Briefmarken ersteigern!

  • Hallo Ihr Fachwissenden Leut - Ein frohes Neues wünsch ich euch! Ich bin soeben über google auf eure tolles Forum gestoßen und hätte gleich zu Anfang eine frage die mir seit geraumer Zeit schon unter den Fingernägeln brennt. Ich schaue mir desöfteren auf ebay.de Auktionsangebote von Briefmarken an, erstaunt bin ich darüber was manchmal für Preise dafür geboten werden. Na ja, ich würde zwar auch gerne welche ersteigern, jedoch ist mir das alles ein wenig riskant ohne das nötige Onlinewissen.


    Wie kann ich sicherstellen das ich nicht übers Ohr gehauen werde?
    Worauf muss ich achten?
    Wie wird die Sendung verpackt!? Für eine Briefmarke ein ganzes Paket? Oder doch nur ein Brief, wo man sicher gehen kann das hinterher Eselohren zu sehen sind.


    Über zahreiche Tipps und Tricks würde ich mich sehr freuen.


    Liebe Grüße und küsschen von der waldfee auf Bochum.

  • Hallo!
    Generell ist es nicht gerade eine sichere Methode BM über ebay zu kaufen, allerdings kann man mit etwas Glück auch mal ein Schnäppchen machen.
    Die Versandgepflogenheiten sind in der Briefmarkenbranche eigentlich ganz ok.Die meisten Anbieter nehmen ein geringes Porto, selten mit Preisaufschlag.Mit den Verpackungen hatte ich bisher auch keine schlechte Erfahrung, allerdings kann man bei Privat-Leuten ja nie im Vorraus wissen.


    Außerdem:
    Wolltest du jetzt mit dem Sammlen anfangen oder sammelst du schon länger?
    Um anzufangen solltest du dir erstmal ein Fachgebiet ausuchen,


    z.B. Deutschland vor 1950, oder England Victoria-Ära, oder auch eine Motiv-sparte, z.B. Fussball.


    Dann solltest du dir bei ebay oder zur Not auch im Kaufhaus eine kleine Sammlung zu deinem Thema kaufen. Mit 10-20 € kann man da schon etwas recht gutes bekommen.
    Außerdem sollte ein Katalog nicht fehlen, denn ohne ihn kriegst du gar kieineInfos.
    Wenn du nun einen Sammlungsstart angelegt hast, kannst du immer mehr Marken bei ebay kaufen.
    Solltest du mal eine Frage haben bezüglich, des Zustands/Stempel/Wasserzeichen lohnt es sih den Verkäufer zu kontaktieren.


    P.S.: Die meisten Händler nennen zu ohren Marken eine MICHEL-Nr.
    Deshalb solltest du dir auch einen Katalog von dieser Firma besorgen.



    mfG
    MM

  • Ob seriös, oder nicht, kannst Du anhand der Bewertungen nachlesen. Auch die "guten Bewertungen" sollte man verstehen zu interpretieren.


    Es gibt nur ganz wenige schwarze Schafe. Portokosten bzw. die Versandart ist auch fast immer angegeben. Die Qualitätsbeschreibungen muß man halt genau lesen. Bei postfrisch sollte man vorsichtig sein (zumindest bei teureren Marken). Im Zweifel, kann man dem Verkäufer eine e-mail senden und nachfragen.


    Wenn man sofort zahlt, ist das Lot auch meist innerhalb von zwei / drei Wochen bei Dir. Dannach solltest Du ´mal nachfragen, wo die Ware bleibt. Wenn etwas nicht klappt, liegt es meist an Mißverständnissen (z.B.: falsche Adresse). Die meisten Probleme bereiten die Käufer!


    Die Verpackung ist unterschiedlich. Richtet sich nach dem Material. Transport-Beschädigungen hab´ ich bisher noch nie erlebt.


