Dänemark 1875 (Ziffern im Rahmen)

  • Hallo jojo30,


    ich denke, dass ist die 8 Öre mit Wz Krone II. Die 121. Auflage der 8 Öre, die einzige mit Wz. Krone III wurde ab dem 9.8.1902 von der Druckerei an die Markenkontrolle der Post ausgeliefert. In der Regel dauerte es 2-3 Monate bis die Marken dann an die Postämter ausgeliefert wurden. Vor Jahren hat mal ein dänischer Sammler eine Untersuchung der Stempelvorkommen auf den Marken der 121. Auflage in der NFT veröffentlicht. Fast alle Marken gingen an Provinzpostämter in Jütland und auf der Insel Fünen, Marken mit Kopenhagenstempel sind sehr selten. Ich tippe auf eine Marke der 120. Auflage, der Rahmen sieht recht grün aus, bei der 121. Auflage ist er schwarzgrün.


    Die von Dir gezeigte 4 Öre Marke ist Rahmentype 4 mit der stumpfen Mittelfeder unten links. Also ebenfalls Wz. Krone II. Marken mit der Rahmentype 4 kommen bei der 11. und 13. bis 50.Auflage vor, also enge Zähnung (14 : 13 1/2). Der Afa -Katalog bewertet die 4 Öre Marken mit kopfstehendem Wasserzeichen mit 15,00 dänischen Kronen, also ca. 2,00 Euro.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Sorry,


    ich hatte mich nicht klar ausgedrückt. Ich habe meine letztes posting korrigiert bzw. ergänzt. Die Katalognotiz gilt für Marken mit kopfstehendem Wz.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo DKKW,


    ich habe mal versucht die Marken zu sortieren, wäre nett, wenn ich eine Rückmeldung bekommen könnte, ob ich damit richtig liege. Ich habe leider keinen Katalog, der die Typen spezialisiert listet, vielleicht könntest Du mir evtl. mit einer Bewertung helfen. Bei den Typen, von denen ich mehrere habe, habe ich Übersichtsscnas gemacht, vielleicht sticht ja die ein oder andere farbe heraus, ich könnte dann gezielt von bestimmten Marken noch scans machen. Über jegliche Hilfe würde ich mich sehr freuen.


    Zuerst die 3Öre, davon habe ich nur zwei Stück, eine Marke hat enge Zähnung und normalen Rahmen, die andere hat weite Zähnung und normalen Rahmen.


    Vielen Dank


    jojo30

  • Von der 4 Öre habe ich ein wenig mehr, daher eher die Gesamtscans, einzelne Scans sind aber jederzeit möglich. Der erste Scan zeigt die Marken mit weiter Zähnung und kopfstehendem Rahmen. Der zweite Scan zeigt die Marken mit weiter Zähnung und normalem Rahmen. Der dritte Scan zeigt die Marken mit enger Zähnung und kopfstehendem Rahmen, der vierte Scan zeigt die Marken mit enger Zähnung und normalem Rahmen.


    Viele Grüße

  • Bei den 8 Öre Marken habe ich die meisten.


    Erster Scan: weite Zähnung und normaler Rahmen.
    Zweiter Scan: weite Zähnung und kopfstehender Rahmen.
    Dritter Scan: enge Zähnung kopfstehnder Rahmne.
    Vierter und fünfter Scan (ziemlich viele Marken): enge Zähung normaler Rahmen.


    Viele Grüße

  • Und meine letzen Marken!


    16 Öre Ausgabe:


    erster Scan: weite Zähnung, normaler Rahmen.
    zweiter Scan: weite Zähung, kopfstehender Rahmen.
    dritter Scan: enge Zähnung, kopfstehender Rahmen.
    vierter Scan: enge Zähnung, nirmaler Rahmen.


    Und als letztes noch eine 100 Öre mit weiter Zähnung und kopfstehendem Rahmen.


    Gruß


    jojo30

  • Hallo jojo30,



    das ist ganz schön viel Material. Gib mir bitte etwas Zeit die Marken in Ruhe zu studieren. Du hörst auf jeden Fall von mir.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo DKKW,


    Vielen Dank für die Hilfe beim Bestimmen. Bei den Bildern mit vielen Marken, ist es vielleicht höchstens möglich, etwas zu den Farben zu sagen.


    Gibt es denn auch eine Bewertung für die Nummernstempel?


    Viele Grüße

  • Hallo zusammen,


    ich fange mal mit den beiden 3 Öre Marken an,


    Die (sehr schöne) Marke mit der engen Zähnung hat einen aufrechten Rahmen der Hauptgruppe 5 (alle Mittelfedern keulenförmig). Damit kommen nur die Auflagen 9 bis 13 in Frage. Ich neige dazu, dass der Lapidarstempel "Herning 28.8. ? Post" die Type2 von insgesamt vier in Herning verwendeten Lapidarstempeln darstellt (aufgrund des Abstriches des R in Herning). Dieser wurde lt. Handbuch bis August 1891 verwendet und dann kommt fast nur die 9. Auflage vom September 1890 in Frage. Farben lt. Afa-Special indigoblå/cementgrå.


    Die Marke mit der weiten Zähnung wurde am ?5.12.02 in Kopenhagen mit einem Brotype-Stempel (KGS) entwertet. Damit fällt sie genau in den Zeitraum in dem die Marke mit dem Wz. Krone II durch die Marken mit dem Wz. Krone III abgelöst wurden. Wenn die farben an meinem Bildschirm korrekt dargestellt werden, dann neige ich zur letzten Auflage mit Wz. Krone II, also der 21. Auflage vom Dezember 1901. Farben nach Afa-Special lys indigo/ren grå.
    Die Marken der 22. Auflage vom Oktober 1902 weisen Farben auf, die m. E. nicht zur Abbildung passen: mørk blå/mørk brunlig grå.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    bei den 4 Öre Marken wird es schwierig die Marken einzelnen Auflagen zuzuordnen. Ich beginne mal mit den Marken mit enger Zähnung da sich hier zumindest eine Eingrenzung aufgrund der verwendeten Rahmenhauptgruppen vornehmen lässt. Bei der weiten Zähnung gibt es ja nur noch die Rahmenhauptgruppe 5 (Mittelfedern keulenförmig).


    Die beiden kopfstehenden Rahmen sind HG4 bei der linken Marke, also Auflage 11, 12 (Platte B) und 13 bis 50. Die rechte Marke ist HG 5, also 51. bis 75. Auflage. Der KGS dürfte aus Faaborg sein, das Jahr anscheinend 1894. Damit lässt sich die Marke wohl der 67. - 75. Auflage zuordnen. Ich erkenne bei keiner der beiden Marken auffällige Oval- bzw. Rahmenfehler die mir eine genauere Zuordnung ermöglichen würden.


    Bei den Marken mit aufrechtem Rahmen tue ich mich hart. Die 6. Marke der oberen Reihe könnte u. U. zur HG3 gehören, ist aber nicht ultramarin. Da käme dann die Platte A der 12. Auflage in Frage , Farbe nach Afa-Special: grøngrå/grønlig koboltblå.
    Die Marke 1, 4, 7 und 9 der oberen Reihe sind auf jeden Fall HG4, ebenso die Marken 2, 6 und 7 der unteren Reihe. Nummernstempel wurden bis ca. 1884 benutzt.
    Die Marke 3 der unteren Reihe dürfte den OF 5.19 aufweisen (Fleck im Anstrich des M in Danmark), evtl. 10. Auflage (dann auch Rahmen HG3). Farbe nach AFA-Special grønliggrå/mørk grønligblå. Ich bin mir hier aber sehr unsicher bei der Zuordnung.
    Die Farbpunkte zwischen dem äußerem Rahmen und dem Oval unter RIM 4 bei den Marken 3 und 7 der oberen Reihe sind wohl Druckzufälligkeiten. Gleiches gilt für den Farbfleck zwischen dem äußeren Rahmen und dem Oval unter dem R von ØRE der Marke 8 in der unteren Reihe.


    Die Marke 4 der oberen Reihe zeigt wohl den OF 11.20. = ein kleiner weißer Strich verbindet Schräg- und Abstrich des 1. N in DANMARK, dieser Ovalfehler kommt in den Auflagen 31, 33-38 vor. Leider hat die Marke erhebliche Zahnschmerzen, als Belegstück aber aufhebenswert.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    bei den 4 Öre Marken mit weiter Zähnung wird es noch schwieriger mit der Zuordnung. Druck- und Farbqualität waren deutlich besser. Ab den 99. Druck verzichtet der AFA-Special auf Farbangaben und schreibt, dass die nachfolgenden Drucke nicht anhand der Farbe unterschieden werden können. Auch kommen deutlich weniger Ovalfehler vor als bei den frühen Drucken.


    Man kann hier anhand der Stempeldaten eine Eingrenzung vornehmen und dann mit entsprechendem Vergleichsmaterial eine Zuordnung nach dem Auflagen vornehmen.


    Ich kann weder markante Oval- noch Rahmenfehler entdecken.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    eigentlich sollte man meinen, dass eine Marke mit kopfstehendem Rahmen und markantem Rahmenfehler oben links identifizierbar sein sollte. Allein, ich habe diesen Rahmenfehler nicht gefunden. Möglicherweise stammt er aus einem Druck der zur Zeit der Drucklegung von Lasse Nielens sechsbändigem Werk über die Tofarvede Frimærker noch nicht abschließend erforscht war. Die späteren Forschungsarbeiten habe ich nicht mehr weiterverfolgt.


    Kommen wir zu einer leichteren Übung. Die 8 Öre Marken mit Nummernstempel:
    D1.1.o: Duplexstempel 34: København Jb.Pk.
    D1.2.o: eventuell 1, København
    D1.4.0: kann ich nicht erkennen
    D1.5.o: 8, Bogense
    D1.6.o: 53, Randers
    D1.9.o: kann ich nicht erkennen
    D1.1.m: kann ich nicht erkennen
    D1.4.m: kann ich nicht erkennen
    D1.8.m: 35, Køge
    D1.9.m: kann ich nicht erkennen
    D1.2.u: eventuell 17, Fredericia
    D1.3.u: kann ich nicht erkennen
    D1.5.u: 13, Ebeltoft
    D1.6.u: kann ich nicht erkennen
    D1.8.u. nur Teilabschlag
    D2.2.o: eventuell 75, Varde
    D2.3.o: eventuell 238, Thorshavn, Færøerne, selten!
    D2.5.o: kann ich nicht erkennen
    D2.6.o: kann ich nicht erkennen
    D2.7.o: kann ich nicht erkennen
    D2.8.o: Duplexstempel 181, Sjællandske Jb. Pk.
    D2.2.m: kann ich nicht erkennen
    D2.3.m: 206, Holte
    D2.6.m: eventuell 61, Rønne
    D2.7.m: 15?, kann ich nicht erkennen
    D2.9.m: eventuell 30, Horsens
    D2.1.u: 51, Odense
    D2.2.u: 150, Kjellerup (die Nummern war bis 1864 an Ratzeburg vergeben)
    D2.3.u: kann ich nicht erkennen.


    Bei 238 muss man sich vor Verfälschungen durch übermalen vorsehen!


    Demnächst mache ich mich mal an die Durchsicht der Marken nach Rahmen- und Ovalfehlern.


    Viele Grüße
    DKKW