Safe Arrival Card

  • Ich habe mir gedacht, als eigenen Beitrag zur "qualitätsoffensive" fummele ich bei diesem Beitrag mal alle Umlaute manuell rein. Zur Erinnerung: Ich habe die nicht bei mir auf dem Keyboard und mit dem Einfügen von Sonderzeichen dauert es immer endlos einen Beitrag zu verfassen.


    Unten zeige ich eine sogenannt "safe arrival card" (Benachrichtigungskarte über sichere Ankunft). Nach dem Kriegseintritt der USA in den ersten Weltkrieg wurden in immer grösserer Zahl Soldaten an den westlichen Kriegsschauplatz verschifft, nachdem die USA zunächst einmal eine Armee aus dem Boden stampfen musste.


    Die Überfahrt war mit einer grossen Nervenanspannung verbunden, sowohl bei den Soldaten als auch bei deren Angehörigen wegen der gefürchteten deutschen U-Boote. Über das Datum der Einschiffung, die Routen und die Bestimmungshäfen (in Frankreich oder England) war die grösste Geheimhaltung verhängt (wegen der U-Boot Gefahr) und es gab im Vorfeld der Einschiffung eine Postsperre. Man überlegte sich daher, da die Soldaten ein grosses Interesse daran hatten ihre Angehörigen so schnell wie möglich zu informieren und zu beruhigen, das System der "safe arrival cards." Die Soldaten schrieben noch vor der Einschiffung Nachrichten an ihre Angehörigen mit der Information, dass sie sicher angekommen seien. Diese Karten wurden (feld-)postalisch bearbeitet ggf. zensiert, für schnellstmögliche Zustellung nach Bestimmungsorten vorsortiert und der regulären Post übergeben, sobald per Kabel aus Europa, die Nachricht der sicheren Ankunft des Transportes eintraf.


    Zumeist verwendeten die Soldaten für diese Karten Vordrucke, die von verschiedenen Organisationen der Truppenbetreuung kostenlos verteilt und zur Verfügung gestellt wurden. In diesem Falle stammt die Karte vom American Red Cross. Diese Karten sind nicht wirklich selten, aber, so hoffe ich, interessant genug, um hier einmal zur allgemeinen Information gezeigt zu werden.


    Der Stempel ist (natürlich--wie soll es bei mir anders sein) ein Maschinenstempel der Feldpost, der sogenannte "Hoboken Eagle". Zu diesem Stempel gibt es alleine viel zu berichten, aber das wäre Stoff für einen ganzen neuen Beitrag (dann ohne Umlaute ;))