Online-Bibliothek Philatelistische Literatur

  • Hallo liebe Forumsbewohner,


    ich habe derzeit noch ca 1 GB ungenutzten Webspace. Ich selbst habe mir vor kurzem einiges an vergriffener Lteratur ausgeliehen, da diese nicht mehr erhältlich ist, habe ich eben diese digitalisiert. Ich plane jetzt mal eine Online Bibliothek wo wir all dies hinterlegen können. Vorher werde ich natürlich alle Rechte abklären und dann falls dies gewünscht wird online stellen.


    Wer also etwas hat, was es nicht mehr zu kaufen gibt, kann mir das gerne mailen. Ich kümmere mich um die rechtliche Seite und stelle es dann ggf online.

  • Ich habe es zwar nicht, brauche aber unbedingt eine Ausgabe dieser vergriffenen Ausgabe:


    Die Freimarken des Großherzogtums Badens ab 1851


    Überall ausverkauft, keine Chance, es zu bekommen.


    Wäre dir ewig dankbar, wenn du das aus einer phil. Bücherei ausleihen und einstellen könntest :)

  • paralysus , wüede mich mal interessieren, wie Du das digitalisiert hast. Eingescannt und als pdf gespeichert ?


    Ich bin seit jahren mit dem gedanken Schwanger die wichtigsten Artikel aus meinen Phila Zeitschriften zu digitalisieren. Die liegen bei mir Bergeweise rum. Problem ist pro Zentner Zeitschriften hast Du einen halben Zentner Werbung, anzegen und sonstigen kram, den Du nicht brauchst. Aber die Zeitschriften auseinanderreißen mag ich auch nicht.


    Kannst ja mal posten oder eine PN schicken

  • @all: da nun die Frage aufgetaucht ist, wie und welchem Format ich das gemacht habe. Zum einen mit einem Dokumentenscanner bis DIN A4, bei losen Blättern oder Kopien, oder bis A2 mit einem grossen Scanner. Abgespeichert als pdf Datei.


    Der Dokumentenscanner braucht für 1000 Seiten ca 3 h.

  • Grundsätzlich ist dazu anzumerken, das das Copyright 70 Jahre nach dem Tod des Verfassers verfällt. Bei allen neueren Publikationen ist einzeln vom Autor, dessen Rechtsnachfolgern oder beim Verlag eine Genehmigung einzuholen.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Zitat

    Original von Lacplesis
    Grundsätzlich ist dazu anzumerken, das das Copyright 70 Jahre nach dem Tod des Verfassers verfällt. Bei allen neueren Publikationen ist einzeln vom Autor, dessen Rechtsnachfolgern oder beim Verlag eine Genehmigung einzuholen.


    soweit ich weiß gilt das nur für Vervielfältigung, die veröffentlicht wird, kommerziell genutzt wird etc. Für sich selbst kann man das wohl tun.


    Ich weiß aber nicht genau, ob man auch im Besitz des Originals sein muss, denke aber nicht.


    Z.B. wenn ich einen Michel in der Bibliothek ausleihe und bestimmte Seiten kopiere - ist das schon illegal ?

  • Zitat

    Original von Zarenadler


    soweit ich weiß gilt das nur für Vervielfältigung, die veröffentlicht wird


    Als was würdest Du eine Online-Bibliothek denn sonst bezeichnen?

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Zitat

    Original von Zarenadler
    Z.B. wenn ich einen Michel in der Bibliothek ausleihe und bestimmte Seiten kopiere - ist das schon illegal ?


    Nein. Fuer den persoenlichen Gebrauch ist das ist "fair use". Wenn Du die kopierten Seiten dann aber weiter veroeffentlichst, z. B. im Internet, verletzt es das Copyright. Du brauchst dann die Zustimmung -- hat lacplesis ja schon gesagt.

  • und soviel ich weiss, haben sich die Verlage die Rechte der "Copyright" gesichert, das mit dem ableben des Verfassers hat was mit Uhrheberrechte zu tun, müsste man aber definieren können.

    Verstehen heißt verstehen wollen.

