Umstrukturierung bei Bundesdruckerei

  • D-Systeme statt Banknoten und Briefmarken


    Die Berliner Bundesdruckerei Gruppe steht vor einer kompletten Umstrukturierung. Mit der Produktion von Banknoten, Briefmarken oder anderen Wertdrucken habe das einstige Staatsunternehmen keine Zukunft, sagte der Bundesdruckerei-Chef Ulrich Hamann der Zeitung 'Die Welt' (Dienstagsausgabe). "In diesen Sparten können wir in Zukunft konstante Umsätze erzielen, mehr nicht. Steigerungsmöglichkeiten sehe ich nicht." Wachstum soll nun die Konzentration auf ID-Systeme bringen, elektronisch lesbare Dokumente. "In zehn Jahren werden wir uns überwiegend auf dieses Geschäftsfeld konzentrieren", kündigt Hamann an.


    Er baut vor allem auf den elektronisch lesbaren Reisepass (E-Pass) als Ertragsbringer. Wie die 'Welt' aus Verhandlungskreisen erfuhr, hat die Bundesdruckerei bereits den Zuschlag bekommen, auch für Großbritannien den E-Pass zu produzieren. Den deutschen E-Pass produziert das im Jahr 2000 privatisierte Unternehmen seit Anfang November. Künftig sollen zwei Drittel des Umsatzes im Auslandsgeschäft gemacht werden - derzeit liegt dieser Anteil bei einem Drittel. "2007 ist die Bundesdruckerei so saniert, dass sie verkauft werden kann", kündigt Hamann an.



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