Ich stelle mich mal vor

  • Hallo Kolleg(ginnen)

    wollte mich kurz mal vorstellen. Mein Name ist Franz. Bin 59 Jahre jung und wohne in Mainz.


    Sammele mit langjährigen Unterbrechungen seit meinem 7. Lebensjahr Briefmarken. Alles hat mit einem

    geschenkten Einsteck Album und einem kleinen Lot bunter Marken begonnen.


    Im Laufe der Jahre wurde immer mal wieder durch Zukauf und auch einige Jahre durch ein Sammel Abo

    bei der Post erweitert. Auch kamen einige alte Alben aus einem Nachlass hinzu, aber leider alles nur der übliche (fast) wertlose Plunder :D


    Ich sammle ausschließlich aus Spaß an der Freude und sehe das Ganze für mich nicht als großartige Geldanlage.


    Trotzdem hab ich beschlossen meine Aktivitäten neu zu ordnen. So möchte ich keine postfrischen Marken mehr

    sammeln, sondern in Zukunft nur noch echt gelaufene, in bester (Stempel) Qualität.


    Meine Haupt Gebiete sind Alt Deutschland (aber nur was auch bezahlbar ist), Deutsches Reich, Bund und Saarland.

    Ausserdem hab ich eine Faible für die Germania Marken.


    PS: bin zur Zeit auf der Suche nach einer günstigen Bund komplett Sammlung, gestempelt in sauberen, nicht vergilbten, oder mufflig riechenden Vordruck Alben. Wer sowas zum vernünftigen, kleinen Preis anzubieten hat, darf sich gerne bei mir melden. Dabei dürfen ruhig auch weniger schöne Marken dabei sein, denn ich will das eh nur als Basis zum Aufstocken mit guten Stücken nutzen.


    LG Franz

  • Ich sammle ausschließlich aus Spaß an der Freude und sehe das Ganze für mich nicht als großartige Geldanlage.

    Trotzdem hab ich beschlossen meine Aktivitäten neu zu ordnen. So möchte ich keine postfrischen Marken mehr

    sammeln, sondern in Zukunft nur noch echt gelaufene, in bester (Stempel) Qualität.

    Hallo Franz,


    willkommen. Heute ist das Sammeln von Vollstempeln mit (sehr) guter Qualität durchaus "in". Da kann man bei älteren Marken (Bund) durchaus höhere Preise zahlen müssen. Wenn Du keine Vollstempel willst, geht es sicher auch mit weniger Portemonnaie.


    Gruß

    Dieter

  • Hi Franz,


    ganze Sammlungen aufzukaufen, um sie auszuschlachten, kann sich zum Aufbau einer Grundstock Sammlung rentieren. Das Hauptproblem wird sein, die richtige Sammlung in einer angemessenen Zeit zu finden. Über den Wiederverkauf des übrig gebliebenen Plunders solltest Du Dir Gedanken machen. Bei philasearch kannst Du Dich schon ´mal orientieren.


    Daher: Das was Du suchst (billiges Material, perfekt gestempelt) findest Du eher in Briefmarkenvereinen und kannst nach eigenem Ermessen auswählen. Dauert zwar seine Zeit, aber dafür bekommst Du auch genau die richtige Qualität und ersparst Dir das Beiwerk mit dem Du nichts anfangen kannst.


    Wenn du ohnehin ein Faible für die Germania Marken hast; warum gehst Du nicht genau in die Richtung und spezialisierst Dich? Den Bund Plunder kannst Dir dann gleich sparen und mußt Dir auch nicht wegen der Beschränkung "Alt-D aber nur billig" den Spaß rauben lassen.

  • @ Nimrod,


    " Bund Plunder " ist für mich als Philatelist kein passender Ausdruck, sehr abwertend für Sammler, die gerne Bund sammeln, bzw. Anfänger, die eben mit Bund anfangen :oneien:


    Es ist ein durchaus sammelwürdiges Gebiet, wie jedes andere Sammelgebiet auch.


    Gruß von

    Wolle

  • Ich habe im Hintergrund auch eine Plundersammlung in Vorbereitung... schon vieles gesteckt, vieles sortiert, aber noch nicht ins album gebracht, um endlich mal eine Fehlliste zu erstellen. :-)

    Nun mag für jeden Plunder etwas anderes sein, aber eine schon gestempelte Sammlung Bund ist für mich weit weg davon.

  • Moin Wolle,

    " Bund Plunder " ist für mich als Philatelist kein passender Ausdruck, sehr abwertend für Sammler, die gerne Bund sammeln, bzw. Anfänger, die eben mit Bund anfangen :oneien:


    Es ist ein durchaus sammelwürdiges Gebiet, wie jedes andere Sammelgebiet auch.

    Janz meine Meinung! Sammelwürdig ist, was der jeweilige Sammler dafür hält, also alles.


    Ein Sammler in z.B. Taiwan würde so einen Bund-Plunder höchstwahrscheinlich mit Handkuß nehmen! Ich habe bisher für jede "Massenwaren" - Marke Interessenten gefunden, die Sammlerwelt hört nicht an der Landesgrenze auf.


