Lehrgang Aufbau Stempelsammlung

  • Also ich beginne mal die Idee mit den Fachbeiträgen umzusetzen und eröffne hier mal ne Sonntagsdiskussion mit einer Frage die mich seit langem beschäftigt, nämlich die Qualität der Stempel in meiner Sammlung. Als ich anfing hab ich alles gesammelt was mir in die Finger kam um möglichst viele Lücken zu schließen auch Eckstempel, Wellenstempel, unleserliche Stempel usw. Dann hab ich alle diese Stempel wieder rausgeschmissen um nur noch Stempel zu sammeln wo Ort und Datum deutlich lesbar sind. Damit vielen aber auch viele ältere raus und ich frage mich ob sich das überhaupt durchziehen läßt? Bei Bund und Berlin ist das zwar durchhaltbar aber bei DDR ist es mit Bedarfstempeln schon schwierig...aber ist es auch bei Altdeutschland und Marken vor oder um 1900 machbar?
    Ich hab mal ein paar Beispiele mitgeschickt. Bei den italienischen Kolonien würde ich nur die Vollstempel behalten damit aber z.B. einen Satz auseinander nehmen.


    Wie macht ihr das und was ist reallistisch auch im finanziellen Rahmen. Sollte man nur lesbare Stempel nehmen und wenn ja wie? Voll lesbar oder den Ort identifizierbar?
    Auf rege Beteiligung und viele Tipps...

  • für meine sammlung der Mi.Nr. 41 DR nehme ich nur Stempel vo der Ort + Jahrenzahl zusehen ist.
    Abweichungen gibt es nur bei PF/FZL und Formaten da kommt es ab und an mal vor das auch schlechte stempel mit reinkommen.


    Diese werden aber gesondert untergebracht.



    da meine anderen sammelgebiete nur auf belege gesammelt wird spilt das dort keine rolle mehr.

  • danke für den Beitrag :) muss der Ort lesbar oder identifizierbar sein also zum Beipiel .anzig statt Danzig

  • bei orten mit nicht soviel buchstaben lege ich wert drauf das dies vollständig zu sehen ist.
    bei langen namen wie marklissa oder wessenberg kleinwelka etc. ist es bei verschiedenen stempeltypen nicht möglich einen vollen namen zu bekommen da muss man dann die abstriche machen wie du sie bei dem ort dannzig gemacht hast.


    ich such mal ein paar beispiele raus und scanne mal.

  • Hallo,


    vorangestellt erstmal, du hast eine Diskussion angeregt, die, denke ich
    viele hier interessieren wird !!


    erstmal würde ich unterscheiden was für eine Stempelsammlung das ist
    bei DDR z.B. reicht es wenn man einen Bedarfsstempel als solchen erkennt und nicht eine Gefälligkeisabstepelung bzw. einen Klischeestempel.
    Bei Altdeutschland oder bei DR ( wie schon Sammelfreak schreibt ) ist das anders,


    Um bei Altdeutschland zu bleiben ( mein Sammelgebiet ) unterscheide ich auch nochmal, a) nach einer Nummernstempelsammlung, da muß die Stempenummer schon klar lesbar sein.
    b) da ich alle Stempel von Sachsen sammle habe ich auch noch eine Stempelsammlung auf Beleg und da kommt es schon vor das von 2 oder 3 Stempeln die auf dem Brief sind einer etwas undeutlich ist, aber das ist dann für mich zweitranig das ja der Brief ansich den Stempel erklärt und auf der Albumseite kann ich ja ( wenn vorhanden ) den unsauberen Stempel nochmals auf loser Marke dazu legen.l


    mfg

  • ... Jeder hat mal "klein" angefangen ;)


