Beiträge von liedtke1965

    Wenn eBay der Meinung ist, dass ein Hoheitszeichen o.ä. zu prominent dargestellt ist, dann schon.


    Mal meine Erfahrungen:


    > Ganzsachen:

    Die Markenseite stellt i.d.R. kein Problem dar, die Bildseite hingegen schon (Hitler und Mussolini über den Grenzen des Deutschen Reiches oder Marsch durch das Brandenburger Tor zum Jahrestag der Machtergreifung z.B.). Bei den Sonderpostkarten zum Reichsparteitag 1937 z.B. würde ich darüber hinaus den linken Bildteil der Wertzeichenseite auch soweit abdecken, dass nur ein kleiner, aber bestimmbarer Anteil der Zeichnung übrig bliebe.


    > Hitler-Blöcke:

    Hier sollte nur der untere Schriftzug abgedeckt oder unleserlich gemacht werden.


    > Markenränder:

    Können insbesondere beim Generalgouvernement auch gelöscht werden. Mit der Begründung, das Hakenkreuz in den Eck-Rändern oder das Hoheitszeichen im Markenoberrand wäre zu prominent.



    Ganz ehrlich, meine Meinung:

    Hier muss bei eBay irgendein Jäger beschäftigt sein, der die eBay-eigenen Grundsätze nach eigenem Belieben überstrapaziert.


    In den AGB / Grundsätzen heißt es ganz klar, dass Briefmarken von dem Angebotsverbot bzgl. Schriften, Erzeugnissen mit Kopfbildern und Hoheitszeichen des Dritten Reiches ausgenommen wären.

    Dennoch lässt eBay es nicht gelten, dass solch Bögen und Blöcke offizielle Ausgaben in kompletter Einheit der Postwertzeichen darstellen.


    Deren Hoheitszeichen erscheinen ja durchaus weit weniger prominent als z.B. auf den Markenausgaben der Mi. 571-72, 586-87 oder gar der Mi. 818.


    Nach eBay-Lesart erfüllen die Ränder aber nicht die Bedingungen, die für die einzelnen Marken gelten.

    Weil die Ränder eben keine Briefmarken sind. Gleiches gilt sinngemäß auch für Ganzsachen o.ä., weil nur der Wertstempel als einer Briefmarke gleichgestellt angesehn wird.


    Schräge Auswüchse in einer Zeit der Aufklärung und der vermuteten Gefahr, seine politische Motivation aufgrund des Anblickes eines Hoheitszeichens oder nicht verbotenen Sinnspruches zu ändern oder zu erlangen.

    Meinen Vorrednern möchte ich mich anschließen und zusätzlich noch meine weitere Meinung zu den Stempeln wiedergeben:


    Die linke 60er aus Bezirk 36 ist die bessere Mi. 195 * mit Falz. Auch aus Bezirk 36 Neuglobsow / Gransee sind jedoch laut Michel Fälschungen in erheblichem Umfang bekannt.


    Die anderen gestempelten Werte Bezirk 3 stimmen mich bezüglich der Art des Stempels mindestens bedenklich:
    Trotz stimmigen Datums sind die Buchstaben des Verwendungsortes und die Ziffern des Datums bei einheitlichem Erscheinungsbild doch sehr unregelmäßig ausgeführt. Das LIN des Ortes BERLIN erscheint schräg nach links geneigt, das N zudem noch zusätzlich verformt und kleiner als z.B. das R. Auch die Zifferntypen 1.7. des Datums erscheinen mir irgendwie merkwürdig und zu groß geraten, gerade im Verhältnis zu der Uhrzeitangabe.
    Trotz allgemeiner Not in den Nachkriegsjahren sind jedoch gerade bei den Stempeln hinsichtlich der Schrifttypen absolut genormte Ausführungen verwendet worden. Einzelne Schäden wie Brüche der Kreislinien, Segmente und Buchstaben bzw. Verformungen (Dellen) kommen zwar öfters vor, teils auch repariert, aber die Schrifttypen und -größen sind nahezu immer einheitlich genormt.


    Falls für die eigene Sammlung von Bedeutung unbedingt prüfen lassen. Falls (wie von mir erwartet) falsch, bitte nicht traurig sein. Nicht nur ich, sondern vermutlich jeder hat Marken dieser Ausgabe auch schonmal als "Falsch" geprüft (im Aufdruck oder Stempel) zurück erhalten.

