Eine illegale Schülerpost in Königsberg (1917 bis 1923)

  • Der hochinteressante Aufsatz über eine illegale Privatpost, die durch Schüler in Königsberg während der schwierigen Zeiten am Ende und nach dem 1. Weltkrieg unterhalten wurde, stammt von E. Schlaikjer aus dem Jahr 1959.

    (Der Aufsatz wurde wegen der benötigten Dateigröße auf 7 PDF aufgeteilt und entsprechend als T1 bis T7 nummeriert.)


    Das Essay wurde 1959 in drei Teilen abgedruckt. Zu der Eingangsgeschichte der professionell betriebenen Schülerpost wurde in zwei weiteren Teilen der Katalog mit immerhin 278 Marken veröffentlich.

    Leider wurden damals keine Bebilderungen vorgenommen.


    Sollte ein Sammler über Marken der Schülerpost mit den Aufschriften "KPP" / "Königsberger Privatpost" / "Königsberger Privat-Post" / "Königsberg" / "Preussisch Holland" oder andere verfügen, so wäre eine Posting mehr als willkommen.


    Wie immer starten die richtig guten Geschichten mit Liebesbriefen:

    "Es fing so hamlos an - mit der Liebe ..." 

    Dateien

    • T1.pdf

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    • T2.pdf

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    • T3.pdf

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    • T5.pdf

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    • T6.pdf

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    • T7.pdf

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  • Schülerpost in Königsberg


    Wir hatten das Thema schon einmal hier im Philaforum, vor längerer Zeit, aber ich finde es nicht mehr, auch nicht unter Suche. Vermutlich ist es versteckt unter: Internet-Geschichten, aber das sind 56 Seiten mit über 1.600 Postings. Da sind auch einige Abbildungen dieser Marken mit dabei und der Hinweis über ein Buch, in dem auch ausführlich über das Thema geschrieben wird.

    Vielleicht findet das noch jemand?


    Gruß kartenhai

  • Danke, Jean Philippe, mit der Suche habe ich das nicht gefunden.



    Seite 31, Posting Nr. 613


    Leider funktoniert der Link mit der Zeitschrift "Das Ostpreussenblatt" nicht mehr, vielleicht finde ich einen neuen Link dazu, aber in dem Buch: Königsberg und seine Post steht auch eine Menge über das Thema drin.


    Gruß kartenhai

  • Hallo kartenhai,


    danke für deine Hinweise.

    Es liest sich so, als würden die beiden Veröffentlichungen sich genau auf diesen Artikel hier beziehen.

    Schade das der Link nicht mehr geht.

    Hat jemand das Buch von Benkmann „Königsberg und seine Post“?

  • Bei der ARGE Deutsche Postgebiete gibt es auch ein älteres Rundschreiben mit der Kenn-Ziffer:


    Schülerpost 1917/23, Königsbg 021/B40


    Um das zu erhalten, muß man aber Mitglied bei dieser ARGE sein.


    http://arge-ost.de/rundschreiben/Stichwortverzeichnis.pdf


    (Seite 44)


    Gruß kartenhai

  • Hallo Kartenhai,

    mit etwas Glück erbarmt sich ein Sammlerkollege und stellt seine Belege ein.

    Ich war heute in der Bibliothek und habe das Buch "Königsberg und seine Post" per Fernleihe bestellt.

  • Hallo liebe Sammlerfreunde,

    heute ist in der Uni-Bibliothek (ja, es wird am Sonntag gearbeitet) das langersehnte Buch von Horst-Günter Benkmann "Königsberg (Pr.) und seine Post" aus der Fernleihe angekommen.

    Seite 146 bis 163 geben den geposteten Artikel aus dem "Merkur" fast wortwörtlich, ergänzt um ein paar Kommentare, wieder. So erfährt man, dass der Autor Schlaikjer Besitzer einer der umfangreichsten Privatpostsammlungen in Deutschland war:


    "Es gab wirklich eine Königsberger Schülerpost. Über ihr Dasein berichtete im Jahre 1959 der Besitzer der wohl umfangreichsten deutschen Privatpostsammlung, Herr Schlaikjer - Berlin in den Nummern 112 bis 115 des „Merkur” (Privatpostalische und postgeschichtliche Mitteilungen), einer Vereinszeitschrift der Vereinigung „‚Merkur” für Privatposten und Randgebiete der Philatelie. Nach dem Tode von Herrn Schlaikjer ging seine Sammlung in den Besitz des Berliner Post- und Fernmeldemuseums über. Weitere größere Bestände dieses ungewöhnlichen „Kuriosums“ gibt es nicht. So ist die Nachwelt auf die oben genannte Veröffentlichung und auf das, was der Verfasser in einem ergänzenden Schriftwechsel mit Herm Schlaikjer noch erfragen konnte, angewiesen. Vor allem die exakte Katalogisierung der Marken sollte auf jeden Fall erhalten und einem größeren Interessentenkreis eröffnet werden. Nicht nur der verhältnismäßig kleine Leserkreis der oben genannten Zeitschrift soll von dieser Post wissen, sondern auch der heimatgeschichtlich interessierte Ostpreuße.

    Es fing so harm los an ‐ mit der Liebe nämlich.
    ...

    Das ist die Geschichte der Königsberger Schülerpost aus den Jahren 1917 bis 1923. Im allerdings spärlichen Schrifttum ist man sich nicht einig, ob es sich um eine Post ähnlich der Kinderpost Lesum oder der Warmingschen Lehrlingspost (Hamburg) handelt, dann könnte man sie einer ‚‚Nebengruppe” der deutschen Privatposten eingliedern. Andere Meinungen gehen dahin, sie klar als deutsche Privatpost anzuerkennen. Die Überlegungen sind theoretischer Natur. Neue Erkenntnisse wird es nicht mehr geben. Gut ist, daß die überkommenen Bestände nicht zerrissen wurden, sondern vom Berliner Postmuseum erworben wurden. Der Königsberger Historiker Dr. Gause irrt, wenn er die Schülerpost einfach als ‚‚Inflationsblüte” abtut, immerhin gab es sie seit 1917. Der Verfasser versuchte durch einen Aufsatz im „Ostpreußenblatt” Nr. 4/1968 noch Mitwisser anzusprechen. Doch niemand meldete sich."


    Anhang: Die abgebildeten Marken auf Seite 234