DDR Dienstmarken

  • Hallo zusammen,
    bin kein Briefmarkensammler und habe hier viele Alben und Kartons voll mit Briefmarken aller erdenklichen Ländern. Ich möchte mit drei von den DDR-Marken anfangen und für die abgebildeten zunächst mal den erreichbaren Marktwert erfahren. Für Eure Hilfe und Interesse vorab vielen Dank.
    Oben soll Mi.Nr. 39 mit entdecktem Plattenfehler
    "Äußerer Achsenknopf links oben und unten offen" darstellen.
    Unten links soll Nr. 11 im 4er Block Luxus ** darstellen.
    Rechts davon Nr. 3 D3 mit Überdruck "ZKD 4 a" postfrisch und ungezähnt darstellen.
    Die Beschreibungen waren fast unleserlich auf beiliegenden Zettel handschriftlich dabei und ich hoffe dass ich das nichts falsches schreibe.


    Danke Euch


    didi

  • Hallo Didi,
    Dienstmarken DDR sind so ein Ding für sich. Die sind nicht so einfach zu unterscheiden. Zudem ist Dein Scan nicht ganz so gut (verschwommen).
    Wenn die Angaben stimmen dann gelten folgende Katalogwerte Michel 2004 Spezial:
    39 mit Druckvermerk postfrisch 8,00 EUR
    39 Einzelmarke postfrisch 0,70 EUR
    11 Einzelmarke postfrisch 12,00 EUR bei Wasserzeichen XI
    8,00 EUR bei Wasserzeichen XII
    Die 11 ist auf jeden Fall ein Orginal. Zu erkennen an den Schutzlinien unter dem Druckvermerk. Leider ist der Druckvermerk nicht komplett :(.
    Mit Druckvermerk kommen bei 11 WzXI postfrisch 90,00 EUR und bei WzXII 70,00 EUR zusammen.
    Für die MiNr.3 mit Eindruck ZKD4a ist kein Preis angegeben. Sie wurde lt. Katolog Michel 2004 Spezial für beanstandete, neu verpackte Sendungen als Ersatzmarke ohne Frankaturkraft verwendet. Der Preis für die Orgianmarke postfrisch liegt bei 3,00 EUR gewöhnliches Papier (wirkt grau) und 2,40 bei gestrichenem Papier (wirkt weiß).
    Es handelt sich hier nur um Katalogpreise :(. Eine Beobachtung am Markt sollte Dir eine realistischen Preisvorstellung geben :jaok:. In der Regel sind bei optimisischer Betrachtung :P bis zu 30% des Katalogwertes möglich. :unsicher: Hängt aber auch von den Käufern ab. Es kann Dir also durchaus passieren das jeweils ein Teil bei Ebay für 1,00 EUR weggeht.
    Gruss Totalo-Flauti.

  • Hallo und danke Totalo-Flauti,


    warum werden dann Briefmarken gesammelt, bestimmt nicht wegen Wertverlust. Sorry, verstehe ich nicht ganz. Ich habe leider nur alte Michel Jahrgänge gefunden. Aber trotzdem.
    MI. Nr. 11 im 4er Böock Luxus ** soll lt. Michel 80 DM wert sein.
    MI. Nr. 39 mit dem Plattenfehler wurde für 100 DM gekauft.
    ZKD 4 a ungezähnt soll lt. Michel 450 - 500 DM bringen.
    Verstehe deshalb nicht, dass dies in € Verluste bringen soll.


    Auch habe ich die Kisten weiterhin durchstöbert und angefangen zu sortiern, soweit dazu in der Lage.
    Es sind jede Menge Kisten mit Deutschland; Drittes Reich; Deutsche Kolonien, DDR, Russland, Tschenien und andere verschiedene Länder von Serbien bis Arabian und einige weiß ich gar nicht was für ein Land das sein soll. Auch sind noch verpackte Mehrwertpakete von Fetzer da, sowie DDR-Telefonkarten, Erststagsblätter und Postkarten. Wo sind da die meisten Werte. Alles zum Briefmarkenlädchen bringen halte ich für sehr zeitaufwendig. Was ist denn rar und soll gesammelt werden.


    Mal sehen waqs sich noch findet.


    Gruss
    Didi

  • Ja, das ist nun mal die Crux bei Sammlungen, die man erhalten, geschenkt oder vererbt bekommen hat.
    Man nimmt sich einen Katalog, dazu einen Taschenrechner und kommt auf eine Summe, die locker den Kauf eines neuen Autos oder eines schönen Urlaubs ermöglicht. Denkste!!!
    Ganz klar, Katalogpreise sind keine Echtpreise, sie dienen m.A. nur zum Vergleich des Wertes einzelner Marken zueinander. Wie immer bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, nicht anders wie an der Börse. Für einen guten Satz in bester Erhaltung mag man 40 % des MI-KW erhalten, einzelne Marken können aber dann deutlich darüber oder darunter liegen. Standardwerte mit 20 % vom Michel-Wert zu verkaufen, ist fast schon ein Glücksfall. Diesen " Verkaufswahn " hatte ich auch mal, heute bin ich sozusagen davon kuriert. Lieber sammeln, weil es mir Spass macht, die monetäre Seite völlig ausser Acht lassen ( was nicht heisst, dass man einzelne hochwertige Stücke durchaus mal auf Auktionen oder bei Online-Verkäufern anbieten kann). Ich kenne aber keinen Briefmarkensammler, der durch sein Hobby richtig vermögend geworden ist ( Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel ), aber ich kenne viele Sammler, die sich für kein Geld der Welt von Ihrer mühsam aufgebauten Sammlung trennen würden. Beispiel: Eher lässt sich Concordus scheiden, als Seine Concorde-Philatelie aufzugeben ( er möge mir dieses Beispiel verzeihen ), eher zieht shqip von Berlin nach Bayern, bevor Sie Ihre Vorliebe für Albanien aufgibt.
    Gruss
    Quaxx

  • Hallo Didi,


    Ich kann Quaxx nur zustimmen.


    Dienstmarke 11 Einzelwert max. 12,00 EUR mal 4 gleich 48 EUR gleich 93,88 DM. Du siehst, hier liegt eine Preissteigerung im Katalog vor.


    Trotzdem werden Angebot und vor allem die Nachfrage den Preis bestimmen. Schau bei Ebay rein. Hier werden entsprechende reale Preise erzielt, die möglich sind. Gesuchte Stücke sind schnell hochpreisig. Und bei nicht so gefragten Stücken bleiben sogar viele Verkäufer auf Ihren Marken Sitzen.


    Ich beobachte zum Beispiel seit ca. 2 Wochen die Preise für DR MiNr.8 gestempelt. Lt. Katalog für entsprechende Qualität 380,00 EUR. Die erzielten Preise im Durchschnitt 58,00 EUR. Wobei der Höchste (lt. Scan sehr schöne Marke) bei 149,00 EUR und der niedrigste bei knapp über 11,00 EUR (sehr schlechte Qualität, obere Zahnreihe fehlte komplett) lag. Und so wirst auch Du Deinen Preis finden, ob er Dir als Verkäufer gefällt oder nicht.


    Ich kaufe bei Ebay nur ein. Mein privates Limit liegt beim Bieten zu 90 - 95 % der von mir bebotenen Stücke bei 30 % des Katalogwertes. Entweder ich bekomme die Sachen, oder jemand anders hat ein höheres Limit. Thats life.


    Ich hoffe, Dir trotzdem nicht die Lust genommen zu haben. So sieht es aber aus.


    Ach ja, wenn die ZKD 3 mit Eindruck ZKD4a so wie von Dir beschrieben steht, würde ich diese eh nur über ein Auktionshaus veräußern. Die haben einfach bessere Möglichkeiten sowas zu presentieren. Sind auch selber an einen hohen Erlös (Provisionen) interessiert.


    Mit besten Sammlergrüßen Totalo-Flauti.

  • Quaxx


    zum Glück brauche ich zwischen Bayern und Albanien nicht entscheiden


    Didi


    Die Michelbewertungen sind nie reale Verkaufswerte, aber ich pflichte meinen Vorschreibern bei, dass Angebot und Nachfrage den realen Wert der Marken bestimmen.


    Da habe ich z.B. bei Ebay schon die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. So wurden mitunter ältere Marken der Sowjetunion ( und einiger anderer Länder ) bis 50 % und mehr vom Michel beboten, währenddem ich für ganz neue, postfrische Marken z.B. aus der CSSR, die ich doppelt habe, noch nicht mal den am Schalter ( Hauptpostamt Prag ) gezahlten Kaufpreis erhalte [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/45/1145012328.gif]


    Gruss Shqip :rolleyes:

  • Hallo und danke zunächst,
    nachdem ich die erste Nacht mit Briefmarkensortieren verbracht bitte noch folgendes:
    Welche Auktionshäuser sind ok?
    Wie soll/kann ich all die Vielzahl von Marken und Ersttagsblätter sowie Postkarten bewerte? Das ist mindest eine Umzugskiste voll.
    Wie soll ich sortieren? Nach Länder habe ich mal angefangen.
    Welche Kataloge muss man haben?


    Und da sind mir noch die "Raritäten" in den Kisten aufgefallen.


    Malakote Witu-Schutzgebiet zweimal
    Alexanderstadt Mi. Nr. 12 Y** ungepfrüft und ohne Obligo


    und zweites Bild mit einem originalgetreuen Nachdruck des klp. Bogens zu 20 Werten vom Sachsen-Dreier.
    und Bund-ATM Vorlagestücke mit "Muster-Stempel".


