Gezeichnet: John F. Kennedy

  • Gezeichnet: John F. Kennedy
    Manfred Simmeth besitzt Briefmarke mit Originalunterschrift


    Lindenberg (ins).
    Ein Zweiteiler im ZDF-Abendprogramm über die Kennedys hat Manfred Simmeth an einen kleinen Schatz erinnert, den er seit über 40 Jahren aufbewahrt: Der Lindenberger besitzt eine Briefmarke mit dem Konterfei John F. Kennedys, geadelt mit der originalen Unterschrift des berühmten US-Präsidenten.


    Es war eine „Schnapsidee“, so beschreibt der 60-Jährige den Gedanken, den er 1963 fasste. 17 Jahre alt war er damals, wie viele Gleichaltrige sammelte der Lehrling Briefmarken.
    Einige der Marken schmückten Porträts bekannter Männer und Frauen der Zeitgeschichte. Diese wollte der Jugendliche durch persönliche Unterschriften aufwerten.
    Und so schickte der junge Westallgäuer Briefe in alle Welt: Queen Elisabeth erhielt Post aus Lindenberg, ebenso Fürst Rainier von Monaco, König Gustav Adolf von Schweden und eben John F. Kennedy.
    Nicht einer blieb Manfred Simmeth die Antwort schuldig. Die Queen ließ über das Außenministerium ihr Bedauern ausdrücken. Sie pflege grundsätzlich nicht, auf Briefmarken zu unterschreiben. Ebenso hielt es der schwedische Monarch.
    Fürst Rainier hingegen und der amerikanische Präsident zeigten sich unkomplizierter, setzten eigenhändig ihre Namen auf die ihnen von Simmeth zugesandten Marken, bevor sie sie zurückschickten. Ein Schreiben von Evelyn Lincoln, „Personal Secretary to the President“, bestätigt die Echtheit der Signatur. „Es ist mir eine Freude, Ihnen die besten Grüße des Präsidenten zu übermitteln“, endet das Schreiben aus dem Weißen Haus.
    Simmeths Briefmarken haben durch die prominenten Unterschriften keine Wertsteigerung erfahren – zumindest aus Sicht der Philatellie. „Keine Ahnung, ob sie als Rarität eine bestimmte Bedeutung haben“, meint ihr Besitzer. Ihm sei es als Jugendlicher auch nicht um Preis oder Ruhm gegangen. Mit seiner Errungenschaft ging er nicht hausieren bei Gleichaltrigen. Den Erhalt der Unterschriften erlebte er als stillen Triumph: „Ich habe das für mich selbst gefeiert.“



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