    2 Mal editiert, zuletzt von soaha ()

  • Ich finde das eine super Idee von paralysus. Der Teufel steckt natuerlich im Detail, d.h. die Genehmigungen einzuholen. Einstellen ins Internet ist ja gleichbedeutend mit der Aufgabe des copyrights und ob Verlagshaeuser mit aktuellen copyright das mitmachen, und was das kostet, ist die Frage. Aber: Versuch macht klug.


    Davon unabhaengig ware es hilfreich aeltere Literatur auf diese Weise allgemein zugaenglich zu machen, z. B. die Billig und Kohl Handbuecher, wenn die Schutzzeit denn abgelaufen ist. Also: super Idee, und ich biete da gerne meine Hilfe an.

  • Man unterscheidet zwischen Urheberrecht und Verwertungsrecht. Letzteres wird vom Autor unter Umständen an einen Verlag abgegeben (verkauft). Ersters bleibt immer beim Urheber und gilt eben diese 70 Jahre nach seinem Tod immer noch. Danach darf man die Werke veröffentlichen ohne Probleme zu bekommen.


    Siehe dazu auch das Gutenberg Projekt. Leider hab ich da gestern nichts für uns gefunden.

  • guten morgen an alle,


    paralysus: biete meine Hilfe an,
    würde gerne meinen Beitrag leisten um das Projekt zu realisieren.


    Als Beispiel habe ich eine kleine Liste erstellt wie man anfangen könnte, kann.?
    Ist nur als Denkansatz gedacht.
    Was für Fragen müssten geklärt werden?


    Die zu Digitaliesierente- Literatur erst mal in eine liste fassen

    • Mit den Verlagen in Kontakt tretten
    • Autoren anschreiben, ob Literatur zu Verfügung stellen
    • Nur für Forumsmitglieder?
    • Ausdrucklich nur für Mitglieder
    • evtl. Sponsoren suchen.
    • zukünftliche fragen klären
    • zur punkt eins wer macht mit wer stellt was zur Verfügung
    • Verlage Weltweit anschreiben,
    • Forum Mitglieder befragen
    • kleiner kosten zuschuss für den Digitalisierer


    Bitte um Eure kritik.
    Was müsste man noch alles machen.


    Sind jetzt so nur mal meine erste Gedanken gewessen, sicherlich ist das alles nicht so leicht:
    Die Rechtsfragen zu klären, währe wahrscheinlich das "Aufwändigste", bedarf es schon am Anfang "die Sensibiliesierung".


    Was meint Ihr? ob es überhaupt sinn voll ist, dass Thema öffentlich zu erörtern?

  • Zitat

    Was meint Ihr? ob es überhaupt sinn voll ist, dass Thema öffentlich zu erörtern?


    Nach meiner Erfahrung: Eher nicht! Die Chancen die Genehmigung zur Veröffentlichung von Literatur zu erhalten, an der noch Rechte bestehen, geht gegen Null.
    Gruß
    Uli

    Sind in eurer Sammlung Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf? Tausche gegen gleiche Marke mit mindestens gleichwertigem Stempelabschlag plus "Dankeschön" oder fehlende Marken!


    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum:  Ulis Flohmarkt

  • Was ich für möglich halten würde (und was schon sehr hilfreich sein könnte...) ist das man die ArGe's anspricht ob sie ihre Mitteilungsblätter (zumindest teilweise...) für eine digitale Bibliothek freigeben würden.


    Wie hier:


    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Was Urheberrecht aus England angeht.


    50 Jahre ab der Veröffentlichung.


    Manche Englischer Popstars erfahren heut zu ihren Lebzeiten wie sie auf das Urheberrecht verzichten mussen. Davon bis jetzt betroffen Beatles, Rolling Stones und der Sänger Cliff Richard.


    mfG


    Nigel

  • Hallo,


    ich habe Eure Kommentare mit Freude gelesen und habe mich besonders über die Angebote für die Mitarbeit gefreut. Zur rechtlichen Seite kann ich aus eigener Erfahrung leider keine detaillierten Antworten geben. Daher ist es gut wenn man jemanden kennt der jemanden kennt. Also habe ich heute morgen ein ca 45 minütiges Telefonat mit einem Fachanwalt für Verlags- und Autorenrecht geführt. Da sich diese Person in meinem erweiterten Bekanntenkreis befindet, bekomme ich von dieser Person in den nächsten Wochen eine für Laien verständliche Ausführung was man darf, was nicht und wie man sowas anstellen kann.


