briefmarken-händlerpreise

  • hallo,


    da ich hier immer wieder lese, dass briefmarken zu manchmal nur ca. 20-30% ihres katalogwertes verkauft werden können, eine frage dazu:


    bei den zwei händlern bei denen ich regelmässig einkaufe, habe ich recht gravierende unterschiede bei der preisgestaltung bemerkt, der eine verkauft seine marken meist zu gut 30% des katalogwertes, dafür ist er bei weitem nicht so gut sortiert wie der andere laden, der praktisch alles hat, der händler nimmt dort aber immer das 0,7fache des katalogwertes...
    da ich azubi und deshalb recht knapp bei kasse bin würde ich gerne wissen, ob die preisvorstellungen des zweiten händlers aus eurer sicht ok sind, oder überdurchschnittlich teuer.

  • So, nach langem Rechnen und einem Telefonjoker komme ich jetzt dann doch auf 70%


    Ich muss sagen zu diesem Preis habe ich noch nie eine Marke gekauft und würde es auch nie machen.


    Ich habe auch einen Händler der relativ gut sortiert ist, bei dem ich auch mal ein Einzelstück aus einem Satz bekomme, dann nimmt er 45%, und über die rege ich mich schon auf ! ! :( So sind die Schwaben ;)

    Sammelgebiet: Bund, Berlin, DDR, San Marino, Aland, GG, DR, B & M

    Einmal editiert, zuletzt von zackenhirsch ()

  • 70% nimmt der Händler also. Warum nicht, wenn er alles liefern kann, dann hat er ein Lager das mehr Kosten verursacht und einen höheren Zeitaufwand den er hereinbringen muss. Würde einen gut sortierten Fachhändler auch nicht dafür tadeln. Natürlich sollte er nicht alles für 70% anbieten.


    Aber du willst ja einen Rat. Würde sagen, du deckst dich beim billigeren der Händler mit Standardwerten ein und das was du laufend einkaufst. Und beim teuren Händler schaust du genauer hin, und nimmst dir nur das was du für deine Sammlung unbedingt haben willst, oder was nicht zu bekommen ist. Dann rechtfertigen sich durchaus auch mal 70%.



    rolin,
    der auch mal 100% vom KW und mehr bezahlt...

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

    Einmal editiert, zuletzt von rolin ()

  • Meinen (gut sortierten) Händler in Nürnberg habe ich kürzlich gefragt, wie er Verkäufe kalkuliert, und er antwortete: "60% vom MICHEL."


    Wenn ich wirklich ein Stück zur Komplettierung "brauche", scheint mir das angemessen.
    Allerdings sehe ich bis dahin zu, auf andere Weise mit 20 bis 25% vom MICHEL wegzukommen...

  • der händler (darf ich den namen sagen oder wäre das rufmord? :D) verlangt eine liste mit den katalognummern, dann sucht er die marken aus seinen alben. als ich das erste mal da war hatte ich keine solche liste dabei, da ich gewohnt bin dass mir ein album vorgelegt wird, aus dem ich mir dann was aussuche. damals hat er gesagt, der sammler müsste die vorarbeit leisten, das schlägt sich dafür auch im preis nieder.wie gesagt, er hat alles was das herz begehrt, die ware ist einwandfrei, aber der preis stört mich doch ein wenig.
    ich sammle deutsche kolonien, und von denen hat der billigere händler meistens wenig auf lager.
    das gute ist dass beide händler gleich bei mir in der nähe sind, der teurere in münchen wo ich arbeite, und der billigere in ingolstadt, wo ich herkomme. würde es sich also lohnen in münchen einen anderen händler zu suchen?

  • In München würde ich sowieso sämtliche Händler mal absuchen wenn ich dort arbeiten würde. Da gibt es noch etliche kleiner Händer neben den großen. Für deutsche Kolonien haben wir hier etliche Spezies. Frag mal die was sie für gutes Material so zahlen müssen, die werden dir sicherlich gerne Auskunft erteilen.


    Ab gesehen davon mag ich es auch nicht wenn ich mit einer Liste kommen soll. Ich mag auch lieber das Album sehen. (Das fürchten jedoch die Händler denn man könnte ja was Unentdecktes finden)

  • [Blockierte Grafik: http://smilietv.philaforum.com/upload/20/1164976661.gif]Hallo Rolin


    Schön, dass das auch mal gesagt wird. Ein gut sortierter Händler hat ein grosses Lager, dass er bewirtschaften und kalkulieren muss. Er muss einkaufen und gewisses Investitionen tätigen.(kostet Geld) Ob er die Briefmarke an den Mann bringt oder nicht, ist ein Risiko, dass er auf sich nehmen muss.
    Jede Artikel der über längere Zeit an Lager liegt kostet Geld.


