Kriterien für Sammelgebiet

  • Hi @ll!


    Möchte mit diesem Thread eine neue Diskussion anstossen (wie schon so oft zuvor ;) )


    Das Thema ist die Sammelgebietsfindung.


    Jeder Philatelist steht irgendwann in seinem Leben ein- oder mehrmals auf der Suche nach einem Spezialgebiet bzw. Sammelgebiet.
    Hierbei steht man meist vor einem Problem:


    Sammelt man das, was jeder hat bzw. jeder sammelt? z.B. Bund
    Vorteile: Man kann fast immer tauschen, drüber reden.
    Nachteile: Man ist nichts besonderes, sondern geht in dem Haufen der 0815-Sammler unter, es wird immer gesagt "jaja, hab ich auch..."


    oder


    Sammelt man das, was selten ist, und was kaum einer außer einem sammelt? z.B. Pierre & Miquelon Islands


    Vorteile: Man kann anderen etwas "neues" zeigen, andere für dieses Sammelgebiet gewinnen bzw. diese darin einführen. Sie begeistern für was neues. Sammlung ist etwas besonderes und man sticht unter dem "Standard" hervor.
    Nachteile: Schwer an Material zu kommen, Tausch meist nicht möglich, da keine Tauschpartner


    Oder geht ihr da Zwischenwege zwischen den beiden Extremen?


    Möge die Diskussion beginnen! Viel Spaß dabei!

  • Hallo Denis,


    nun wie findet man sein Sammelgebiet und wie ein weiteres??? Ich denke da gibt es abertausend Wege. Aber ich erzähle mal einfach wie es bei mir war.


    Es begann alles damit dass meine Grossväter und auch mein Vater Briefmarken sammelten, und da dass danebensitzen und zuschauen auf die Dauer langweilig wird, habe ich dann irgendwann mein eigenes erstes Album bekommen. Die ersten Marken waren Bund Marken und zwar die Industrieserie aus den Jahren 1975 bis 1980 glaube ich. Diese Makren hatten es mir damals so angetan, dass ich nie genug davon bekam. Daher habe ich dann alle Marken von der 5 Pfg mit dem Satelit bis zur 500 pf Satelitenschüssel gesammelt. Jeweils eine ganze Seite für jede Marke. Dann bekam ich irgendwann einmal meinen ersten Michel Deutschland Katalog und ich beschloss Bund Marken zu sammeln. Nach einigen Jahren mit Hilfe der ganzen Familie war dass ganze komplett und ich wollte was neues. Da in der Familie vielDt. Reich gesammelt wurde, war dies mein nächstes Sammelgebiet. Viele, viele Marken wurden zusammengetragen und ins Album einsortiert. Dann jedoch wurde es ruhiger um meine Sammelleidenschaft, andere Dinge wie Mopped, Autos, Disco und Mädels waren interessanter. Als dann jedoch der Auszug aus dem Elternhaus anstand, fielen mir die Alben wieder in die Hände und es ich begann wieder zu sammeln. Zuerst das Sammelgebiet was ich bereits begonnen hatte, das Dt Reich. Irgendwann konnte ich dann meine Bund Sammlung die komplett war gut verkaufen, und hatte plätzlich das Geld für die Ausgaben die noch fehlten, wie Iposta und andere. Aber bald war auch dass nicht mehr wirklich reizvoll da ich die Marken ja hatte. Einige Zeit später, auf einem Tauschtag fand ich das Handbuch der Germania von Paul Peter Jäschke und da war mein nächstes Sammelgebiet, oder besser gesagt eine Spezialisierung und durch das Kennenlernen anderer Sammler wurde ich nach und nach auf andere Bereiche aufmerksam. Dann habe ich auch angefangen mal Posten und Nachlässe zu kaufen, dabei vielen mir schöne Marken aus Bayern, Baden, Preussen, Sachsen und T&T in die Hände, besonders die Abstempelungen fand ich interessant, also sammelte ich diese eher nebenher. Mal hier und da ein paar Marken gekauft, getauscht oder in einem Posten mitgenommen. Schon wieder wurde das Sammelgebiet erweitert. Zwischenzeitlich begann ich dann im Bereich Dt Reich bis 1923 einige Ausgaben spezieller zu sammeln.


