Farben der Marken bestimmen

  • Hallo Leute,


    das frage ich mich ja schon immer. Nun, da ich schon intensiver sammel, gehe ich der Frage mal auf den Grund und möchte Sie gerne beantwortet wissen.


    Wie unterscheide ich bei den Marken (speziell vor 1945) die verschiedenen Farben. Gibt es da eine spezielle Methode, ein spezielles Gerät, Chemikalien oder schätze ich einfach ?


    Beste Grüße

  • Upps... tjo, das wäre eine Möglichkeit. Aber gibt es da noch eine andere ? Ein spezielles Gerät zum Beispiel ? Farbscanner, auch Software ? Das wär doch mal was. In den Scanner packen und schon wird die Farbe bestimmt :veryhappy:


    Beste Grüße

  • Bzgl. die Germania wurde ich mir das Buch Germania (Michael Jaschke-Lantelme zulegen.


    Denn die Einteilung eben dieser Marken folgt anderen Regeln.


    Bei den anderen bis Ende 23 (Infla-Ausgaben) ist es etwas einfacher.


    Am besten erwirbt man geprüfte Vergleichsstücke.


    Nicht alle farbnuancen sind teuer.


    mfG


    Nigel

  • Hallo,
    Mit den Farbbestimmungen kann man schon verzweifeln.
    Klar ist einFarbenführer hilfreich, aber was machst du,
    wenn z.B. bei der Germania Nr.140 steht, siena bis
    dunkelbraun.Noch schlimmer sind die Krone/Adlerausgaben.
    Da ist wirklich am besten geprüftes Vergleichsmaterial, was
    man mitunter recht günstig bekommt, zu kaufen.
    Noch ein Tip, sowas nur bei Tageslicht untersuchen.
    Kunstlicht verfälscht die Farben.


    Ich gehe schon lange mit der Idee schwanger, daß
    man sich unter gleichgesinnten hilft und geprüfte
    Marken untereinder austauscht. Eben nur zum vergleichen
    und dann wieder zurückschickt.
    Da gehört natürlich Ehrlichkeit und Vertrauen dazu.
    Warum soll man sich nicht gegenseitig helfen.


    Ist doch mal ein Diskussionsthema wert.


    Gruß kauli

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • Hast ja im Prinzip Recht, kauli - aber ein großer Sammlerfreund hat mir geklagt, dass sich sogar amtliche Prüfer gegenseitig widersprechen, wohl sowas Ähnliches wie Gutachten und Gegengutachten bei Gericht.
    Philatelistische Prüfer sind allerdings immer die Kompetentesten, und das Ausleihen geprüfter Stücke unter ehrlichen Freunden wäre eine sinnvolle Sache. Bei der Farbbestimmung kommt es aber entscheidend auch immer darauf an, wie eine Marke abgelöst wurde (falls), ob Kuvertfarbe mit reinspielt usw. Ein unsicheres Feld! Bei manchen meiner Marken wüsste ich auch gerne, ob es die Karmin für 16 Euro oder die Lilakarmin für 1600 Euro ist...

  • Man kann aber schon einige Unklarheiten beseitigen, zumindestens
    was mittleres Material betrifft. Bei teuren Marken ist der Prüfer
    schon gefragt.
    Wobei, wie du oben geschrieben hast, mit den Prüfern
    auch so eine Sache ist.
    Habe selbst Marken aus der Inflazeit, die für mich
    total nterschiedliche Farben haben, aber als gleiche
    geprüft sind.
    Böse Zungen behaupten ja,das bei den Prüfern
    auch die Tagesform mitspielt.?(

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • In der Vergangenheit ist dies ab und zu mal geschehen.


    Heute ist die Farbbestimmung nicht mehr so subjektiv wie dazumal.


    Beim Kontrollrat u. Arbeiter-Serien wird heute nur noch mit einem Spektroskop farbgeprüft.


    Prüfer gleicher Gebiete kommen heutzutage meherere Male zusammen, und da werden die Vergleichsstücke nochmals untereinander verglichen.