    Sind die auch für ein seriöses Auktionshaushaus?


    Grüsse


    Didi

  • Zitat

    Original von Totalo-Flauti
    Ach ja, wenn die ZKD 3 mit Eindruck ZKD4a so wie von Dir beschrieben steht, würde ich diese eh nur über ein Auktionshaus veräußern. Die haben einfach bessere Möglichkeiten sowas zu presentieren. Sind auch selber an einen hohen Erlös (Provisionen) interessiert.


    Da ich den Preis dieser Ausgabe nicht kenne, jedoch selber einige dieser Marken habe, würde mich einmal interessieren, wie die Preise angesetzt sind.
    Ich gehe eigentlich immer davon aus, wenn ich von einer Ausgabe gleich mehrere Exemplare habe, können die nicht soooo "wertvoll" sein. ;)

  • Hallo didi,


    du wirst dich wohl mal entscheiden müssen, ob du aus deines Opas Sammlung einen Beruf machst(keine abgeschlossenen Sammelgebiete, viele Lücken), Opas Sammlung weiterführst (die Freude an der Marke entdeckt) , oder verkaufst/versteigerst (teuere Einzelwerte, abgeschlossene Sammlung).


    Am besten, du besuchst mal eine Ausstellung/Messe, die Infos findest du auf den Seiten der Deutschen Post (Termine), oder beim BDPh Bund deutscher Philatelisten.


    Wenn du verkaufst, kannst du auf so Großveranstaltungen Kontakt zu mehreren Auktionshäusern aufnehmen und dir einen Überblick verschaffen. Ob deine Sammlung wirklich einen Wert darstellt, oder nur eine Ansammlung unzähliger unsortierter Postwertzeichen ist, wird sich dann schnell zeigen.


    Zeige die "Sammlung" aber auf jeden Fall mehreren Profis der Zunft.
    Aber ob unter 1000-enden Marken nun die blaue Mautitius versteckt ist, kann auch ein Profi nicht sagen.
    Das aufzuarbeiten ist dann deine Lebensaufgabe.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.


    Herzliche Grüße


    Herbie

  • citynord

    Zitat

    Ich gehe eigentlich immer davon aus, wenn ich von einer Ausgabe gleich mehrere Exemplare habe, können die nicht soooo "wertvoll" sein.


    Ich denke da hast Du recht citynord. :D
    Ich hab zu der Marke in meinem Spezial 2004 keinen Preis. Da kann ich mich nur drauf verlassen was Didi sagt.


    Didi

    Zitat

    und zweites Bild mit einem originalgetreuen Nachdruck des klp. Bogens zu 20 Werten vom Sachsen-Dreier.


    Den Nachdruck vom Sachsendreier wird Dir wohl kein Autionshaus verkaufen. Den kannst Du bei Ebay selber reinstellen.


    Ansonsten kann ich Dir den Rat von Herbie nur ans Herz legen. In Essen vom 03.Mai bis 05.Mai ist die nächste große Messe. Dort sind auch einige Auktionshäuser vertreten.


    Gruss Totalo-Flauti

  • Danke Euch Ihr seid nah dran mir die Weiterbeschäftigung an Briefmarken zu sichern :)
    Ich habe erstmal die Erstagsblätter und Postkarten sortiert, das war am wenigsten. Dann werde ich an die Exoten wie Tanzania etc gehen und dann kommt die DDR, Deutsches Reich; Deutsche Post Berlin und Deutsche Post. Denke das ist so ok.
    Auf einigen Auktionshäuser gibt es auch online Kataloge. Dies war mir ebenfalls sehr nützlich. So habe ich erfahren was die Marken Fünfjahresvertrag mit den durchgekreuzten Werten durchaus viel Geld wert sind.
    Abschliesend könnt ihr mir bitte noch sagen, was so ein Gutachten kostest und ob sich das lohnt.
    Reicht der Michel-Spezial und muss es der 2007 sein?


    Danke Euch und eine angenehme Woche


    Gruss


    Didi

  • Hallo Didi,


    hier noch ein interessanter Link für DDR 5-Jahresplan:


    Die Vergütung beträgt, wenn nichts anderes vereinbart wurde, bis zu 4% vom Katalogwert. Ich rate Dir vorher mit dem entsprechenden Prüfer Kontakt aufzunehmen. Die Kontaktaufnahme ist auch wichtig, damit du weißt, wie der Versand und die Rücksendung erfolgen soll. Frag danach. Bei teueren Werten kommt man um eine Prüfung nicht vorbei. Da steigt auch gleich der Marktwert.


    Ich selbst habe noch nie prüfen lassen, da ich bis jetzt noch nie verkauft habe. Ich kaufe nur. Meine Erben dürfen sich darum kümmern. Aber das ist auch noch lange hin.


    Gruss Totalo-Flauti.