    Hallo sammlerfreund, hallo Jurek.


    Leider hab ich nur selten die Zeit, mich einem so umfassenden Forum intensiv zu widmen. Aber wenn man mal wieder dabei ist, machts doch Spaß.


    Ich bin ebenfalls der Meinung, daß es sich bei vielen der im Michel notierten Farben der Besatzungszeit um Tönungen handelt. Denn die Farbübergänge sind ja selbst innerhalb einer Marke festzustellen. Somit wären diese meist Zufall. Wenn man dann aber zwei einzelne Marken unterschiedlicher Tönungen nebeneinander legt, finde ich diese teils so gravierend, daß eine gesonderte Katalogisierung m.E. gerechtfertigt ist.
    Da fällt es mir ungleich schwerer, z.B. bei den Germania-Kriegsdrucken die einzelnen echten Farben der 10 Pfg. auseinanderzuhalten.


    Farbübergänge innerhalb eines Bogens, also nicht an den Rändern, habe ich so noch nicht beobachtet. Bei der blauen 20 Millionen Rosette habe ich so etwas jedoch in einem Auktionsangebot ebenfalls gesehen. Allenfalls Farbtönungen durch unterschiedliche Intensität der Druckfarbe sind mir bei den 200 Mark Ziffern (ohne Aufdruck und auch Neuauflage mit Aufdruck) bekannt. Da kann man aber eher von hell und dunkel sprechen, nicht von Farbwechseln. Diese dürften durch Abnutzung oder Unebenheit irgendwelcher Walzen entstanden sein.


    In einer der letzten DBZ-Ausgaben gab es mal einen Beitrag über die Reichsdruckerei (in welcher neben den Bärenmarken 1-7 dann später auch die Ziffernserie der alliierten Gemeinschaftsausgabe, übrigens mit ähnlichen Farbwechseln hergestellt wurden, nun firmierend als Staatsdruckerei). Dort war zu lesen, daß diese teils auch über Werkstätten verfügte, in welcher sowohl zu Probe- und Prüfzwecken, als auch für den eigentlichen Briefmarkendruck Farben selber angemischt wurden. Später wurden dann fertige Farben bezogen und diese Werkstatt zu Kontrollzwecken der angelieferten Farben verwendet.
    Nun wurde ich glücklicherweise erst 1965 geboren und mußte den Krieg und die Folgen nach dessen Ende nicht miterleben. Aber daß nach der Bombardierung Berlins mit immensen Schäden in allen Stadtteilen, dem Fehlen vieler Facharbeiter durch Kriegseinsatz, Gefangenschaft und Tod sowie dem Mangel an allen Roh- und Hilfsstoffen durch unterbrochene Versorgungswege und häufiger Zerstörung der Zulieferbetriebe ein geregelter Druckbetrieb geradezu unmöglich war, leuchtet mir ein.
    Bei diesem Zwang zum Improvisieren ist es erklärlich, daß Abweichungen im Druckbild auftreten. Augenscheinlich ja immer in Zeiten besonderer Not (es betrifft ja nahezu ausschließlich die Ausgaben der Jahre 1945 und Anfang 1946) oder unter dem Druck der Inflation, nahezu täglich neue Wertzeichen herstellen zu müssen.
    So wäre ja auch rein theoretisch in Teilauflage ein echter Plattendruck mit manueller Einfärbung möglich. Denn auch die Zähnungsbilder der alliierten Gemeinschaftsausgaben zeigen viele Unterschiede wie durchgezähnte Seitenränder, Linien- , Kamm- und Kreuzkammzähnung bei den 1947er Messemarken etc.


    Bei den Bärenmarken lassen sich zudem anhand der Plattenfehler einzelne Auflagen erkennen, wobei diese noch durch unterschiedliche Papiere zu trennen sind.
    Meinen Beobachtungen zufolge kommen einige der nicht primären Plattenfehler nur auf einzelnen Papiersorten und nicht auf allen vor.