    Vielleicht hat er auch ein paar Angestellte, die er nicht mit dem gesetzlichen 8) Minimallohn abspeisen will. Auch für die Miete des Ladenlokals muss er aufkommen. Er bietet vielleicht auch einen Service von Fachberatung an, und das kostet Zeit und Geld.
    Ich plaudere gerne mit Menschen die das gleiche Hobby haben im Fachgeschäft und finde es toll, wenn man einen Gleichgesinnten hat, der das schönste Hobby zum Beruf gemacht hat.


    Und ich bin überzeugt, dass es nicht viele Philateliehändler gibt, die sich einen Porsche bestellen können.... wie es immer Concorde so schön sagt.


    Mit fliegerischen Grüssen Thomas :concorde:

  • Hallo, also da ich auch wieder in der Ausbildung stecke, könnte ich mir das aich nicht leisten, 70% zu zahlen, und ich muss auch sagen, da wäre ich zu geizig, denn für mich macht es ja das Hobby aus, das ich die Marken suchen muss, und wenn ich einige Marken nicht finde, dann könnte ich mir vorstellen auch mal eine Marke zu kaufen, ber da würde ich voraussichtlich auch erst alle Verkäufer abklappern,. Aber wenn ich in einen Laden rein gehe und mich für etwas interessiere dann werde ich immer nur belächelt, so ungefähr, was will die kleine denn hier.


    Und jetzt noch eine Sache zu den Händlern ich war jetzt bei einem Händler und da wollte ich eine Marke für 0,20€ kaufen, wo von es zwei Typen gibt und ihr glaubt nicht was da los war, da meinte der ´´gut´´ sortierte Händler wirklich zu mir, das sich bei solchen Marken das Ausseinander halten keinen Zweck macht, und das das doch egal wäre, das finde ich dann auch klasse,


    Aber natürlich habt ihr auch Recht ein guter Händler der mir viel bieten kann, und auch auf die Kunden eingeht ist ein höheres Entgeld wert.


    MFG Michel

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • Das Grundprinzip eines Händlers ist halt der Verkauf.
    Was 'lohnt' sich? Was 'lohnt' sich nicht?
    Sicher ist es bitter, wenn Du zu einem BM-Händler gehst und dort solche Auskünfte erhältst. Aber, das ist unsere Zeit. Wenn er Marken für 0,20€ sortieren soll, geht das einfach nicht.Kaufmännisch ein Todesurteil.
    Wir können hier spekulieren und uns über eben solche Preise unterhalten.
    Wer vom Briefmarken-Geschäft leben 'muß' hats halt nicht leicht.
    Auch hier gilt wie im wahren Leben, wenn ich eine gute Leistung erwarte, muß ich auch gutes Geld investieren. Fiat-Benz, Aldi-Edeka,
    Deutschland ist und bleibt eine Service-Wüste, weil niemand bereit ist für guten Service zu bezahlen. (auch nicht im Handwerk ;))

  • Das denke ich nicht, aber ich weiß das dieser vorher von mir geschätzte Händler nun keinen Cent mehr sieht weil die Aussage wie sie getroffen wurde der Hammer war und ich habe vorher einiges da gekauft, ich vermisse Händler wo man sich die Marken anschauen kann, in Ruhe sitzen kann, so wie früher in der Bibilothek, und genau da wäre ich bereit mehr Geld zu lassen!!!


    MFG

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  • achso bestes Beispiel ich mache ja auch meine Ausbildung im Handel, und habe mich ür einen Kunden für einen 0,09€ Artikel mind. eine Stunde eingesetzt weil der Kunde ihn haben wollte, was war das Ergebniss, der Kunde kommt wieder und hat für deutlichst mehr Geld wieder eingekauft, und da denke ich nicht das die deutschen nicht für Service zahlen, nur die meisetn Händler egal ob Briefmarken oder KFZ oder Getränke, woolen heute kaum noch Service anbieten, weil sie die Kunden behandeln als wenn sie Fließbandware wären,

