• Da ich noch zimlicher Anfänger bin beim Briefmarkensammeln habe ich ein paar Fragen dazu.


    Ich habe sehr viele Briefmarken aus aller Welt, aber ich weiss nicht wie man sich ein schönes Sammelgebiet anschafft.


    Nach was für Kriterien gehen die richtigen Sammler?
    Was sammeln sie genau für Gebiete?


    Ich selbst sammle eigendlich Schweizer Briefmarken, habe auch schon ein grossteil davon.


    Ist es sinnvoll Briefmarken aus aller Welt zu sammeln oder sollte man sich auf ein paar einzelne Länder fixieren?



    Danke


    Gruss Witchery

    *** Wie sagt man gepflegt "leck mich am Arsch"?***
    *** "Du kannst mich am Ende der Wirbelsäule, ***
    *** wie eine Briefmarke behandeln" ***

  • Hallo,


    "richtiges" oder "falsches" Sammeln gibt es eigentlich nicht. Das ist ja das schöne an dem Hobby, auch wenn einem manche Sammler etwas anderes erzählen.


    Normalerweise ist so tatsächlich so, daß die meisten Sammler mit aller Welt anfangen und sich nach und nach immer mehr spezialisieren. Das muß aber nicht unbedingt so sein, ich sammle auch nach Jahren immer noch alle Welt, wenn mich auch nicht alle Länder gleich interessieren.


    Den einzigen Rat, den man eigentlich jedem Sammler geben kann: Achte auf die Qualität. Das bedeutet möglichst einwandfrei postfrische oder aber gestempelte Marken mit sauberem Stempel. So kannst du eigentlich nichts falsch machen.


    Grüße
    db


    P.S. Falls du an gestempelten deutschen Marken interessiert bist, einfach PN an mich...

  • OK dann fahre ich dort fort wo ich schon angefangen habe :) Danke

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  • In Literatur investieren und am Anfang zweimal überlegen, ob man sich bestimmte Marken kaufen sollte.


    Für den Anfang ist "Masse" ideal...nur so findest Du Dein Lieblingsgebiet!


    Nach spätestens einem Jahr solltest Du den Sprung zur Spezial-Literatur geschaft haben und auf ein paar wenige Marken, oder ein gezieltes Gebiet eingeschränkt sein. Jetzt kannst Du langsam Dein Buget für Marken-Käufe erhöhen.


    Spezialisierung ist ein Muß! Nur so macht die Sammelei Spaß!


    Wer alles sammelt, hat nichts!

  • Zitat

    Original von Nimrod
    Spezialisierung ist ein Muß! Nur so macht die Sammelei Spaß!


    Wer alles sammelt, hat nichts!


    Sorry, aber da muß ich wiedersprechen. Ich sammle auch nach Jahren immer noch alle Welt, und das mit großen Spaß.


    Natürlich werde ich dieses Gebiet nie komplett erschlagen, aber das ist auch nicht mein Ziel (schon wieder ein Fehler, ich weiß :D ).


    Ich habe nicht den Anspruch, eine besondere philatelistisch wertvolle Sammlung anzulegen, Spezialliteratur zu wälzen und zu forschen. Wer Spaß daran hat, dem sei er auch gegönnt. Aber das ist nicht meine Welt.


    Wenn ich einen interessanten Reisebericht über Frankreich sehe, krame ich mein Frankreich-Album hervor und beschäftige mich damit, arbeite mich auf entsprechender Kiloware herunter, kaufe ein wenig bei Ebay oder kontaktiere einen meiner über 200 Tauschpartner weltweit mit einer frisch zusammengestellten Frankreich-Suchliste.


    Ein paar Wochen später ist es Kanada, dann Australien oder die Auswirkungen des Schweden-Urlaubs.


    Gerade das nicht-Spezialisieren gibt mir die Freiheit, je nach Lust und Laune mich mit meiner Sammlung und den verschiedenen Ländern zu beschäftigen. Mal bleiben einzelne Alben und Kiloware monatelang unbeachtet im Schrank, aber das macht ja nichts.


    Außerdem versuche ich den finanziellen Aufwand für mein Hobby möglichst gering zu halten. Das bedeutet wenig kaufen, viel tauschen, und schon gar keine einzelnen Marken für viel Geld kaufen. Die weltweiten Tauschkontakte machen einen Riesenspaß, und 2-3 Briefe pro Woche mit gerne mal 100 Marken lassen sich mit den meisten Spezialgebieten kaum vereinbaren. So geht ein Großteil meiner finanziellen Aufwendung für mein Hobby an Portokosten drauf. Kiloware ist nicht teuer, außerdem bekomme ich aus der Poststelle einer Behörde jede Woche etliche Marken.