    Weiter lassen sich auf der durchstochenen Ausgabe im Bogen wieder andere Fehler finden, manche Bogentypen weisen in der B-Ausgabe nur einen Teil der auflagentypischen Plattenfehler auf, sogar primäre Plattenfehler tauchen mit einem Mal nicht mehr auf. Gerade aufgrund der letztgenannten Beobachtungen gehe ich von starker Improvisation oder unterschiedlichen Herstellungsweisen aus.
    So zeigt der mir vorliegende Bogen der Mi.1B (Durchstich B mit waagerechter Riffelung) zwar die primären Plattenfehler III, IV, XVI, es fehlen jedoch die primären Fehler XVIII, XIV, VIII (z.B. sonst immer je nach Bogentyp mit stärker oder schwächer ausgeprägtem Schaden im A, immer mit retuschiertem Gitter im Bärenrücken) sowie alle im Michel notierten sekundären Plattenfehler, die eine Bestimmung des Bogentypes zuließen. Beim normalen Durchstich Mi. 1AB finden sich diese sekundären Plattenfehler jedoch IMMER auf einem der bestimmbaren Bogentypen A-D.


    Nichts ist unmöglich.


    Mit besten Sammlergrüßen,
    liedtke1965

    Hallo Sammlerfreund


    Die SBZ Mi. 7 ist farblich glaub ich garnicht so einfach. Vielfach liegt eine Erklärung in den unterschiedlichen Papieren / Papiertönungen. Dies trifft m.E. auch auf die Abbildungen zu. Die 10 Pfg. macht da übrigens keinen Unterschied.
    Habe auch schon deutliche Unterschiede innerhalb einer identischen Papierfarbe als die billigere Farbe geprüft zurückbekommen. Da ist bei den Farbprüfungen nur ein schmaler Grat zwischen Sekt und Selter.


    Nur die Marke, welche in jeder Hinsicht der teureren Einzelfarbe entspricht, wird auch als solche geprüft. Alles andere, und sei die Abweichung zur teuren Farbe auch noch so gering und der Unterschied zur billigen Farbe noch so groß, ist dann eben die graue Masse.


    Beste Sammlergrüße,
    liedtke1965

    Hallo ersteinmal!


    ich war schon länger nicht mehr hier auf dem Forum. Aber da gerade eines meiner eBay-Angebote hier zumindest am Rande diskutiert wird, wollte ich dann nochmal meinen Senf dazugeben.
    Hier geht es um die SBZ Mi. 7b waz. Diesen Bogen ließ ich im letzten Jahr bei Herrn Dr. Jasch prüfen, der Farbwechsel ist im Original fast noch ausdrucksstärker. Ich habe dazu noch einen zweiten Teilbogen in meiner Sammlung, der mit minimalsten Unterschieden genau dieselben Felder betrifft.
    Farbwechsel am Rande eines Bogens, nach meinen Beobachtungen häufigst am linken Bogenrand mit den ersten 1-2 senkrechten Markenreihen, kommen bei vielen Ausgaben der Nachkriegszeit vor, fast ausschließlich jedoch bei der SBZ und den alliierten Gemeinschaftsausgaben. Jedenfalls kenne ich soetwas weder vom Deutschen Reich noch von DDR bis Bund.
    Da könnte ich mir schon vorstellen, das sich ähnlich wie beim Anrühren von anderen Farben am Rand eines Farbbehälters dort zwei oder mehrere Grundfarben einfach nur als letztes vermischen, wenn man diese Behälterränder nicht gründlich ins Vermischen mit einbezieht. Wenn die Farbe nun mittels Walze aus diesem Behälter gleichmäßig aufgenommen wird, habe ich rechts und / oder links einen leichten Überschuß der Farbe, welche entweder zuerst im Behälter war oder welche an einem Seitenrand des Behälters nachgefüllt wurde.


    Viele der im Michel aufgeführten Farben dieser Gebiete treten eben am Bogenrand auf, wie diverse Angebote auf Auktionen zeigen. Dabei konnte ich selbst bei der völlig eintönig erscheinenden 42 Pfg. Ziffern mehrfach einen solchen Farbwechsel / Tönung beobachten.


