Dänemark 1875 (Ziffern im Rahmen)

  • Hallo Wolffi,


    22Cy: Pos. 51 kann es nicht sein, da ist der äußere Ovalrahmen links (9 Uhr) eingedellt, siehe Abb. auf S. 94 in Afa Special 2008.
    29Cy: durch den OF 18 eindeutig identifizierbar (äußerer Ovalrahmen über dem 1. A in DANMARK eingedellt).
    30Cy: die Pos. 93 hätte in beiden Auflagen den Rahmenfehler 31.143 (LN: S. 1574, Band V). Da geht genau der Stempel drüber, ich kann ihn nicht erkennen.
    31Cy: Evtl. die Position 51, über den re-entry des Südrahmens geht zwar der Stempel, aber es hat den Anschein als wenn rechts von der Stempelfarbe noch eine kleiner teil der Rahmenverdoppelung zu sehen ist.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo eddi0307,


    Lasse Nielsen beschreibt exakt die von Dir gezeigten rammematricefejl in Band I, Seite 105. Zu den von Magnussen beschriebenen RM 2A bis RM 2F ist noch der RM 2S hinzugekommen.


    Die drei RM hast Du auf Deinen Marken sehr schön dargestellt.


    Viele Grüße
    DKKW


  • Kannst Du mal was zum Druck und evtl. Feld sagen?
    Morgen früh werde ich daheim mal S. 105 aufschlagen.

  • Hallo Wolffi,


    die rammematricetyper kommen in der Regel in allen Drucken der rammegruppe (also Rahmenhauptgruppe) vor, und dies mehrfach im Bogen. Die rammematricetyper der einzelnen rammegrupper werden von LN im Band I erklärt. In den Druckschemata der einzelnen Auflagen werden bei den jeweiligen Bogenpositionen (soweit vorhanden) die rammematricetyper und gegebenenfalls die rammefejl aufgeführt.


    Alles klar :D ?(


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo DKKW,


    ich weiss es nicht. Wenn nicht, ist das einfach noch viel zu früh für mich und ich sollte weiter an Druck-, Farb- und Hauptgruppenbestimmung üben.


    Nehmen wir mal die mittlere der drei Marken.
    Hauptgruppe laut Eddi wäre 2.
    Daraus folgt: Druck 1-6 möglich.


    Dort suche ich dann den / die RM 2A1. finde ich in Druck 1 und 2.


    Deute ich es dann richtig, dass die Marke somit aus Druck 1 oder 2 stammen muss?
    Oder schreibe ich hier von was völlig anderem, als du erläutert hast?

  • hallo DKKW,
    habe ich es so richtig verstanden ? :
    zu den Rahmenmatricetypen (z.B. HGR2: 2A,2B,2C,2E,2F,2S) kommen noch
    individuelle Rahmenfehler dazu, mit denen man zusammen möglicherweise eine Feldbestimmung durchführen kann.


    Wie ruft man die Seite 105 bei TOF501 auf ?


    Was bedeuten die reinen Zahlen in den Druckfeldern,
    z.B. bei der 2 Sk, Tryk 2 A-ark im Feld 1 die 12 ???


    Gruß
    eddi0307

  • Hallo zusammen,


    ich bin ja nun kein Spezialist der Zweifarbigen Ziffernausgabe, auch wenn ich vor Jahren mal versucht habe, einer zu werden.


    Ich sehe das folgendermassen: Wir unterscheiden im Laufe der Geschichte der zweifarbigen Ziffernausgabe (1870 bis ca. 1905) fünf verschiedene Hauptrahmentypen. Diese werden auch im AFA Special beschrieben (z. B. AFA Special 2008 auf Seite 57).


    Vermutlich besteht jede Rahmenhaupttype aus verschiedenen Rahmenmatricetypen, allerdings können (wir kennen das auch von der Wappentype-Ausgabe) nicht allen Rahmenmatricetypen eindeutige Merkmale zugeordnet werden.
    Im Handbuch von Lasse Nielsen (LN) werden verschiedene Rahmenmatricetypen der Hauptrahmengruppen 2, 4 und 5 beschrieben. Evtl. sind seitdem neue Matricetypen hinzugekommen (siehe homepage der studiegruppe tofarvede), aber ich verfolge dies zugegebenermassen nicht.


    Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass alle Marken der zweifarbigen Ziffernausgabe
    a) eine Rahmenhauptgruppe zuzuordnen sind
    b) innerhalb einer Rahmenhauptgruppe einer Rahmenmatricetype (RM) zuzuordnen sind (gegebenenfalls der Matricetype 0, wenn keiner bekannten RM zuordenbar)
    c) Viele Marken einer Rahmenmatricetype einen beschriebenen Rahmengalvanofehler aufweisen.


    Dann lassen sich sehr viele Marken sowohl einem bestimmten Druck zuordnen als auch plattieren (also einer bestimmten Bogenposition zuordnen).


    Hinzu kommt, dass die Marken der zweifarbigen Ziffernausgabe in zwei Druckdurchläufen (das ist kein Fachbegriff) hergestellt wurden. Die Ovale wurden in einem eigenen Druckdurchlauf gedruckt. Hier gibt es über eventuell vorkommende Ovalfehler zusätzliche Identifikationsmöglichkeiten.


    Wenn ich Seitenzahlen aus dem sechsbändigen Werk von LN zitiere, dann ist grundsätzlich das Buch gemeint. In Sachen homepage der studiegruppen bin ich nicht so firm.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Zitat

    Original von DKKW
    Hallo zusammen,


    ja, das sollte die Rahmenhauptgruppe 4 sein. Leider liegen die Farben der Drucke 8 bis 10, zu denen diese Marke vermutlich gehört, so dicht beisammen, dass ich mir am Scan keine Aussage zutraue.


    Ungewöhnlich finde ich den Farbauftrag des Ovals. Oben und unten sind die Zwischenräume zwischen Oval und Ovalring durch den Farbauftrag fast zugeschmiert und in der Mitte des Ovals sieht man einen eher porösen Farbauftrag mit vielen weissen Flecken.


    Luxusqualität schreibt CAM.
    Mi.-Nr. 27IYAa


    8. Druck - grau/dunkelbraun

  • Zitat

    Original von DKKW
    einem Attest, das einer Marke der eigenen Sammlung Luxusqualität bescheinigt, sollte man nie, nie, nie widersprechen :D


    Das ist auch nicht meine Absicht. :-)
    Es sind einige sehr schöne Beurteilungen dabei, auf die ich nicht im Einzelnen eingehen werde.


    Es geht nur 'um die Fälle', in denen wie hier keine eindeutige Bestimmung möglich war und jetzt 'BPP-Sicherheit' besteht.

  • Zitat

    Original von DKKW
    das ist aufgrund der blauen Ovalfarbe eindeutig der 1. Druck b, vom Dezember 1874. Hauptgruppe 3 (das stimmt m. E. auch). Ein kleiner Teil der 1. Auflage (1. Druck a) wurde in der Farbe hellbraun/matt rotlila gedruckt. Diese Ovalfarbe war aber so blass, dass man auf das stärkere blauviolett umschwenkte.


    Ich lese den Stempel auch als 62, Sakskjøbing.


    "62" habe ich auch gelsen, und das wurde auf meinem Beipackzettel vom Prüfer weder bestätigt noch dementiert. :-)


    Alle Angaben gewohnt korrekt, also auch wieder super bestimmt.
    Laut OSPER BPP Farbe a (signiert), und laut Herrn Møller BPP "braun/braunviolett".

  • Hallo zusammen,


    heute konnte ich eine hübsche 16 Öre Marke der zweifarbigen Ziffernausgabe von 1875 erwerben. Bei der Marke konnte ich Druck und Position bestimmen also ein gutes Beispiel um die Vorgehensweise zu veranschaulichen:


    Fangen wir beim Offensichtlichen an, es handelt sich um eine 16 Öre Marke. Als nächstes die Zähnung: es handelt sich um eine Kammzähnung 14 : 13 1/2. Das Wasserzeichen, es kann bei der Zähnung nur das Wasserzeichen Krone II sein, steht aufrecht.


