Briefmarke - Mettengang

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    Es ist schon etwas ganz Besonderes mit der Christmette. Zu einer Uhrzeit, zu der wir uns normalerweise schon längst in unsere gemütlichen Schlafzimmer zurückgezogen haben, schlüpfen wir an diesem Tag in unsere wärmste Festtagskleidung und verlassen unsere heimelig beheizten Wohnungen und Häuser. Wir gehen hinaus ins Dunkel einer kalten Winternacht und kommen in der festlich geschmückten Kirche zusammen um gemeinsam die Christmette zu feiern. Und wie schon viele Jahre zuvor lauschen wir ein weiteres Mal bewegt dem Bericht des Evangeliums über die Geburt des Gottessohnes, es ist die "Heilige Nacht".


    Finden wir es einfach romantisch oder tun wir es aus Gewohnheit? Kaum, die innere Schwelle der Bequemlichkeit zu überwinden wäre dafür für viele wohl eine zu große Herausforderung. Erinnern wir uns an unsere frühe Kindheit, wo Tannenbaum und Lichterglanz uns noch tief beeindrucken konnten? Wohl auch nicht, denn wer leistet sich heute noch den Luxus in Erinnerungen aus der unbelasteten Kindheit zu schwelgen. Oder tun wir es viel mehr, weil tief in uns noch immer die Sehnsucht und Hoffnung nach der Erfüllung jener Botschaft von Frieden und Freude für die ganze Erde schlummern?


    Das Motiv der Weihnachtsmarke "Mettengang" gibt da schon einen Teil der Antwort: Inmitten von kaltem Winter und oft beängstigender Dunkelheit – und das ist durchaus weit gefasst zu sehen - gibt es an einem Ort Licht, Wärme und - vor allem - Hoffnung.


    Und es ist schon eigenartig, Unbekannte, die einander an jedem anderen Ort absolut gleichgültig begegnen würden, wünschen einander ein ehrliches "der Friede sei mit Dir!", stadtbekannte Geizhälse spenden plötzlich öffentlich ansehnliche Beträge für "Licht ins Dunkel", notorische "Grantler" reißen sich zusammen und kommen ihren Mitmenschen wenigstens einige Tage freundlich entgegen. Weihnachten gemeinsam feiern, sich gemeinsam freuen und hoffen, verändert offensichtlich den individuellen Charakter und damit auch die Welt.


    Die Sondermarke "Mettengang" besitzt einen Nennwert von EUR 0,55, eine Auflage von 4 Millionen Stück und ist seit dem 27. Oktober an den Postämtern zu erhalten. Erstverwendungstag war der 14. November.


    Weitere Sondermarken


    In diesen Tagen erscheinen auch zwei weitere Sondermarken ("800 Jahre Deutscher Orden", "Weihnachten 2005") mit jeweils einem Nennwert von EUR 0,55. Erstverwendungstag der Marke "800 Jahre Deutscher Orden" war der 18. November, die Weihnachtsmarke wird am 25. November ihren Ersttag haben. Über diese Sondermarken und über Aktivitäten "rund um Christkindl" werden wir in den kommenden Samstagsbeilagen berichten.


    Das Weihnachtspostamt "Christkindl", nahe bei Steyr (OÖ), öffnet nämlich am 25. November zum 56. Mal seine Pforten. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird es auch heuer wieder zwei unterschiedliche Motive für den Sonderstempel mit der Ortsangabe "4411 Christkindl" geben: Bis zum 26. Dezember 2005 wird ein Weihnachtsmotiv abgeschlagen, danach - bis zum 6.1.2006 - ein Motiv der "Heiligen Drei Könige". Darüber hinaus gibt es, für alle adressierten Sendungen, die ohne den Leitzettel "Über Postamt Christkindl" einlangen, eine Abstempelung mit einem Maschinstempel mit "Engerl-Motiv".



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