    Wie nun ein solcher Farbwechsel mitten im Bogen entsteht, entzieht sich meiner Erkenntnis. Da kann jeder für sich spekulieren, wenn er nicht gerade im Druckwesen arbeitet.
    Die anders getönten / gefärbten Marken weisen jedenfalls in Ihren restlichen Eigenschaften keinerlei Unterschiede zu denen der a-Farbe auf: Papierfarbe ist identisch (keine UV-Belastung o.ä.), Papierdicke auch. Zu dicker Farbauftrag scheidet ebenfalls aus, da das Druckbild keine Verdickungen / Quetschungen aufweist. Chemische Veränderung scheidet auch aus, da weder das Papier noch die Gummierung in irgendeiner Form verändert oder beschädigt sind. Höchstens eine chemische Veränderung begründet in der Druckfarbe käme in Betracht. Aber dort stellt sich die gleiche Frage, weshalb diese nur begrenzt auf drei waagerechten Markenreihen auftritt.


    So oder so, die Marken sind echt und echt geprüft. Und ein bißchen Salz in der Suppe ist ja auch nicht schlecht. Denn wieviele Plattenfehler und Teilzähnungen sind ja streng genommen auch nur Druckzufälligkeiten. Wenn halt ein Kammschlag ZUFÄLLIG ausfällt, habe ich eine sündhaft teure Zähnungsabart.


    Thema Borkengummi:


    Auch dieser dürfte streng gesehen meistens eine Zufälligkeit darstellen, auftretend wohl beim Anlaufen der Papiergummierung, bei fast leerem Behälter der Gummimasse oder bei zu dickflüssiger Gummimasse. Wenn meine Kleistermaschine fast leer ist, sieht die Struktur des mittels Walze aufgetragenen Kleisters auf der Tapete genauso borkig aus. Ich habe eine AM-Post Mi. 22 mit rechtem Seitenrand, bei welcher die untere Hälfte ohne Wasserschaden ungummiert ist und ab Markenmitte aufwärts eine borkige Gummierung ähnlich der SBZ-Köpfe-Serie aufweist.


    Mit besten Sammlergrüßen,
    liedtke1965

    Hallöle Marbella !
    Bei der ersten Marke sollte es sich um ein Rollenanfang oder -ende handeln.
    Bei der zweiten handelt es sich um die Mi. 306 A, also 800 Tausend auf 400 Mark. Relativ gut zu erkennen an dem senkrechten Strich im unteren Bogen der Überdruck - 8. Bei den anderen Wertstufen müßte dann logischerweise ein mehr oder weniger waagerechtes Bogenstück der 3 oder 5 zu sehen sein.
    Diese beiden letzteren werden mit Vorliebe verwechselt, da der Katalog-Wertunterschied nicht gerade unerheblich ist.


    Gruß, liedtke1965


    Achso, ganz verpeilt: Zum Wert der Rollenmarke kann ich jetzt nichts sagen, die 306 steht bei 5 € echt gestempelt. Nicht böse oder traurig sein: Ist Masse, auch echt gestempelt

    Hallöle forensucht !
    Ich habe bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, wenn ich die Marken völlig normal auf Steckkarten ziehe und danach in Blattschutzhüllen einziehe. Bei größeren Stücken wie ganzen Bogen etwa schneide ich die Leiste mit den eingestanzten Löchern einfach ab und nehme zwei Hüllen (eine von rechts, eine von links).
    Wichtig: entweder umschlagen und zukleben oder die gesamte offene Seite der Schutzhülle mit Klebeband abdichten.
    Hatte mal einen australischen Käufer, deren Briefkästen dort mitten in der Walachei an der Hauptstraße stehen. Er hatte schon mal postfrisch gekauft... na ja, den Rest kannst Du Dir ja denken. Jedenfalls hat's dann so ganz hervorragend funktioniert. :D


    Und: Auf jeden Fall beidseits der Marke (also Vorder- und Rückseite) stabile Pappe oder Karton zur Verstärkung. So 'nen ollen durchgeschlagenen Stempelabdruck der Briefbearbeitung sieht man auf postfrisch nämlich allerbestens...
    ;)


    Gruß an die Forianer, liedtke1965

    Hallöle, werter Freund des gesunden Getränkes aus Wurzelgemüse!