    Wenn man z.B. mein Sammelgebiet DDR nimmt, habe ich jede Marke die auch nur ein Stempelfragment hat in die Sammlung gesteckt.
    Dann fand ich irgendwann die Sonderstempel der DDR "sehr hübsch" und habe angefangen Marken in der Sammlung auszutauschen ... (was für ein Fehler !)
    Seit einigen Jahren ist auch mir dann bewußt das nur ein zeitgerechter echter Bedarfsstempel den vollen Wert hat.
    Als Lückenfüller bleibt jeder X-beliebige Stempel in der Sammlung, bis ich einen besseren finde und tausche die Marke dann aus.
    Für mich ist wichtig das die Jahreszahl zu lesen sein muß und das man zusätzlich den Ort erkennen kann (muß nicht vollständig zu lesen sein)
    Das Ziel ist natürlich: Irgendwann alle Marken mit Ideal-Vollstempel zu haben.


    ... der Weg ist das Ziel :)


    Bei Plattenfehlern oder anderen Besonderheiten nehme ich sogar "Knochen" erst einmal in die Sammlung auf, bis etwas besseres kommt.

  • Hallo saschJohn,


    wenn ich die Überschrift zu deinem Thema lese


    Zitat

    Lehrgang Aufbau Stempelsammlung


    und danach deinen Beitrag


    Zitat

    Also ich beginne mal die Idee mit den Fachbeiträgen umzusetzen und eröffne hier mal ne Sonntagsdiskussion mit einer Frage die mich seit langem beschäftigt, nämlich die Qualität der Stempel in meiner Sammlung...


    Möchtesd du jetzt über den Aufbau einer Stempelsammlung, oder darüber ab wann ein Stempel sammelwürdig ist, diskutieren? ?(



    Wenn du über den Aufbau einer Stempelsammlung diskutieren möchtest, solltest du zuerst darüber nachdenken, ob es eine allgemeine Stempelsammlung (verschiedene Stempeltypen) oder eine spezielle Stempelsammlung (z.B. alle verschiedenen Stempel einer Stadt) werden soll.


    Beim Aufbau einer Stempelsammlung, solltest du zuerst bedenken, dass sich dafür meines Erachtens nur nahezu vollständige Stempelabschläge eignen. Es müssen alle wichtigen Details ersichtlich sein, wie z.B. Größe, Form, Verziehrungen, UZ usw.


    Im Anhang zeige ich dir was ich damit meine. Die beiden linken Stempel eignen sich für eine Stempelsammlung, und die beiden rechten sind Sammelstempel in einer Qualität, die für viele Sammler erstrebenswert ist.

  • Es kann sich natürlich jeder selber raussuchen nach welchen Kriterien er seine Stempel sammeln will. Ob nur bestimmte Stempelformen,Zeiträume,lose oder auf Brief usw.
    Ich hab mich entschlossen meine Stempelsammlung auf den Zeitraum von 1900- cirka 1922 (Germaniazeit) zu beschränken.
    Natürlich wechselten auch die Stempelformen innerhalb dieses Zeitraumes in jedem Postamt.Erstrebenswert ist natürlich Abschläge auf dem alle Merkmale zur Identifizierung des Ortes/Zeit/Postamt Nr.usw. vorhanden sind.Das ist aber dann oft wunschdenken.Ich bin dann schon oftmals froh wenn ich einen Stempel aus einer Ortschaft finde die damals vieleicht 150-200 Einwohner hatte und ich diesen zweifelsfrei bestimmen kann.Ob ich dann diesen Stempel irgendwann nochmals zu Gesicht bekomme wage ich zu bezweifeln,auch wenn ich die Stempel auf Massenware sammle.
    Hab mal 2 Bilder angehängt.
    Links wie ich mir einen Idealen Stempel vorstelle,(von der Position auf der Marke,die Schrift könnte noch deutlicher sein) und rechts so wie er mir eigentlich nicht gefällt aber zweifelsfrei zu diesem Ort gehört.
    (Kann ja später vieleicht mal ausgetauscht werden).
    Gruß Guido
    :philaforum1:

  • erstmal dank für die vielen Beiträge :-)


    obelix ich gebe dir Recht ich hab nicht zuende gedacht. Also der Sinn war... Die Überschrift des Lehrgangs heißt Aufbau einer Stempelsammlung
    (finde Eure Beiträge sehr lesenswert) und der Titel (Untertitel) meines Beitrages bzw. der Disskussion hier lautet. Ist es realistisch und finazierbar eine Sammlung nur mit Vollstempeln aufzubauen...bzw ab wann wird es unrealistisch weil es von z.B. Sachsen viele Nummern gar nicht als volle Stempel gibt und wie sehen Eure Abstriche dann aus.
    Mein Problem bei DDR ist ähnlich wie bei Lupus gibt es überhaupt alle DDR Marken mit Bedarfstempeln oder wurden die meisten nie als Porto gebraucht. Für mich als Deutschland Generalsammlerwär es glaub ich ruinös jeden Ort auf Stempel zu sammeln...aber die Idee fand ich nicht schlecht...

  • Halo wie allseits bekannt versuche ich mich ja auch gerade an einer Stempelsammlung von den Thurn und Taxischen Marken, also ich habe z.B. Die Michel Nr. 18, ist vo Preis sehr hoch angesiedelt und da ha e ich eine Marke wo der Stempel nicht gerade gut zu identifizieren ist und die Marke selbst einen Schnitt im Rand hat, also für iele hier ein Knochen, aber für mich erst mal sammelnswert.


    Genauso habe ich einige Orte als Nummernstempel wo der Peter Sem geschrieben hat das ist der und der Stempel und für ich ist das nicht nachvollziehbar, aber ich behalte sie erst mal, da ich denke erst mal eine B Marke als alles nur beste Marken, und wenn ich denn mal Marken habe, die besser zu lesen sind, dann tausche ich die anderen aus und vertausche sie hier oder verkaufe sie bei ebay und co.


    Also ich denke pers. bei DR, BRD und Berlin kann man schon auf Vollstempel achten aber es ist noch lange kein muss.


    Denn sowas kann mal nach hinten losgehen, wie bei mir vor kurzen da habe ich ein perfekt gestempeltes Lot von Eckrandmarken gekauft und was war da mit es waren alles Marken aus Post Philatilie!


    MFG

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • das ist natürlich übel :oneien:
    also wenn ich mal zusammenfasse Massenstempel nur als lesbarer Stempel mit Ort und Datum lesbar, teure Marken auch unleserlich als Platzhalter gibt es irgendwo informationen was der Standart Stempel eines Gebietes ist...also Bund 2006 Standart ist ein Vollstempel aber bei Altdeutschland Helgoland kann man froh sein wenn man überhaupt einen Stempel findet der echt ist egal wie er aussieht?

  • Für eine Stempelsammlung heisst der Idealzustand: an jeder Stelle deutlicher Abschlag des Stempels der zudem vollständig zu sehen ist. Das ist meistens nur anhand von Marken auf Unterlage (Briefstück) oder vollständigen Belegen darstellbar.

  • @ saschJohn


    Es ist schwierig zu antworten, wenn du eine Diskusion zweigleisig fahren möchtest.


    Bei einer Briefmarkensammlung liegt das Hauptaugenmerk auf den Briefmarken. Du wirst also auf die Erhaltung der Marken dein größtes Augenmerk legen. Es ist dabei nicht so wichtig ob der Stempel selten ist oder nicht. Wichtig ist, dass der Stempel echt und prüfbar ist.


    Bei einer Stempelsammlung liegt das Hauptaugenmerk auf den Stempelabschlägen. Es spielt dabei nur eine Nebenrolle ob der Stempelabschlag auf der billigsten oder teuersten Marke des jeweiligen Sammelgebietes abgeschlagen ist. Wichtiger ist, das der Stempel vollständig, klar und sauber abgestempelt ist. Dabei wird der Stempelsammler auch mal über einen kurzen Zahn oder eine angeschnittene Marke hinwegsehen können, je seltener der Stempel wird.


