Was für einen Wert habe ich bei mir liegen ???

  • Hallo zusammen !
    Ich stelle mich kurz vor bin 22 Jahre alt und komme aus B-W . Ich habe mich hier nur wegen einem Zweck angemeldet . Und zwar es geht darum Ich habe 2 fast volle Briefmarkenalben . Inhalt vom 2 Wk - Japan - DDR - USA usw eigentlich von der ganzen Welt . Da ich aber in diesen Gebiet keine Ahnung habe und mich jeder Sammler auf gut Deutsch bescheissen könnte wollte ich hier um Hilfe bitten . Besser wäre es wenn ich die Seiten per Eimal verschicken könnte . Da ich sonst das Volumen des Forums zum explodieren bringen würde

  • Wie du vielleicht weisst, müsste man genaugenommen jede Briefmarke nach Farbabweichungen, Stempelarten, Plattenfehlern untersuchen, um ihren genauen Wert nach Michel zu ermitteln. Von diesem ermittelten Preis kannst du sowieso maximal 5-10% als Preis verlangen.


    Da man hierfür teures Material (jede Menge Literatur, Michel SPezial Kataloge für jeden einzelnen Bereich), das nicht jeder in dem Umfang hat, der für deine Marken nötig wäre, und daneben noch stunden- bzw. Tagelange wertvolle Zeit benötigt, um diese Werte zu ermitteln, wird sich hier wohl kaum jemand finden, dieses zu übernehmen. Fast jeder ist mit dem Bestimmen seiner persönlichen Sammlung voll ausgelastet. Noch zu berücksichtigen ist, dass man auf einem Foto viele Farbvarianten und Plattenfehler nebst Wasserzeichen und Fluoreszenz garnicht wahrnehmen kann, müsste man auch noch zu dir hinfahren (Benzinkosten).


    Ein gut gemeinter Rat: Wende dich an einen Sammler aus deiner Umgebung, der dir den Wert über lange Zeit hinaus ermittelt. DIeser muss ja nicht gleich ein Interessent für die Marken sein, so dass er keinen Grund hat dich zu bescheißen.


    Oder du nimmst das Hobby eines Briefmarkensammlers auf und machst dich selber an die erforderliche mühsame Arbeit. Literaturbeschaffung wäre hierbei das erste, was zu tun ist.


    Selbstverständlich kannst du auch jemand anderem diese Arbeit anbieten, allerdings darfst du nicht erwarten, dass das jemand entgeltfrei macht.


    Und wenn du überhaupt keine Lust hast, dir diesen 'Stress' zuzumuten, verkauf die Marken einfach an jemanden, egal ob er dich 'bescheissen' will oder nicht, 90% aller Marken sind sowieso billiger Ramsch und die Wahrscheinlichkeit, dass bei dir eine extrem wertvolle Marke ist, ist realtiv gering.


    Mit freundlichen Grüßen
    Denis

  • Hallo !
    Danke für deine Antwort . Die Punkte was du da aufrufst will ich ja garnicht so genau wissen . Es würde mir schon reichen das man grob schätzt wieviel sie wert sind . Ich verlange von niemanden das er jetzt seine ganzen Bücher rausholt und jede Briefmarke einzelln prüft . Ich stell hier mal ein paar Seiten ein . Das man überhaupt sieht was ich daheim im Schrank liegen habe . Gruss Schneemann

  • Hallo,


    grundsätzlich hat Denis erstmal Recht.


    Angesichts deiner Beschreibung kann man vielleicht noch ein wenig mehr sagen. Achtung, das folgende ist nur eine ganz grobe Richtung, die nicht unbedingt auf jede einzelne Marke zutreffen muss!


    Briefmaken ab dem 2. WK bis heute lassen sich grob anhand der Größe in Sondermarken und Dauerserien aufteilen. Große Marken = Sondermarken, kleine Marken = Dauerserien.


