Fiskalstempel erkennen bei Lombardei und Venetien und Österreich

  • Hallo zusammen,


    es gibt ja die Katalogisierung im Michel (und sicher auch anderen Katalogen) zu den postalisch genutzten Stempelmarken der genannten Bereiche (ab 1854). Da diese sehr selten sind, wäre es natürlich nützlich zu wissen, wie man diese postalische Verwendung bei losen Marken mit nicht so gut zentriertem Stempel erkennen kann (ich habe kein Beispiel leider, sondern eigne mir das hier zunächst theoretisch an).


    Gibt es also vielleicht einen Link, Website, PDF, wo man einfach mal ganz viele Beispiele von Fiskalstempel sieht? Die postalischen Stempel sind natürlich einfach, wenn man den Ort erkennt, aber selbst bei Ortsnamen ist ja nicht immer sicher, dass es auch postalisch ist (glaube ich). Daher wäre für einen Anfänger wie mich der umgekehrte Weg der leichtere, also zumindest einmal ganz viele Fiskalstempel gesehen zu haben, um diese schon einmal als nicht-postalisch ausschließen zu können.


    Es müssten also Fiskalstempel aus Österreich und Italien in der Zeit um die 1850er sein.



    Danke vorab!

  • Auch nicht mein Gebiet, sorry.

    Im Ferchenbauer Katalog und im Jerger (Mischfrankaturen Österreich, Lombardei-Venetien) gibt es zu den Stempelmarken ein bisschen lesen, aber richtig "spezial" ist das auch nicht. Mit Deinem Link kommst Du sicher weiter. Der Müller (Handbuch der Entwertungen von Österreich und Lombardei-Venetien) wäre zumindest eine Quelle für die Poststempelabschläge. Am Besten Du besuchst ´mal ein anderes Forum, hier liegt das Interesse ja seit einigen Jahren etwas nördlicher und später. Daher bezweifle ich, ob sich Spezialisten her verirren.

  • Danke. Ja, der Link ist ein guter Start, man sieht ja auch ein paar Beispiele (wenn auch recht klein). Damit kann man schon mal arbeiten. Ich dachte, vielleicht gibt es einfach Beispiele irgendwo (so wie es ja Beispiele für Stempel von Altdeutschland vor jedem Kapitel in Michel gibt). Aber natürlich sind Fiskalmarken einfach kein verbreitetes Sammelgebiet. Andererseits sind ja eben die postalisch verwendeten Fiskalmarken (dieser beiden Länder) durchaus auch selten und gesucht, so dass die Erkennung von Fiskalstempel vs. Poststempel ja auch die jeweiligen Sammler interessieren sollte. Nun denn, für meine weitere Suche nach postalisch verwendeten Fiskalmarken sollte das erstmal ausreichen (oder gibt es dazu in dem Sassone "Gli Annullamenti" einen Tipp, die man die Fiskalstempel erkennen kann?

  • Die Fiskalmarken und wie die aussehen, ist das Eine und sicher keine übermäßig große Recherche.


    Ob diese Fiskalmarken postalisch gebraucht wurden (was in der Regel nicht, oder nur in Ausnahmen erlaubt war), ist eine andere Sache. Postalisch genutzt kosten die Belege teils ein horrendes Geld. Die losen Fiskalmarken mit postalischen Stempeln, kosten deutlich weniger.


    Lose Fiskalmarken bekommt man für wenig Geld. Allerdings werden sie nicht besonders oft angeboten, aber selbst auf Flohmärkten kann man beim "Papier" (z.B.: alte Urkunden) fündig werden.Zu unterscheiden sind dann die Frachtbegleitbriefe (hoffe ich hab´ jetzt den richtigen Terminus) und sonstige Papiere mit solchen Stempelmarken, die kosten wenig.

  • Ich habe noch einmal im Jerger (Monographie der Frankaturen 1850-1867. Mischfrankaturen Österreich, Lombardei-Venetien) nachgeschlagen, es sind darin 29 Seiten zum Thema "Stempelmarken 1854, ihre postalische und fiskalische Verwendung" dargestellt. Den wunderschönen Band gibt´s zu einem sehr guten Preis bei: Jerger, Mischfrankaturen Österreich und Lombardei - Venetien, 1981, f, 40,00 € (viennafil.com)


    Ein weiterer Artikel könnte Dich interessieren: "Zeitungs-Gebühren-Stempel als Entwertungsstempel von Fiskalmarken" von Dipl. Ing. Carsten Mintert, D- Solingen, cmintert@web.de. Der Artikel sieht etwas anders aus, als jener zu dem Dein erster Link führte.


    Darin wird abermals Dr. Stephan Koczynski; "Die Geschichte der Stempelmarken in Österreich"; Wien 1924, zitiert.

    Austrian Philatelic Society (APS): The History of Austrian Revenue Stamps (austrianphilately.com)


    Im Sassone Annullamenti (2006) bin ich auf kein Kapitel zu Fiskalstempelabschlägen gestoßen.

    Im Sassone (Francobolli) (1999) sind sechs Seiten mit Abbildungen und Bewertungen der Stempelmarken (postalisch verwendet) gewidmet. Sorry...keine treffende Literatur zu den Fiskalstempelabschlägen.