    In dem oben genannten Telefonat wurde mir auch schon mal gleich die Frage des rechtlichen gestellt. Also als Privatperson habe ich hiermit mit sehr grossen Schwierigkeiten zu rechnen. Anders wird es aussehen, wenn man einen gemeinnützigen Verein gründen würde. Was ich auch für sinnvoll erachte. Persönlich möchte ich keinen Gewinn aus einer solchen Aktion ziehen, naja sagen wir mal keinen finanziellen Gewinn, denn durch das Lesen der Literatur habe ich ja einen geistigen Gewinn.


    Zur aufgeworfenen Frage der Finanzierung möchte ich folgendes anmerken: Die Finanzierung sollte sich hauptsächlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanzieren. Sollte der Verein Überschüsse erwirtschaften, sollten diese in die Förderung des Nachwuchses als auch der ArGeN gehen. Auch sollte jeder, egal welcher philatelistischen Konfession er auch angehören möge, Zugang zu dieser Bibliothek erhalten können. So könnte ich mir vorstellen dass es verschiedene Mitgliedsstufen geben könnte, einmalige Benutzungen, Dauermitgliedschaften et cetera. Auch sollten Sachspenden, sprich Literatur, eine temporäre Mitgliedschaft beinhalten.


    Was den Faktor laufende Kosten angeht, so halten sich diese in Grenzen des Überschaubaren. Da sich diese auf die Nutzung des Webspaces und der geeigneten Software beschränken dürften. Vielleicht würde irgendwann auch die Anstellung eines/r Bibliothekars/in mit sich bringen, was jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nur eine Überlegung darstellt.


    Die Idee mit den ArGeN halte ich persönlich äußerst sinnvoll, da wir hier mit Sicherheit eine grosse als auch positive Resonanz bekommen werden.


    Und nun freue ich mich auf Eure weiteren Vorschläge!!!

  • wenn man einen verein diesbezüglich gründen würde , denke ich mal das jeder bereit ist auch einen kleinen umkosten beitrag dazu zusteuern sagen wir mal 3 euro monatlich ( nur nen beispiel),


    diese mitglieder haben dann zugang zu der biblothek.


    was an überschuss erwitschaftet wird kann auch genommen werden um neue lit. zu kaufen oder sich welche auszuleihen.



    also 2 mitglieder haste schonmal von meiner seite aus :)
    wenne hilfe brauchst bin gern bereit dafür

  • Zitat

    Original von Lacplesis


    Als was würdest Du eine Online-Bibliothek denn sonst bezeichnen?


    Vielleicht habe ich mich krumm ausgedrückt. Genau das wollte ich sagen. Kopie in der stillen Kammer ( und vielleicht am Tauschtag unter dem Tisch ) ist okay. Aber im Web :oneien: Böse Angriffsfläche für Anwälte aller Art - Finger weg davon ! :)

  • Dazu habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, z.B.: dass man das Buch Handbuch der Entwertungen von Österreich und Lombardei-Venetien auf den Briefmarken-Ausgaben 1850 bis 1864 von Edwin Müller digitalisiert oder andere schon längst vergriffene und teure Literatur digitalisiert.

  • Ist schon teilweise oben, hier zusammenfassend:
    1. Autorenrechte gelten 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers; daneben gibt es andere Regelungen z.B. für anonyme Werke, gemeinschaftliche Werke usw., wo meist 70 Jahre nach dem Erscheinen gilt
    2. alles was Du scannst oder kopierst für Dich und es bleibt in der Schublade bei Dir liegen, ist OK; alles, was Dein Haus unmontrolliert verläßt ist Urheberechtsverletzung
    3. Das heißt, auch alles im Web, egal ob nur für Mitglieder oder nur nichtkommerzionell
    4. Das ginge nur wenn Du die Rechte dazu vom Verlag bekommst, die bekommst Du aber nicht (oder Du hast nicht Geld in der Tasche :-))
    Weil es dort eine große Rolle spielt, würde ich bei der Wikipedia nachschauen: und dort weitere Links, man kann da auch fragen. Jan

    Jan
    mit Grüßen aus Monte de la Croce (das ist ein bekannter Stadtteil in Berlin)
    Gebiete: GB / Tschechoslowakei / Kolonien (alles: eher älter)