    Also lässt sich für mich sagen, eigentlich habe ich selbst nie ein Sammelgebiet gefunden, sondern die Sammelgebiete haben mich gefunden.

  • Angefangen habe ich mit dem Sammelgebiet Albanien, denn das waren die einzigen Marken, die mir nach einer unwürdigen geschwisterlichen Erbschaftsregelung aus dem Nachlass meiner allessammelnden Messiemutter verblieben waren.


    In Erinnerung an sie und auch, dass wir beide Briefmarken stets wertschätzen ( als Kind hatte ich sie oft bei ihren philatelistischen Einkäufen begleitet und auch selbst mehrere " Jugendsammlungen" gehabt ) , habe ich nach ihrem Tod einfach begonnen, meine eigenen Sammlungen aufzubauen.


    Von Vorteil war für mich, dass mein Mann auch BFM - Sammler ist und diese Leidenschaft somit gut verstehen konnte !


    Bei einer Bfm - Messe in Berlin konnte ich vor 9 Jahren günstig eine Albanien - Klassiksammlung erwerben mit vielen auflageschwachen Sätzen und schätzte mich glücklich mit diesem Erwerb.


    In der Folgezeit musste ich immer wieder feststellen, dass insbesondere Klassikausgaben für mich einen besonderen Reiz darstellen, da sie geschichtlich sehr interessant sind.


    Albanien hatte ich dann ziemlich schnell zusammengesammelt ( mit noch einigen kostspieligen Lücken im Klassikbereich) und mein Sammelgebiet dehnte sich nach relativ kurzer Zeit auf fast den gesamten osteuropäischen Raum aus. Auch hier machte ich die erneute Erfahrung, dass mich die Ausgaben dieser Länder ab ca. 1960 (auflagenstark, weil devisenbringend ) weniger interessierten. Die grössere Faszination übten hingegen die älteren Marken aus. Erst seit den politischen Umbrüchen in den 90er Jahren werden die Marken aus Osteuropa wieder etwas spannender, da z.T. die Auflagen gesenkt wurden und nationale Eigenheiten deutlicher werden ( anstelle von kommunistischem Einheitsbrei.... ) .


    Durch verschiedene Sammlungskäufe hat sich mein Sammelgebiet inzwischen auch auf Übersee erweitert, Nord und Südamerika, Australien. Aber bzgl. dieser Länder habe ich nicht den Anspruch, die Sammlungen zu komplettieren. Ein Kern an Klassikmarken reicht mir hier völlig. Nur in einigen dieser Länder sammle ich neuere Marken, z.B. USA, Argentinien, Brasilien, wenn es sich ergibt.


    Ganzsachen und Belege sammle ich auch nur sporadisch und zur Ausschmückung und Bereicherung meiner Sammlungen. Hier habe ich auch durch das Philaforum wertvolle Hinweise erhalten können.

    Im Moment trenne ich mich von Gebieten, die ich eindeutig nicht sammeln will, z.B. Asien, Afrika, Westeuropa.


    Kurzum, ich befinde mich auf dem Weg, meine Sammelgebiete klarer abzugrenzen, mich zu spezialisieren, bin aber noch längst nicht gefeit, Spontankäufen zu widerstehen, da ich ganze Sammlungen ( und deren Auswertung ) liebe :love:


    Einzelmarken oder Saetze kaufe ich natürlich auch, aber deren Kauf macht längst nicht soviel Entdeckerspass wie eine ganze Sammlung aufzuarbeiten :D


    Plattenfehler oder Stempelvarianten werde ich allerdings niemals sammeln, wenngleich ich dieses spezielle Interesse an den Ausgabenverschiedenheiten durchaus verstehen und nach vollziehen kann.


    Durch die vielen Hinweise im Forum achte ich vermehrt auf solche Besonderheiten, dennoch entspricht es nicht meinem Sammel - " Antrieb".


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder Sammler so seine eigenen Vorlieben hat und sich beim Erwerb von Bfm entsprechend verhält bzw. spezialisiert.


