Alte Briefmarken und Karten besonders gefragt

  • Sammlerverein richtet zum 20. Geburtstag eine Großtauschbörse aus


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    Besonders alte Karten und Briefmarken sind bei der Großtauschbörse des Flörsheimer Sammlervereins am Samstag ausgetauscht worden.


    FLÖRSHEIM Für Liebhaber alter Briefmarken, Postkarten und Briefe führte am Evangelischen Gemeindehaus in Flörsheim kein Weg letzten Samstag vorbei. Der Flörsheimer Sammlerverein Untermain e.V. hatte zur "Großtauschbörse" eingeladen.


    In der Presse und Briefmarkenmagazinen hat der Verein für das "Event" Werbung gemacht, um ein großes Einzugsgebiet anzusprechen. Schließlich sei die letzte "Großtauschbörse" vor rund fünf Jahren ausgerichtet worden, und das 20-jährige Bestehen des Vereins stelle einen guten Anlass für diese Veranstaltung dar, wie Erster Vorsitzende Jürgen Reichardt berichtete.


    Fleißig suchten die Sammler dann auch die Kartons nach fehlenden Briefmarken in der Sammlung oder alten Postkarten ab. Dabei habe jeder Liebhaber der alten Stücke seine eigenen Präferenzen: "Die einen interessieren sich für Ländersammlungen oder für Motivsammlungen, andere nach Briefmarken mit VW-Käfern oder Postkarten mit alten Bahnpoststempeln", so der Erste Vorsitzende, der selbst Briefmarken mit Motiven von zoologischen Gärten sammelt.


    Doch nicht nur zoologische Gärten sind in den zahlreichen Kartons von Jürgen Reichardt: "Das Sammeln ist mir von meinen Eltern in die Wiege gelegt worden." Von jedem Jahr seit Geburt an haben seine Eltern die Briefmarkensammlung der Bundesrepublik Deutschland - also alle erschienenen Briefmarken in Deutschland in einem Jahr - gekauft und ihm zum 18. Geburtstag geschenkt.


    Besonders wertvolle Einzelstücke nennt der Erste Vorsitzende nicht sein Eigen. Für einen Sammler sei vielmehr "alles kostbar".


    Damit eine Marke den Tauschwert im "Michel", der "Bibel" der Briefmarkensammler, erreicht, muss sie verschiedene Merkmale aufweisen, auf die am Samstag natürlich geachtet wurde. So darf kein Zacken fehlen, kein "Knick" vorhanden sein und der Stempel muss sauber aufgedruckt sein.


    Neben Briefmarken wird im Flörsheimer Verein übrigens alles gesammelt, was Spaß macht. Auch wenn ein Mitglied sich auf Euro-Münzen konzentriert hat, werden jedoch hauptsächlich Briefmarken und alte Karten und Briefe gesammelt.


    Modeerscheinungen wie Telefonkarten haben dazu geführt, dass der Sammlerverein in der Vergangenheit auch schon einmal über 50 Mitglieder zählte.


    Über eines ist sich der Vorsitzende aber trotz des elektronischen Zeitalters gewiss: "Briefmarken werden immer gesammelt". Damit dies auch so bleibt, legt er beim Versenden von Briefen bei der Post Wert auf keine vom Computer gedruckten Marken: "Wenn ich zur Post gehe, sage ich, `bitte eine Sondermarke draufkleben und sauber abstempeln´."



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