Kleine Marken und große Leidenschaft

  • Philatelistischer Frühschoppen im Ascherslebener Rondell


    [Blockierte Grafik: http://www.mz-web.de/ks/images/mdsBild/1139497449317l.jpg]
    Beim Philatelistischen Frühschoppen wird nicht nur getauscht und gekauft, hier ist jedesmal auch Fachsimpeln angesagt. Nach dem Umzug des Kulturkreises findet das Treffen jetzt im Rondell statt.


    Aschersleben/MZ. Am 16. November 1997 ging es los: "Wir haben damals alle Sammler eingeladen", erinnert sich Vereinsvorsitzender Rüdiger Kreibich an die Anfänge des Philatelistischen Frühschoppens. Dieser ist mittlerweile zu einer festen Größe im Veranstaltungsplan des Ascherslebener Briefmarkensammlervereins im Kulturkreis "Adam Olearius" geworden und findet seit 2001 einmal im Jahr statt.


    So auch am vergangenen Sonntag, als der nunmehr siebente Philatelistische Frühschoppen auf dem Programm stand. Im neuen Domizil, dem Bürgerraum im Rondell in Aschersleben, stellten die Sammlerfreunde ihre Errungenschaften aus, hatten Gelegenheit, Briefmarken zu tauschen und zu kaufen. Besonderer Leckerbissen und ein Muss für alle, die die Leidenschaft an Marken, Ersttagsbriefen und Ansichtskarten gepackt hat: ein Ersttagsbrief der Privatpost mit Sonderstempel vom Rondell.


    Ausgestellt war die Postgeschichte: die ältesten Briefe mit einem Stempel aus dem Jahr 1881, Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg, Postanweisungen und Ganzsachen - "Da sind die Marken gleich drauf gedruckt", erklärte Schriftführer Wolfgang Espig. Alte Rechnungen Ascherslebener Firmen wie Klinge und Poeschel hingen aus.


    Nicht viel weiter Motivsammlungen: Schiffe, Island, Katzen und Orchideen. Blumen zeigt auch die neueste Druckserie im Block und Fünferstreifen. Letztere hätten noch einen besonderen Wert durch die Nummer auf der Rückseite, so Espig. Erinnert wurde an die olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck. Neben Ersttagsbriefen von der Messe, alten Geldscheinen und den dazugehörigen, in die jeweilige Zeit passenden Briefmarken, widmete sich ein Teil der Werbeschau auch dem Postkrieg. "Damals wurden Marken geschwärzt, weil sie nicht erlaubt waren", erläuterte der Schriftführer. Diesmal rückten auch die Ansichtskarten ins Blickfeld. In Zukunft sollen sie fester Bestandteil der Werbeschauen sein.


    Unlängst zum Tausch noch hineingeschnuppert und mit der Idee gespielt, ihrem Vater vorzuschlagen dem Verein beizutreten, ist Sabine Stumpe mittlerweile selbst Mitglied geworden: "Mein Vater ,vererbt' mir seine Sammlung, und ein Hobby braucht man doch", so die Ermslebenerin. Zuspruch fand der Philatelistische Frühschoppen auch diesmal wieder. Neben den Hettstedter und Staßfurter Sammlerfreunden hätten es sich auch Gäste aus Jena und Gernrode nicht nehmen lassen, dabei zu sein, freute sich Kreibich.




    Quelle / Artikel: