Neues aus den Zonen

  • Hallöchen, werte Forianer!
    Solange es keine extra Unterteilung für die Besatzungszonen gibt, werde ich in loser Folge einfach alles hier einstellen, da die SBZ eh' mein Favorit ist und somit eher zur DDR paßt.
    Ich möchte Euch an meinen Funden teilhaben lassen, zur Diskussion anregen und bei Besonderheiten auch mal um Bestätigung bitten, oder um Kritik, je wie's angebracht erscheint ;)


    Den Anfang mache ich mal mit einer HAN der 2. Kontrollratsausgabe Mi.-Nr. 958 (6004.48 2), die so bisher nur mit den Überdrucken der Bizone und SBZ im Michel gelistet ist ! Er war jedoch schon Thema der ARGE Kontrollrat, der Rundbrief liegt mir jedoch nicht vor.


    Und weiter fleißig Zähnezählen, frohe Ostern wünscht liedtke1965

  • Prima Idee, liedtke1965!
    Das bringt mich drauf, Dich als Spezialisten gleich mal als Auskunftei zu missbrauchen: gestern beim Sortieren eines Teils meiner Bärenmarken sind mir die beiden Abgebildeten aufgefallen; ist die linke Marke der PF I oder nur eine weitere Zufälligkeit? Und den weißen Fleck bei der rechten 5 A finde ich auch nicht registriert, jedenfalls nicht im Michel Spezial. Sicher hast Du weiterführende Literatur (ich noch nicht).


    Um Auskunft wird freundlich gebeten - aber erst nach den Feiertagen, genieße das Wetter und die Freizeit!


    Freundliche Ostergrüße von Abarten-Hannes

  • Das mit den Feiertagen wird nichts, ich habe alle Tage gepflegten Spätdienst :( !
    Deshalb schonmal eine kurze Vorab-Info: Die linke Marke von Feld 96 ist der Mi-Fehler 5 XIV "U-förmiger Fleck im Balken zwischen Tatze und Hals", lt. Mi. auf Bogentyp AIII und AIV zu finden.
    Zu der rechten Marke: Ich kann ja die nächsten Tage nen Blick auf meine Bogen werfen, denke aber erstmal, daß es sich um eine Zufälligkeit handeln könnte, zumal bei dieser Ausgabe die Marken aiuf gestrichenem Papier recht häufig von "Farbabhebungen" betroffen sind. Da müssen die Bogen nur allerleicht aneinanderhaften, um die Farbe vom "Kreideaufstrich" abzuheben.
    Noch was: der kleine rote Strich im Bärenrücken ganz rechts ist regelmäßig auf Feld 1 anzutreffen, sozusagen ein Primärfehler.
    Bis demnächst und fohe Ostern wünscht liedtke1965

  • Vielen Dank für Deine kompetenten und prompten Einschätzungen, liedtke!
    Das macht mir Mut, gleich noch was Fragliches hinterherzuschieben; vielleicht kannst Du mir nach erfolgter Spätschicht und entsprechender Tagruhe auch hierbei weiterhelfen? Im Voraus schon mal besten Dank
    sagt Abarten-Hannes

  • Prima, Hannes, Resonanz ist doch was schönes im Forum. Und die gegenseitige Unterstützung ist doch genau das, was ich hier erhoffe und erwarte ! Deshalb der zweite Teil Antworten auf Deine Fragen ( Fortsetzung folgt...) :


    Bei der Mi. 5 A in Deiner ersten Antwort sollte es sich nach meinem Dafürhalten wirklich nur um eine Druckzufälligkeit handeln, könnte aber auch ein echter Fehler in kleiner Teilauflage sein (ich stelle hier demnächst mal ähnliches ein). Eine Farbabhebung kannst Du aber eigentlich selber mit einem Fadenzähler und schräg einfallendem Licht gut erkennen oder ausschließen, da dann auch die Kreidung fehlen muß und das Papier an dieser Stelle nicht mehr ganz die leuchtend weiße Eigenschaft besitzt. Ferner entsteht dadurch eine scharfe Kante, die sich eben unter Schräglicht leicht schattig absetzt.


    Die Mi. 7 A sollte hier wirklich mit PF III vorliegen. Diesen gibt's je nach Bogentyp in den Ausführungen "Punkt mit 3 verbunden" / "Punkt nicht mit 3 verbunden". Bei der hier gestempelten Erhaltung kann ich bei dem Scan aber einen zufälligen Stempelklecks nicht ganz ausschließen, da auf dem Monitor die Farben von Marke und Stempel fast gleich erscheinen. Auch dort: gute Lupe und Licht, oder einen scharfen (600dpi), großen und etwas helleren Scan nachlegen.


    Die Mi. 1 A trägt die bei mir "Parallelerscheinung" genannte Auffälligkeit "Punkt rechts oben im N" und stammt von Feld 48 des Bogentyps C, ist also ein echter Fehler, habe aber keine Spezialliteratur außer Michel Spezial, und Schantl. Bei beiden nicht gelistet.


    Die gestempelte Mi. 5 A trägt den Schantl-Fehler "5 f 7, N links oben kürzer und verdickt", wobei aber nach meinen Beobachtungen dieser "Multifehler" in ähnlicher bis identischer Ausprägung auch auf den Bogenfeldern 10, 20, 30, 40, 50, 70, 80, 90 und 100 autritt.


