Briefmarkenfreunde suchen Nachwuchssammler

  • Verein hilft bei Wertbestimmung und Kataloghandhabung


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    Emil, Andreas und Adrian (von links) hat die Sammelleidenschaft gepackt. Beim Opladener Neustadtfest stöberten sie am Stand der Briefmarkenfreunde Opladen nach interessanten Marken. Der Verein sucht derweil dringend Nachwuchs.



    Leverkusen (BW) - Es wird gemailt, gesimst und natürlich telefoniert - immer weniger Menschen verschicken noch Postkarten oder Briefe, um Nachrichten zu senden. Das macht es auch für Sammler immer schwieriger, attraktive Briefmarken zu ergattern. Doch gerade das mache auch den Reiz aus, erklärt Michael Böll, Vorsitzender der Briefmarkenfreunde Opladen: "Es ist eine Herausforderung, aber wenn man eine Marke, die man lange gesucht hat, endlich bekommt, ist es etwas Besonderes, etwas Einzigartiges."
    Gemeinsam mit seinen Vereinskollegen trifft sich Böll regelmäßig jeden dritten Sonntag im Monat von 9.30 bis 11 Uhr im Konferenzraum des Hauses Upladhin in Opladen. Rund 28 "Senioren" kommen regelmäßig, im Anschluss trifft sich die Jugendgruppe, die dem Verein jedoch Sorgen bereitet: "Es fehlt an Nachwuchs!", bedauert Böll. Sieben Mann stark ist die Gruppe, deren Altersgrenze sogar nach oben geöffnet wurde, denn eigentlich ist man ab 27 Jahre ein Senior.
    Um mehr Kinder und Jugendliche für das Briefmarkensammeln zu begeistern, präsentiert sich der Verein offensiv auf Messen und Festen, zuletzt beim Opladener Neustadtfest. Dort konnten Nachwuchssammler kostenlos in einer großen Wühlkiste Briefmarken auswählen für eine eigene Sammlung.
    Die haben der 11-jährige Andreas und Adrian (12 Jahre) bereits: Mehr als 10.000 Marken hat Andreas schon zusammengetragen und auch Adrian hat an die 30 Alben mit Marken gefüllt. Die beiden gehören mit zu den jüngsten Vereinsmitgliedern der Briefmarkenfreunde Opladen und haben jede Menge Spaß am Sammeln. "Es gibt immer wieder neue schöne Motive", erklärt Adrian seine Sammelleidenschaft, "außerdem kostet das Briefmarkensammeln nicht so viel Geld wie andere Hobbys."
    Für Michael Böll bedeutet Briefmarkensammeln auch die Vermittlung von Wissen, zu historischen Anlässen wie dem 50. Jahrestag der Europäischen Verträge etwa gibt es eine Sondermarke, berühmte Künstler, Wissenschaftler oder Politiker werden auf Marken verewigt. Und wer Marken aus dem Ausland sammelt, erfährt so auch etwas über Land und Leute, findet der Vorsitzende der Opladener Briefmarkenfreunde, "Briefmarkensammler sind überhaupt zufriedene Menschen."
    Wer Interesse hat, sich den Briefmarkenfreunden Opladen anzuschließen, kann sich bei Michael Böll, telefonisch unter 02171/84302 oder per E-Mail an Michael_boell@web.de wenden.
    Der Verein hilft sowohl Anfängern bei der Wertbestimmung und der Kataloghandhabung als auch Fortgeschrittenen bei der Erstellung von Ausstellungssammlungen oder dem Erkennen von Fälschungen. Der Verein bietet außerdem regelmäßig Freizeitveranstaltungen wie Ausflüge oder Fußball- und Tischtennisturniere an.





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