Die Sache mit den Zähnen

  • Briefmarken - Rund 400 Besucher beim Großtauschtag in der Listhalle. Exponate bis 7 000 Euro


    REUTLINGEN. Walter Wieland kennt sich aus mit Zähnen. Dabei ist er weder Zahnarzt noch Kieferorthopäde. Wieland sammelt ganz einfach Postwertzeichen und ist zudem Vorsitzender des Reutlinger Briefmarkenvereins. Der veranstaltete am Sonntag in der Friedrich-List-Halle zum 19. Mal einen Großtauschtag. Rund 400 Besucher kamen über den Tag hinweg zum Tauschen, Schauen und Kaufen der gummierten, gestempelten bunten Marken.


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    Kostbar: Gerda Kohle zeigt eine Zeppelin-Marke von 1931. Ein Satz davon in drei Farben wird mit 2 000 Euro gehandelt.


    Dabei ging es auch um die Zähne und den Zähnungsschlüssel. Zum einen dient die Perforation rund um die bunten Bildchen dem Abreißen, andererseits nutzen die Sammler sie zur Wiedererkennung sowie Klassifizierung. »Auf einer Strecke von zwei Zentimetern gibt es eine bestimmte Anzahl von Zähnen. Danach teilen wir die Marken ein«, erläutert Wieland. Das Messen erledigt ein Zähnungsschlüssel. »Den gibt es mechanisch oder elektrisch. Der mechanische ist aber zuverlässiger.« In einer Schau stellten die Mitglieder des Vereins ihre Kostbarkeiten aus: Die bunte Welt der Philatelisten gab's da zu besichtigen.


    Das ging von einer Sammlung mit Schmetterlings-Motiven über Blumen und Reutlinger Marken mit dem Konterfei Friedrich Lists bis hin zu teuren Exponaten aus dem 19. Jahrhundert.



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