Sammler-Software

  • Antorten finden - weil ich versehentlich in einem weniger frequentierten Forum mich befunden habe. Ausserdem nutze ich nicht nur dieses Medium sondern auch noch andere Medien zur Erhebung von Daten.
    Soll heissen, dass ich sehr wohl viele Daten bereits habe und auch viele sehr unzufrieden sind mit den bisherigen kommerziellen Programmen. Deswegen "basteln" auch viele!

  • Also ich verwende auch Excel zur Verwaltung meiner Sammlung. Aber nur um den Bestand meiner Sammlung zu pflegen und um auf die Schnelle nachschauen zu können, ob ein Bogen den ich gerade sehe, noch in meiner Sammlung fehlt. ("auf die Schnelle" deshalb, weil ich diese Excel-Tabelle auf meinem PDA pflege und sie auch überall hin mitnehmen kann)


    Aber wirklich etwas dokumentieren kann man mit Excel natürlich nicht. Dazu verwende ich MediaWiki (die SW die auch hinter Wikipedia steckt). Vorteil: Die Gestaltung ist sehr flexibel - Bilder (Scans), Texte, Tabellen, Links auf interessante Seiten im Web etc. sind kein Problem. Man kann jede Seite individuell gestalten oder unter Verwendung von Vorlagen (Templates) ein einheitliches Design verpassen. Die Flexibiltät hat natürlich auch ihren Nachteil: man muss eine gewisse Disziplin wahren, damit man sich noch zurecht findet. Dies muss man aber bei Excel-Tabellen, Karteikästen oder anderen Dokumentationshilfen á la Word auch. Ein anderer Vorteil des MediaWiki ist auch, dass man die Dokumentation ins Internet stellen kann, wenn einem danach ist (was ich Probeweise auch schon mal gemacht habe: BogenWiki).


    Ich hab' mich auch mal mit diversen SW-Produkten (PHILOTAX, Michel-Soft etc.) rumgeschlagen und musste auch feststellen, dass sie alle einiges gemeinsam haben: sie sind unfelxibel, instabil und gräßlich anzusehen - schade um das rausgeworfene Geld.


    Auch ich habe mich mal an einer Eingenentwicklung versucht (Delphi+Access-DB). Hier stellte sich mir aber bald die Frage, was ich damit erreichen will. Vornehmlich natürlich meine eigene Sammlung verwalten - klaro. Dies kann ich aber auch mit Standardprodukten erreichen (siehe oben), ohne auch noch in meiner Freizeit an SW zu schrauben. Schließlich wollte ich mich um meine Sammlung kümmern und nicht eine SW-Entwicklung starten. Meine Sammlung kann ich mit Excel verwalten und mit MediaWiki dokumentieren. Warum also noch eine SW schreiben, die schlussendlich auch nicht mehr können wird, aber viel Freizeit und Nerven kostet? ... damit war für mich das Projekt gestorben - und bereut hab' ich's bis Heute auch nicht.
    So, das war mein Senf dazu 8)


    Gruß Jens

    Gebiete: Komplette Bögen Bund (bis Nr. 1753), Berlin, Saarland (ab Nr. 379), DDR (inkl. Beitrags- und Spendenmarken), Weihnachtssiegelmarken/Tuberkulosemarken - BogenWiki - Literaturliste

  • Ich glaube man sollte, unabhängig von der Art der verwendeten Software, sich erst mal darüber unterhalten welche Informationen denn in der Datenbank gespeichert werden. Jede Datenbank hat Felder welche gefüllt werden müssen. Eine Excel Tabelle hat den Vorteil dass diese Tabelle einfach anzulegen und veränderbar ist, auch Gruppierung und sortieren (vom Datum mal abgesehen) sehr einfach ist. Und, fast jedes Datenbankprogramm hat die Möglichkeit Excel Tabellen zu importieren.
    Ich habe in meiner Excel Tabelle) für Briefe folgende Felder:


      Mi-Nr. der Marke Frankatur
      Handbuch Nummer der Marke
      Stempel Type
      Aufgabepostamt
      Datum des Postentwertungsstempel
      Gesamtporto
      Zuschlag für Einschreiben (wenn Einschreiben)
      Zuschlag A (z.B. Luftpostzuschlag), Nachnahme etc...
      Zuschlag B (wie oben)
      Beschreibung des Briefes
      Kaufdatum
      Verkäufer
      Verkaufsdetails (ebay Nummer, Auktion Nr. / Los Nr. etc..)
      Kaufpreis in Landeswährung
      Währung
      Kaufpreis in Euro
      Link zum Bild


    Was sollte noch hinzu kommen?

