Newbiefrage(n) an Sammler mit Ausstellungserfahrung

  • Liebe Sammlerfreunde


    eine gar seltsam anmutende Frage brennt mir unter den Nägeln, ich habe mir eine kleine, feine Sammlung aufgebaut und spiele nun mit dem Gedanken sie auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Als blutiger Ausstellungsanfänger habe ich mich nun daran gemacht ein Einrahmenobjekt zu gestalten. Nun geht es mir um folgendes. Ich möchte um das Gebiet das ich mir ausgesucht habe gut präsentieren, um das zu können muss ich die selteneren Ausgaben mit KOPFSTEHENDEN WASSERZEICHEN natürlich auch präsentieren. Bisher hatte ich diese Marken in meinen Einsteckalben einfach verkehrt hineingesteckt die bedruckte Seite zu mir zeigend. Wie muss ich das bei einer Ausstellungssammlung lösen, wird es akzeptiert wenn ich die Marken kopf stehend einstecke, oder muss ich sie umdrehen und die blanke Seite zeigen? Noch schlimmer ist es mit der Frage, wie präsentiere ich solche Stücke auf Briefen.


    Ja als Newbie hat man schon manchmal recht eigenartige Probleme, ich hoffe trotzdem auf Antwort und Anregung.

  • Also ich hab keinerlei Ausstellungserfahrung, sorry.


    Aber ich würde die Marke so zeigen wie sie ist, nur mit dem Hinweis "kopfstehendes Wasserzeichen". So wie es in den Nachfolgenden Angeboten Teilweise im Internet gemacht wird, wüsste ansonsten auch nicht welche Nachteile sich ergeben sollten. ;)



    [Blockierte Grafik: http://www.kruschel-auktion.de/bilder3/868022.jpg]
    1/30 Th. schw./himbeerfarben, mit sehr deutlichem kopfstehenden Wasserzeichen im waagerechten Paar (!!), ungeheuer tieffarbig und auf herrlich frischem kleinen Damenkuvert von Göttingen an Hofrätin Dedekind in Braunschweig. Einheiten mit kopfstehendem Wasserzeichen sind allergrößte Hannover-Seltenheiten, auf Brief ist uns von dieser Marke überhaupt nur noch ein weiteres Paar bekannt, welches jedoch bügig ist und sich in mäßiger Erhaltung präsentiert. Unser taufrisches Traumstück ist insofern als Unikat anzusprechen und garantiert nicht wieder zu beschaffen, Toprarität aus unserer Romanow-Sammlung, Luxus!


    [Blockierte Grafik: http://www.kruschel-auktion.de/bilder3/888147.jpg]
    1/30 Th. schw./himbeerfarben, kopfstehendes Wasserzeichen, tadellos gestempeltes Stück, die Abart sehr deutlich sichtbar, Mi. 300,–

  • Da ich Juror bin kann ich folgendes dazu äussern.


    Belege müssen am bestens geprüft werden. Atteste, Befünde usw. mussen mit in der Schutzhülle (hinten versteht sich). In der Beschreibung des Ausstellungsstuckes, muss eindeutig darauf hingewiesen.
    Ferner mit solcher auf Beleg haben Sie nur auf dieses zu achten. Wenn Sie über Leitwege, Aufgabe, und Stempel usw. hinweisen ist dies Postgeschichte, und nicht Traditionelle Philatelie. Dies heisst von meinem Standpunkt als Juror eine Punktverminderung, gar total zu ignorieren (Im schlimmsten Fall).


    Scans der Rückseite können mit auf dem Blatt, mussen nicht grösser als die Marke selbst, und sind als solche zu kennzeichnen. (hierzu herrschen in den verschiedenen Ländern, verschiedene Regeln).


    Eine Erläuterung wie es dazu kam, dass welche mit Kstwz vorkommen ist notwendig.


    Das Titelblatt muss präzise geschrieben werden. Also kein Geschwätz.


    Haben Sie das Thema geforscht, oder ist schon Fachliteratur vorhanden, wenn ja mussen die Quellen angegeben.


    Besuche Ausstellungsrahmen vor und nach der Preiserteilung. Frage; haben die Sieger sich so ausgeschieden wie Sie es meinten? Wenn nicht warum? Auf dieser Art und Weise können Sie sich schlaumachen.


    Tippen ist besser als schreiben. Achte hierauf auf die Grammatik. Mache von der Umgangssprache kein Gebrauch.


    Lege das ganze zusammen, schaut zu und lies, gehen Sie hierbei um den Standpunkt, dass Sie nichts wissen. Haben Sie was gelernt oder nicht?


    Für weitere Fragen stehen ich gerne zur Verfügung. Kurze PN genügt.


    mfg Nigel

  • Der Suchmaschine sei Dank, dieses Teil wurde wieder gefunden.


    Nun werte Sammlerfreunde, Ihr habt in letzter Zeit nicht allzu viel von mir gehört. Das hatte einen Grund, ich war eine Weile internetlos. Allerdings bin ich trotzdem nicht untätig gewesen, im Gegenteil mein Projekt der Ausstellungssammlung ist nun fertig geworden.


    Nächstes Wochenende werde ich im Erstausstellerbereich in der schönen Stadt Gmunden im oberösterreichischen Salzkammergut zum ersten Mal meine "Känguruhsammlung" der Öffentlichkeit präsentieren dürfen, und mich einer Jury stellen.


    Bin wirklich gespannt was nun auf mich zukommt.


    Für alle Sammlerfreunde die in der näheren oder weiteren Umgebung der Traunseestadt zu finden sind hier kurz das Programm der "Gmunden '06" Auch von Ober- und Niederbayern ist es nicht allzu weit, ich habe mir jetzt erlaubt es einfach bei den Veranstaltungen reinzustellen.

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

    Einmal editiert, zuletzt von rolin ()