    Nach meinen letzten Beobachtungen auf eBay, wo ein mir bekannter Berliner Hobby- bis Berufsphilatelist (NEIN, NICHT ICH!!) ganz ähnliches eingestellt hat, bringen die Bögen je um die 25 $, also etwa 20 €, bei anständiger Gebotslage auch ca. 10 € mehr.
    Wenn die gezeigten Marken die komplette Sammlung zeigen, schätze ich mal ca. 100 € Erlös, der Katalogwert liegt natürlich wesentlich höher. Er stellt aber nur eine Art Richtschnur für Händler dar, da außer für absolute Weltraritäten die Verkaufspreise zwischen 10 und 35 % des Katalogwertes liegen, je nach Gängigkeit des Gebietes.
    Du bekommst ja wahrscheinlich auch mehr Geld für'n ollen Daimler als für alten Opel. Und auch da gibts ja wohl nach Fahrzeugtypen Unterschiede, denke mal so'n oller Admiral wirft mehr ab als ein gleichalter Audi o.ä.
    Ok, Autos sind NICHT mein Gebiet :augenzu:


    Gruß, liedtke1965

    Plattenfehler hab ich keine entdeckt, die Katalognr'n von links oben nach rechts unten:
    899 (1944), 907 (2x, 1945), 771 (Paar 1941), 900 (1944)
    KW aller Marken in einwandfrei ** 17,90 €, Handelswert gegen 2,00 €


    Gruß, liedtke1965

    Toi, toi, toi!


    Negativ-Bewertungen waren zum Glück bisher noch nicht nötig. Ich hatte bislang nur zwei wirklich schlechte Erfahrungen, übrigens nur mit deutschen !! Anbietern. Einmal 7 Kr großer Schild "ungebraucht mit Falz, OG" und einmal Deutsches Reich Block 9 "einwandfrei postfrisch".
    Bei erstem war ein "Fenster" (natürlich ohne Rückseiten-Bild und auf weißer Unterlage) so groß, daß bequem 'ne Kuh durchgepasst hätte, bei zweitem waren neben postfrisch zur Identifikation des damaligen Postbeamten oder Händlers durch's CSI auch noch genug aussagekräftige Fingerabdrücke vorhanden !!
    ABER: Beide Verkäufer haben das Angebot anstandslos zurück abgewickelt OHNE finanzielle Einbuße für mich! Also immer erstmal nachfragen.
    Selber hab ich auch noch keine negativen erhalten, weise allermeist auf Schäden bzw. trotz z.T. Riesenscans nicht sichtbare Mängel hin. Auch wenn dadurch natürlich der VP in den Keller sackt.
    Denn Ehrlichkeit sollte alles sein !!
    Bei internationalen Angeboten vermute ich aber auch häufig ein gewisses Restrisiko. Daher auch hier: SINNIG BLEIBEN bei der Gebotsabgabe, auch wenn einem so manch scheinbares Schnäppchen durch die Lappen geht. Nur bei Anbietern, bei denen ich mehrfach gute Erfahrung gemacht habe werde ich auch mal höhere Gebote abgeben!


    Gruß von liedtke1965

    Hallo werte Sammlerschar!


    Mal ganz ehrlich, ich habe z.B. über 20 Jahre Deutschland generell 1849-1949 gesammelt. Alles, was etwa bei Sammlungen über Auktionshäuser hereinkam, wurde auch einsortiert. Da ich aber nicht Krösus bin, habe ich mir selbstverständlich eventuelle Prüfgebühren geschenkt. Das wären ja "nur" ein paar tausend Marken.
    Ich habe nun nach und nach alle meine Bestände an Altdeutschland verkauft, jedoch der Einfachheit halber bei fälschungsgefährdeter Ware auch mit dem Hinweis, daß es sich z.T. um ND oder NaD handeln könnte. Wie gesagt, die Prüfgebühren, man nehme nur Hamburgs niedrigpreisige Ausgaben!
    Und bei dem Gedanken an Helgoland wird mir speiübel !!
    Wenn also der Anbieter große und aussagefähige Bilder einstellt, sollte nicht unbedingt von Dummenfang ausgegangen werden. Ich möchte keinem Allwissenheit unterstellen.
    Interessiert mich aus meinen jetzt noch vorhandenen Spezialgebieten bei eBay ein Artikel, benutze ich Vergrößerungen (leider nicht immer hilfreich), oder muß halt das eine oder andere Mal "va banque" auf einen vielleicht lahmen Gaul setzen.
    Aber da setzt man sich doch eh' ein Limit zum quasi "Geschenkt-Preis" so zwischen 1-5% KW, damit Verluste nicht so hoch sind, oder ??