    Ad "Übers Ohr hauen": (Ich les´ das jetzt zum 20sten mal...scheint offensichtlich eine gewisse Grundstimmung bei den Anfängern zu sein, zu glauben, permanent über´s Ohr gehauen zu werden....seltsam....)
    ...na egal ....Daß Du Dir die Marken gut anschauen solltest ist ja wohl klar. Ebenso wichtig ist die Bescheibung des Loses. Nicht öffentliche Bieterlisten sind meist dubios (im Sinn von .... der Verkäufer, oder seine Kumpels bieten brav mit und pushen den Preis). Wer nicht in letzter Minute bietet, ist selber schuld....wenn Du ein Lot wirklich willst, dann biete möglichst spät. Wenn´s Dir egal ist, oder Du nicht den Zeitpunkt abwarten möchtest, gib´ halt Dein Gebot früher ab....aber wundere Dich nicht, daß Du "hinaufgeboten" wirst.


    Versandkosten sparen: Such´ Dir einen Bieter mit mehreren guten Losen.


    Die Menge machts: größere Lose (über 200 Euro) schrecken viele Leute ab. Tatsächlich ist´s aber meist lukrativer. Den Überschuß verkauft man eben wieder.


    Vorsicht bei "Kellerfunden", Wühlkisten und dgl.

  • Hallo,


    grundsätzlich gilt für Briefmarken dasselbe wie für alle Internetauktionen. Beim geringsten Zweifel an dem Angebot: Finger weg!


    Grundsätzlich sollte man sich die Bewertungen der Anbieter ansehen, die auf jeden Fall in der Nähe von 100% positiv liegen sollten.


    Bei Briefmarken muß man genau auf die Beschreibung achten. Bei postfrischen Marken sollte auch unbedingt eindeutig postfrisch beistehen. Blumige Umschreibungen (Luxus etc.) kann man getrost ignorieren, wenn die Beschreibung zum blumig werden: Finger weg!


    Vorsicht auch bei Angeboten, die zu schön sind um wahr zu sein. Auch bei Ebay bekommt man normalerwiese keine hochpreisigen Marken zu 1% Michel.


    Ebenso vorsicht bei Privatauktionen. Das kann durchaus gute Gründe haben, hierbei ist aber besondere Vorsicht geboten. Oft warnen andere Sammler die Bieter vor Fälschungen, und das ist bei Privatauktionen nicht möglich.


    Wenn du beim Sammeln eher ein Anfänger bist, würde ich mir bei Ebay zunächst einmal ein paar Lots oder Kiloware zum gewünschten Sammelgebiet ersteigern. Dabei immer auf einen möglichst hohen Sondermarkenanteil achten. Das ist nicht besonders teuer, und bei Kiloware hat man gleich auch noch ein wenig Tauschmaterial dabei.


    Hochpreisige Stücke sollte man bei ebay nur ersteigern, wenn man mit dem Sammelgebiet Erfahrung hat und daher Beschreibung, Bilder und Marktwert der betreffenden Stücke besser einschätzen kann.


    Wer einen kühlen Kopf bewahrt und beim steigern seinen gesunden Menschenverstand benutzt wird mit auch bei Ebay gute Erfahrungen machen.


    db

  • Wenn der Verkäufer garnicht oder unzureichend auf ihm gestellten Fragen reagiert. Finger weg.


    Allerdings sollte demnächst eine Begrenzung von Privatauktionen bei Ebay stattfinden.


    alles bestens


    Nigel

  • Zitat

    Allerdings sollte demnächst eine Begrenzung von Privatauktionen bei Ebay stattfinden.


    Hallo doktorstamp,


    Was meinst du denn damit? Heißt das etwa, dass private User nor eine einige wenige Dinge verkaufen können?
    Oder ist das nur deine persönliche Meinung?


    mfg
    MM

  • Solche bei Ebay sind welche wobei die Namen der Bieter nur für den Verkäufer zugänglich sind. Dies verhindert das andere den Bietern Bescheid sagen können, vor allem wenn sie auf zwielichtiges Zeug/Fälschungen unbewüßt bieten.


    Sie vertun sich mit dem Privatverkaufsrecht. Dies bleibt unangetastet.


    mfG


    Nigel

  • Das denke ich nicht, wahrscheinlich wird die Mögichkeit die Bieter und/oder seine Bewertung unter den Deckmäntelchen privat anonym zu lassen eingeschränkt. Schon alleine weil die Finanzbehörden gerne wüssten wer was zu hohen Preisen verkauft ;) Wäre aus Gründen der Markttransparenz und Sicherheit vor Betrügern auch wünschenswert, wenngelich dem wieder ein gewisser Userschutz gegenübersteht denn nicht jeder wünscht es wenn er einen sagen wir mal vierstelligen Betrag für eine Briefmarke eingibt und das dann 60 Tage lang jeder Hinz und Kunz über den Link bei den Bewertungen ansehen kann. Ein zweischneidiges Thema.