    Mit den Adler/Krone-Marken sowie Germania geht es anders vor sich hin.


    Denn Otto-Sammler fängt ja an, seine eigene Schätze meist wie folgt die Farben zu bestimmen.


    Auf der eine Seite fängt er mit helleren Marken an und legt sie zusammen bis die dunkleren auf der anderer Seite sind. Nun schön und gut. Es gibt Gebiete wo diese Art der Einteilung anzuwenden ist.


    Bei Germania dagegen muss man 10pfg Reichspost NUR mit
    10pfg Reichspost vergleichen.


    10Pfg Deutsches Reich OWz nur mit den gleichen


    Das gleiche gilt für Friedensdruck, Kriegsdruck, und die letzte Serie.


    Hinzu mit diesen Marken muss man einen Farbbaum aufbauen, aber betonen muss ich noch, nur unter den Serien.


    Ähnlich geht es Adler/Krone.


    In meinem Gebiet Helgoland werden meine Vergleichsstücke auch kontrolliert. Wenn ich mal welche Prüfstücke austausche, muss ich eine Begrundung vorlegen, weswegen ich das täte. Diese neuen Stücke mussen dann eventuell auch kontrolliert. Nicht mal als Prüfer kann ich einfach Farben bestimmen ohne das es nicht kontrolliert wird.


    Und wie viele muss man haben?


    Helgoland 10pfg (5 Farbnuancen) da habe ich etwa 90 Marken aller Farben.


    20Pfg dagegen (8 Farbnuancen) über 130 Stuck!!! Aller Ausgaben.


    Alle sind auf schwarze Seiten eingeordnet. Die Seiten sind unbeschriftet. Notizen dazu liegen hinten.


    mfG


    Nigel

  • Hallo Doktorstamp,
    Gut das wir einen Fachmann haben.
    Dein Beitrag ist sehr hilfreich. Es sollte ja auch
    keine Kritik an den Prüfern sein. Das heutzutage
    mit den modernsten Hifsmitteln geprüft wird ist auch
    klar. Bloß, soll ich nun alle älteren geprüften noch-
    mals prüfen lassen ? Empfohlen wird es ja.


    Kennst Du die Seite

    Da bietet jemand ein Programm zur Farbbestimmung an.
    Bin bloß skeptisch ob man damit arbeiten kann.
    Und dann soll es199 € kosten.
    Gib doch mal Deine Meinung dazu kund


    Gruß
    kauli

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

    Einmal editiert, zuletzt von kauli ()

  • Bzgl. Altprüfung;


    Marken die ein Prüferzeichen besitzen, das vor 1979 sind wieder einer neuen Prüfung zu unterziehen.


    Germania 10Pfg Kriegsdruck (ausser a, c, und d,) sind am besten wieder zu prüfen. Vor allem da die g Farbe einstweilen unter f eingestuft war.


    Dies gilt im algemein für Werte wobei neue Farben katalogisiert worden sind.


    Vorab ich habe diese Link noch nicht angeschaut. Aber folgende Fragen fallen bei mir ein.


    1) Ist es geeicht?


    2) Wenn schon, wer hat die Eichung bestätigt, bzw. kontrolliert?


    3)In wie fern kann das Programme äusserliche Einflüße ausschalten?
    Auch innerliche bzgl Programkonflikte.


    Weiterer Standpunkt, er will für €200, ein Gerät das mindestens €6 000 oder mehr kostet, ersetzen.


    Also in der Schlange stehe ich nicht, ihm 200 Schekel dafür grosszügig zu überrreichen.


    mfG


    Nigel

  • Die Handhabung ist recht umfangreich beschrieben,
    kann mir trotzdem nicht vorstellen wie das funktionieren
    soll. Ein Demo ist auch nicht dabei, man würde
    also die Katze im Sack kaufen.
    Und dann hätte man bestimmt schon mal etwas
    darüber gehürt oder gelesen

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • Ideal wär es ja, wenn man irgendwie auf Farbfächer zurückgreifen könnte.
    Beispiel, sowie wir es in unserer Druckerein verwenden:


    [Blockierte Grafik: http://www.biofa.de/images/farbfaecher.jpg]


    Soweit ich weiß liegt sowas zwar nicht in Fächerform vor, sondern nur als Heft mit Spiralbindung: Der Michel-Farbenführer für Briefmarken.