    Da ich bereits viele Sammlungen " aufgelöst" habe, weiss ich , wie unterschiedlich die Ansprüche an die eigene Sammlung sein können, das reicht von sorgfältiger, z.T. auch penibler Dokumentation des Bestandes über lust - wie liebevoll kreierten Sammlungen bis hin zu komplettem Chaos. :O_O:


    Mit zunehmend spezialisierten Grüssen, Nuggets ( s. Thread Stockflecken ) wären ja auch noch eine Variante,


    Shqip :rolleyes:

  • bei mir ist es genau umgedreht. aus der spezialisierung ist eine generalsammlung geworden.


    meine sammelleidenschaft begann aber erst einmal damit, dass mein vater regelmäßig ganze alben mit briefmarken anschleppte. sie aber nicht weiter sortierte. das haben dann meine mutter und ich an langen winterabenden in vordruckalben getan.


    als student habe ich dann angefangen die ddr sammlung zu komplettieren und die "knochen" rauszuwerfen. da ist mir dann das erstemal so richtig leipzig mit seinen messen aufgefallen. hier waren es vor allem die sehr schön gestallteten "gruner"-marken und die schönen fdc's der deutschen post. mich hat einfach die kombination aus briefmarken und dem alten historischen ereignis fasziniert, was sonst so auch nirgends zu finden war. pro jahr wurden für frühjahr- und herbstmesse briefmarken herrausgegeben. einfach toll.


    in dieser zeit habe ich auch begonnen, marken aus der alliierten besetzung und der sbz nebenher zu sammeln.


    seit ca 6 jahren bin ich bei ebay und habe mich dann dem ereignis leipziger messe ganz und gar gewidmet. leider habe ich zu spät gemerkt, das das ein fass ohne boden ist. nach dem zusammentragen aller "normalen" marken gestempelt und postfrisch (ist ja noch nicht allzu schwer) mit fdc's, maximumkarten und entsprechenden anlasskarten kommen dann die besonderheiten wie bogenränder, druckerzeichen, druckvermerke, teilbögen, ganze bögen, plattenfehler und soweit vorhanden bogenrandsignaturen dazu. da ist man ja erst einmal in einem bereich von 1940 bis 1997 ganz gut beschäftigt. aber halt, es gibt ja noch sonder-, rollen-, frei- und tagesstempel die dieses ereignis ebenfalls dokumentieren. und schon beginnt man ab 1897 bis laufend belege zu sammlen. die messen in leipzig fanden aber schon 1190 statt (hier etwas zu bekommen, ist natürlich so gut wie nicht möglich). aber man kommt sehr schnell in die vorphilatilistische zeit. und so hat man aus seiner spezialisierung ganz schnell eine sammlleidenschaft entwickelt, die sich mit der ganzen zeit des deutschen postwesen von vorphila, sachsen, npb, dr, all.Bes., sbz, ddr und zum schluss mit bund beschäftigt. mal abgesehen von dem ganzen nebenher was es da gibt, wie ansichtskarten, vignetten, pin's, literatur, messeprospekten, messeausweisen, alten und neueren abbildungen vom messegeschehen, zeitungen, ja selbst fahrkarten vom beginn der eisenbahn habe ich gesammelt.


    ja und so sammle ich jetzt eigentlich deutschland komplett.


    nebenher habe ich noch interesse an den ddr dauerserien landschaften und historische bauten I und II, walter ulbricht, aufbau in der ddr gr. unf kl. format und als letztes die 1990 verausgabten freimarken bauwerke und denkmäler. hier sind die preise für belege und marken noch bezahlbar und es ist in der regel ausreichendes material vorhanden.


    mit besten grüssen totalo-flauti.

  • hallo
    ich kann da eigentlich noch nichts zu sagen
    denn ich kam zur sammlung wie die berühmte jungfrau zum kind


    geerbt und davor noch nie was damit am hut gehabt


    daher verwalte ich die sammlung im moment eher


    bis ich mir sage dieses gebiet oder jenes soll's dann sein
    und der rest wird verkauft oder getauscht

    Wenn man einem Menschen trauen kann, erübrigt sich ein Vertrag.
    Wenn man ihm nicht trauen kann, ist ein Vertrag nutzlos.
    Jean Paul Getty, 15.12.1892 - 05.06.1976

  • Also mein absolutes Gebiet ist Österreich postfrisch und gestempelt, danach Tschechoslowakei und seit neuem Ukraine und England.


