Tiflis Stadtpostmarke - Russlands heimliche Nr. 1

  • Im Nr. 1 Marken Thema hatte Sedoy mich darauf aufmerksam gemacht, das die von mir gezeigte Marke nicht der Abbildung entspricht, die er vorlegen konnte.
    Die von ihm gezeigte Marke entspricht wiederum der Abbildung im Vorkriegs Michel.


    Heute hatte ich die neue Ausgabe des BDPh-Magazins "Philatelie" im Briefkasten, die auf der Titelseite jene Tiflismarke zeigt, die auch ich schon gezeigt hatte.
    Der Umfangreiche Artikel zeigt, anläßlich der Wiederentdeckung des verschollen geglaubten Exemplars aus der Sammlung Carl Schmidt, alle drei Fabergé Exemplare der Marke.
    Auch das Schmidt Exemplar zeigt eindeutig dass Posthornmotiv und nicht die Schnörkel in den inneren Ecken.




    Das Fabergé ein Büttel der Tscheka war ist offensichtlich, sonst hätte ihm Trotzki nicht seine Sammlung zurückgeben lassen und ihm ermöglich damit über Finnland auszureisen.


    Aber zurück zum Thema Posthörner oder Schnörkel: Kann es nicht sein, das die Zeichnung im Michel aufgrund einer schlechten Abbildung entstanden ist?


    Die Frage ist nur woher stammt die Marke, die du uns gezeigt hast? Ist dir bekannt welches Exemplar das ist? Auf jeden Fall nicht das Schmidt-Exemplar, wie die Bildbezeichnung andeutet.


    1. Die offiziele Abbildung: ex- Fabergé, ex-Mikulski, eine von den beiden 1996 in New York ausgestellten Exemplaren.
    2. Sedoys Abbildung
    3. Micheleintrag von 1938

  • hallo an alle !


    möchte euch auf einen artikel in der zeitschrift: Die Briefmarke Post und Philatelie in Österreich Ausgabe Juli 2007 auf den seiten 50 und 51 hinwiesen.


    der autor wolfgang maassen bezieht sich hier auf einen artikel in der zeitschrift "philatelie" ( wie von Lacplesis unten beschrieben ).

  • Hallo zusammen!


    Ich habe gerade das Exemplar Smidt aufgezeigt, den er in Michel 1934 veröffentlicht hat.


    Den Sinn nicht so in Postchorn, und in den horizontalen Strichen des Rings! Doch war Smidt Architekt, und ist ausgezeichnet geschickt, zu zeichnen!


    In Tiflis in 1857 war nicht die Notwendigkeit und der technischen Möglichkeit , um " die Faberge-Marke " herzustellen! Und da war bei Faberge, - in seiner Firma arbeiteten es die besten Graveure.

  • Zitat

    Original von Zottelbock
    Guten Morgen !


    Was mir bei den Abbildungen auffällt ist, dass der Text an der linken Markenseite ein anderer ist, als im Michel 1938 abgebildet.


    Viele Grüße
    Thomas


    Smidt hat das Wort "TIFLIS" auf die Illustration im Verzeichnis absichtlich verzerrt, um die Fälschung zu verhindern. Und solche Fälschungen existieren.



    Es existiert das zweite Exemplar solcher Marke, aber defekt. Er hat die Expertise des Papieres in 2003 vergangen.

  • sedoy


    Ist bekannt aus welcher Kollektion diese beiden Exemplare stammen?


    Man glaubte lange Zeit die Schmidt-Marke wäre im Krieg verloren gegangen. Doch jetzt ist ja ein Exemplar gefunden worden, das den Faberge-Marken entspricht und eigentlich nur das Schmidt Exemplar sein kann.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Die Marken befinden sich in den privaten Kollektionen.


    Die Besitzer gaben bis das Einverständnis auf die Publizität nicht.


    Ich kann nur sagen, dass sich die Marken in Europa befinden.