    Dauerserien sind (abgesehen von den selteren hohen Werten) oft Massenware und daher mit entsprechend (sehr) niedrigem Preis anzusiedeln. Gutes Beispiel sind z.B. bei USA die "Flag over..." Serien, Großbritanniens QEII ("Machins") etc.


    Was DDR (und den restlichen "Ostblock") betrifft kommt es ein wenig auf die Erhaltung der Marken an. Für Sammler wurden Marken oft im Bogen abgestempelt und dann verkauft, also gestempelt aber nicht gebraucht. Erkennungsmerkmale: 1/4 des sauberern Stempels in einer Ecke und z.T. auch mit Gummi. Wert für solche Marken in der Gegend von Null. Nicht viel mehr wert sind auf diesem Gebiet die meisten postfrischen Ausgeben. Interessant wird es eigentlich erst bei echt gelaufenen Marken.


    Erfahrungsgemäß der Wert einer Sammlung wie deiner (Großvaters geerbter Dachbodenfund etc.) eher gering einzuschätzen. Schau einfach mal bei Ebay rein, was so für zwei Alben alle Welt geboten wird. Natürlich kann sich auch in so einer Sammlung der ein oder andere Schatz finden. Das geht aber wie Denis schon sagte nicht per Ferndiagnose, und die Wahrscheinlichkeit ist eh sehr gering.


    Also, das was ich oben beschrieben habe kannst du wertmäßig vermutlich abhaken. Ansonsten stell doch mal einen Scan als Beispiel ein, dann kann man etwas besser schätzen.


    db

  • OK, ich spiel´ nocheimal den Papagei....(wie oft hab´ ich den Beitrag schon geschrieben????)


    Frage:....gibt es neben der "Sammlung" auch Literatur im Haus?


    Einen Michel? Naja, wenigstens ´was.


    Spezialliteratur? Sehr gut!


    Nein? Schlecht!



    Im ersten Fall, schau´ zuerst ´mal selber im Katalog nach und mach´ Dir dannach bei e-bay ein Bild über die Realpreise. Dann geh´ zu einem Verein, einem Bekannten, oder stell hier ein paar aussagekräftige Bilder der besseren Marken ein. Unter Umständen finden wir eine Handvoll Marken über 10 Euro Realpreis.


    Im zweiten Fall...her mit den Scans!


    Im dritten Fall....vergiß es. Sei froh´ wenn Du pro fettem Album 50 bis 100 Euro bekommst. USA, Japan, "überhaupt die ganze Welt" interessiert in Europa die wenigsten Sammler. Deutsche wollen Deutschland, Österreich, Schweiz, Lichtenstein. Dann vielleicht noch Frankreich, Benelux, GB, Skandinavien, Italien, Vatikan. Für den Rest ist nur ein ganz kleiner Sammlermarkt vorhanden. Besser Du nimmst dann die Sammlung mit auf Deine Reisen und verklopfst sie vor Ort.



    Sorry, klingt hart, ist aber so! Wer keine Literatur zur Sammlung hat, hat auch keine teure Sammlung.


    "Kraut und Rüben" Sammlungen gibt´s zuhauf. Jedes Kind hat irgendwann ´mal den Restmüll aus der Nachbarschaft zusammengetragen und abgesteckt. Das sind zwar echte Marken, aber gewiß keine nennenswerte Sammlungen. Schon gar nicht solche mit finanz. Wert.


    Bei einem Briefumschlag mit vielleicht zehn Marken darin, welcher vom Opa im Safe über Jahrzehnte aufbewahrt wurde, ist´s natürlich eine andere Sache.

  • so hier mal ein paar kleiner teil HK sind übermalt mit paint:
















    Edit by Admin: Ab einer gewissen Anzahl - Bilder bitte als Link einfügen, da ansonsten das Laden der Seite viel zu lange dauern würde. Hat ja nicht jeder DSL. ;)

  • Hallo Erstmal ;)


    1. Schwärzungen
    Das "geliebte" HK brauchst du nicht exta schwärzen. Ist bei Briefmarken nicht üblich, anders als bei Orden, Militaria, usw.


