Was ist einem zu viel?

  • Wann wird einem eine Marke zu Teuer?


    Nun für den einen, der es sich leisten kann, vermag dieses Niveau ziemlich hoch sein. Wenn er nicht zu geizig ist.


    Für den anderen, der aus irgendwelchen Grunden sich keine teueren Marken leisten kann, dürfte das Niveau dementsprechend weniger.
    Oder er begibt sich zufrieden mit minderwertigen Marken.


    Es ist immer eine heikle Frage. Mit keiner präzisen Antwort.


    Was ist aber die Meinung andere hinsichtlich zu viel?


    mfG


    Nigel

  • Viel ist realtiv.


    500 € können eine ganze Menge sein, aber auch nur eine kleine Investitiion.
    Es kommt immer darauf an was man dafü bekommt.
    Ich bin nicht bereit pauschal für eine Marke den genannten preis zu bezahlen. Anders sähe das allerdings aus, wenn mir nur noch diese eine Marke fehlen würde und ich dann die Sammlung voll hätte.


    Selbst 2000 € können ein Schnäppchen sein, wenn man die Marke teurer weiter verkaufen kann.


    So sieht jedenfalls meine Meinug aus.


    Um auch noch eine Zahl zu nennen:


    Meine Schmerzgrenze für einen Spontankauf liegt so bei 30€.
    (Ich bin Schüler)
    Sollte jedoch eine ganz besondere Marke vorbeischwimmen, würde ich wahrscheinlich auch bis 150 gehen.


    mfg
    MM

  • Interessante Frage:


    Für mich zum Beispiel galt bis vor ein paar Jahren das gleiche wie MM - mir fehlte schlecht weg das Geld, d.h. keine zusätzlichen Marken, geschweige den Zubehör.


    Mittlerweile ist man(n) älter geworden, arbeitet - kennst sich ein wenig besser aus - da kann ein Sponatnkauf schon mal höher werden.


    Wie gesagt es kommt auf die Situation an - und was ich mir von einem Kauf verspreche.


    Denke über dieses Thema kann man stundenlang schreiben.


    Grüße aus München


    oli

  • Ein interessantes Thema.


    Es hängt ja in erster Linie davon ab, wie die finanzielle Situation
    des Sammlers ist. Man kann nur das ausgeben was man zur
    Verfügung hat.
    Ich denke mal der Grösste Teil der Sammler ist nicht so bemittelt,
    um sich teure Marken kaufen zu können.
    Sie haben aber genauso viel Freude an ihrem Hobby wie die anderen.
    Die Grenzen wieviel man ausgeben kann, muß sich jeder selber setzen.

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • Ab und zu bekomme ich ein Päckchen von Zulieferern, die meine Sammelgebiete kennen, mit dem Vermerk: "Bitte heraussuchen, was gefällt, und dafür vergüten, wie´s beliebt."
    Solche Geschäftsverbindungen sind natürlich der Idealfall und funktionieren nur, wenn immer beide Seiten voll zufrieden sind.


    Gruß Hannes

  • Dieses Thema kann nicht so leicht beantwortet werden. Schließlich muß man bedenken, daß die Sammelgebiete und Sammler-Präferenzen unterschiedlichster Natur sind.


    In meinem speziellen Fall rechne ich nicht jede Marke auf´s Prozent aus, sondern schätze ab, was mir das Stück (oder das Konvolut) wert ist. Alles was ich nicht brauche, stoße ich wieder ab und finanziere so einen Teil des Zukaufs neuer Marken. Ob dies nun 50, oder 1000 Euro sind, ist zweitrangig.


    Die nachstehende 1-2 Gravurtype hat mich beispielsweise knapp fünf Euro inkl. Porto bei E-Bay gekostet, wäre mir sogar 15 Euro wert gewesen und könnte sie jederzeit um realistische 25 bis 30 Euro wieder verkaufen. Bei eventuell teurerer Standardware könnte ich diese Herangehensweise völlig vergessen und würde wissentlich nur grobe Verluste produzieren (siehe postfrisch-Post-Abonement-Sondermarken-Sammler).


    Für andere, bessere und seltenere Marken lege ich gerne auch ´mal weitaus mehr aus, doch beschränkt sich meine Grenze für eine Einzelmarke auf nur wenige hundert Euro. Das hängt einfach mit meinem Spezialgebiet zusammen und der Wahrscheinlichkeit, mit dem Wissen als Spezial-Sammler, in einem billigen Konvolut auch ´mal aussergewöhnliche Stücke zu entdecken.


    Trotzdem gibt es Marken, welche ich mir aufgrund der Seltenheit und des horrenden Preises einfach verkneifen muß. Und? Ist das ein Genickbruch für einen Sammler? Ich glaube Nein!

  • Antwort an oli:
    Die meist sehr inhaltsreichen Überraschungspäckchen bergen eben allerlei Augenweiden, die meine Lieferanten (keine Händler!) abstoßen möchten und bei mir in guten Händen wissen. Das sind dann oft ganze Alben voll gestempelter oder ungestempelter Marken meines Sammelgebiets, auch mal Bogen dabei, viele Ganzsstücke - alles Dinge, von denen die Absender glauben, dass ich sie haben möchte. Das Aufzählen der Themen würde jetzt momentan zu weit führen.
    Bisher habe ich nahezu alles behalten und gut bezahlt. Wie gesagt: eine beiderseitige Freude - so geht´s prima!
    Gruß von Hannes aus Weißenburg