    Mein Spezial Sammelgebiet ist Christkindl, da freu ich mich über jede Marke, Ersttagbeleg, Bericht, Zeitungsausschnitte etc. (ich wohn ja fast da) und dann sammle ich die 55 Cent Marke wo das Bummerlhaus von Steyr abgebildet ist.


    Da ich ja noch Anfänger bin, achte ich zwar auf Stempel und gute Erhaltung der Marke, aber viel weiter bin ich noch nicht.

  • :D bei mir wars wider anders. Als Kind hab ich mal mit viel Spaß gesammelt...dann aber gut 25 Jahre aufgehört und mittlerweile gabs meine alten Marken nich mehr. Dann hab ich vor 6 Jahren wieder neu ein Hobby gesucht und das sammeln wieder angefangen. Am Anfang alles Marken die mir in die Hände gekommen sind...dann hab ich immer wieder gehört und gelesen "heute ist jeder spezialisiert und es gibt wohl kaum noch Generalsammlungen" das hat mich gereizt eine anzufangen :) so war mein Hauptgebiet da aber ich brachte es nicht übers Herz all die ausländischen einfach wegzuschmeißen und so hab ich dann 1 Marke pro Land gesamelt (ich hatte sogar die Nr 3 von Pierre & Miquelon Islands :P...das wurd mir dann zu viel und ich hab nur noch 1 Beleg pro Land gesammelt und die Marken verkauft (wenn ich gewußt hätt wie wenig man dafür bekommt hätt ich sie behalten :O_O: :oneien: Inzwischen sammel ich wieder eine Marke und einen Beleg pro Land beschränke mich aber auf Marken um und vor 1900...ich hatte auch mal ne Jesus Sammlung angefangen aber das wurde mir auch zu viel und so sammel ich von jedem Lad der Erde 1 Marke über Jesus.


    Brigadier du hast ne PN sammelst du modernes Österreich dann pack ichen Umschlag zu deiner Kiste :)

  • hey,
    da bei mir das sammeln als solches durch zufall entstand, erfolgte die spezialisierung (oder zumindest der versuch einer solchen) mehr oder weniger durch zufall.
    rein optisch und auch vor dem historischen hintergrund habens mir die marken des deutschen reiches besonders angetan, so dass auch da mein schwerpunkt drauf liegt...
    da hier aber auch noch unmengen marken der BRD rumfliegen, will ich dieses sammelgebiet auch nicht vernachlässigen...zwar dann nicht mit einer solchen genauigkeit wie DR aber immerhin doch so nebenher ;-)

  • Also den ganzen Schlamasel habe ich meinem Onkel zu verdanken, der mir, da war ich gerade sieben, zwei oder drei Einsteckalben mit Marken schenkte. Seit her hat mich dieses Altpapier einfach nicht mehr losgelassen. Ich könnte meinem Onke immer noch dafür in den A... tretten, einfach kleine Kinder süchtig machen :oneien:


    Als erstes habe ich die schönen bunten Marken gesammelt, dann bin ich mit acht oder neun in einen Verein und habe mich dem DR und BRD verschrieben. Nachdem ich gemerkt habe, das sammelt doch jeder habe ich mich nach etwas neuem umgeschaut. So bin ich bei Polen gelandet! (Sicherlich auch familiär bedingt) Mit 16 Jahren bin ich der ArGe Polen beigetretten und ab meinem 18 Lebensjahr sammle ich nur Polen! :D


    Nach dem ich so ca. 10 Jahre alles von Polen gesammelt habe, habe ich mich auf folgendes Spezialisiert:


    Krakauer-Ausgabe
    Die erste Ausgabe des Ministeriums für Post und Telegraphie von 1919
    Goznak-Ausgaben
    Infla 1920-1924
    Literatur zu Polenphilatelie
    und ein paar andere Kriegsschauplätze


    eigentlich viel zu viel..........

    Wir lernen aus Erfahrung, daß die Menschen nichts aus Erfahrung lernen.
    (George Bernard Shaw Irischer Dramatiker, 1856-1950)

  • Hallo,


    viele nett zu lesende Beiträgen, die aber m.E. nicht so richtig auf die Ursprungsfrage eingehen. Um diese zu beantworten: Ja, es gibt Zwischenlösungen.


    Nach 25-jähriger Abstinenz hat mich die Leidenschaft für's Briefmarkensammeln vor ein paar Monaten wieder gepackt. Nachdem ich mich zuerst spontan auf Berlin als "konkretes" Gebiet gestürzt habe, um neben dem Aufarbeiten der vielen fast zeitgleich geerbten Alben einen Fokus zur Motivation zu haben, habe ich neulich "Bund ab 1955 mit Stempel 'Düsseldorf'" als neue Sammlung eröffnet. Bei den meisten Gebieten ist nämlich so, dass sie sich aus sehr vielen problemlos zu bekommenden Marken mit kleinem Preis und wenigen, meist ebenso einfach zu bekommenden, teuren Marken zusammensetzen. Interessant finde ich aber Sammelgebiete, die (nahezu ausnahmslos) aus vielen "niederpreisigen Raritäten" bestehen. Diese Spezialisierung innerhalb eines beliebten Sammelgebietes kommt dem am besten entgegen, was mir am Sammeln Freude macht.


    Vergleichbar ist das z.B. mit dem Sammeln von Plattenfehlern. Wer noch andere Ideen für andere Sammelgebiete hat, bei denen es sich ähnlich verhält, darf sich gerne melden. :D


    Gruß
    Uli

    Sind in eurer Sammlung Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf? Tausche gegen gleiche Marke mit mindestens gleichwertigem Stempelabschlag plus "Dankeschön" oder fehlende Marken!


    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum:  Ulis Flohmarkt

  • Hallo!


    Eigentlich ist es ganz einfach: Ich sammle das, was mich interessiert. Bei mir sind es einfach Länder, zu denen ich irgendeinen Bezug habe. Meistens durch eigene Reisen, aber auch die Studienfreunde aus diesen Ländern. Dabei geht es mir weniger um die reine Philatelie, sondern auch um das "Drumherum", die Motive und die Kultur der Länder. Viele Länder haben Markenserien mit Landschaften oder Baudenkmälern, die mich interessieren. Besonders gesucht sind natürlich Belege und Stempel aus den Orten, wo ich schon selbst war. Da nehme ich auch gerne einen Papierphilatliebeleg (FDC) aus Frankreich mit der Straßenbahn Nantes. War ein toller Schüleraustausch dort, und Thema Verkehr ist für einen Vekehrstechniker ohnehin fast Pflicht :-)


    Spektakulär ist meine Sammlung keinesfalls, aber das ist mir völlig egal. An Material z.B. aus den USA und Canada zu kommen ist überhaupt kein Problem. Ein gewisser Reiz für mich ist allerdings, möglichst wenig Geld für das Hobby auszugeben. Es ist nicht das einzige Hobby was ich habe, und und wenn man gerade 270€ für zwei Kato SD70M* eine eine P42 ausgegeben hat, muß man das irgendwo wieder sparen. Und das geht bei Briefmarken sehr gut...


    Briefmarken sammle ich größtenteils aus dem Altpapier und tausche dann. 90% meines Briefmarkenetats gehen für Tauschsendungen mit den entsprechenden netten Briefkontakten drauf, im Schnitt aber nicht mal 1€ pro Tag. Auch so bin ich nach 5 Jahren problemlos zu etwa 60% USA gekommen, und das bei einem Dutzend Sammelgebieten.


    Grüße,
    db


    * OT - Wenn man mal 4 Stück dieser 5000PS-Boliden mit einem 100-Wagen Kohlezug unter Volllast im Schrittempo in den Rocky Mountains gesehen hat, pack es einen halt ;-)

  • Ich machte es zu Beginn (mit 6 Jahren) einmal meiner Schwester nach und sammelte alle Marken die ich kriegen konnte. Am schnellsten kamen neue Marken Bund dazu, das wurde dann meine erste Sammlung.