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

    Einmal editiert, zuletzt von 22028 ()

  • Wer das mal austesten will - ich kanns empfehlen CUECARDS.


    Ist eine Art Karteikartenprog, sehr schnell, klein und stabil. Gibts sogar in einer älteren (aber völlig ausreichenden) Version als Freeware.


    Man kann qua Baumstruktur seine Sammlung dokumentieren, zu jedem einzelnen Eintrag Anhänge in beliebiger Zahl machen, sogar die Marken als img einfügen (wenn auch nur über die clipboard). Export in *txt und *html geht auch.


    Also, ich finde, das hat was, das kleine Programm. Auch für Software-Muffel bestens geeignet :P


    GUCKSDUHIER


    Nix für ungut, es grüßt:


    adusei


  • Ja das gute Cuecards-Programm hab ich auch. Dies ist eine schöne Datenbank mit einer guten Baumstruktur. Dennoch konnte ich keine gute brauchbare Lösung für Briefmarken damit erstellen. Die Bilder kann man nur als Bitmap sichtbar einfügen, daher wird sich die Datenbank sehr in die Größe aufblähen. Andere Dateitypen für Bilder werden nur als Symbole sichtbar dagestellt.


    Dafür habe ich mit Excel bessere Ergebnisse bekommen (auch ohne Bilder). Bei mir gibt sich Cuecards nur als Rezeptsammlung gut! :ups: :D


    Grüßle Brauni


    PS: Wer weitere gute Ideen (auch für ne gute Struktur in Cuecards) hat: Nur her damit! :D

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)


  • Hallo,


    sorry, aber da muß ich Dich korrigieren - Du kannst Markenbilder auch als *jpg, *gif oder *png in jeden Beitrag einfügen. Den Trick haben ich in meinem Beitrag oben ja schon verraten: Du lädst das Bild, das Du in CueCards haben willst, in die Zwischenablage. Dann kannst Du es einfach dort einfügen.
    Und dann bleibt die db auch klein. Und wenn Du nur verlinkst und thumbs einfügst: noch kleiner.
    Versuchs doch noch mal.


    Beste Grüße,


    adusei

  • Das ist ja Cool! Danke für den Tipp mit der Zwischenablage! Ich glaube das kann noch was gutes werden! Anbei eine kleine Testdatei über Machin Plattenfehler. :D

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

  • Na, dann hat sich mein Hinweis doch gelohnt ;)
    A propos Struktur: Ich denke gerade auch darüber nach und werde wohl folgendes machen (ganz simpel):


    Oberkategorie: LAND
    Subkategorien: JAHR


    Darunter dann die Einträge, nach Katalog-Nr.


    In die Einträge oben das Bild, dann alle nötigen Kurz-Info. Für weiterführende Info zum Eintrag Anhänge (z.B. zu *doc files etc.).


    Schön ist eben, dass das Prog free ist, klein und wirklich schnell. Und es ist schon länger auf dem markt und wird z.B. gerne von Schulen verwendet (also: stabil).


    Fazit: Besser als MSExcel allemal :D

  • Wie ich sehe handelt es sich im Großen und Ganzen aber immer um ein Provisorium bei allen Anwendungen. Man arrangiert sich mit gewissen Möglichkeiten eines Programmes aber erfüllt es tatsächlich auch immer den gewünschten Hintergrund?


