Meine Fragen

  • Zumindest in Deutschland ist das so. Es gibt nicht wenige Sammler, die eine wellengestempelte Briefmarke gar nicht in Ihre Sammlung aufnehmen, mindestens aber sofort austauschen, wenn Sie eine rundgestempelte Marke in Händen halten.


    Eine der Gründe dafür ist, dass auf den Rundstempeln Ort und Datum des Umlaufs der Briefmarke abgelesen werden kann.

  • sofern sie den Originalgummi ( wird so gekennzeicnet **) haben sind mehr Wert, bis auf Ausnahmen ( dazu gleich ), Wertmindernd sind: Gummi nicht vollständig erhalten, Reste von Klebefalzen, entfernte Klebefalze ( wird so gekennzeichnet *), Flecken und andere Makel


    bei älteren Marken werden diese Mängel toleriert - Marken neuren Datums sind oftmals wertlos




    Nun zu den Ausnahmen. In geschichtliche Perioden, in denen Marken schnell ungültig wurden, Krieg, Inflation, Revolution, Gebietsanschlüsse- oder Abtritte, kommt es vor, dass gestempelte ( sofern das Datum und manchmal auch der Ort eindeutig identifizierbar ist )bedeutend seltener und somit mehr Wert sind


    Ich hoffe das war nicht zu viel Fach-Chinesisch ;)

  • Also,
    habe jetzt bald vor mir einen Katalog zuzulegen, damit ich meine Sammlung den Nummern entsprechend in meinem Album sortieren kann und sehen kann, welche mir noch alle so fehlen :)


    Jetzt weiß ich aber nicht, ob ich mir Kataloge von Michel oder doch lieber von Philex kaufen sollte.
    Was ist da besser? Gibt es Unterschiede?


    Ich bin sicher, dass ihr mir weiterhelfen könnt ;)

  • Hallo Ich,


    Michel ist auf jeden Fall eher zu empfehlen, da er ausführlicher ist und sich alle Welt danach richtet. Der Philex ist eher etwas für blutige Anfänger, wenn es wirklich nur darum geht zu schauen welche Marken (Bild) es gibt, was man hat Ein Michel wäre daher eine Investition in die Zukunft, muss ja auch nicht der neueste sein; ein gebrauchter für kleines Geld tut es für den Anfang allemal.


    Je nachdem was du sammelst bietet sich irgendwann oder auch gleich ein Michel Spezial für Deutschland an.

  • ich würde dir auch einen michel empfehlen!!


    wenn du hier ein paar beiträge liest, wirst du immer feststellen, das von michelnummer soundso geredet wird! das ist ja eigentlich schon ein deutliches zeichen was eher standart ist!

    Ich bin immer auf der Suche nach Tauschpartnern. Schaut euch doch mal meine Fehl- und Dublettenlisten an, vielleicht ist ja was dabei!


    Bei BRD: 90% von dem, was nicht in der Fehlliste auftaucht, habe ich mehrfach. Falls Interesse, einfach melden!

  • Hmm, Thema ist schon ein wenig alt, aber sicher immer wieder gut :)


    Ja, der Michel ist das Standardwerk in der Philatelie. Nur schade, dass einige Bewertungen nicht ganz nachzuvollziehen sind und die immer wieder mal Fehler einbauen - vor allem auf der mitgelieferten CD. Man müßte ja denken, dass Katalog und Datenbank (auf CD) die gleiche Quelle haben, dem aber ist nicht so. Da können 0,80 € schon mal eben zu 8 € werden, kein Scherz.


    Und wo wir bei Scherzen sind... Michel hatte ja mal vor einigen Jahren radikal alle Werte runtergesetzt, weil es üblich war, dass Händler nur 50% des Katalogpreises kassiert haben (und das war ja dann immer noch teuer).


    Doch was nutzt das, wenn nun immer noch die Preise nicht stimmen - und zwar nicht nur ein bisschen... bei eBay bekommt man Jahrgänge ab 10% des Katalogs! Ausnahmen bilden natürlich die wenigen teuren Marken, aber ansonsten: echt ein Scherz. Ein Katalog sollte doch eigentlich schon in etwa den Marktwert angeben oder?