    Nun zurück zur Sicherheit bei Onlinemarktplätzen: Gier frisst Hirn ist viel zu oft der Grund für Enttäuschungen. Das wirkliche Schnäppchen macht man nur ganz selten im Leben. Über das Ohr wird nur gehauen wer es mit sich zulässt. Am sichersten fährst du mit jenen Verkäufern die philatelistische Zeichen bzw. Vokabular verwenden. Ein Simples ** oder "postfrisch" in der Beschreibung ist einem Luxuskabinettstück mit perfektem Gummi auf alle Fälle vorzuziehen. Wer Umschreibungen verwendet und nicht auf den Punkt kommt ist verdächtig. Frischer Gummi, sauberer Gummi oder andere Bezeichnung dergleichen stehen für Nachgummiert. Stempel nicht prüfbar oder ohne Obligo stehen für Falschstempel usw. Wer teurere Marken ungeprüft bzw. unattestiert kauft dem ist eher wenig zu helfen. Wenn ein Händler die Rückgabe auschschließt, was er nach ebay-Richtlinen sowieso nicht kann, dann einfach nicht bieten.


    Viele Verkäufer schreiben es auch wenn Mängel vorkommen in die Losbeschreibung, die ganz edlen Stücke kommen bei ebay sowieso nur ganz selten vor.


    Der größte Teil der Verkäufer sind ehrliche Sammler und Händler, blindes Vertrauen ist natürlich schlecht, aber mit ein bischen Wissen über sein Sammelgebiet und mit einem normalen Hausverstand fährt man auch bei ebay & Co recht gut.

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

    2 Mal editiert, zuletzt von rolin ()

  • Hab mich heut hier aus genau diesem Grund angemeldet.
    Hab schon eine stattliche Österreich Marken Sammlung, postfrisch.
    Einige fehlende Jahrgänge über Ebay ersteigert, ob die Marken in Ordnung sind, kann ich nicht beurteilen, hab aber das Glück, vom Verkäufer angeboten zu bekommen, wenn nicht in Ordnung, dann wird entweder getauscht oder zurückgenommen, ich hab das bekommen, was ich gesehen hab und das ordentlich verpackt, meist in Alben oder in so kleinen Tauschmappen.Porto ist nach Gewicht. Brief ist meist 1 Euro, und so.
    Aber ich hab auch einige Fragen, es werden oft gestempelte angeboten, nun hab ich viele Marken noch auf dem Kuvert befindlich. mit schön leserlichen Stempeln, da ich ein Archiv bei einem Steuerberater entrümpeln mußte, so hab ich Korrespodenz so von 1950 bis 1965, ich wage mich aber nicht die Marken abzulösen.
    Wie mache ich das am besten?


    P.S. ich verkaufe nicht Opas Sammlung, ich bin Käufer!!!!!!Bitte ändern.

  • Wenn die Belege all in Ordnung sind, löse bloß keine Marken ab.


    Vor allem wenn es auch um zusätzliche Dienste handelt.


    Einschreiben, Nachnahme usw.


    mfG


    Nigel

  • Ich hab es aus diesem Grund auch nicht gemacht, aber zu den anderen schönen Marken die normal laufen, wie löst man die am besten ab, mit Wasser ??? ?(und wie trocknet man sie und wo am besten.
    Bütte gebt mir ein paar Insidertipps.

  • Ich kaufe mir auch gerne einige Marken oder Lots bei eBay dazu.
    Habe auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil.
    Allerdings achte ich auch auf die vielen kleinen Informationen, wie schon weiter ober beschrieben.
    Wenn eine Auktion sehr gut läuft, fragt man den Verkäufer gerne auch nach weiteren Angeboten.
    Reine, als Privatauktionen deklarierte Angebote lasse ich weg.
    Auch Beschreibungen wie:
    - Super Material
    - im Katalog unterbewertet
    - habe von Briefmarken keine Ahnung
    u.ä.
    Ignoriere ich vollständig.
    cu