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  • mtcyrus
    Ich verstehe ja, was Du meinst. Ich schreibe aber oft und absichtlich überspitzt. Nur so fühlen sich viele Leute angesprochen (und manches mal auch provoziert ;)). Jeder strengt dann sein Köpfchen besonders an :)
    In der Bibliothek bekommen die Angestellten Geld von (meist) öffentlicher Hand. Da kann sich der Angestellte meist sogar zu Dir setzen und gemeinsam mit Dir lesen. Er muß nicht verkaufen. Anders unser Händler. Er muß sich den Kunden ansehen und für sich eine Vorauswahl treffen. (es sei denn, sein Laden ist eh leer) Lohnt sich mein Aufwand für genau diesen Kunden? Wieviel Aufwand kann/muß ich betreiben? Da werden natürlich auch viele Fehleinschätzungen getroffen. Wenn Du jetzt für Dich die Entscheidung getroffen hast, diesen Händler nie mehr aufzusuchen, kann es für den Händler jetzt gut sein (weil Du noch eine kleine Börse hast), aber in Zukunft bitter rächen, wenn Du mehr Kapital einsetzen willst.
    Da wir aber in einer schnelllebigen Zeit leben, ist dem Händler das Jetzt wichtiger (wenn das auch falsch sein kann)

  • Das war auch ein Fehler


    X( X( X( X( X(


    Denn irgendwann werde ich ganz sicher etwas mehr Geld haben für mein Hobby und wenn ich der letzte Marken Sammler bin den es geben wird, jawohl ja

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  • und deswegen sterben die Läden aus, die neue Generation Sammler bezahlt nur für absolute Spitzenstücke mal 70 %, weil im Normalfall 90 % der Wert für wensetlich weniger zu bekommen ist, selbst bei Realauktionen gibt es selten Sachen für 70 %. Wobei ich natürlich nicht weiß, wie das allgemeine Preigefüge bei Kolonien jetzt ist, aber die paar Sachen die ich mal hatte (Standardsachen unter 20 Euro), haben in Lots keine 10 % gebracht.

  • Hallo rost,
    Die Eksperten haben Dir oben schon guten Rat gegeben.


    Bleibe bei Ankäufe von bei 30% Michel und viele Händler werden Dich Bedienen können.
    Spitzenwerte oder Top Sätze können schon einen 'Kleine Porsche' kosten und Händler würden schon gerne 50% oder mehr vom Michel für das besser Stück zahlen, wenn erhältlich.
    In Sammlungen erkennen die Händler schon die besser Stücke die gleich Ihren Kunden angeboten wird. Der Rest ist immer verhandelbar mit dem Händler und kommt drauf an was er dafür bezahlt hat.


    Es ist aber auch so daß Top Kolonien Material in Sammlerhänden ist und bleiben kann für Jahrzehnten und geht meistens via Auktionen zu Händler/Sammler.


    Also kaufe 'Qualität' ein gegen den billigsten Preis wo und wie Du kannst - das bereitet schon Sammlerspaß.


    Erich

  • ... viele Briefmarkenhändler und Auktionshäuser können ihre hohen Preise gar nicht durch überdurchschnittliche Ware oder gute Beratung rechtfertigen:


    - Wie sieht denn das "handelsübliche" Material meist so aus? Absolut einwandfreie Superzähnung mit vollem, glasklaren Rundstempel oder "normale Zähnung" mit verkürzten Zahnspitzen und unleserlichem Eckstempel? Für mehr als 50 % Katalogwert sollte man auch deutlich überdurchschnittliche Erhaltung erwarten - die versunkenen Kosten des Händlers/Auktionators sind doch sein kaufmännisches Problem und nicht das des Kunden!


    - Sieht gute Beratung so aus, dass ein Verkäufer nur sagt, dass er billige Marken nicht führt, weil er daran nichts verdient oder sich auch mal die fünf Minuten Zeit nimmt, seine Vorräte mit einfachen bis mittleren Werten aufzufüllen? In anderen Branchen wird auch quersubventioniert, um damit unter dem Strich mehr Umsatz und Gewinn zu machen. Aber das macht eben auch mehr Arbeit und das ist wohl manchem Händler zu viel.


    - Zeichnet sich faire Losbeschreibung in einem Auktionskatalog dadurch aus, dass minderwertige Sachen schönfärberisch angepriesen werden, nur um einen hohen Ausruf zu ermöglichen? Werden berechtigte Reklamationen auch von Auktionskäufern anerkannt, die nicht schon seit Jahrzehnten Stammkunde mit Jahresumsatz im vierstelligen Bereich sind?


    Wenn Marktwirtschaft überall so "funktionieren" würde wie im Briefmarkenhandel, würden nur die oberen Zehntausend vernünftig wohnen, sich ein Auto leisten und Urlaub machen können, weil die Vermieter, Autohändler oder Reiseveranstalter lieber auf ihren überteuerten Angeboten sitzen blieben und nur wenige Kunden bedienen. Im Briefmarkenhandel kann man bei entsprechend hoher Handelsspanne durch "Warten auf einen Kunden" überleben, weil die Ware nur relativ wenig Lagerplatz braucht und unter normalen Umständen nicht verderben kann.