    2. "Wert"
    So auf dem ersten Blick Standardware, sprich wie man früher sagte "Groschenware".


    Unabhänbgig davon natürlich eine schöne Auswahl an Marken mit grössenteils schicken Stempelabschlägen.



    Coki

  • Hallo,


    ungefähr das hatte ich erwartet.


    Dabei sind ein Haufen Dauerserien, die bringen im Verkauf so gut wie gar nichts. Auch die größeren aus Finnland und USA sind fast alles Dauerserien.


    Ein spontaner Blick in den Katalog fördert die 15+10 Pf Nothilfe (1. Bild, 3. Reihe rechts) mit 8,50 Euro zu Tage. Allerdings ist der Stempel nicht bestimmbar, also kräftiger Abschlag.


    Ansonsten würde ich nicht darauf wetten, daß die Sammlung ein Händler kaufen will.


    Sorry, aber bei Ebay würde ich für die Alben so 10-20 Euro schätzen, wenn überhaupt. Oder sieht irgendein Experte hier noch einen Schatz?


    Bis dann,
    db

  • Die graue 10 Schilling Trachten gestempelt kommt auf 8 Euro Kat-Wert. So sie noch alle Zähne hat und keine dünnen Stellen aufweist, wird diese Marke mit ca. 5 Euro wohl der reale "Höchstwert" in der Sammlung sein. Bei dem Stempelabschlag bin ich da aber skeptisch...eher 3 Euro. Postfrisch würde sie übrigens ganz nett werten (50 Euro Kat). Bei den vier älteren US Marken könnte man noch genau schauen, ob eine Abart dabei ist, aber ansonsten seh´ ich auch nichts Herausragendes.


    Händler brauchst Du sicher keinen zwecks Ankauf anquatschen...der lehnt dieses Material quasi wöchentlich im Kilomaßstab ab.


    Gut verpacken, trocken, dunkel, luftig ablegen....200 Jahre reifen lassen.


    Aber sei nicht traurig...ich hab´ schon Schlimmeres gesehen. :ok:


    Wir werden Dich sicher nicht so im Regen stehen lassen....schick mir Deine Anschrift, vielleicht kommt eine kleine Weihnachtsüberraschung mit gescheitem Material zu Dir hereingeschneit.

  • Naja wenn du dir aus einer Kartoffel einen Stempel mit dem Namen INSELPOST herstellst und auf eine gewisse marke haust ;)


    ne im Ernst, db's Aussage ich nichts hinzuzufügen.


    Solltest eher froh sein wenn jemand diesen 'Ramsch' kauft ;)
    Da bescheisst du eher die als die dich *g*


    Gruss
    Denis

  • Habe bei dir ein paar ältere asiatische (ich denke japanische) Marken gesehen,habe gerade leider keinen Asien-Katalog zur Hand,falls davon welche von vor 1940 sind,hätte ich ein gewisses Interesse...


    PS:kannst ja mal ne PN schreiben...

  • Hallo,


    ich hoffe wir haben dich nicht zu sehr enttäuscht, aber das ist nun einmal die Realität.


    Irgendwie hält sich hartnäckig eine Überschätzung des Wertes von Briefmarkensammlungen, und das betrifft leider nicht nur Laien.


    Wenn du die Marken wirklich verkaufen willst, bleibt eigentlich nur Ebay als Komplettpaket.


    Andererseits, eine Sammlung besteht nicht aus aus hochpreisigen Einzelstücken. Solltest du dich also für das Sammeln erwärmen können, sind die Marken auf jeden Fall nicht der schlechteste Grundstock.


    Wenn du wirklich weitermachen willst, schau doch mal bei Ebay nach Kiloware (achte auf den Sondermarkenanteil!), das kostet nicht viel.


    Grüße,
    db