Die nationalsozialistische Propaganda auf Briefmarken

  • Dachau – Briefmarken sammeln nur im stillen Kämmerlein? Diese Klischeevorstellung gilt nicht im Dachauer Briefmarken Sammler Verein, da neben sehr gut besuchten monatlichen Tauschabenden auch andere Aktivitäten gepflegt werden.


    Da ist Sabrina Koch, die Tochter von Schatzmeister Dr. Walter Koch, die als Autorin ein philatelistisches Fachbuch geschrieben hat. Als Facharbeit für das Abitur hat sie auf 98 Seiten eine Dokumentation erstellt über „Die nationalsozialistische Propaganda auf Postkarten, Briefen und Briefmarken“, dargestellt auf 58 Seiten Farbdruck. Behandelt wird die Thematik, mit welcher Konsequenz die braunen Machthaber auch die Philatelie für ihre Zwecke missbraucht hat. Das Buch soll auch an Schulen Verwendung finden und ist auf der Leipziger Briefmarkenausstellung mit internationaler Beteiligung zur Auszeichnung Rang eins vorgesehen. Beim Dachauer Verein wird das Werk natürlich auch angeboten.


    Mit dem Olchinger Briefmarkensammler Werner Wirges hat der Dachauer Verein einen Ausstellungsspezialisten, der auf der Münchner Ausstellung im März bereits seine 56. Auszeichnung erhalten hat. Insgesamt hat Werner Wirges zehn verschiedene Themen bearbeitet, z.B. die zweite Kontrollausgabe Deutschlands oder die Postentwicklung von früher bis zum Postzustell-Auftrag. Die Kreativität der Sammler im Dachauer Verein kennt keine Grenzen. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder im Gasthaus Drei Rosen. Neben Briefmarken werden dann auch Münzen, Ansichtskarten und anderes getauscht.



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