    Gruß, obelix.fg

  • diese Unterscheidung ist mir neu wenn es bei einer Briefmarkensammlung um die Briefmarke geht dann wäre das postfrisch sammeln das Beste....ich sammle gestempelte Briefmarken aber habe keine Stempelsammlung ich glaube das sind drei verschiedene Arten des sammelns...

  • Von dem Gedanken eine "Stempel-Generalsammlung" aufzubauen, kann man sich gleich von Anfang an verabschieden. Weil hier die Anzahl der Möglichkeiten um ein Vielfaches höher ist, als bei den Briefmarken selbst.


    Man muß sich also zuerst einmal für ein Teilgebiet entscheiden. Hier gibt es eine große Vielfalt an Möglichkeiten.


    Ich kann bestimmte Stempelformen sammeln, wie z. Hufeisenstempel oder Bahnpoststempel oder Nummernstempel.
    Oder aber ich sammle alle Stempel aus einem Gebiet (Ort, Landkreis, Stadt). Komplett oder nur aus einer bestimmten Zeit (von 1900-2000).


    Hat man sich für ein Teilgebiet entschieden, ist es wichtig, dass man sich auf diesem Gebiet auch auskennt. Dazu braucht man Literatur.


    Es macht keinen Sinn z.B. Hufeisenstempel zu sammeln ohne zu wissen wie viele verschiedene Stempel es davon gibt, oder Nummernstempel von Bayern zu sammeln ohne zu wissen wie viele verschiedene es gibt, um nur zwei Beispiele zu nennen.


  • Naja aber der auch bei uns Stempelsammlern sollte die Marke noch halbwegs lesbat sein und nicht nur die Marke Schrott sein, aber im großen und ganzen sehe ich das genauso, denn ich habe ja auch eine ´´normale´´ Deutschland Sammlung und dann no0ch eine Stempelsammlung TuT, die mir so manches graues Haar noch wachsen läßt, das befürchte ich jedenfalls.


    Aber Stempelsammlung, ist halt der Stempel wichtig, wie z.B. bei TuT der Stempel Nr. 80 auf einen Beleg, soll es diese Nr. nur geben, und der Wert lt. meiner Literatur damals 20.000€ also ein Traum.


    MFG

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  • @ saschJohn,


    wenn es mir um das Motiv der Briefmarke geht, würde ich mich für postfrisch entscheiden.


    Bei gestempelten Briefmarken geht es mir in erster Linie darum, dass die Marke ihren Zweck erfüllt hat. Ich vermeide also nach Möglichkeit Marken in meine Sammlung aufzunehmen, bei denen es sich offensichtlich um eine Gefälligkeitsabstempelung handelt. Da habe ich doch lieber einen etwas schlechter sitzenden Stempel oder den bei vielen Sammlern als minderwertig angesehenen Maschinenstempel mit Wellen- oder Werbeansatz auf der Briefmarke.


    Das sind aber nur meine persönlichen Vorlieben.


    Grus, obelix.fg

  • Für mich mal aus meiner Stempelsammlung drei verschiedene Abstempelungen in versch. Qualitäten!


    1. klar lesbar 104 mit einem roten extra Stempel, die Marke sollte eine 44 Mi Nr sein


    2. eine evtl Stempel Nr 46 auf einer 52


    3. ein unleserlicher Stempel auf einer ich schätze mal Mi Nr. 18, kein schöner Stempel aber die Marke alleine ist schon ein bisschen was wert.


    MFG

    Bilder

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  • Kurzer Kommentar dazu:


    104 große Type auf 44
    115 normale Type auf 52 (46 Nentershausen gibts nur auf Groschen)
    irgendwas auf Nummer 18. Problem hier: der Stempel ist wahrscheinlich unprüfbar :(

  • was könnte denn der rote Stempel bei der ersten sein?


    MFG

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