    [Blockierte Grafik: http://www.briefmarken.de/shop/artikelbilder/farbenf-d.JPG]


    Farbvariationen bestimmen oft entscheidend den Wert einer Briefmarke. Das Farbempfinden der Menschen ist sehr subjektiv. Der MICHEL-Farbenführer ermöglicht objektive Farbbestimmungen durch Vergleich der Markenfarbe mit seinen 570 Musterplättchen.


    Die praktische Lochung jedes Plättchens erleichtert die Ermittlung dadurch, daß die zu bestimmende Markenfarbe und die des Musterplättchens in unmittelbaren Kontakt zueinander kommen. 30 Plättchen zur Erkennung der Farben der Rollenenden deutscher Rollenmarken vervollständigen das Werk, das ein nahezu unentbehrliches Hilfsmittel für jeden ernsthaften Philatelisten ist.





    Gruß Bjoern

  • Der Michel Farbenführer ist für Deutschlandsammler vor allem für DR geeignet, aber wer Farben nach Stanley-Gibbons-Katalogen, oder wie ich nach ACSC (Burshden-White) sammelt kann damit gar nichts anfangen. Denn jeder Kataloghersteller scheint seine eigenen Farbbezeichnungen zu führen. :( Solange die Farben nicht international gleich bezeichnet werden gibt es nicht viel Hoffnung mit einem einzigen Farbführer auszukommen, sondern ist gut beraten den Farbführer seines Katalogherstellers anzuschaffen. So es denn einen gibt. Dort wäre meiner Meinung nach anzusetzten, gleiche Benennung für gleichen Farbton.


    Abgesehen vom Farbtonvergleich selbst, scheint bei der Farbbestimmung zumeist auch noch eine UV-Lampe unverzichtbar zu sein. Denn nicht wenige gleichaussehende Farbtöne scheinen unter UV-Licht doch erheblich voneinander zu differenzieren.

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

    2 Mal editiert, zuletzt von rolin ()

  • Was Sie sagen stimmt. Jeder Katalogführer nützt seine eigene Farbbestimmung.


    Allerdings wie Aerotech bestätigen kann, ist für jede Farbe eine Internationale Norm festgelegt.


    Hierzulande ist dies in dem Oxford Dictionary of Colour umfaßt. Sämtliche Bände und wahnsinnig teuer.


    Eine direkte Übersetzung der Farbbezeichnung hilft ja auch nicht.


    Der Michelfarbführer ist wie bereits erwähnt am besten für die Adler/Krone und Germania Marken geeignet.


    Ampost, Kontrollrat, Arbeiter-Serien werden nunmal alle nur noch mit einem Spektroskop efaßt und eingeteilt.
    Mit diesen Ausgaben kann der M. Farbführer nur täuschen.


    Noch eine Begrundung weswegen gleich mit gleich verglichen werden muss, ist der Herstellung der Druckfarbe, einst organisch, bisweilen inorganisch, und jetzt nur noch synthetisch.


    mfG


    Nigel

  • Hallo..


    huiuiui... Nun hatte ich aber erstmal was zum lesen :D


    Das mit den geprüften Marken ist aber so eine Sache.


    Wenn ich z.B. gerne auch die Unternummer sammeln möchte, dann könnte das ein teurer Spass werden, denn die meisten Marken sind ja eh nichts wert. Geprüfte Marken die man erwirbt, die vom Verkäufer als die und die Nummer angeboten werden und einfach nur auf der Rückseite ein Stempelchen des Prüfers haben, nutzen mir doch da gar nichts. Ich weiss ja dann trotzdem nicht, als welche Nummer die Marke geprüft wurde ?


    Sicher ist da nur ein Farbfotoattest ! Nur das kann man ja gar nicht bezahlen! Für einfache Marken, die vielleicht mit 15 Cent angegeben sind, mach ich doch kein FFA! Das lohnt sich ja nur bei etwas teureren Marken.


    Also lieber erstmal die Fachliteratur studieren. Ich werd mir mal solch ein Buch besorgen und versuche es damit.


    Tja, eine Software zur Bestimmung der Farben wäre nicht schlecht, jedoch machen uns da die tausend verschiedenen Bildschirmtypen ein Strich durch die Rechnung. Die Farben würden überall verschieden wiedergegeben werden.


    Beste Grüße

  • Hallo knut,


    Hoffentlich bist Du nicht zu sehr verwirrt von den
    vielen Beiträgen.
    Bis etwa 1970 war es notwendig gewissermaßen zwei Prüfer
    zu Rate zu ziehen. einen für die Echtheit des Stempels
    und einen für die Farbbestimmung. Daher kommt es häufig
    vor, daß eine Prüfstempel vorhanden ist, aber eben der
    Buchstabe für die Farbe fehlt.
    Danach hat die Infla Berlin dann beides zusammen
    geprüft
    Und ob heutzutage die billigen Marken überhaupt
    noch geprüft werde weiß ich garnicht.
    Da kann unser Prüfer vielleicht was zu sagen.


    Gruß kauli

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • servus knut,


    also bei den meisten Marken im DR (späte infla ausgaben ausgenommen) sind gestempelte billiger als */**.


    was für die Farbbestimmung gut ist (man kann sich günstuig vergleichsmaterial besorgen), da sich viele Farben ueber das Stempeldatum eingrenzen lassen (hauptverwendung).


    Beispiel:
    DR45 3 Pfennig Krone&Adler


    Die erste Katalogisierte Farbabweichung bei Deutschen Briefmarken war übrigends die 3 Pfennig Reichspostausgabe:


    Reichpost


    Ich sammel DR auch nach Typen und Farben, falls du mal wo nicht weiter kommst einfach fragen, ...

  • Im algemein werden billigere Marken signiert, und wo nötig mit der Unterteilung aus dem Michel versehen. Für billigere Marken werden keine Befünde oder Atteste erstellt.


    Billige Marken in dem Fall, sie können noch mit einer teuereren Marke verwechselt werden, erhalten kein Prüfzeichen. In diesem Fall wird ein Kurzbefund erstellt.


    (Foto)Befünde sind für Marken, die ein Wert von sagen wir €100 bis 500 haben. Solche werden aber auch benützt für teuerere Marken die Mangel oder sonstige Fehler aufweisen.


    Atteste dagegen sind für Marken, die ein Wert von €500 oder mehr haben, und sind meist in sehr guter Bedarfserhaltung. Hiervon gibt es naturlich Ausnahmen, bedingt durch Rarität usw.


    So wie fährt man fort?


    Erstens den zuständigen Prüfer ansprechen. Man kann dann so einiges vereinbaren. Marken Menge, voraussichtliche Gebühren, oder aber ob es sich überhaupt noch lohnt!!!


    Schicke niemals einem Prüfer Marken entgegen ohne vorherige Absprache!!!!!


    Folgendes betrifft am meisten die Infla-Sammler, wenn Sie Marken hinschicken, seien Sie dem Prüfer nicht böse, wenn die Marken hinten mit Stempelfalsch versehen worden sind.


    Kommt naturlich bei den Altdeutschen Staaten auch vor.


    Die Prüfordnung der BPP ist in Michel zu lesen. Wer Gegenstände hinschickt, müß diese Prüfornung anerkennen. Wenn nicht geht alles Retour, minus Grundgebühr.


    Prüfgebühren können Sie sich sparen, in dem Sie Mitglied einer Arge werden, oder Mitglied im BDPh.


    Also alle jetzt den Michel lesen. Für weitere Fragen (auch dumme) stehe ich zur Verfügung


    mfG


    NIgel