    Am meisten fasziniert hat mich aber der Blick in alte, ursprüngliche Alben, in denen Marken Deusches Reich, Rheinland Pfalz und Saarland schlummerten. Alles gestempelte Marken mit vielen Stempeln von mir bekannten Orten.


    Als Kind habe ich wenige Male mit Kumpels einen allseits bekannten Sammler besucht und einen Blick in seine wirklich riesige Sammlung werfen dürfen.


    (Und ca. 20 Jahre später konnte ich aus seinem Nachlass eine tolle Samlung Russland erwerben, die ich bei Gelegenheit vervollständigen möchte.)


    Vor rund 7 Jahren machte ich dann die Lücken bei den Hauptnummern meiner Bundsammlung "zu" und suche jetzt noch Abarten, Typen und Randstücke.


    Sogesehen sammle ich mit Bund was alle scheinbar haben, aber mit Rand oder als Abart wird es natürlich speziell. Das kann natürlich dauern.


    Beim Deutschen Reich werde ich wohl froh sein, einmal die Hauptnummern gestempelt komplett zu haben, nehme aber trotzdem jede Unternummer und jeden Plattenfehler und Randstücke gerne mit...


    Dann reizen mich noch Preussen und Frz. Zone, sowie Alliierte Besetzung, da leg ich schon mal rüber, was so mit anfällt.

  • Hi all


    Helgoland fing ich an zu sammeln, weil ich nämlich ein Gebiet sammeln wollte, wo ich herausgefordert war. Tausch ist wohl möglich, überwiegend gehts aber um Kauf und Verkauf.


    Tobago, als ich hiermit anfing, kannte ich schon einiges vom Markt. Zu jener Zeit, sammelte kein Schwein das Gebiet, also müßten die Händler die Ware praktisch umsonst verkaufen. Nicht alles, denn sie wüßten schon was selten war. Allerdings aus Unkenntnis haben sie manche Stücke zu Spotpreisen verschenkt. Das Gebiet sammle ich nunmehr 27 Jahren. In der Zeit habe ich drei kleine Sammlungen kaufen können. Ansonsten ist es kleine Posten oder Einzellose. Habe Glück wenn ich drei oder viermal im Jahre etwas erwerbe. Von diesem Gebiet gibt es Weltweit nur vier Spezialsammlungen. Bis Anfang des Jahres waren es fünf. Diese war versteigert. Rate mal wer im Janner pleite war.


    Kaiman Inseln (Kriegssteuermarken). Die Marken sind mit einer Ausnahme ** oder * günstig oder relativ so zu erwerben. Gebraucht wird es bei einingen Ausgaben schwierig, und auf Beleg da kann man schon lange suchen.


    GB hab ich schon langer her nicht gesammelt. Es ist für mich im Eigenenlandsammeln keine Herausforderung. Und die 1840 1d. black ist grob gesagt auch keine Seltenheit. Zirka 65 Millionen waren gedruckt. Die Zahl der übergelieferten Marken beträgt sich um 27 Millionen.


    DR 1900-23 Als Marken noch Marken waren, aber für mich geht es um die zeittypische Verwendung. Hinter manchem Beleg verbirgt sich eine Menge Geschichte, und das zu entlarven. Herlich. Hiervon sind abgeleitete Sammlungen wie Nachnahme, Paketkarten, Wertbriefe usw. Diese Sammlungen werden der Forschung gewidmet.


    Rußland (Kaiserzeit) Erst seit anderthalb Jahre befasse ich mich mit diesem Gebiet. Nicht nur das Wissen über die Marken habe ich aneignen mussen, aber auch zum Teil gezwungenemassen die Sprache/Schrift lernen mussen. Gebe zu ich habe vor einigen Jahren die Schrift gelernt. Auch die Landesgeschichte gehört hierzu.


    Also wie Ihr leicht entnehmen könnt, geht es für mich um das Lernen.


    mfG


    Nigel

  • doktorstamp


    Was macht man mit einem Gebiet was keiner sammelt, aber was interessant zu sein scheint ??? Willst du die anderen drei auch noch aufkaufen, um der König von Tobago zu werden *lol*?