    Und die Artikel nach den Marken Faberge-Mikulski ist viel, aber sah jemand die Akte des Expertengutachtens auf das Papier?

  • Zitat

    In Tiflis in 1857 war nicht die Notwendigkeit und der technischen Möglichkeit , um " die Faberge-Marke " herzustellen! Und da war bei Faberge, - in seiner Firma arbeiteten es die besten Graveure.


    Gutes Argument!


    Zitat

    Und die Artikel nach den Marken Faberge-Mikulski ist viel, aber sah jemand die Akte des Expertengutachtens auf das Papier?


    Sehr interessantes Papiergutachten! So etwas habe ich noch nie vorher gesehen. Es ist sehr überzeugend.


    Haben die Besitzer angegeben aus welchen Kollektionen die Marken vorher stammten?


    Wenn das die Schmidt-Marke ist, stellt sich die Frage woher die 4. Faberge-Marke stammt, die in Deutschland gefunden wurde.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

    Einmal editiert, zuletzt von Lacplesis ()

  • Ich habe gestern abend den Autor des Philatlie Artikels, Herrn Maassen, gebeten sich unsere Diskussion anzusehen und seine Meinung zu äußern.


    Im Laufe des Vormittags habe ich folgende zwei mails von Herrn Maassen erhalten und gebe sie nun hier mit seinem Einverständniss wieder:



    ...und die zweite, nachdem ich die Bilder gemailt hatte:



    Anbei die beiden Bilder die Herr Maassen angefügt hat.


    Ein wirklich spannendes Thema...

  • Hallo zusammen!


    Von Ihrer Erlaubnis, werde ich etwas später fortsetzen.


    Ich will nur beachten. Auf allen "offiziellen" Exemplaren der Marke ist der Text vom typographischen Klischee abgedruckt, der auf die Zeichnung vorbeikommt.


    Viele Grüße
    Roman

  • Bild 1: Schmidt's Fotografie der Schmidt-Reichspostmuseeum-Marke aus dem Jahr 1930
    Bild 2: Die selbe Marke fotografiert 2007


    Nach erneutem lesen der Antwort von Herrn Maassen, halte ich es für notwendig noch mal eine kurze Zusammenfassung von Sedoys Theorie und der anerkannten Meinung zu geben:


    Die Tiflis-Marke wurde 1857 in Tiflis hergestellt. Dies ist die Marke die Sedoy zeigte. Nach dieser Marke fertigte Schmidt, der 1913 in den besitz der Marke gekommen war, die Zeichnung für den Michelkatalog. Sie taucht ab 1934 beim (bis dahin nicht illustrierten) Eintrag der Marke auf.
    Dies ist die Marke mit den Strichen im Mittelkreis.


    Die Marke wurde später, mit Schmidts gesammter Sammlung, dem Reichspostmuseeum gestiftet.


    Jedoch zeigt eine Fotografie von 1930 die auch von Schmidt stammen soll ein Exemplar des anderen Designs.
    Nur eine Angabe kann richtig sein: Entweder das Foto ODER die Zeichnung sind nach der Schmidt-Marke entstanden.
    Drei weitere Marken des zweiten Designs wurden 1939 aus der Sammlung Agaton Fabergé verkauft.
    Sedoys Theorie besagt nun, das Fabergé möglicherweise bis zu sieben Stück der Marke anhand von hörensagen (ohne ein Exemplar vorliegen zu haben) hergestellt hat.
    Dies ist die Marke ohne Striche im Mittelkreis


    Sedoy, bitte korregiere mich wenn ich es falsch verstanden habe.



    Noch ergänzend:
    Ich habe beim nachschlagen in meinen alten Katalogen festgestellt, das Anfang der 40er Jahre der Michel Design 1 zeigte und der Senf Design 2...