    Mit philatelistischen Grüßen, liedtke1965


    Und übrigens vielen Dank nochmal an Lars ,
    BDPh-Ressortleiter Fälschungsbekämpfung und Sammlerschutz, der mir bei einem meiner Angebote hilfreich zur Seite gestanden hat !!!

    @ Elite-Sammler und alle anderen Forianer


    So muß ein Forum laufen, Austausch von Info's und viele Beiträge/Bilder !


    Elite, ich möchte Dich bezüglich Deiner Bilder der Mi. 3 korrigieren:


    > PF IV schaut etwas anders aus, guckst Du unten! Deine Abbildung zeigt den Schantl-Fehler 3 f 9E aus Typ CIII, mithin ein sehr schönes Stück, was mir noch nicht vorliegt. Habe jetzt keine Lust gehabt, die Bogen rauszukramen, deshalb hier in gestempelt.


    > PF XI sieht ebenfalls anders aus, siehe auch unten. Je nach Typ in unterschiedlicher Ausprägung. Diese Besonderheit von Feld 6 ist mir bislang noch garnicht aufgefallen! Da mach ich mich gleich morgen über meine Bogen her


    Stelle dann auch mal ein paar Bogenauszüge ein, z.B. die Mi. 3 XVIII "rechter Rahmen fehlend" und als interessante Besonderheit auch die dazugehörige Retusche :suche: :suche: :suche: :suche:


    Gruß, und gemächlichen Start in die neue Woche wünscht liedtke1965

    Hallöle, werte Forianer !


    Nun auch ich mal mit einer Frage:
    Könnte es sich bei dieser Ausgabe der Mi. 1 "kleiner Brustschild" um einen Stempel vor dem Erstausgabedatum, lt. Micel 01.01.1872, handeln ?
    DR ist nicht mein Hauptgebiet, deshalb hoffe ich, daß mir hier ein bewanderter Philatelist weiterhelfen kann


    Österliche Grüße von liedtke1965

    Prima, Hannes, Resonanz ist doch was schönes im Forum. Und die gegenseitige Unterstützung ist doch genau das, was ich hier erhoffe und erwarte ! Deshalb der zweite Teil Antworten auf Deine Fragen ( Fortsetzung folgt...) :


    Bei der Mi. 5 A in Deiner ersten Antwort sollte es sich nach meinem Dafürhalten wirklich nur um eine Druckzufälligkeit handeln, könnte aber auch ein echter Fehler in kleiner Teilauflage sein (ich stelle hier demnächst mal ähnliches ein). Eine Farbabhebung kannst Du aber eigentlich selber mit einem Fadenzähler und schräg einfallendem Licht gut erkennen oder ausschließen, da dann auch die Kreidung fehlen muß und das Papier an dieser Stelle nicht mehr ganz die leuchtend weiße Eigenschaft besitzt. Ferner entsteht dadurch eine scharfe Kante, die sich eben unter Schräglicht leicht schattig absetzt.


    Die Mi. 7 A sollte hier wirklich mit PF III vorliegen. Diesen gibt's je nach Bogentyp in den Ausführungen "Punkt mit 3 verbunden" / "Punkt nicht mit 3 verbunden". Bei der hier gestempelten Erhaltung kann ich bei dem Scan aber einen zufälligen Stempelklecks nicht ganz ausschließen, da auf dem Monitor die Farben von Marke und Stempel fast gleich erscheinen. Auch dort: gute Lupe und Licht, oder einen scharfen (600dpi), großen und etwas helleren Scan nachlegen.


    Die Mi. 1 A trägt die bei mir "Parallelerscheinung" genannte Auffälligkeit "Punkt rechts oben im N" und stammt von Feld 48 des Bogentyps C, ist also ein echter Fehler, habe aber keine Spezialliteratur außer Michel Spezial, und Schantl. Bei beiden nicht gelistet.


    Die gestempelte Mi. 5 A trägt den Schantl-Fehler "5 f 7, N links oben kürzer und verdickt", wobei aber nach meinen Beobachtungen dieser "Multifehler" in ähnlicher bis identischer Ausprägung auch auf den Bogenfeldern 10, 20, 30, 40, 50, 70, 80, 90 und 100 autritt.