    Ich will nicht ausschließen, daß ich mich nicht doch mal irgendwann spezialisiere. Aber bis dahin nehme ich mir die Freiheit einfach meinen Spaß mit aller Welt zu haben :D


    db

  • Außerdem versuche ich den finanziellen Aufwand für mein Hobby möglichst gering zu halten. Das bedeutet wenig kaufen, viel tauschen, und schon gar keine einzelnen Marken für viel Geld kaufen


    Hier muß ich Dir widersprechen! Auch mit wenigen finanziellen Mitteln kann man eine Spezialsammlung aufbauen! Man kann eine bestimmte Ausgabe/Ära heruasfischen und diese aufarbeiten. Man kann nach Farben, Platten, Plattenfehlern, Abarten, Stempeln o.ä. sammeln. Nur dieses Wissen, kann man sich aber nur über gute Fachliteratur erwerben. Wenn man das Wissen hat, kann man schnell gute Werte für ein Taschengeld erwerben. Wissen ist Macht :D


    Jeder soll sammeln wie er möchte, aber ein kleines Gebiet oder eine Markenausgabe kann teilweise mehrere Alben füllen, wo normalerweise eine komplette Europasammlung reinpaßt.


    Die weltweiten Tauschkontakte machen einen Riesenspaß, und 2-3 Briefe pro Woche mit gerne mal 100 Marken lassen sich mit den meisten Spezialgebieten kaum vereinbaren


    Auch hier ist es möglich bestimmte Ausgaben- auch spezielle Ausgaben zu tauschen! Jedes Land hat seine Spezi-Ausgaben!

  • Spezialisierung bedeutet nicht zwangsläufig nur auf ein Gebiet beschränkt zu sein! Es tut sogar sehr gut, wenn ´man ein bisschen ´was anderes auch vor Augen hat. Ich hab´ überhaupt kein Problem dabei, wenn jemand z.B.: Kirchenstaat bis zum Exzess macht und auf jeden Fliegenschiss achtet, nebenbei aber eine Polen-Sammlung nach Katalognummer abhackt und sich bei Gelegenheit auch einen bescheidenen Vorrat diverser anderer Marken anlegt. So lange eine gewisse Übersicht gewahrt bleibt, warum nicht?


    Meine DR-Sammlung liegt bei mir zum Beispiel seit Jahren "nur blöd herum". Im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Länder-Konvoluten, kann ich mich davon aber nicht trennen, weil sie mir jemand, neben anderem Material, als Einstieg zu meiner Sammelei vererbt hat. Andere Teile, welche weniger aufwändig gesammelt wurden, haben aber schon längst den Weg zu e-bay angetreten. Soll sich jemand anderer darüber freuen. Für mich bedeuted es weniger "Arbeit" und mehr Zeit für jene Dinge, die mich mehr faszinieren.


    Restsammlungen und Kiloware ist zum Stöbern gedacht und nicht dazu, jeden Schmarrn der bloßen Gier und momentanen Unkenntnis wegen, über Jahre zu verwalten. Man muß die Sachen auch loslassen können.
    Ich könnte Dir ein Briefmarken-Geschäft nennen, wo sich regelmäßig im Stundentakt ein knappes Dutzend Sammler ablösen und Wühlkisten in einer Art malträtieren, daß das Zeug nur so herumfliegt. Am Schluß geht ein jeder mit vielleicht zehn bis zwanzig Marken heim und zahlt dafür einen Witzbetrag. Bei Geschäftsschluß geht der Laden-Besitzer mit dem Staubsauger auf die zu Tausenden am Boden liegenden Marken los, damit sich die Kunden am nächsten Tag nicht dauernd die Sohlen abputzen müssen.


    Wer das in natura einmal selbst erlebt hat, bekommt einen völlig anderen Bezug zu Wühlkisten und räumt fortan liebend gerne seine eigenen "Restsammlungen" aus.

