Gefälschte Marken im Postshop

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    Der Kölner Peter Nagel mit sechs Briefen, die wegen der Fälschung nicht zugestellt wurden.


    Köln – Gefälschte Briefmarken im Umlauf! In Köln sind bereits Hunderte aufgetaucht. Einer der Geleimten ist der Kölner Peter Nagel (52, Name geändert).


    Er bekam einen Teil seiner Weihnachtspost, die er zwei Wochen vorher verschickt hatte, von der Deutschen Post wieder zurück. Begründung: Die Briefmarken sind gefälscht.


    „Ich hatte zwölf Stück bei mir im Postshop um die Ecke hier in Klettenberg gekauft und fünf Briefe sind auch bei den Empfängern angekommen“, erzählt er.


    Bei den Marken handelt es sich um die 55 Cent- Marke mit dem Motiv „Sitzende Fränzi“, die im Mai zum 100-jährigen Jubiläum der Künstlergruppe „Die Brücke“ erschien.


    Die Fälschung ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, der Experte aber weiß: „Der Übergang von schwarz zu rot ist gezackt, müsste aber eine gerade Linie sein“, erklärt Wilhelm van Loo, Vize-Präsident des Bundes Philatelistischer Prüfer. „Und die Zähnung am Rand ist falsch: statt 13,75 Zähnen auf zwei Zentimetern hat die falsche Marke nur 13,25 Zähne.“



    Peter Nagels Marken sind kein Einzelfall: „Wir haben einige hundert falsche Marken entdeckt“, sagt Postsprecher Achim Gahr. „Wir sammeln jetzt Informationen – unter anderem, wo die Absender die Marken gekauft haben – und werden das Material dann an die Polizei übergeben und Anzeige gegen Unbekannt stellen.“


    Wie kann ich mich vor dem Kauf falscher Marken schützen? „Generell, in dem man in einer Filiale der Post oder einer unserer Partnerfilialen kauft“, so Achim Gahr. „Denn auch deren Betreiber werden vorher natürlich genau überprüft.“


    Nur: Peter Nagel hat seine „falschen 55er“ genau in einer solchen Partnerfiliale gekauft. Gahr: „Wir sind am Anfang der Ermittlungen. Wie die falschen Marken in der Partnerfiliale aufgetaucht sein könnten, kann ich noch nicht sagen.“



    Quelle / Artikel:

  • Da kann ich nur an den Fall Frankfurter a. M. Postfalschung denken Mi157.


    Da hat ein Angestellter der Post selbe gefälschte Marken (Aufdruck falsch, Urmarke gut). in den Umlauf gebracht.


    Der Täter war der Oberpostsekretär Hermann Michael Schickel.


    Seiner Stelle wegen konnte er längerer Zeit Geld unterschlagen. Fiel nur auf wenn ein Briefmarkenhändler welche zur Prüfung schickte. Müsste aber letzten Endes mangel Beweise freigesprochen.


    Die ganze Geschichte kann man im


    Die Postfälschungen des Deutschen Reiches
    Michael Jaschke-Lantelme
    lesen


    Dürfte noch im Fachhandel erhältlich.