    Nach einem kleinen Absatz noch mal zu den Wellenstempeln. Der Michelkatalog regelt klar, für welche Art von Stempel die abgebildeten Preise sind. In der Regel muss der Ort und auch das komplette Datum sichtbar sein. Das ist das Mass der Dinge, da brauchen wir über Wellenstempel gar nicht streiten :)


    Warum das Datum wichtig ist? Nun... im Laufe der Zeit wurden immer wieder mal Marken "frankaturungültig". Wer nach dem Ablauf dieses Zeitraums die Marken noch zum Frankieren benutzt hat (und wenn sie dann abgestempelt wurden), hat eine ungültige Abstempelung produziert. Und also nachzuvollziehen, ob der Stempel auf der entsprechenden Marke also überhaupt gültig ist, muss man das Jahr erkennen können.


    Das ist natürlich nur EIN Grund, aber es ist DER Grund, aus dem ich Marken ohne erkennbares Datum sofort in den Müll befördere. Ich akzeptiere es zur Zeit noch, wenn zumindest die Jahresangabe zu lesen ist, aber eigentlich reicht das Jahr nicht aus, denn Marken mit DM-Währung wurden zum 30.06.2002 frankaturungültig, also braucht man eigentlich doch auch den Tag und den Monat.


    Ok, hoffe, ich hab euch nicht zu sehr genervt :)

  • Zitat

    Original von Hajo
    ... Michel hatte ja mal vor einigen Jahren radikal alle Werte runtergesetzt, weil es üblich war, dass Händler nur 50% des Katalogpreises kassiert haben (und das war ja dann immer noch teuer).


    Doch was nutzt das, wenn nun immer noch die Preise nicht stimmen - und zwar nicht nur ein bisschen... bei eBay bekommt man Jahrgänge ab 10% des Katalogs! Ausnahmen bilden natürlich die wenigen teuren Marken, aber ansonsten: echt ein Scherz. Ein Katalog sollte doch eigentlich schon in etwa den Marktwert angeben oder?


    Mit der radikalen Abwertung der MICHEL-Katalognotierungen ist aber nicht die Währungsumstellung von DM auf Euro 2002 gemeint, oder? Sicher reflektieren die Katalogangaben keine realen Handelspreise, aber wem wäre mit marktnahen, niedrigeren Katalogwerten wirlich geholfen? Nominal würden Händlerbestände und Sammlungen im Wert fallen, ohne dass sich an den realen Handelspreisen etwas verändert hätte.


    Das würde sicher mehr Unruhe in die Händler- und Sammlerschaft bringen als Nutzen. Was eine Marke/Sammlung wirklich wert ist, zeigt sich eben erst beim Verkauf - egal wie hoch oder niedrig die Katalogbewertung steht. Erfahrene Philatelisten wissen, mit welchen Prozentsätzen bei unterschiedlichen Sammelgebieten und Zeitepochen ungefähr zu rechnen ist (bei einwandfreier Qualität). Das ist überall so, auch bei Gebrauchtwagen oder Immobilien haben Insider Informationsvorsprünge gegenüber Laien/frei verfügbaren Informationen.


    eBay ist auch nur ein Marktsegment, weshalb man den Erfahrungssatz 10 % Michel-Wert nicht ohne Weiteres auf den Gesamtmarkt übertragen kann. Bei eBay wird eher einfaches bis mittelpreisiges Material gehandelt, auch die Qualität ist höchst unterschiedlich. Spitzenware ist dort hingegen kaum zu finden, weil inzwischen fast jeder weiß, dass die Erlöse geringer sind als bei anderen Verkaufsalternativen (Saalauktionen, Händlerankauf ...).


    Zitat

    Original von Hajo
    Michelkatalog regelt klar, für welche Art von Stempel die abgebildeten Preise sind. In der Regel muss der Ort und auch das komplette Datum sichtbar sein. Das ist das Mass der Dinge, da brauchen wir über Wellenstempel gar nicht streiten :)


    Einwandfrei bestimmbare Stempel erfordern nicht unbedingt ein vollständig lesbaren Ort und ein eindeutig bestimmbares Datum. Beispielsweise genügt auch ein "...IN-ZEHLEND... 12.49. -18" um einen Schwarzaufdruck BERLIN als echt gestempelt zu identifizieren. Zentrisch abgeschlagene Rundstempel könnte man genauso gut als Gefälligkeitsstempel degradieren und nur schräg stehende Teilabschläge als echt gelaufene Bedarfsstempel ansehen.

  • Nein, ich meine natürlich nicht die Währungsumstellung :)


    Der Michel hat vor ein paar Jahren die Katalogpreise mindestens bei Bund und Berlin fast halbiert. Dies wurde damals auch in der Einleitung des Kataloges begründet, eben damit, dass das Gefälle zwischen Katalogwert und Verkaufswert zu groß ist.


    Heutzutage wirkt es so, als wenn es trotz dieser Anpassung die gleiche Situation gibt. Naja, mal ehrlich: es ist so - bei alten Marken sicherlich etwas weniger als bei neuen. Natürlich bekommt man den Glockensatz in einwandfreier Erhaltung nicht für 20% Katalogwert - aber bis auf die ersten Jahrgänge beim Bund bekommt man fast alles hinterhergeschmissen.


    Wem wäre bei realen Katalogwerten geholfen? Hmm, der Verkaufspreis würde sich dadurch sicherlich nicht ändern, aber jeder Sammler hätte eine mehr realistische Vorstellung über den Wert seiner Marken.


    Oder ich erklär's mal so... da kommt ein Freund zu Besuch, der keine Ahnung von Marken hat. Ich zeige ihm Teile meiner Sammlung und dazu den Katalog. Er schaut den Katalog durch und sieht die hohen Werte und fragt erstaunt: und das zahlt der Händler? Nein, muss ich erwidern, die meisten Marken bekommst Du für 20 % des Katalogpreises. Und er schaut mich an und fragt: welchen Sinn machen dann die Werte im Katalog, wenn sie eh nicht stimmen?


    Und damit hat er völlig recht. Wenn es nach mir ginge, müßten die Preise alle angepasst werden. Es ist doch nur so, dass wir Philatelisten uns damit abgefunden haben, dass die Michel-Werte eine reine Lüge sind. Wir leben mit dieser Lüge tagtäglich. Klar: dass die Werte nicht 1:1 stimmen können und müssen, darüber brauchen wir nicht reden. Aber ein Unterschied von 80% zwischen Katalog- und Realwert ist heftig oder?


    Und wozu führt das? Es führt dazu, dass die Post es tatsächlich fertigbekommt, Jahrgang 1981 postfrisch vom Bund für 40 € zu verkaufen (siehe in einem anderen Thread hier im Forum). Und ich finde es nicht fair, dann zu sagen "tja, Pech gehabt, wenn man sich mit Marken nicht auskennt". Der Michel-Katalog ist ja nicht ein "Buch für Profis", sondern ein Buch für jedermann.


    Ja, es würde Unruhe bringen. Das ist wohl einer der Gründe, warum die Preise eben nicht fallen. Wir wollen uns weiter einbilden, dass irgendwer 5 Euro für "EXPO 2000, selbstklebend, gestempelt" bezahlt, richtig?


    Es ist falsch, dass bei eBay ein "einfaches bis mittelpreisiges Material" gehandelt wird, sowas von falsch. Meine Ware, die ich da kaufe, ist immer nahezu perfekt. Natürlich gibt es dort auch mal was qualitativ nicht so gutes, aber dann kaufe ich einen Jahrgang eben fünf-fach und komme immer noch preiswerter bei weg - wie gesagt, wir reden jetzt mal nicht von den teuren Marken.


    Noch etwas zum Abschluss. Letztes Jahr meinte meine Briefmarkenhändlerin (und es ist eine renommierte Händlerin), dass man kaum noch an Michel Nummer 2236 postfrisch rankommt. Dazu meinte ich, dass die bei eBay in Massen verkauft werden und bot ihr an, ein paar zu kaufen.


    Nur eine Woche später stand ich mit 10 5'er-Streifen im Laden - und weil sie immer moderate Preise für mich hat, habe ich sie zum gleichen Preis an sie weitergegeben, den ich bei eBay bezahlt habe.


    Was ich damit sagen möchte: wer als Händler sich nicht mit eBay beschäftigt, ist klar im Nachteil. eBay ist schon mehr als nur ein Segment mittlerweile.

