GB: Controls (+ Zylindernummern und Randzudrucke)

  • Controls- Kontrollnummern


    Dieses System geht auf das Jahr 1882 zurück und die ersten Marken die Controls aufwiesen, war die Mi.Nr.: 65 II.
    De- La- Rue benutzte die Controls als unterstützende Maßnahme bei der Finanzkontrolle im Papierlager.
    Vor der Edwardzeit wurden die Controls in unregelmäßigen Intervallen geändert, aber ab Edward- Ausgabe (Mi.Nr.: 102- 104) wurden sie jährlich im Oktober geändert. Dies geschah in den ersten Druckjahren. Ende 1903 wurde der Kontrollbuchstabe geändert und ab 1904 wurde eine Neuerung/Veränderung eingeführt. Es wurde eine Zahl hinzugefügt- 1904= 4. Durch diese Zahl erkennt man den Jahrgang.


    Bei der Edward- Ausgabe gibt es nur die 1/2 und 1 Pence (Mi.Nr.: 102- 104) mit Controlnummern. Bei George V und VI haben alle eine Control und später eine Cylindernummer.


    Cylindernummern sind wie Plattennummern, um zu erkennen, an welchen Druckzylindern gedruckt wurde.


    Wie werden Controls gesammelt?


    Bei Edward VII (Mi.Nr.: 102- 104) und der George V Downey Head Ausgabe (Mi.Nr.: 121- 126) werden Eckrandpärchen mit allen Seitenrändern gesammelt.


    Bei George V Profile Head Mi.Nr.: 127-140, 154- 165) genügt eine Einzelmarke mit Rand


    Bei der George V Photogravure Ausgabe (Mi.Nr.: 175- 185) braucht man Eckrand Vierer- oder Sechserblöcke. Hier kommt es auf die Druckanordnung der Control- und Zylindernummer an


    Bei den Edward VIII (Mi.Nr.: 193-196) George VI Dauerserien (Mi.Nr.: 198- 211, 221- 227, 245 und 246- 250) sammelt man Sechserblöcke.


    Bei den Sonderausgaben variiert es.


    Postal Congreß: Einzelmarken mit Rand
    Silver Jubilee: Sechserblöcke mit Rand


    Bei den George VI Sonderausgaben in der Regel Sechserblöcke mit Rand


    Bei diesen Einheiten/Einzelmarken gibt es verschiedene Zähnungsausführungen- durchgezähnter oder ungezähnter Rand. Kein oder nur ein Zähnungsausgleichsloch.


    Hier sind einige Beispiele:


    Ungezähnter und gezähnter Rand




    Bei den Zylindernummern unterscheidet man unter "Dot" oder "No Dot". Das ist ein Pünktchen hinter der Zylindernummer



    Weitere Randzudrucke


    Die sog. "Rule Markings"- diese Markierungen findet man im Markenrand und dienen dem Sammler zur Bestimmung des Druckers bzw. der Platte.
    Diese Balken weisen manchmal Brüche, Punkte und/oder Einschnitte auf. Diese wurden nicht von den Druckerei oder dem Drucker angebracht!


    Hier seht ihr links die Control T33 und rechts die Marke mit dem Plattenfehler "Punkt im Delphin". Diese Marken stammen von der Platte 34b. Diese Platte hat einen Punkt im Farbband unter der Marke mit dem Plattenfehler. Bei der Platte 34a fehlt dieser weiße Punkt. Ohne diesen Unterrand kann man nicht bestimmen von welcher Platte der Plattenfehler stammt- dieser Fehler ist auf beiden Platten identisch!

  • Wer solche gestempelte Ecken ( oder auch andere gestempelte Ecken der GB Königs-Ausgaben ) hat und loswerden will, kann mir diese gerne anbieten !!!

  • Für Sammler, die die "Downey-Head"-Serie spezieller sammeln wollen, gibt es ein nettes Heft :
    "Downey Head Halfpenny - Plating Reference" von Mike Jackson

  • Moin !


    Bloxham ist zwar sehr teuer, hat aber auch meistens überdurchschnittliches Material !!
    Ich habe auch ein paar 1er bei ihm gekauft (werde allerdings nicht wieder dort kaufen ). Andere waren zwar billiger, aber die Qualität war auch nicht so gut. Man kann mit Glück ausserhalb von GB ein paar Sachen günstig erwerben, aber dann wartet man auch lange !!
    Von diesen gestempelten Ecken ( mit Pl. Nr. ) habe ich bisher nur die Pl. 6 und die Pl. 2 gesehen; das sind halt Einzelstücke. Ich tippe mal, für 70-90.000 BP wird das Ding seinen Besitzer wechseln.

  • Ja, die Marken sind gut, aber man bekommt das meiste Material nach etwas Suchen günstiger....
    Klar, die Ecken sind einmalig, aber für Durchschnittsware- egal ob Red oder Black, ist er viel zuu teuer