ! :-)


    Gruß

  • Nur mal so: Meine rechtsverbindliche Unterschrift ist auch noch - eine zwar nicht ganz exakte - in Sütterlin. Die werde ich aber hier nicht zeigen;).


    Post (incl. Adresse) meiner Mutter in Sütterlin ist eigentlich auch immer angekommen.


    Irgenwo (habe ich auf die Schnelle nicht gefunden), ist von der Post das Adressfeld vordefiniert. Ich glaube mich aber zu erinnern, das dort (?) auch die "Lesbarkeit" der ADR vorgegeben war.


    Trotzdem: siehe oben. Lesbarkeit ist eben ein weiter Begriff - auch vollständige (!) "ausländische" Handschrift-ADR werden ja zugestellt.


    Es ist eben nicht wie bei Email-ADR, bei denen bereits 1 fehlendes oder falsches Zeichen zur "Nichtzustellbarkeit" reicht, Von Außnahmen, bedingt durch einzelne Personen bei der Zustellung, abgesehen.

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