Zu Butter und Brot nun auch Briefmarken

  • Astrid Lindner bietet ab Montag im «Selkemarkt» Post-Service an


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    Bietet ab Montag einen Postpoint in ihrem «Selkemarkt»: Inhaberin Astrid Lindner, hier im Gespräch mit ihrer Mitarbeiterin Cornelia Moser und Regina Gottschlich, Mitarbeiterin der Fleischerei Bürger


    Meisdorf/MZ. Astrid Lindner freut sich: Ab Montag wird sie in ihrem "Selkemarkt" im Meisdorf (Stadt Falkenstein / Harz) ein Post-Basis-Sortiment anbieten können. "Postpoint" heißt das Zauberwort, das es Kunden ermöglichen wird, hier Briefmarken-Sets oder Pluspäckchen zu kaufen oder freigemachte Päckchen abzugeben.


    Als die Deutsche Post mit der Anfrage, in ihrem Geschäft ein neues Angebot einzurichten, auf Astrid Lindner zukam, musste diese nicht lange überlegen: Interesse, solche Dienstleistungen mit anzubieten, hatte die Geschäftsfrau schon, seit die Poststelle in Meisdorf geschlossen worden war. "Ich fand das schon schlecht, dass man in einem Erholungsort nicht mal eine Briefmarke kaufen kann." Zwar gibt es den mobilen Postservice. Doch wer wolle sich mittags zwischen 11 und 13 Uhr zwei Stunden hinstellen und auf das Postauto warten, denkt Astrid Lindner an die Urlauber, die den Ort besuchen, aber auch an die Meisdorfer selbst. "Und wer auf Arbeit ist, hat gar keine Chance, den mobilen Service zu nutzen."


    Bereichert wird mit dem neuen Service auch das Angebot im "Selkemarkt", dessen Inhaberin Astrid Lindner seit mehr als fünf Jahren ist. Selbstständig arbeitet die heute 43-Jährige schon seit 1991: Weil sie in ihrem eigentlichen Beruf - sie hatte bis dahin in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Radisleben gearbeitet - keine berufliche Perspektive mehr sah, startete Astrid Lindner neu und eröffnete in Meisdorf einen Mini-Markt. Später übernahm sie dann den "Selkemarkt", der sich noch im Nachbargebäude des heutigen Domizils befand, von dessen vorherigem Betreiber. 1999 wurden ehemalige zur Verkaufsstelle gehörende Lagerräume umgebaut, und der Markt zog in die jetzigen, für die Kunden leichter erreichbaren Räumlichkeiten um.


    Hier bieten Astrid Lindner und ihre Mitarbeiterin Cornelia Moser nicht nur Waren des täglichen Bedarfs bis hin zu Blumen und einem Backstand mit Frischware an, es gibt bei Regina Gottschlich am Stand der Fleischerei Bürger aus Molmerswende auch frische Wurst- und Fleischwaren. Der Markt ist darüber hinaus auch ein Treffpunkt im Ort. "Er ist wichtig, schon für die Kommunikation", weiß Astrid Lindner. Gern genutzt werde das Marktangebot auch von Schulklassen, die in der Jugendherberge im Meisdorfer Selketal zu Gast sind, oder von Urlaubern.


    Auch Astrid Lindner, die in Radisleben noch einen Minimarkt betreibt, ist gern in ihrem Meisdorfer Geschäft: "Ich würde etwas vermissen. Es macht Spaß", sagt sie und fügt hinzu, dass ihr der Kontakt mit den Menschen besonders wichtig ist. Und so freut sie sich darauf, das Angebot in ihrem Geschäft erweitern zu können: "Dann werden die Kunden noch zufriedener."



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