Briefmarke; Wolfgang Amadeus Mozart

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    Dass Wolfgang Amadeus Mozart von 27. Januar 1756 bis 5. Dezember 1791 gelebt hat und bereits im Alter von sechs Jahren zusammen mit seiner Schwester "Nannerl" (Maria Anna) durch ein Klavierkonzert vor Kaiserin Maria Theresia in die Wiener Musikgeschichte einging, ist hinlänglich bekannt.


    Während des zweiten längeren Aufenthalts in Wien (September 1767 bis Jänner 1769) dirigierte Mozart erfolgreich seine "Waisenhausmesse" und führte auch das Singspiel "Bastien und Bastienne" auf.


    Kurz nach der Rückkehr von der zweiten Italienreise Mozarts verstarb der langjährige Mentor der Familie, der Fürsterzbischof von Salzburg, Sigismund von Schrattenbach. Mit Hieronymus Graf Colloredo folgte ein neuer Brotherr, mit dem der junge Mozart wenig harmonierte. Nach einer Reihe von Meinungsverschiedenheiten mit dem Grafen verließ Mozart 25-jährig im März 1781 Salzburg und ging nach Wien.


    Mozart war begeistert: Dies sei der beste Platz für sein Metier und Schüler könne er hier haben, so viele er wolle, schrieb er an seinen Vater. Mozart verfiel auch in eine fast manische Arbeitswut - annähernd die Hälfte seines Lebenswerks entstand hier in den folgenden 10 Jahren. Bald stand er auch in hohem Ansehen. Ein wesentlicher Schritt zur Etablierung in den einflussreichen Hofkreisen war das erfolgreiche Debüt mit "Die Entführung aus dem Serail" im Juli 1782.


    Im selben Jahr heiratete der umworbene Junggeselle auch Konstanze Weber, die jüngere Schwester seiner Jugendliebe Aloysia.


    Die Anstellung als kaiserlicher Kammermusikus im November 1787 brachte Mozart künstlerische wie auch gesellschaftliche Anerkennung und ein gesichertes Einkommen. Dass seine Schulden dennoch enorm wuchsen, war wohl einerseits seiner bekannten Verschwendungssucht wie auch dem Desinteresse "am ordentlichen Wirtschaften" seiner Gattin Konstanze zuzurechnen.


    Am 30. September 1791 wurde "Die Zauberflöte" in Schikaneders "Freihaus-Theater" ("Theater auf der Wieden") mit großem Erfolg uraufgeführt.


    Im Spätsommer 1791 begann Mozart überraschend zu kränkeln. Beharrlich arbeitete er aber an seinem letzten großen Werk, dem "Requiem". Es war Mozart jedoch nicht mehr vergönnt dieses Auftragswerk des Grafen Walsegg-Stuppach zu vollenden. Anfang Dezember trat jene dramatische Verschlechterung ein, die binnen weniger Tage zu seinem Tod führen sollte.


    Um den Tod Mozarts rankten sich zahlreiche Vermutungen. Als unrichtig hat sich aber die über viele Jahre hartnäckig gehaltene Annahme herausgestellt, dass er von seinem "Rivalen" Antonio Saleri vergiftet worden war.


    Nachdem Mozart gestorben war, wurde er in einer Kapelle des Wiener Stephansdoms unter der Anteilnahme der männlichen Familienmitglieder, Antonio Saleris und von Freunden aus dem Kreise der Freimaurer sowie Mitgliedern des Wiener Adels eingesegnet. Danach wurde er auf den St. Marxer-Friedhof im dritten Wiener Gemeindebezirk überführt. Sein Grab kann heute nur ungefähr lokalisiert werden. Der Grabstein im Ehrengräberbereich des Wiener Zentralfriedhofs (Gr. 32 A, Grab Nr. 55.) deckt nur ein Scheingrab.


    Die Sondermarken im Kleinbogen zu je 10 Stück mit einem Nennwert von 10 x EUR 0.55 wurden mit einer Auflage von insgesamt 2,5 Millionen Einzelmarken aufgelegt, sind seit dem 12. Dezember 2005 in den ausgewählten österreichischen Postämtern erhältlich und hatten am 27. Januar 2006, dem 250. Geburtstag Mozarts, ihren Erstverwendungstag mit Sonderstempel in Wien und Salzburg.



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