  • Recht hast du das ebay mehr als ein Marktsegment ist, aber hast du nicht in einen anderen Thrat geschrieben das du nichts weg wirfst sondern in deine Dubletten Alben legst???????


    Und klar ist der Michel immer höher im Preis, aber eben wie schon geschrieben wenn der Marktführende Katalog auf einmal alle Preise um 50% rerduzieren würde, was würde geschehen, das Thema Briefmarken sammeln würde noch mewhr aussterben, und da bin ich mir sehr sicher!


    MFG

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • @ Kramix ... hmm... es fällt mir schwer, die Wertigkeit Deiner Aussage zu deuten :) Vielleicht hilfst Du mir etwas :)


    @ mtcyrus: Marken, auf denen nicht zumindest das Jahr erkennbar ist, kommen ausnahmslos in die Tonne. In Dublettensammlung I (auf Steckkarten in einem Karteikasten) kommen alle Dubletten, auf denen nur der Rundstempel ist ohne Reste von anderen Stempeln (es gibt Marken, denen ich eine Ausnahmegenehmigung erteile :)). Die Dublettensammlung II ist dann nur noch in Tütchen nach Jahren sortiert.


    Also was in der Dublettensammlung II drin ist, würde sich mit Sicherheit niemand von euch in Album legen, zumal diese Marken ja schon in der Dublettensammlung I entsprechen häufig vertreten sind. Man hat ja auch nicht unbeschränkt Platz.


    Ja, ein "offizieller Preisverfall" würde sicherlich einige Sammler entmutigen - vielleicht aber dafür andere anziehen (weil das Hobby dann "preiswerter" und transparenter wäre).


    Hmm. Also ich sammle nicht des Wertes wegen. Auch wenn die Preise sinken, werde ich nicht verkaufen oder besser: erst recht nicht. Ich finde es eher entmutigend, zu wissen, dass meine Marken nicht annähernd das Wert sind, was im Katalog steht - aber das ist vermutlich bei fast allen Arten von Katalogen so, nicht nur bei Briefmarken.


    Darf ich aber mal ein Beispiel zeige, dass es auch anders geht?


    Ich bin Webmaster von samplerinfos.de (sorry für die Fremdwerbung). Ich katalogisiere auf der Seite alle möglichen CD-Samplerserien, von ganz alt bis ganz neu. Über ein Script analysiere ich die Verkaufswerte von eBay - und kann dadurch den echten Marktwert für die CDs angeben. Vielleicht mal reinschauen (einfach auf eine Serie gehen und dann die Spalte ganz rechts). Man kann also "auf dieser Welt" realistische Marktpreise ermitteln. Aber es ist natürlich immer eine Frage, ob man das will :p


    Bevor jetzt einige aufschreien: nein, CDs lassen sich natürlich nicht mit Briefmarken vergleichen.

  • Ein Preisverfall würde dem Händler keine größere Spanne einräumen.
    Mal angenommen:
    Wenn heute eine Marke mit 100 Michel steht,
    nimmt der Händler sich 80 % davon
    Wenn morgen eine Marke mit 50% steht,
    nimmt der Händler sich halt 80% davon.


    Wo ist der Unterschied?


    Den Wert einer Marke zu beurteilen ist schwer und sollte Profis
    überlassen werden. Da geht es nach Nachfrage, Auktionserlösen,
    Ebay, Erfahrungen ... aber da um eine 0,80 - 8 Euro Marke zu
    feilschen, ich weiß nich ... sicher kommen bei genügend Stücken auch
    erklekliche Summen zusammen, alles in allem bringen die jedoch kaum
    was. Lieber ne Anschaffung für die man sich selber sonst wohin beissen
    könnte, als tausend kleine Bisswunden ...
    Soweit meine Meinung. Wenns da ans Eingemachte geht, kann ich nur
    drüber grinsen. Der Kenner zahlt und genießt, als ob er sich um
    Katalognotierungen einen Kopp macht.
    Denn das ist dem Idealisten vorbehalten: Freude an der Sache !!!
    Augen zu und durch ................................

  • Die 80 cent - 8 € waren auf was ganz anderes bezogen, ich erläutere es nochmal.


    Im Michel-Katalog ist eine CD mit dabei. Diese enthält Markenabbildungen und Katalogwerte. Sie ist eine Art Ergänzung zum Katalog, so dass man da auch die Anzahl der Marken eintragen kann für sich auf dem PC.