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

    2 Mal editiert, zuletzt von Lacplesis ()

  • Also der Reihe nach:


    /sofort bitte ich, für meinen deutsch zu entschuldigen/



    Das Hauptargument es, so dass in 1934 die Zeichnung für Michel-Katalog war Smidts PERSÖNLICH gegeben. Und sich was andere Illustrationen in Michel 1934 (zum Beispiel der Marken Deutschlands von den Originalen sehr stark auszeichnen? Selbst wenn Smidt Posthorn dargestellt hat haben und sie für Dreiblatt übernommen, so glauben Sie die Natter horizontal Schraffierung des Rings, der Architekt darzustellen versteht! Übrigens warum alle rechnen, was das Original gerade Postchorn in den Ecken haben soll? Es was, war von der allgemeinen Regel in 1857? Zu jener Zeit nur wenige die Marken waren von der Methode erhaben Prägung ausgegeben: Sardinien, Sind und Natal. Schwerlich jemand aus der Umgebung des kaukasischen Stätthalters war in Indien und Afrika, und da konnte auf Sardinien vollkommen diese Marken erholen und sehen. Die Marken haben eben entschieden, nach dem "europäischen" Muster die Methode erhaben Prägung zu machen. So ÜBERTRIFFT da, s.g. die Tiflismarke "exs-Fabergr" nach der Schwierigkeit der Zeichnung die Marken Sardiniens und Sinds mit Natali, die in London zur rechten Zeit gedruckt wurden. Bedeutet in London die Graveure waren schlechter, als in Tiflis. In Tiflis wollten, in der Eile und bei dem ständigen Defizit des Budgets, zeitweilig Vignete der lokalen Anwendung nur machen.

  • Es ist ein wenig über die Persönlichkeit Agafons Faberge:


    Agafon war aus der Familie Karls Faberge für den Diebstahl des Geldes bei dem Vater vertrieben.
    Er hat die Möbel und andere Antiquitäten aus dem WinterpalAst während der Revolution 1917 gestohlen. Er war Agent OGPU und nahm an vielen "Dunkelsachen " teil Bolschevikov mit den Antiquitäten und die Kostbarkeiten.

  • Weiter....


    Smidt hat seine Marke bei den Brüdern Senf erworben, keiner anderen Exemplare war es nicht dann bekannt.
    Smidt hat sich losgesagt, die Marke Agafon Faberge und später er zu verkaufen hat in seiner Firma der Fälschung hergestellt, um sie für die Original auszustellen.

  • Anlässlich des Artikels über die entdeckte Smidts-Marke, will ich auf zugeschrieben Smidts die Publikation 1924 in der Zeitschrift " Sowjetisch Philatelist " verweisen.


    Es ist nicht "Smidts-Marke" aus des BDPh-Magazins "Philatelie" dort offenbar gestaltet. Beachten Sie das linke Feld der Marke. Außerdem schreibt in diesem Artikel "Smidt" nur über drei Exemplare der Marke, obwohl zu jener Zeit bei Faberge drei Plus einen Smidts - insgesamt vier waren.


    Wenn Smidt seine Kollektion dem Museum geschenkt hat, es war das ausführliche Verzeichnis der Kollektion - die Tiflis-Marke dort nicht herausgegeben ist.

  • Ich will noch ergänzen.


    Man braucht nicht zu vergessen, dass die Marke gerade in Tiflis hergestellt ist.
    Den georgischen Meister jener Zeit (ja und bis jetzt) ist die Primitivität in den Darstellungen eigen. Genügend die Kunstwerke tiflisischer Meister anzuschauen.
    Schauen Sie zum Beispiel die Münzen, die in jene Zeit in Tiflis ausgegeben sind, und nicht bestellt in St. Petersburg an. Wird die nationalen ihnen eigenen Besonderheiten sofort klar sein.


    Vergleichen Sie die Münzen hergestellt in Tiflis und Jekaterinburg in 1781.

  • Hallo Sedoy,


    Der Artikel aus "Sowjetisch Philatelist" ist ein wirklicher Beweis, ist es im Orginal auch so schwach oder lässt sich erkennen, welches Design (Striche im Kreis oder keine Striche im Kreis) die Marke zeigt?

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire