Saarland Brief - seltenes Wasserzeichen

  • Hallo Sammlerfreunde!


    Bin noch nicht so lange dabei und habe bloß mal eine Frage zu einer Wertbestimmung, da ich leider nur den einfachen Michel Katalog besitze und keine Spezial-Kataloge.


    Ein Bekannter von mir hat einen Saarland-Brief in einem Nachlass gefunden, bei dem es sich um eine Einzelfrankatur der Mi.-Nr. 222 X mit fallendem Wasserzeichen handeln soll. (Wz. 1 X = 1000,- Euro) Rückseitig steht eine Signatur NEY BPP. Leider habe ich kein Bild des Briefes von meinem Bekannten. Ich habe ihm aber gesagt, als jemand, der zumindest mehr Ahnung hat als er, das der Brief sehr selten ist.


    Kann mir hier im Forum jemand den Michel Spezial-Katalog-Preis für die Saarland 1947 Mi.-Nr. 222 X AUF BRIEF sagen? Einzeln gestempelt ist die Marke 1000,- Euro wert laut Michel.


    PS: Mit dem gewöhnlichen WZ. Y ist die Marke gerade mal 0,50 Euro wert.


    Danke vorab.


    Gruß, Erik

  • Hat jemand zufällig noch den aktuellen Michel Spezial-Katalog von 2006 oder 2007? Die Preise ändern sich ja schon regelmäßig von Jahr zu Jahr. Das wäre hervorragend. ;)


    Saarland Mi.-Nr. 222 X Wz.1 auf BRIEF


    Gruß, Erik

  • steht 2006 immer noch bei 2000 Euro, aber vielleicht sollte mal jemand im Briefekatalog nachsehen, wenn es eine portogerechte EF ist, wenn die nicht portogerecht ist (prüfzeichen in der Mitte unten), sind es bloß 1000 Euro.


    Lt. Briefekatalog 2004 hat die EF nur einen Platzhalter...

  • Hallo Torfi,


    die Michelkatalogbewertung ändern sich in der Regel selten. Was mich aber wundert, ist der fehlende Befund bzw. Attest. Bei solch seltenen und teuren Stücke ist das eigentlich schon lange Standard. Da hättest Du dann auch eine Abbildung + Kurzbeschreibung.


    Beste Sammlergrüsse!


    Lars

  • Danke für die zahlreichen Infos.


    @MGS:


    Das mit portogerecht wurde davor noch nicht erwähnt, ist aber sehr wichtig.


    Die Signatur befindet sich auf der Rückseite mittig genau auf der Umschlagskante vom Brief. Also da, wo das Dreieck vom rückseitigen Umschlag ist, den man zuklebt. Auf diesem "Dreieck" steht die Signatur Ney BPP. Deiner Beschreibung nach zu urteilen wäre die Signatur dann relativ weit unten und mittig.


    Der Brief ging ins Ausland, in die Schweiz. Jetzt ist nur die Frage, ob man 1947 mit Briefen in die Schweiz bei 75 Pfennig portogerecht frankierte. Gewichtsstufe ist leider nicht von mir bestimmbar.


    Frohe Ostern!


    Gruß, Erik

  • PS: Habe gerade zwei Briefe aus der Bizone gesehen, die in den Jahren 1946 und 1947 ins europäische Ausland verschickt wurden, beide portogerecht mit 75 Pf. Ob für das Saarland zu der Zeit dasselbe Porto galt?


    Irgendwie habe ich das Gefühl, das der Brief mit 75 Pf portogerecht ist, bin mir aber nicht sicher. ?( :rolleyes:


    Gruß, Erik

  • lt. Katalog: vom 1.4.46 - 14.9.47 waren es 75 Pf. ins Ausland (für Briefe bis 20g), dann bis 16.11.47 50 Pf. Ab dem 17.11. galten dann Franc.

  • Danke, Reichswolf.


    Also ist der Brief mit hoher Wahrscheinlichkeit portogerecht frankiert, da in der Hauptzeit der Mark/Pfennig-Währung vom 1.4.46 - 14.9.47 = 75 Pf als richtiges Porto ins europäische Ausland galt. Gut zu wissen. Leider ist der Stempelabschlag zu schwach, als das man noch das Datum entziffern könnte.


    Na ja, das sind aber schon mal nützliche Infos, mit denen man was anfangen kann. Bedanke mich! :)


    Ostergrüße, Erik