    Nun zur Rahmenbestimmung: Der Rahmen ist kopfstehend (siehe Rankenornament oben links) und es handelt sich um einen Rahmen der Hauptgruppe 4 mit der stumpfen Mittelfeder. Diese befindet sich beim aufrechten Rahmen unten links, dieser Rahmen ist kopfstehend, also oben rechts.


    Damit haben wir die Bestimmung schon deutlich eingegrenzt. Es kommen nur noch die Drucke 6 bis 13 in Frage. Bis hierhin kommt man mit dem Afa Spezial, um weiterzumachen benötigt man Lasse Nielsens sechsbändiges Handbuch zur zweifarbigen Ziffernausgabe.


    Der Rahmen weist unten links unterhallb des Rankwerks zwei Flecken zwischen dem äußeren (dicken) und dem inneren (dünnen) Rahmen auf. Dies entspricht der Position 54 der Rahmenserie 15. 28.1 (siehe Band V, Seite 1526). Sie wurde bei der 16 Öre Marke für die Drucke 12 bis 14 benutzt. Alle drei Auflagen wurden mit kopfstehendem Rahmen gedruckt.


    Jetzt muss man für diese Position 54 die drei Drucke auf Ovalfehler abgleichen. Dabei zeigt sich, dass die Merkmale des Ovalfehlers OF 1.7 (Band 2, Seite 540) die bei Druck 14 auf Position 54 vorkommen auf unsere Marke zutreffen,
    Zwischen der 1 und der 6 der großen Wertziffer befindet sich unten ein weißer Punkt und die Ähre links neben der Wertziffer ist eingekerbt.


    Also Position 54 des 14. Drucks: Erste Lieferung Juni 1890, Rahmen grau. Oval ein dunkles Mattbraun.


    Der Lapidarstempel "Kjøbenhavn K PP" ist zeitgerecht, er wurde zu Beginn der 1890er Jahre verwendet (mehrere Typen).


    Ich habe die Marke zweimal eingescannt, einmal "pur" das andere Mal mt Markierung der vorher genannten Markmale.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo,


    ich habe kürzlich ein kleines Konvolut älterer Dänemark marken bekommen. Ich habe mal ein paar Scans gemacht, vielleicht sieht ja jemand von den Experten, ob sich in dem Konvolut die in oder andere interessante bessere Marke befindet!? Über Hilfe würde ich mich sehr freuen.


    Noch eine Frage habe ich bezüglich Wasserzeichen, sind kopfstehende Wasserzeichen häufig, oder sind sie auch katalogisiert?


    Zu zwei Wasserzeichen (siehe Anhang) habe ich auch noch eine Frage! Das Wasserzeichen auf der ersten marke sieht so gar nicht nach einer krone aus, es sieht eher aus wie ein Kreis. Bei der zweiten Marke, handelt es sich hier um eine WZ Krone II oder Krone III?


    Vielen Dank


    jojo30

  • Hallo jojo30,


    so klar kommen die Wasserzeichen auf Deinen Scans nicht raus. Es hat aber den Anschein, als wenn die Marken Vollstempel hätten. Die linke Marke sieht ohnehin so aus als hätte Sie eine enge Zähnung, dann auf jeden Fall Wz. Krone II. Die rechte Marke hat offenbar einen Vollstempel. Mit Stempeldatum bis 1902 Wz. Krone II, mit Stempeldatum ab 1903 voraussichtlich Wz. Krone III.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hello DKKW,


    vielen Dank für die Rückmeldung. Hier nochmals die rechte Marke im Detail. Die 8 Öre Marke hat eine weite Zähnung, bezüglich des Wasserzeichens bin ich mir nicht sicher, aber ich hätte es im Vergleich zu den paar anderen Vergleichsmarken, die ich habe, eher als WZ Krone III eingestuft. Das Stempeldatum scheint mir evtl. SEP 1902. Der Rahmen ist normal. Zu Farben kann ich gar nichts sagen. Könnte diese Einschätzung hinkommen?


    Dann habe ich noch diese 4 Öre Marke. Sie hat eine enge Zähnung und das Wasserzeichen ist kopfstehend. Der Rahmen ist normal. Zu Farben kann ich auch hier nichts sagen. Sind denn kopfstehende Wasserzeichen katalogisiert und bewertet?


    Vielen Dank