    Prost Neujahr,

    Klaus

  • Meine Einstellung dazu ist: Alle Markenausgaben die für den eigentlichen Zweck der Postbeförderung gemacht wurden / werden, sind grundsätzlich von jenem Material zu unterscheiden, welches primär für den Sammlermarkt generiert wurde / wird. Ob das nun DDR, BUND oder Burkina Faso sei, ist mir völlig egal. Irrwitzige Auflagezahlen von Sondermarken, die kein Mensch für die Beförderung von Poststücken benötigt(e), sondern bloß zum ** Abstecken in ein für "Philatelisten" generiertes System von Vordruckalben, halte ich für Plunder. Die Sondermarke als seltene Form zur Präsentation der Fähigkeiten der Stecher, Drucker, etc., ist akzeptabel, immer neue Motive mit fragwürdigem Hintergrund die zur bloßen Befriedigung der Neuheiten-Lieferanten und ihrer Abo-Opfer gemacht werden, jedoch nicht. Manch einer sagt, die Briefmarke kann alles, darf alles....mag sein, aber bitte nicht in der Menge. Somit fällt für mich 99% dessen was in den letzten 100 Jahren produziert wurde, unter die Kategorie Plunder. Ich versende gerne Briefe und muß heutzutage dafür Marken nehmen, die entweder unpraktisch, oder geradezu peinlich hässlich sind. Man hat das Gefühl, der Post wäre es am liebsten, man würde gar keine Briefe mehr versenden, bzw. frankieren. Arme Philatelie...

  • (...). Ich versende gerne Briefe und muß heutzutage dafür Marken nehmen, die entweder unpraktisch, oder geradezu peinlich hässlich sind. Man hat das Gefühl, der Post wäre es am liebsten, man würde gar keine Briefe mehr versenden, bzw. frankieren. Arme Philatelie...

    Hallo nimrod, deine letzten zwei Sätze sprechen mir aus der Seele. So kommt es tatsächlich auch mir vor.

    Deine Aussage bezgl "Plunder" teile ich nicht. So krass kann man da nicht 99% abwerten. Ich möchte aber keine Diskussion lostreten. Ich wollte das nur schreiben und gut. Immerhin habe ich auch jahrelang mit viel Freude zB eine Frau Giehse gesammmelt, die eine Auflage von 6.000.000.000 + hatte.

    Lieben Gruß

  • Frau Giehse ist eine Dauermarke mit entsprechender Auflage...was soll mich daran stören? Diente ja tatsächlich der Postbeförderung und nicht bloß dem Zweck eine neue Katalognummer für z.B. Weihnachten zu generieren.

  • Hallo zusammen,


    Diese Diskussion um die Ausgabepolitik der Deutschen Post ist müßig, weil wir daran sowieso nichts ändern können.


    Was wir aber ändern können, ist unser Verständnis von Philatelie. Das was Nimrod hierzu geschrieben hat, halte ich definitiv für falsch. Außerdem sind die Aussagen auch in sich widersprüchlich. Man kann sich nicht einerseits über „Bund-Plunder“ aufregen und sich dann andererseits darüber beschweren, dass es nicht genügend „schöne“ Briefmarken zum Frankieren der eigenen Tagespost gäbe…


    Also von mir zwei Impulse zum Nachdenken:


    1. Die Beschäftigung mit Philatelie in einem Internet-Forum erfordert ein hohes Maß an Toleranz bezüglich der Sammelgebiete und Vorlieben anderer Forums-Teilnehmenden. Jeglicher Versuch, einem anderen sein Sammelgebiet ausreden oder schlechtreden zu wollen, führt nicht zum gewünschten „Erfolg“, sondern nur zu Zwist.


    2. Die Ausgabepolitik der Deutschen Post AG in den letzten 20 Jahren bis heute ist nur ein mikroskopisch kleines Puzzle-Teil im großen (und schönen!) Gesamtbild der Philatelie. Aussagen wie „arme Philatelie“ aufgrund persönlicher Abneigung gegen aktuelle Briefmarken der Deutschen Post sind nicht hilfreich. Sie vermitteln den Eindruck, dass „die Philatelie“ wegen der „schlechten“ Bund-Neuheiten („Plunder“) in einer vermeintlichen Krise stecke. Dieser Zusammenhang ist haarsträubend falsch. Und selbst die vermeintliche Krise möchte ich in Frage stellen. Die Philatelie ist sehr lebendig, nur eben anders als früher. Das mag manchen nicht gefallen, die dem Hinterzimmer-Briefmarkenverein nachtrauern….


    Mal drüber nachdenken…


    Viele Grüße

    Christoph

  • Danke für die zahlreichen Beiträge.


    Ich wollte an dieser Stelle noch mal erklären, dass ich die geerbten Marken als "größtenteils Plunder" bezeichnete.

    Damit wollte ich nicht das Sammelgebiet BRD etc. abwerten ;)


    Für mich persönlich ist sowieso der Weg das Ziel.

    Für Briefmarken als Geldanlage, reicht mein bescheidenes Budget auch gar nicht aus.


    Wenn du ohnehin ein Faible für die Germania Marken hast; warum gehst Du nicht genau in die Richtung und spezialisierst Dich?

  • Ich hab schon eine kleine Germania Sammlung zusammen getragen und mache mir jetzt Gedanken drüber, wie ich diese präsentieren könnte. Wie würdet ihr sowas angehen? Was gibt es für Software für den Mac? Blätter selber gestalten und drucken?


    LG Franz

  • Spezialliteratur besorgen, mit anderen Sammlern reden, Material zusammentragen (auf Qualität achten); alles sicher und flexibel in Steckalben aufbewahren; Zettelchen mit Notizen dazu und wenn es dann ´mal wirklich Sinn macht, einzelne Blätter selber gestalten. Viele bauen auch gleich Frankaturen in ihre Präsentationen ein. Aber das muß man für sich entscheiden...könnte ja kräftig in´s Geld gehen.



    Bezüglich Plunder:

    https://shop.deutschepost.de/d…efmarken/neuerscheinungen

    https://www.post.at/p/c/ausgabeprogramme

    https://www.post.ch/de/standor…elie/welt-der-briefmarken


    Für Plattenfehlersucher hat die Schweizer Post auch ´mal was Erfrischendes: Die Marke finde ich super.