Briefmarke zur 1000-Jahr-Feier

  • Beirat trifft heute eine Vorentscheidung


    JÜTERBOG Historische Städte wie Magdeburg oder Ingolstadt wurden zu hohen Stadtjubiläen mit einer Briefmarke gewürdigt. Diese Ehre könnte auch Jüterbog zuteil werden, wenn im Jahr 2007 die Ersterwähnung vor 1000 Jahren gefeiert wird. Der Stadtverordnete Erik Stohn (SPD) ergriff deshalb im Herbst vergangenen Jahres die Initiative und schickten einen entsprechenden Vorschlag an das Bundesfinanzministerium.


    Durch die Bundestagswahl und die anschließende Bildung der neuen Regierung ruhte das Verfahren eine Weile, doch nun geht es in die entscheidende Phase. Gestern und heute tagte der Programmbeirat Sonderpostwertzeichen. Dessen Mitglieder treffen eine Auswahl. Ihre Meinung ist maßgeblich dafür, ob im nächsten Jahr eine Briefmarke mit dem Motiv der Stadt herausgegeben wird.


    Dem Beirat gehören neben Vertretern der Post, des Finanzministeriums auch Sammler und Bundestagsabgeordnete an. Der Programmbeirat kann jedes Jahr aus mehreren hundert Vorschlägen nur rund 50 Sondermarken zur Herausgabe empfehlen. An diese Empfehlung hält sich aller Erfahrung nach der Bundesfinanzminister dann auch.


    Der Anregung Stohns folgten noch über zehn Unterstützerschreiben mit diesem Vorschlag, unter anderem vom neuen SPD-Chef und Ministerpräsident Brandenburgs Matthias Platzeck. "Bei so einer breiten Zustimmung ist es gut möglich, dass der Vorschlag mit der Sondermarke Jüterbog in die engere Auswahl kommt", mutmaßte vorige Woche ein Mitglied des Programmbeirats auf Nachfrage. Neben dem Landeschef haben sich aber auch andere Bundes- und Kommunalpolitiker, der Jüterboger Briefmarkenverein, Superintendent Matthias Fichtmüller und die Geschwister-Scholl-Grundschule für die Jüterboger Sache eingesetzt. Die Grundschüler haben bereits Entwürfe parat, wie eine solche Briefmarke aussehen sollte. Als Hauptmotive wählten sie das Rathaus und die Nikolaikirche. Der kleine Pascal fand die Idee gut und meinte, zwischen die beiden Kirchtürme der Nikolaikirche passe auch sein Vorname mit auf die Briefmarke.



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