  • Hallo Witchery


    Ich kann mich der Meinung zu asmodeus auch nur anschließen. Ich selber hab mit CSSR angefangen wo ich praktisch "ins kallte Wasser geworfen" wurde zu dem Sammelgebiet. Meine Bekannte hat durch den tot Ihres Opas über Ihre eltern eine Briefmarkensammlung vererbt bekommen. Diese Betreue ich schon fast 1 Ganznes Jahr und mittlerweile fehlen mir echt nur noch weniger als 20 Werte in der gesamten Sammlung. Alle Blöcke ,Kleinbögen,etc. sind vorhanden im zustand ** (Postfrisch) .die letzten 20 Werte beziehen sich eher auf besondere Sachen wie Hradschin Kehrdruckpaare,Höchts Spitzenwerte, etc. .Diese sind eigentlich für einen einfachen Sammler fast unerreichbar. Zwar hatte die Sammlung vom Opa einige Spitzenwerte gehabt die teilweise Doppelt vorhanden waren .Aber ich musste diese Prüfen lassen um auch für die anderen Gewissheit zu verschaffen ,das diese Marken echt sind .Auch hier sollte man aufpassen und lieber eine Marke die mehr wert ist ,prüfen lassen als nacher der Dumme zu sein. Ab einen Wert von ca. 50 Euro ists zu überlegen ob man eine Marke prüfen lassen sollte oder nicht. Aufgrund der Doppelten Marken die ich in der Sammlung hatte ,konnte ich wiederrum die Sammlung nicht nur Finanziell sondern auch Markenmäßig fast komplettieren. Heute schweife ich auf Nebengebiete aus und versuche dort die Sammlung dazu zu erweitern.


    Einen kleinen Tip kann ich dir geben Witchery


    Es mag vielleicht Irrsinnig klingen aber auch hier kann man fündig werden wenn man größere Mengen kauft die man besichtigt hat. Oftmals lässt sich das Material was nicht Interessant ist wiederrum weiterverkaufen an Interessenten die diese Sammelgebiete haben. Wenn du aber auch hier umter gleichgesinnten Interessenten Informationen oder Erfahrungen austauschen willst ,wäre es auch nicht verkehrt sich einem Briefmarken Sammlerverein anzuschließen. Die 25 Euro Jahresgebühr tut nicht weh. Das wären ca. 2 Euro pro Monat. Selbst ein Harz IV Emfänger kann sich das leisten :D .Der Vorteil im Verein ist ,das man dort nicht selten zugriff auf Kataloge ,Infomaterial, Prüfgeräte,etc. und Wissen anderer zugreifen kann die gerne jemanden helfen und auch Unterstützen können. Wenn man das Hobby weiter betreiben will ,so hat man mitunter an in einem z.B. Verein oftmals auch Leute sitzen die einem weiterhelfen können. Also für Anfänger mitunter eine zu überlegende möglichkeit an das ranzukommen was man braucht.


    Gruß


    Nugget.

    Wer Schreibpfähler findet ,darf sie behallllten und selber anwändeeen.


    Fehliste CSSR Postfrisch,CSSR Postfrisch (Abstimmungsgebiet Ostschlesien) ,Böhmen und Mähren vorhanden (Datenbank,siehe Forum). Einfach mal reinschauen .

  • Ok werde mich einmal zum Anfang der Kiloware witmen :) muss mir nurnoch irgendwo besorgen. Dann fange ich mal so an.


    Vielen Dank für die Hilfe



    Gruss Witchery




    P.S.: Dieses Forum ist spitze egal was man fragt man bekommt immer eine Antwort. DANKE

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  • Hallo Witchery


    Nicht nur die Kiloware wäre mitunter ein Punkt um erfahrungen zu sammeln. Auch Posten die keiner Will oder praktisch in den Auktionshäusern liegenbleiben und zu einem Sehr günstigen Preis verscheuert werden können auch wahre Schätze beinhalten. Es ist auch im nachinein immer eine Glückssache ,denn oftmals haben viele schon die Sachen in der Hand gehabt und da wirds schwierig das Glück selber herauszufordern.


    Aber das es auch bei der Kiloware funktioniert kann man an der einen Marke vom Bund gut nachvollziehen mit der Audrey Hepburn. Diese wurde für über 100.000 Euro versteigert. Gefunden hatte der damals glückliche Briefmarkensammler ebenfalls in einenem Kilowarenposten.


    Gruß


    Nugget.

    Wer Schreibpfähler findet ,darf sie behallllten und selber anwändeeen.


    Fehliste CSSR Postfrisch,CSSR Postfrisch (Abstimmungsgebiet Ostschlesien) ,Böhmen und Mähren vorhanden (Datenbank,siehe Forum). Einfach mal reinschauen .