• Doch nun zur Auflösung: was ist so besonderes an diesem Los? ?( ?( ?(


    Alle 6 Marken tragen den Maffersdorfer-Aufdruck und der Satz ist komplett,
    den die Werte zu 2 h, 7 h und 9 h wurden in Maffersdorf nicht ausgegeben.


    Eine komplette Garnitur, so wie sie postfrisch in Maffersdorf ausgegeben wurde, wird nur alle Jubeljahre auf dem Markt angeboten. Mit kompetenter Beschreibung hätte dieser seltene Satz sicherlich den zwei- bis dreifachen Zuschlag erzielt. :O_O: :O_O: :O_O:


    Dass das Auktionshaus unglücklich beschrieben hat, liegt aber auch daran, dass die Kataloge die Gebiete Reichenberg und Maffersdorf immer noch nicht differenziert katalogisieren. Um so wichtiger ist es, dass Sammler sich selbst Fachwissen aneignen. Wieder ein Beleg, dass sich Wissen auszahlt! :jaok: :jaok: :jaok:

  • Mich würde es auch einmal interessieren, wann Onkel Michel endich die Trennung zwischen Maffersdorf und Reichenberg vornimmt.
    Und bei der Gelegenheit könnte man auch gleich ein paar andere Ungereimtheiten ausbügeln. Z.B. fehlt immer noch die Unterteilung nach Stempeln Maffersdorf / Reichenberg bei Zier- und Leerfeldern, gestempelt wohlgemerkt !!


    Gruß
    KJ

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)

  • @ KJ:


    Dies ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Auch die "Ungereimtheiten" bei den ZF/LF hat nur eine Logik: aus Platzmangel wird nur die billigste Variante dargestellt. Bedauerlich für den Leser, der die Variante mit dem anderen Ausgabeort sucht. Der Sammler wird mit seiner Frage alleine gelassen, den von der Einzelmarke ist nicht unbedingt auf ZF/LF zu schließen.

  • Zitat

    Original von sudetenphilatelie
    @ KJ:


    Dies ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Auch die "Ungereimtheiten" bei den ZF/LF hat nur eine Logik: aus Platzmangel wird nur die billigste Variante dargestellt. Bedauerlich für den Leser, der die Variante mit dem anderen Ausgabeort sucht. Der Sammler wird mit seiner Frage alleine gelassen, den von der Einzelmarke ist nicht unbedingt auf ZF/LF zu schließen.


    Das Argument des Platzmangels lasse ich nicht gelten, ich vermute eher fehlende Grundlagen für eine vernünftige Notierung. Aber mit dem entsprechenden Einsatz an Manpower sollte das doch wohl der Verlag schaffen. Immerhin wollen sie für den Katalog ein stattlichen Preis sehen.
    Es ist ja nicht so, dass ich das unbedingt gleich katalogisiert sehen will, noch fehlen mir da ein paar Stücke..... :D


    Gruß
    KJ

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)

  • Unser letztes Gespraech mit Herrn Adler auf der Messe hat doch den Grund aufgezeigt. Es ist schlichtweg Interesselosigkeit/mangelndes Problembewusstsein/demnaechst-vielleicht-Mentalitaet usw.
    Da hilft nur eins. Dem Michel von Interessierter Seite auf die Fuesse treten.


    Gerhard: ich braeuchte mal deine Hilfe bei der Bestimmung von RM-Marken nach R und M. Ich melde mich die Tage mal per Mehl.


    Holger

  • Auch ungestempelte Marken von Reichenberg bzw. Maffersdorf lassen sich zuordnen. Dass es sich um unterschiedliche Ausgaben handelt, wurde mehrfach beschrieben (nicht nur die Ausgabeorte waren unterschiedlich sondern auch der Ausgabepreis, die Mittelverwendung, die Auflagen etc.).
    :jaok: :jaok: :jaok:


    Nachfolgend 3 Atteste als Beleg, dass eine Zuordnung auch bei postfrischen bzw. Falzmarken möglich ist.
    :O_O: :O_O: :O_O:


    Ernsthafte Sammler und Händler achten bereits auf diesen gravierenden Unterschied, da die Häufigkeit/Seltenheit je nach Ausgabeort sehr unterschiedlich sein kann.
    ;) ;) ;)


    Der Fairness halber sollte dieses Wissen aber für alle Sammler zugänglich sein, deshalb werde ich in meinem zweiten überarbeiteten und erweiterten Buch detailiert auf die Unterscheidungsmerkmale eingehen.
    :D :D :D


    Für mich ist es nur eine Frage der Zeit bis die Kataloge diesen Schritt nachvollziehen. Der Markt nimmt dies bereits schon jetzt vorweg.
    8-) 8-) 8-)

  • Zitat

    Original von Max und Moritz
    Unser letztes Gespraech mit Herrn Adler auf der Messe hat doch den Grund aufgezeigt. Es ist schlichtweg Interesselosigkeit/mangelndes Problembewusstsein/demnaechst-vielleicht-Mentalitaet usw.
    Da hilft nur eins. Dem Michel von Interessierter Seite auf die Fuesse treten.


    Gerhard: ich braeuchte mal deine Hilfe bei der Bestimmung von RM-Marken nach R und M. Ich melde mich die Tage mal per Mehl.


    Holger


    Michel macht da von selber gar nichts, weil sie das in München gar nicht überblicken. Änderungen im Katalog gehen fast immer über einen Prüfer des BPP, weil dieser in der Regel nach Michel prüft (gilt für die meisten deutschen Gebiete). Höchstwahrscheinlich wird sich nichts tun, bis der BPP das Prüfgebiet neu besetzt hat und der neue Prüfer entsprechenden Druck macht.


    Grüßle


    lickle


    PS. Es muß nicht immer alles im Michel stehen. Wenn die Unterscheidung in der Fachliteratur steht und der Markt dies auch preislich nachvollzieht, dann wäre es mir vollkommen wurscht was im Michel steht. Nur wenn man die Marken so nicht zu einem entsprechenden Preis verkauft bekommt, dann ist Onkel Michel wichtig.

  • Einen eigenen Katalog kann man natürlich machen, aber die Frage ist, für wen und wozu den Aufwand. Ich stimme insofern lickle zu, es muss nicht alles notiert werden. Nur Ungereimtheiten, wie das von mir geschilderte Problem gehen gar nicht. Entweder Michel trennt Reichenberg und Maffersdorf, was m.E. dringend notwendig ist oder man lässt es ganz bleiben. Dann aber bitte auch mit der ganzen Konsequenz.


    Gruß
    KJ

  • Auch wenn das Ganze offtopic wird möchte auch ich meine Meinung kundtun:


    Jeder Sammler kann doch sammeln was und vor allem wie er will. Der eine sammelt nur für sich so vor sich hin, frei nach dem Motto: "ich weiss was, habe das Fachwissen und die anderen sind mir "Wurst". Okay, warum nicht?!


    Philatelie ist aber mehr: mir geht es um neue Erkenntnisse. Ein wenig bekanntes Gebiet zu erforschen ist hoch spannend - da wird die Philatelie erst richtig lebendig! Und warum sollte man diese Erkenntnisse nicht publizieren? Auch in der Wissenschaft profitiert der eine von den Erkenntnissen des anderen. So wird Doppelarbeit vermieden und die Erforschung geht schneller voran.


    Auf wenig erforschten Pfanden wandern (auch wenn dies der anspruchsvollere Weg ist) bringt mir persönlich mehr, als "nur" nach Katalognummern komplettieren. Aber die neuen Erkenntnisse sollten auch Allgemeingut werden, denn sonst war die Wanderung (außer Lustgewinn eines Einzelnen) vergebens und Jahrzehnte später macht sich ein anderer auf den gleichen Weg, der vielleicht schon längst entdeckt war. Folglich haben Kataloge schon ihre Berechtigung, um Bekanntes zu dokumentieren.


    Ob einer aber "nur" sammelt oder auch forscht, ist wohl der gravierende Unterschied zwischen Sammler und Philatelist. Aber nochmals, jeder nach seinem Gusto.

  • Beachtliche Ausrufpreise bei der aktuellen Gert Müller Auktion (siehe Link).



    Zwar bin ich mir sicher, dass diese Preise auf Grund der Knappheit irgendwann erreicht werden, aber ist es dazu nicht noch zu früh? ?( Bin gespannt, ob diese Ausrufpreise beboten werden. Falls ja, wären dies neue Dimensionen. :O_O:

  • Zitat

    Original von sudetenphilatelie
    ...... der bei einer Auflage von 270 Stück sicherlich nicht oft zu finden ist.


    Hallo Gerhard,


    Glückwunsch zu dem tollen Anschlag aus Pirkenhammer, dazu auf einer Karlsbad 14 vom Unterrand. M.E. ist dieser Stempel nicht nur "nicht oft zu finden", sondern sehr selten. Manch einer ist froh, diese Entwertung überhaupt in der Sammlung dokumentieren zu können. Auch wenn es nur so ist:


    Gruß
    KJ

  • Nur zwei Lose mit Untergebot verkauft. Ist auch kein Wunder bei
    solchen übertriebenen Ausrufpreisen.
    Außer Konstantinsbad und Niklasdorf ist meiner Meinung nach genug
    Material für die ernsthaften Sudetenlandsammler vorhanden.
    Sehr viele wird es wohl auch nicht geben.
    Grüße

  • Moin Sudetenphilatelie,


    schönes Stück. Ich habe als Kind oft (damals geographisch bedingt sehr nah zum Wohnort) mit meinen Eltern Urlaub in einer privaten Pension in Pirkenhammer (Brezova) gemacht. Ein wirklich nettes Dörfchen, umgeben von Wäldern. Die Pension war direkt neben der Fabrik. Kurz nach der Wende bis ca. 98-99 waren wir jedes Jahr mindestens einmal dort. Zum Dorf selbst: ca. 5-600 Einwohner, ein Sportplatz, eine zwielichtige Disko damals, 3-4 Kneipen (Spindler Mlyn ist am Besten), eine Schule. Das war's dann aber auch. Familie Rodak hießen die Gastgeber, sehr nette Leute, die Frau sprach recht gut deutsch, lebt aber nicht mehr dort. Ihr Mann ist vor ein paar Jahren gestorben...


    Waren schon schöne Zeiten. Ob sich heute Touristen in das Dörfchen verlaufen, weiß ich nicht. Aber in Pirkenhammer und Karlsbad und Umgebung kannte ich damals jeden Stein.


    Wie es heute ist entzieht sich meiner Kenntnis.


    Josh

  • Danke Jimphil für deine Info, diese war für mich Anlass mir die Ergebnisliste aktuell anzuschauen. Inzwischen sind 3 Lose mit Untergebot verkauft, aber auch diese Preise haben es in sich:


    Reichenberg Block 2 postfrisch = 1.600,-- Euro
    Reichenberg Block 3 gestempelt = 4.300,-- Euro
    Reichenberg Block 4 gestempelt = 1.200,-- Euro


    Zuzüglich Auktionskosten ca. 25% - 30% nicht zu vergessen.
    Damit ist eine neue Preisdimension erreicht, die ich so schnell nicht erwartet hätte. :O_O: :O_O: :O_O:

  • @ JoshSGD:


    Danke für deine schöne Beschreibung des beschaulichen Dörfchens. Bei ca. 500 - 600 Einwohnern ist mir nun auch klar, warum Stempel von Pirkenhammer so selten sind. Zum einen sind amtliche Sudetenlandausgaben von Karlsbad nicht häufig anzutreffen und kombiniert mit so einen raren Stempel natürlich besonders selten! Dieses Stück bekommt in meiner Sammlung einen Ehrenplatz. :D :D :D

  • Moin Sudetenphilatelie,


    du kannst davon ausgehen, das dieser Stempel doch selten sein sollte.
    Der Ort ist wirklich sehr klein und liegt umgeben von Wäldern doch recht einsam. Nach Karlsbad sind es ca. 4,5km zu Fuß an der Straße oder etwas länger durch die Wälder.


    Es ist aber leider schon eine Weile her, das ich dort das letzte Mal gewesen bin. Mitte der 90er Jahre kamen dann vermehrt neureiche russische Bürger und Karlsbad wurde an allen Ecken und Enden saniert.


    In Brezova selber waren die meisten Menschen doch recht arm. Wir haben damals, als wir dann begannen, regelmäßig hinzufahren, immer Bekleidung und so mitgenommen. Trotz auch der wilden Zeit der Nachwendejahre im Osten ging es uns wesentlich besser als den Leuten dort. Und die haben sowas wirklich gebraucht, jedesmal wurden wir regelrecht "erwartet"... was wir oder Bekannte eben nicht mehr brauchten, haben wir mitgenommen.


    Zu weiteren Informationen:


    Gruß Josh

  • Zitat

    Original von sudetenphilatelie
    @ KJ:


    Eben jetzt sehe ich erst, dass an deinem Beitrag auch eine seltene Landschaftsmarke mit Stempel Pirkenhammer hängt. Glückwunsch!!!


    Aber ich fürchte, einen kompletten Satz mit diesem Stempelabschlag bekommen wir beide nicht zusammen. ;) ;) ;)


    Das fürchte ich auch. Mein Dasein als Sudetenland - Sammler dauert ja noch nicht so lange, aber in den Jahren habe ich nur eine Handvoll Marken mit diesem Stempel gesehen. Die hohen Landschaftsmarken sowieso nicht. Meistens sind die ganz seltenen Sachen mit den häufigen Entwertungen, wie Karlsbad 1 Ub. "d" von 04.10.38 14 Uhr entwertet worden.


    Gruß
    KJ

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)