    Diese Datenbank hat aber FEHLER. Bei einer Marke, die im Katalog mit 80 Cent steht, steht auf CD 8 Euro. Das meinte ich.



    Richtig: wenn die Katalogpreise sinken würde, würden wir nicht weniger bezahlen, da stimme ich voll zu. Aber die Preise wären dann realistischer. Das ist der Unterschied.


    Die Frage ist: wer legt den Wert einer Marke fest? Und wie oft wird der Wert korrigiert? OK, ob der Glockensatz nun 220 € steht oder 240 € - man wird ihn nicht für 30 € kaufen können :) Aber einen ganzen Jahrgang mit 60 € anzugeben, den ich bei eBay dann für 6 € kaufen kann (und das mache ich zur Zeit ständig, weil ich nämlich die 70er und 80er Jahre für Bund kaufe), das ist einfach nicht richtig.


    Klar: ein Jahrgang muss preiswerter sein als die Einzelmarken, Rabatte gibt es ja überall, aber dann muss halt bei der Jahresübersicht im Michel das entsprechend berücksichtigt werden, keine Ahnung. Ich mag einfach diese Augenwischerei nicht :(


    Abschliessend stimme ich wieder mit dir überein: solange wir für uns wissen, was die Marken wert sind und uns über unsere eigene Sammlung freuen, ist die Welt in Ordnung.


    Das heisst aber nicht, dass man sie nicht noch ein bisschen besser machen kann :p

  • Hajo


    soll nichts anderes heissen, dass ich deinen Ausführungen bzgl. Michel Preisbewertungen 100 %-tig zustimme. Deshalb !!! ( 3 Ausrufzeichen )


    Kramix

  • Super wie Du das formulierst hast. Ist genau so wie ich es auch sehe, nur hätte ich das nicht so verständlich auf die Reihe gebracht, wie Du es formulierst.


    Auf meiner ersten Briefmarkenbörse in Sindelfingen habe ich mir eine gesuchte 1969 Concorde Briefmarke gekauft. Ich habe mir von Kauli sagen lassen, dass Sie 38 Euro laut Katalog Wert ist. Die Marke war aber mit
    67 CHF angeschrieben. Ok...38 Euro sind ungefähr 57 CHF !!



    Zuerst mal locker durch die Hose atmen........ denn es 117% vom Katalogpreis. Und jetzt.....Katalog hervornehmen und Ihm vorrechnen 57 CHF (nicht vergessen... ich habe vielleicht noch andere Menschen die hinter mir stehen..... ) 57 CHF 10% 5.70 CHF X 2 =11.40 CHF bin grosszügig also x4 = 22.80 CHF.


    Ich bin mit Alfredolino an der Messe gewesen.


    Nehmen wir den Fall an; Alfredolino möchte die Concorde Briefmarke Marke auch.


    Alfredolino hat eine Ahnung von Philatelie und eine grosse Erfahrung und lässt sich nicht verarschen.....er lässt sein Wissen und Erfahrung spielen und klärt den Verkäufer auf, dass er Mondpreise hat und das seine Preisvorstellung absurd sei......


    Concordus möchte die Concorde Briefmarke auch.


    Concordus hat keine Ahnung von Philatelie und Erfahrung fast keine. Ich schaue mir das traumhafte edle Stück an und stelle mir schon vor..... wie das edle Stück in meinem Album sonnt. Ich überlege mir, ist es die Freude wert für diese edle Concorde Briefmarke 67 CHF
    zu zahlen oder nicht.


    Tatsache ist doch, dass es völlig egal ist, beim Erwerb von käuflichen Briefmarken, ob ich Experte oder Laie bin, der sich die Euronen aus der Tasche ziehen lässt.


    Tatsache ist, dass die Concorde Briefmarke 67 CHF kostet, egal was Michel, Experten meinen.


