Ganz Detmerode war von verspäteter Post betroffen

  • Der Brief an die Wolfsburgerin Ruth Schrader, der vier Jahre unterwegs war (WN berichteten) – er ist kein Einzelfall. In der Redaktion meldeten sich am Wochenende zahlreiche Leser, denen gleiches widerfahren ist. Was sie verbindet: Alle wohnen in Detmerode, im Postleitzahlenbezirk 38444.


    Christel Glatting, sie und ihr Lebensgefährte Wilhelm Bornholdt leben in der Kennedy-Allee, nimmt die verspätete Postzustellung mit Humor: "Man freut sich ja über jede Post." In diesem Falle ist das eine Karte, die der Schwiegervater von Christel Glattings Tochter aus seinem Skiurlaub nach Wolfsburg sandte. Fast "abgeschrieben" hatten hingegen Peter und Doris Bronold aus der Bonhoefferstraße eine Bekannte aus Hamburg. "Sie hat uns sonst immer einen Neujahrsgruß geschickt." Jetzt wissen wir, warum der im Jahr 2001 ausgeblieben ist." Erkannt hat das Paar die Odyssee der Karte, die am 18. Januar eintraf, nicht nur am Poststempel, sondern auch an der Briefmarke: Deren Wert lautete nämlich noch auf 1,10 Mark.


    Die kürzeste Entfernung auf diesen Post-Irrwegen vermeldete bisher Hans-Werner Siebenborn, Leiter der Eichendorff-Realschule. "Ich habe im Dezember 2001 von der Frauenteichstraße aus eine Neujahrskarte an unseren Fördervereinsvorsitzenden Christoph Beran verschickt. Der wohnt fünf Kilometer von uns entfernt." Auch dieser Gruß brauchte vier Jahre. Kommentar



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