Raven's Kuriositäten

  • Hallo zusammen,


    damit ich nicht wegen jedem Mist den ich nicht zuordnen kann einen eigenen Thread aufmache stelle ich hier nach und nach meine "Kuriositäten" rein. Ich hoffe das ist OK so. Würde mich freuen wenn ihr ab und an mal reinschaut, bestimmt hat jemand solche Sachen schon mal gesehen.


    Gleich mal das erste Teil: BRD MiNr. 479.

    Beim ablösen von Marken habe ich festgestellt dass unter einer normalen Marke diese hier geklebt hat. Sie ist beidseitig überzogen mit einer recht dicken, gummigen Schicht, fühlt sich fast wie harter Leim an. Sie ist auch gestempelt. Im Wasserbad hat sich etwas von dem Zeug gelöst, der Rest, der die Marke bedeckt ist aber nicht ab zubekommen. Nass hat sich das Zeug wie weicher Gummi angefühlt. Ist hier jemand mit dem Klebereimer Amok gelaufen oder was könnte das sein?


                   

  • Hallo,


    speziell bei dieser Sondermarke "Vertriebene" aus dem Jahr 1965 würde ich anhand der geschilderten "Überklebung" mit einer anderen Briefmarke möglicherweise eine Postkrieg-Variante vermuten. Unser Mitglied dietbeck kann dazu vermutlich mehr Informationen beisteuern.


    Viele Grüße

    Christoph

  • Die Marke “20 Jahre Vertreibung” war ja u.a. Gegenstand des Postkriegs zwischen West und Ost. Das mag der Grund dafür sein dass sie etwas derb behandelt und überklebt wurde. Wahrscheinlich wurde der schon gestempelte Brief an den Absender zurückgeschickt und mit einer neuen Marke über der beanstandeten wieder verschickt.

    P.S. Diesmal war Christoph 1 schneller.

  • Ravenhawk


    Wie schon erwähnt handelt es sich möglicherweise um Postkrieg.


    Schade, dass abgelöst wurde, eine überklebte Variante habe ich so noch nicht gesehen, welche Marke war denn darüber, ging der Brief in einen der damaligen Ostblockstaaten, wenn ja, welchen ?

  • Habe mich mal auf Wikipedia kurz über den Postkrieg informiert. Interessant. Dort steht auch dass genau die Marke z.B. von der DDR übermalt wurde. Ich glaube das ist hier passiert. Vielen Dank für die Infos.


    dietbeck

    Ich weiß leider nicht mehr was drüber klebte, ist schön länger her dass ich die abgelöst habe. Es war auch nur eine ausgeschnittene Marke, Empfänger usw. war nicht mehr vorhanden. In Zukunft achte ich drauf.


    Hat die Marke irgendeinen (Sammler)Wert oder ist die für den Müll?

  • Hat die Marke irgendeinen (Sammler)Wert oder ist die für den Müll?

    In dieser Form leider nicht, da ja der postgeschichtliche Bezug durch das Ablösen verlorengegangen ist.


    Der Brief hätte sicher einen Sammlerwert gehabt, ich wäre wahrscheinlich interessiert gewesen :)

  • Ich habe da noch diese BRD MiNr. 1348 mit seltsamer Zähnung. Der höhere Teil entspricht der Originalhöhe der Marke, rechts ist sie kleiner. Die Zähnung sieht dort auch nicht sauber aus, es wurde aber auch nicht einfach etwas abgerissen. Habe die Marke vor vielen Jahren abgelöst, gelaufen ist sie also. Jemand ne Idee was hier passiert ist?


  • Ich weiß leider nicht wie ein Rollengeber aussieht. Aber die Marken auf Rolle sind doch schon vorgelocht. Keine Ahnung wie das gehen soll. Die tiefer liegenden Zähne sehen auch nicht nach Lochung aus sondern eher nach Zickzack-Schnitt...

  • Schrott auf keinen Fall, es gibt sicher Spezial-Sammler, die sich über so eine Fehlzähnung freuen würden und auch gut dafür bezahlen.


    Gruß kartenhai

  • Liebe Freunde,

    es ist Schrott! Die Marke ist kaputt , auch wenn es nach verschobener Zähnung ausseht.


    Ein Rollenmarkengeber siekt ähnlich aus , wie ein "Tesafilm" abreißer von einer Rolle auch hier ha man Zähne um den Streifen abzutrennen. So muß man sich das vorstellen, der Postler ist im Streß und reißt die Marke schräg ab. Das war Tagesgeschäft und nicht für Sammler gedacht.


    gruß

    rama

  • #14

    Hallo Jean Philippe


    scheinbar hast du es nicht begriffen, durch das abreißen wird die Marke beschädigt. Das Gerät hat scharfe ähnlich wie bei einem "Tesafilspender".


    Schau Dir mal die R-Zettel an - das gleiche Prinzip.


    gruß

    rama

  • Guten Morgen zusammen,


    anbei mal ein Bild des "Wertzeichengebers". Das Bild stammt von der Seite der "Museumsstiftung für Post und Telekommunikation"


    Da die Marke so von der Post "verausgabt" (in diesem Fall herausgegeben) wurde, dürfte doch wohl auch noch ein Platz dafür im Album sein. Insbesondere wenn man Rollenmarken dieser Serien sammelt/beifügt. Und selbst wenn es "nur" dazu dient Hintergrundleser aufzuklären.


    Andererseits ist der Wert für mich tatsächlich gleich null.


    Schildescher

  • Ganz verstanden hab ich allerdings noch nicht: Die Rolle ist ja vorgelocht wie ein Bogen und der Wertzeichengeber erleichtert nur das abreißen (wenn ich das richtig verstanden habe). Wenn der Postler jetzt schief abreißt müsste doch ein Teil des Oberrandes die normale Lochung aufweisen (wie bei mir) und der andere Teile müsste einfach abgerissen sein. Woher kommen dann diese Sägezähne? Oder hat der Wertzeichengeber Zähne wie ein Tesaabroller die eigentlich in die Lochung greifen sollten und hier nach dem halben abreißen verrutscht sind und dann die Marke selbst mit ihren Zähnen "geschnitten" hat?

  • Oder hat der Wertzeichengeber Zähne wie ein Tesaabroller die eigentlich in die Lochung greifen sollten und hier nach dem halben abreißen verrutscht sind und dann die Marke selbst mit ihren Zähnen "geschnitten" hat?

    Ja, siehe Bild


    Schildescher

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;


    Bund (bis zum Mauerfall)
    Berlin (u.a. Berliner Bauten , Mi.- Nr. 42- 60)
    DR /Dt. Kolonien / DSWA

    Keulen/ Cöln/ Coeln/ Köln bis 1940

    rote besondere AFS/PFS

  • Also ich finde dann ist das zu schade zum wegwerfen, auch wenns wertlos ist. Mir gefällt sowas. Danke für die Aufklärung.


    Ich habe da noch eine Rollenmarke (BRD MiNr. 1406) mit einer komischen Zählnummer. Für einen beschädigten Nummernstempel sieht das aber zu perfekt aus. Das untere Viertel der Null steht praktisch auf dem Kopf, schließt aber schön an den Rest an. Wie kann sowas kommen?