    Sindelfingen; (echte Story) ich bin am Stand und blättere mit glasigen Augen im Concorde Ordner....Krass [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/18/1146508618.gif] doppel Bingo. [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/18/1166268245.gif]...Puls steigt überschallmässig in die Höhe ......Concorde Briefmarke mit zwei Concordepiloten drauf.......neben mir stand schon ein Typ... [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/9/1151756240.gif]. und blinzelte immer mal wieder in den Ordner wo ich blätterte.....sofort Frage an Händler....was kostet die....
    26 Euro....einwenig viel [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/9/1151755761.gif] für eine Motiv Briefmarke..meine Antwort....die Reaktion des Händler, er schaut zu meinem Feind [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/9/1152124807.gif] neben mir und fragt ob er helfen kann........


    Also 26 Euro auf den Tisch.. oder der Typ neben an nimmt sie. Und der sah kampfbereit aus.... [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/9/1144655479.gif]


    Mit fliegerischen Grüssen Thomas :concorde:

  • Ich schieße mich dem Unverständniss über die Michelpreise größtenteils auch an.


    Angefangen zu sammeln hab ich als 9jähriger, damals haben mich mehr die Motive gereizt und der Wert war mir egal. Damals hätte ich, wenn jemand gesagt hätte "Die Marke kostet 2 DM" das auch bezahlt, wenn mir die Marke gefallen hätte, auch wenn im Katalog nur 50 Pf angegeben waren.


    Meine Sammelleidenschaft ließ dann aber wieder nach und nun habe ich eine Sammlung geerbt.


    Voller Eifer hab ich mir gleich nen Michel zugelegt und angefangen meine Schätze näher zu betrachten.


    Große Reichtümer hab ich nie erwartet, umso größer war die freude als ich dann 3 Marken entdeckte, die als Satz mit 150,- € angegeben waren. Als ich dann bei ebay die selben Marken für gut 40,- € über den virtuellen Ladentisch gehen sah war die Enttäuschung groß und das Interesse an den Marken sank deutlich.


    Ich glaube so wie mir gehts vielen Neu- und Jungsammler.


    Die alten Hasen im Geschäft wissen was sie von den Bewertungen halten sollen und was ihre Marken wirklich wert sind. Aber Neulinge sind auf diese Bewertungen angewiesen und müssen sich auch irgendwie daran orientieren.


    Vielleicht wäre es besser man würde nicht von Euros sondern nur von Punkten reden, damit mal den Vergleich zu anderen Marken hat. (z.B. Marke x = 5 Punkte, Marke y = 50 Punkte d.h. Marke y ist 10 mal soviel Wert wie Marke x) ....ist nur so ne Idee von einem "unwissenden" :-)


    Viele Grüße
    Thomas

  • Marken nach Punkten zu bewerten ist schon mehrere Male gemacht worden. Häufig in der Spezial-Literatur wobei es als Anhaltspunkt für den Spezi dient. In der Fachliteratur hat es sich bewährt. ;)


    Katalogpreise sind aber nur als Richtlinien zu betrachten.


    Was soll denn meinetwegen 5 Punkte Wert sein, sind das nunmahl 5ct., 5 Bananen, 5 Kamele, Euronen, Pfund US Dollar. Für den Neusammler bedeutet dies ein Gefahr über den Tisch gezogen zu werden. Und was ist einem zu viel? Jeder ist anders bemittelt. Händler könnten womöglich ein Punktsystem ausnutzen. Preise versteht jeder, ist es ihm/ihr zu viel zahlt er/sie nicht. Auch für den Laien ist ein Anhaltspunkt da. :jaok:


    Die Katalogpreise mit den in etwa Handelsüblichen Preisen im Einklang zu bringen wurde den Markt nur Schaden zu richten.
    Denn als bald dies geschehen war, gedenkt keine den vollen Preis zu bezahlen. Er/sie will nur zu höchstens 50% Michel bezahlen, weil er/sie es gewohnt ist, X( obwohl die Preise/Bewertungen im Einklang stehen.


    Die Mehrzahl hier im Forum hat Spaß am Sammeln, dabei ist der Wert der Marken an zweiter Stelle. Manche haben das Glück wertvolle Marken schon zu besitzen. Anders ergeht es dem Sammler :schade: der durch den Unterschied Bewertung/Handelpreis seine/ihre Sammlung womöglich als Geldanlage :kapieren:betrachtet. :oneien: Für diese gibt es einen Satz. Wenn du €1 000 Euronen hast kauf eine Marke dafür und nicht gleich
    1 000 zu €1. Dann hast du deine Geldanlage. :wow:



    mfG


    Nigel