    Und abschließend zu Deiner Mi. 5 A aus dem zweiten Scan:
    Ja, das ist der PF XI von Feld 64. Dieser geht übrigens immer einher mit einem sehr kleinen roten Punkt links oben im B von Berlin. Dieser kleine Punkt ist übrigens auch noch bei den retuschierten Varianten von PF XI zu erkennen. Und das zusätzliche Schmankerl "B von Berlin links gebrochen" ist eine Parallelerscheinung, die so nur auf Bogentyp DI erscheint, also auch ein echter Plattenfehler (Typ DI ist der mit dem bekannten PF I "großer Fleck im Balken, dazu ein Scan von mir im Anhang).


    So, Finger und Tastatut glühen. Vor dem Auslösen des Überlastschutzes laß ich diese nun ruhen :zwinklach:


    Frohe Rest-Ostern wünscht Liedtke

  • Erneut herzlichen Dank, liedtke1965, für Deine ausführliche, umgehende und kenntnisreiche Beurteilung meiner Marken!


    Nach nochmaligem scharfen Draufschauen mit Fadenzähler und Streiflicht stellt sich der erstgenannte weiße Fleck links von "Pfg." als Farbabhebung heraus - ist also leider garnichts Besonderes, sondern was für die Rundablage.
    Bei meiner 7A ist es der PF III, da es sich vor der Wertziffer 30 um einen olivgrünen Farbpunkt handelt, wohl den mit "Punkt mit 3 verbunden". Eine Vergleichsmarke als "nicht mit der 3 verbunden" fehlt mir dazu.


    Vielen Dank auch für Deine weiteren Feststellungen; ich hab mir alles ausgedruckt, und wenn ich die Albenseite gestalte, fließt das mit ein!
    Und endlich sehe ich an Deinem Scan auch mal, wie der PF I bei der MiNr.5 aussieht...


    Jetzt bin ich gespannt, wann sich hier die übrigen SBZ- und Bärenbändiger melden werden! Einen sonnigen Ostersonntag noch
    wünscht Dir Abarten-Hannes

  • In Bayern gehen die Uhren DOCH anders, Hannes ?(


    Im Rest der Republik ist schon Ostermontag :D

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • Fein beobachtet, Kauli!
    Da ich geistig noch von gestern bin, weiß ich jetzt garnicht, wie ich den Rest der Republik zeitlich jemals einholen werde...


    Andererseits:
    es ficht mich auch nicht weiter an!


    Was mich am meisten freut, ist die wieder einmal demonstrierte Tatsache, dass unsere Texte hier ganz genau gelesen werden!


    Somit wünsche ich uns also einen prächtigen sonntäglichen Ostermontag!


    Abarten-Hannes

  • Zitat

    Was mich am meisten freut, ist die wieder einmal demonstrierte Tatsache, dass unsere Texte hier ganz genau gelesen werden!


    Soweit isses schon gekommen, jetzt werden auch die Texte


    auf "Abarten" untersucht!


    Du weisst ja wie es gemeint ist.


    Wünsche auch noch einen Tollen Restostermontag

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • Hier ein paar weitere Plattenfehler der Bärenmarken.


    1.Scan: MiNr.2 mit PF VI, XVII
    VI : Weißer Fleck links oben am Ruinenfenster
    XVII: Einbuchtung am g in Pfg


    2.Scan: MiNr.2 mit PF VII
    VII: A in Stadt nach unten verlängert bei Feld 96


    3.Scan: MiNr.3 mit PF XI, IV
    XI: Fleck im oberen rechten Rand neben 8 (bei mir irgenwie rechts unten, sowie weißer Fleck links über 8)
    IV: Fleck in linker weißer Rahmenlinie sowie Fleck in B


    4.Scan: MiNr.5 mit PF XI
    XI: Punkt im ersten T in Stadt (teilweise retuschiert)


    Noch einen schönen Ostermontag
    Gruß
    Elite-Sammler

  • @ Elite-Sammler und alle anderen Forianer


    So muß ein Forum laufen, Austausch von Info's und viele Beiträge/Bilder !


    Elite, ich möchte Dich bezüglich Deiner Bilder der Mi. 3 korrigieren:


    > PF IV schaut etwas anders aus, guckst Du unten! Deine Abbildung zeigt den Schantl-Fehler 3 f 9E aus Typ CIII, mithin ein sehr schönes Stück, was mir noch nicht vorliegt. Habe jetzt keine Lust gehabt, die Bogen rauszukramen, deshalb hier in gestempelt.


    > PF XI sieht ebenfalls anders aus, siehe auch unten. Je nach Typ in unterschiedlicher Ausprägung. Diese Besonderheit von Feld 6 ist mir bislang noch garnicht aufgefallen! Da mach ich mich gleich morgen über meine Bogen her


    Stelle dann auch mal ein paar Bogenauszüge ein, z.B. die Mi. 3 XVIII "rechter Rahmen fehlend" und als interessante Besonderheit auch die dazugehörige Retusche :suche: :suche: :suche: :suche:


    Gruß, und gemächlichen Start in die neue Woche wünscht liedtke1965