    Und abschließend zu Deiner Mi. 5 A aus dem zweiten Scan:
    Ja, das ist der PF XI von Feld 64. Dieser geht übrigens immer einher mit einem sehr kleinen roten Punkt links oben im B von Berlin. Dieser kleine Punkt ist übrigens auch noch bei den retuschierten Varianten von PF XI zu erkennen. Und das zusätzliche Schmankerl "B von Berlin links gebrochen" ist eine Parallelerscheinung, die so nur auf Bogentyp DI erscheint, also auch ein echter Plattenfehler (Typ DI ist der mit dem bekannten PF I "großer Fleck im Balken, dazu ein Scan von mir im Anhang).


    So, Finger und Tastatut glühen. Vor dem Auslösen des Überlastschutzes laß ich diese nun ruhen :zwinklach:


    Frohe Rest-Ostern wünscht Liedtke

    :brd: - Intensiv - Zonensammler
    Möchte dieses Forum nutzen, mich kurz vorzustellen:
    Nach nunmehr 20-jähriger Sammlertätigkeit besitze ich seit einem halben Jahr sogar einen eigenen PC ! :veryhappy: :veryhappy:


    Und siehe da, es eröffnen sich völlig neue Perspektiven ! Da stolpert man zufällig über so ein Forum, schaut sich kurz um und entdeckt, daß man mit seinen Interessen nicht allein dasteht. Fein !
    Das kommt mir doch sehr entgegen, man nennt mich auch Mostrich (altindianisch für: Der seinen Senf überall dazugibt)
    Da ich natürlich wißbegierig bin und über nahezu keine Spezialliteratur verfüge, dürfte das hier der ideale Ort sein, sich Erfahrungen auszutauschen.


    Meine Sammelgebiete umfassen Deutschland (nur Marken) von 1849 - 1949, z.T. stark spezialisiert. Sehr intensiv bemühe ich mich um die Ausgaben des alliierten Kontrollrates, der Bizone und besonders der SBZ.
    Da ich im Vollschichtdienst tätig bin, kann ich mich nur zu unterschiedlichen Zeiten einloggen, mal tief in der Nacht, mal früh am Nachmittag, je nachdem...


    Gruß an alle Forianer, und
    auf gute Zusammenarbeit :bier:

    Das mit den Feiertagen wird nichts, ich habe alle Tage gepflegten Spätdienst :( !
    Deshalb schonmal eine kurze Vorab-Info: Die linke Marke von Feld 96 ist der Mi-Fehler 5 XIV "U-förmiger Fleck im Balken zwischen Tatze und Hals", lt. Mi. auf Bogentyp AIII und AIV zu finden.
    Zu der rechten Marke: Ich kann ja die nächsten Tage nen Blick auf meine Bogen werfen, denke aber erstmal, daß es sich um eine Zufälligkeit handeln könnte, zumal bei dieser Ausgabe die Marken aiuf gestrichenem Papier recht häufig von "Farbabhebungen" betroffen sind. Da müssen die Bogen nur allerleicht aneinanderhaften, um die Farbe vom "Kreideaufstrich" abzuheben.
    Noch was: der kleine rote Strich im Bärenrücken ganz rechts ist regelmäßig auf Feld 1 anzutreffen, sozusagen ein Primärfehler.
    Bis demnächst und fohe Ostern wünscht liedtke1965

    Hallöchen, werte Forianer!
    Solange es keine extra Unterteilung für die Besatzungszonen gibt, werde ich in loser Folge einfach alles hier einstellen, da die SBZ eh' mein Favorit ist und somit eher zur DDR paßt.
    Ich möchte Euch an meinen Funden teilhaben lassen, zur Diskussion anregen und bei Besonderheiten auch mal um Bestätigung bitten, oder um Kritik, je wie's angebracht erscheint ;)


    Den Anfang mache ich mal mit einer HAN der 2. Kontrollratsausgabe Mi.-Nr. 958 (6004.48 2), die so bisher nur mit den Überdrucken der Bizone und SBZ im Michel gelistet ist ! Er war jedoch schon Thema der ARGE Kontrollrat, der Rundbrief liegt mir jedoch nicht vor.


    Und weiter fleißig Zähnezählen, frohe Ostern wünscht liedtke1965