    Wie sehr spielt dabei die Möglichkeit eine Rolle, wenn man seine Sammlung archiviert hat, dass diese auch für Versicherungen verwendet werden kann (z.B. bei Brand, Hochwasser oder Raub) ??

  • Zitat

    Original von Jukdo


    Wie sehr spielt dabei die Möglichkeit eine Rolle, wenn man seine Sammlung archiviert hat, dass diese auch für Versicherungen verwendet werden kann (z.B. bei Brand, Hochwasser oder Raub) ??


    Klare Antwort: KEINE.
    Du mußt Deinen Kram VORAB versichern, also vorab eine Summe verschichern. Der Versicherung ist das egal, wie hoch Du sie setzt, resp. je höher desto freudiger wird dich die Versicherung vertraglich in ihre (Kraken) Arme schließen :rolleyes:
    Für die ganze Chose braucht man nun wahrlich kein Archivierungsprogramm.


    Gruß,


    adusei

  • Zitat

    Original von Jukdo
    Und wie will ich der Versicherung plausibel erklären welche Marken gestohlen worden sind? ...


    Tja, das ist immer das Problem bei Versicherungen :D
    Gegenfrage: Wie willst Du denn plausibel machen, dass Deine Einträge im Verwaltungsprogramm der Wahrheit entsprechen?


    Ich glaube, wir kommen vom Thema ab ... :rolleyes:

  • Ich habe mal unter Google / Text und Tabellen eine Beispieltabelle als Archiv oder Verwaltung für Briefmarken erstellt. Man benötigt nur ein Google-Konto den man Kostenlos erstellen kann. Dann habe ich eine Tabelle nach SaschJohns Vorbild entworfen. Das schöne dabei ist, mann kann die Tabelle für jeden zum Lesen veröffentlichen und man sieht auch schnell welche Briefmarken einen noch fehlen. Leider habe ich vergessen die Mi-Nummern noch dazu zu schreiben. :ups: (Es könnte ja eine Urheberverletzung sein!)


    Ihr könnt hier meine Tabelle anschauen:
    ----Link entfernt ---- ist ungültig geworden


    Ich bin gespannt was ihr dazu meint, ob sich das als gute Briefmarken-Verwaltung lohnt. ;)



    ----Link entfernt ---- ist ungültig geworden
    EDIT: 12.05.08

    :cool: Sei wie eine Briefmarke: Halte dich an irgendwas fest, bis du am Ziel bist.
    (Josh Billings, amerik. Schriftsteller, 1818-1885)

    Einmal editiert, zuletzt von Braunbear ()

  • Hallo zusammen,


    ich möchte mich mal mit in die Diskussion einklinken.


    Die Googletabellen finde ich alles andere als übersichtlich und
    schön. Die Onlineverfügbarkeit ist natürlich das (einzig) inter-
    essante daran, aber alles in allem handelt es, wie viele meiner
    Vorredner ja auch immer wieder erwählt haben, um eine
    provisorische selbstgestrickte (Not-)Lösung.


    Als Essenz der gesamten Diskussion entnehme ich :


    - jeder hat sich auf dem vorhandenen Softwaremarkt mit dem
    Ergebnis das man es besser sein lassen sollte damit zu arbeiten
    (dem schließe ich mich an, vor allem ist es enttäuschend wenn
    man sieht was große Anbieter von Standardkatalogen anbieten)


    - viele "kochen ihr eigenes Süppchen" mit Excellisten usw., was
    ja zeigt, daß der Bedarf, die Möglichkeiten eines modernen
    PC zur Verwaltung der eigenen Sammlung, Fehllisten usw. zu
    nutzen, da ist


    - die Möglichkeiten des Internets werden Stand heute in der Phila-
    telie selten bis gar nicht genutzt


    Ich glaube, das viele den Vorteil einer guten Software schon gerne
    nutzen würden, wenn es endlich eine geben würde ;-)


    Vielleicht könnten wir die Diskussion aus desem Grund mehr in die
    Richtung bringen, was man sich von einer guten Software wünschen
    würde.


    Beste Grüße aus dem Rheinland


    Rolf "Bitworm" Heinen